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Von der Vulva-Werberin bis zum Kollegah-Kollegen: die RTL-Dschungel-Kandidaten im MEEDIA-Check

Die aktuelle Besetzung des RTL-Dschungelcamps
Die aktuelle Besetzung des RTL-Dschungelcamps

Am kommenden Freitag startet bei RTL die 13. Staffel der Dschungelshow "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" Das Format zeigte im vergangenen Jahr deutliche Abnutzungserscheinungen bei Quoten und Konzept. Ob dem Camp diesmal eine Rückkehr zu alter Stärke gelingt? MEEDIA unterzieht die aktuelle Besetzung dem traditionellen Kandidaten-Check.

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Evelyn Burdecki (30)

Eine absolut individuelle Persönlichkeit

Dieses mal ist es besonders schwierig, die Namen der Dschungel-Kandidaten irgendwelchen sinnvollen Tätigkeiten im sonstigen Leben zuzuordnen. Obwohl…. nein, streichen Sie das. Es ist schon seit Jahren schwierig. Ohne ausführliche Google-Abfragen ist es sogar fast unmöglich herauszufinden, womit diese Leute das Label “Star” verdient haben. Frau Burdecki also. Sie hat es bereits auf eine beeindruckende Zahl an Trash-TV-Auftritten gebracht. Ihr Debüt gab sie in der ziemlich unerträglichen, knalldummen RTL-Kuppelshow “Take me out”, die von diesem kleinen Mann aus der Telekom-Werbung moderiert wird. Es folgten Auftritte beim “Bachelor”, wo sie praktisch sofort ausgeschieden ist und ein sechster Platz bei “Promi Big Brother”. Was man halt so macht, im Entertainment-Biz. Zum RTL sagte sie bezüglich Dschungel: „Alles, was ich tue, ist ohne Plan. Ich mache immer einfach.“ Wer hätte das gedacht?

Dschungelkrone? No way!

Domenico de Cicco (35)

Latin-Lover XS

Pärchen-Alarm! Der Domenico hat nicht nur einen Namen wie aus einem italienischen Softporno der 80er, sondern er war auch mit Frau Burdecki eines der Final-Pärchen beim RTL Reality-Knüller “Bachelor in Paradise”. Kurz nach der Show haben sich die beiden aber zur Überraschung wirklich aller Beteiligten getrennt. Eine prima Gelegenheit, die “Beziehung” am Camp-Lagerfeuer nochmal durchzukaspern. “Bekannt” wurde Herr de Cicco durch seine Teilnahme am Männchen-Balz-Format “Bachelorette”. Zu seiner Teilnahme am Dschungelcamp sagt er: „Ich habe für den Dschungel sieben Kilo zugenommen, damit ich eine Basis für die Prüfungen habe. Man wird im Camp sehr viel abnehmen.“ Hier kann man nur die große Dschungel-Apologetin Anja Rützel zitieren: “Dumm, aber schlau.”

Dschungelkrone? Da glaubt er selbst nicht dran!

Doreen Dietel (44)

Das ist doch die, also die… ja genau!

Frau Dietel ist Schweineblut trinkend auf einem Bauernhof in Sachsen aufgewachsen. Außerdem hat sie in der DDR eine Schauspielschule besucht. Ganz hartes Holz, möchte man meinen. Neben dem Schweineblut hat sie eigenen Angaben zufolge als Kind auch gerne Hühnerfüße gesnackt. Sie freue sich darum auf die berüchtigten Essprüfungen im Camp. Ob da nicht mal jemand den Mund ein wenig zu voll nimmt. Sie hat tatsächlich in einigen halbwegs bekannten TV-Serien mitgespielt (u.a. “Der Pfundskerl” und “Der Bergpfarrer”). Außerdem hat sie sich schon für den Playboy ausgezogen. Wikipedia-Fun-Fact: “Seit einer Schönheitsoperation im Jahre 1999 (Lippen aufspritzen) verringerten sich ihre Rollenangebote.” Da wüsste man gerne Genaueres.

Dschungelkrone? Seit einer Schönheitsoperation im Jahre 1999 (Lippen aufspritzen) verringerten sich ihre Siegchancen erheblich.

Sandra Kiriasis (43)

Gestatten, Frau Dr. Bob

Die Sport-Teilnehmerin der neuen Staffel. Die ehemaligen Sportler zählen traditionell zu den eher langweiligen Zeitgenossen im Camp. Wegen des verbissenen Trainings hatten sie vermutlich zu wenig Zeit, dem Format angemessene Persönlichkeitsstörungen zu entwickeln. Historische Ausnahme: Kugelblitzmerker Ailton. Frau Kiriasis war mal Bob-Olympiasiegerin und möchte “Durchhaltevermögen” beweisen. Sie war auch Sportsoldatin im Rang eines Stabsfeldwebel, was vermutlich lustiger klingt als es ist. Eine Kandidatin, von der man im Vorfeld besser gar nichts erwartet.

