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Weitere iPhone-Produktionskürzung um 10 Prozent: “Apple muss seine Preis-Hybris aufgeben”

iPhone XR-Launch: Die Kunden greifen nicht wie erwartet zu
iPhone XR-Launch: Die Kunden greifen nicht wie erwartet zu © Apple

Der Trend zeigt gnadenlos nach unten: Die neuen iPhones werden von Apples Kundschaft so massiv verschmäht, dass der früher einmal wertvollste Konzern der Welt vergangene Woche die erste Umsatzwarnung seit 17 Jahren aussprechen musste. Nun fragen sich Analysten und Anleger, wie tief die iPhone-Produktion in der Folge tatsächlich weiter einbrechen wird. Während der japanische Asian Nikkei Review mit Verweis auf die Zuliefererkette von einer weiteren Kürzung um 10 Prozent spricht, hält Wedbush Preisnachlässe zur unerlässlich.

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Was für einen Unterschied zwölf Jahre machen können. Tatsächlich solange ist es heute auf den Tag genau her, dass Apple-Gründer Steve Jobs das Kultsmartphone mit den Worten enthüllte: “Dies ist ein Tag, auf den ich mich seit zweieinhalb Jahren freue.“

Mehr als eine Dekade später ist von der Freude nicht mehr so viel geblieben – weder bei (potenziellen) Kunden noch bei Aktionären noch wohl bei Apple selbst, das wegen der erheblichen Nachfrageschwäche nach dem iPhone gerade eine geharnischte Umsatzwarnung herausgeben musste und an der Wall Street fast eine halbe Billion Dollar an Wert in nur einem Quartal eingebüßt hat.

Asian Nikkei Review: Weitere iPhone-Produktionskürzung

Ob die Börsentalfahrt weitergeht, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob Apple den iPhone-Absturz stoppen kann. Alle Anzeichen aus den vergangenen Wochen und Monaten deuten eher nicht darauf hin, wie nun auch der gut vernetzte Asian Nikkei Review in einem neuen Bericht mit Verweis auf die Zuliefererkette herausarbeitet.

Abermals um 10 Prozent habe Apple die iPhone-Produktion im laufenden Quartal heruntergefahren, berichtet Nikkei. Was nach einer Lappalie klingt, ist bei näherer Betrachtung die Beschleunigung der iPhone-Erosion, denn tatsächlich berichtete die japanische Wirtschaftszeitung über einen erneuten Produktionseinschnitt.

iPhone-Absturz im ersten Quartal auf 5-Jahrestief erwartet
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Statt wie kürzlich prognostiziert 47 bis 48 Millionen neue und ältere iPhone-Modelle soll der nur noch viertwertvollste Konzern der Welt nunmehr zwischen Anfang Januar und Ende März nun gerade noch 40 bis 43 Millionen Einheiten fertigen lassen – was einem Absturz auf ein 5-Jahrestief entsprechen würde, den zuvor bereits TF Securities-Analyst Ming-Chi Kuo vorausgesagt hatte.

Einen Abverkauf im prognostizierten Umfang vorausgesetzt, würde Apple damit im ersten Kalenderquartal 2019 rund 20 Prozent weniger iPhones als noch im Vorjahr absetzen, was sich mit den jüngsten Erhebungen des Marktforschers Counterpoint deckt, der einen schwächeren Verkauf in diesen Dimensionen im November herausgearbeitet hatte.

“Apple muss sich beim iPhone XR von seiner Preis-Hybris befreien”

Während Apple-CEO Tim Cook die jüngsten Berichte über die iPhone-Schwäche und vor allem die enttäuschende Aufnahme des günstigeren iPhone XR in einem CNBC-Interview mit James Cramer als “Quatsch mit Soße” abzutun versuchte, hat Analyst Dan Ives vom Vermögensverwalter Wedbush eine klare Meinung zu Apples Absturz.

“Um es glasklar zu sagen: Der Hauptgrund für Apples Nachfrageflaute liegt im falsch bepreisten iPhone XR”, schreibt der Wedbush-Analyst in einer Researchnote, die dem Blog Apple 3.0 vorliegt. Apple-Chef Tim Cook müsse sich beim iPhone XR von seiner “Preis-Hybris” befreien, fordert Ives.

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