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Zeitreise: So seltsam sahen die Webseiten der großen Nachrichtenportale vor zwanzig Jahren aus

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So unterschiedlich starteten deutsche Nachrichtenportale ins Web

Aller Anfang ist schwer: Das gilt auch für große News-Webseiten, die mittlerweile hunderte Millionen mal pro Monat geklickt werden. Legen die Verlage mittlerweile Wert auf eine gute User Experience und passen ihre Seiten perfekt für jedes Endgerät an, sah das vor rund 20 Jahren noch ganz anders aus. Ein Blick auf die heutzutage krude anmutenden Designanfänge der größten deutschen Nachrichtenseiten.

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Bereits 1996 launchte Springer Bild.de. Mit dem Webauftritt von heute hat das Springer-Portal vor 23 so gar nichts gemeinsam – von der roten Signalfarbe und leicht bekleideten Damen einmal abgesehen. Ganz wichtig damals: Fun UND Action!

Ein wenig an Fefes Blog erinnert uns der Webauftritt von Spiegel Online, der 1994 startete (Screenshot aus 1996). Wer braucht schon Bilder? Oder ein Design? Auch schien man sich damals noch nicht ganz sicher, wie man das eigene Medium denn nun nennen soll. So machte sich Sachsen-Anhalt als erstes Bundesland “per Datenautobahn” auf die Suche nach Beutekunst, titelte die Redaktion damals

Richtig “poppig” hingegen wirkt der Internetauftritt von Focus Online. Sogar auf die Printausgabe wies man damals hin. Wie fortschrittlich!

Ein bisschen “late to the party” war n-tv. Kein Wunder also, dass das Nachrichtenangebot aus dem Jahr 2000 durchaus schon an moderne Seiten erinnert. Trotzdem haperte es auch zur Jahrtausendwende noch mit den Begrifflichkeiten. Pläne der Autobauer zur Gründung eines Online-Shops nannte man kurzerhand “Internetmarktplatz”.

Die W-W-Welt ging 1997 online – stilecht mit grauem Hintergrund und reliefartigem Welt-Logo. Der Knüller: Die “WWW-Ausgabe der großen deutschen Tageszeitung” gab es “täglich ab 19 Uhr”.

Der Merkur legte bereits vor der Jahrtausendwende Wert auf Bilder – bestimmt nicht zur Freude der damals noch vergleichsweise mickrigen Internetbandbreite seiner Leser.

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Wie schön schaute bittschön Zeit Online schon vor 19 Jahren aus? Abgesehen von dem blassgelben Hintergrund könnte der Auftritt auch fast heute noch als ordentlich durchgehen.

Das Layout von Sueddeutsche.de aus dem Jahr 1998 könnte man durchaus als “experimentell” bezeichnen. Man beachte die zusammengerollte Zeitung im Mittelpunkt, wie sie aus der Erdumlaufbahn katapuliert wird. Damit waren die Münchner vor der Jahrtausendwende schon Avantgarde!

Knallbunt  präsentierte sich “stern online” 1997: Hier bekam jedes Ressort seine eigene Farbe und es gab neben “News News News” schon den Hinweis auf die aktuelle Printausgabe – und selbstredend den Link zu “stern TV”.

Bierernst hingegen, dafür aber auch rund sechs Jahre später, zeigt sich faz.net. Recht fortschrittlich: Schon 2003 boten die Frankfurter eine Kursübersicht auf ihrer Seite an und rief die Leser zu Umfragen auf.

Mit unterschiedlichsten Designelementen und vor allem Schriftgrößen startete das Webangebot des Tagesspiegels 1996 online durch. Auch hier ganz wichtig: Der Hinweis auf die interne “Suchmaschine”, mit der man in alten Artikeln “schmökern” konnte.

“Interaktiv” gab sich das Handelsblatt online im Jahr 1999. Mit einem Mix aus “Top-Themen” und “Finanznachrichten” sowie minutenaktuellen Marktdaten wollte man damals Leser auf die Seite locken.

Der Vollständigkeit halber darf an dieser Stelle natürlich auch ein Blick auf die Anfänge von MEEDIA nicht fehlen. Hier ein Screenshot aus dem Jahr 2008. Man beachte den Vermerk auf die “Beta-Phase” im Logo!

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