Dschungelkrone? Wegtreten!

Leila Lowfire (26)

Sie hat kein Problem mit ihrem Körper

Vielleicht die offensichtlich interessanteste Besetzung in diesem Dschungel-Jahr. Frau Lowfire ist vor allem bekannt für ihr immens erfolgreiches Sex-Geschwafel in den Podcasts “Sexvergnügen” und “Besser als Sex”, die sie gemeinsam mit der Radiofrau Ines Anioli bespricht. Darüber hinaus hat sie als Model und Schauspielerin gearbeitet, u.a. in dem Klaus-Lemke-Film “Unterwäschelügen”. Natürlich Unterhosen. Was auch sonst. Lemke gilt in gewissen Kreisen als Kult-Regisseur. Weniger Wohlmeinende könnten auch die Ansicht vertreten, dass der Mann einfach draufhält, während seine Laiendarsteller mittel- bis null Interessantes in die Kamera sprechen. Wer einen Eindruck dieser Art von Filmkunst bekommen möchte, mag sich den Trailer von “Unterwäschelügen” “reinziehen”. Von Frau Lowfire erwartet RTL mit einigem Recht Untenrum-Talk und die eine oder andere Duschszene. Frau Lowfire gedenkt zu liefern: “Ich habe kein Problem mit meinem Körper und habe lange damit gearbeitet. Es ist ja auch keine Überraschung, wie ich nackt aussehe.“ Kalte Professionalität spricht aus diesen Worten.

Dschungelkrone? Alles kann, nichts muss!

Gisele Oppermann (31)

Zigaretten-Zicke?

Frau Oppermann gilt laut dem Fachmagazin “T-Online” als “nervigste GNTM-Kandidatin aller Zeiten”, was schon was heißen will. Außerdem trägt sie das Label “Kult-Heulsuse” und ist offenbar stark nikotinabhängig. Beste Voraussetzungen also und eine klare Kandidatin für die Rolle der Camp-Zicke. In ihrer GNTM-Staffel waren auch Genregrößen wie Gina-Lisa Lohfink und Sarah Dingens dabei. Ein guter Jahrgang. Fun-Fact oder wie unser ehemaliger Innenminister sagen würde, eine Information, die Sie verunsichern könnte: Frau Oppermann war 2011 das Werbegesicht (!) für das Parfüm “Vulva Original” der Firma Vivaeros. Das Produkt sollte den “unwiderstehlichen Duft einer Vagina„” über einen Roll-on-Dosierer verbreiten. Noch Fragen? Ja, natürlich!

Dschungelkrone? “Vulva Original”?

Peter Orloff (74)

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Er zeigt hoffentlich nicht seinen Kosaken-Zipfel

Erstaunlicherweise nur fast der Älteste im Camp. Laut Bild-Infos rückte Schlager-Altlast Orloff für den gesundheitlich verhinderten Ex-Verkehrsminister Günther Krause nach. Crazy Krause wäre natürlich die interessantere Figur gewesen aber man muss nehmen, was man kriegt. Ein altes Zirkuspferd wie Orloff wird die Maden-Festspiele vermutlich auf einer halben Runzelbacke bis zur Rauswahl absitzen. Maximal uninspiriert ist sein Bewerbungsspruch: “Ich möchte beweisen, dass man aus seinem Leben in jeder Phase etwas machen kann. Das soll die Botschaft sein.“ Jaja, schon klar. Bitte einen großen Schluck Kotzfrucht-Drink nehmen, dann vergehen einem gewiss die Phrasendreschereien. Vielleicht tun wir ihm aber auch unrecht und er entpuppt sich als total sympathischer Zausel (unwahrscheinlich). Immerhin: Anfang der 70er hat er mal versucht, die Hitparade zu bescheißen und bekam Sendungsverbot! Orloff ist außerdem der Producer der Original (!) Schwarzmeer-Kosaken. Der Chor wurde in den 30er Jahren von seinem Vater mit gegründet. Vermutlich leider kein Lagerfeuer-Thema.

Dschungelkrone? Nein, danke!

Tommi Piper (77)

Ey, sag mal was mit der Alf-Stimme!

Mit 77 definitiv der Dschungel-Opa dieser Saison. Herr Piper ist ein klassischer Kandidat für verschärftes Herumlungern in der Hängematte und: “Bitte rufen Sie heute nicht für ihn an!” Die Gesundheit! Als “legendäre Synchronstimme von Alf” muss er natürlich im Camp irgendwas mit der Alf-Stimme zum Besten geben. Vermutlich was mit Katzen. Leider ist das ebenso vorhersehbar wie unlustig. Ob Leila Lowfire weiß, wer oder was Alf ist? Piper könnte übrigens auch mit den Stimmen von Little Joe aus “Bonanza”, Nick Nolte oder Mr. Sulu aus “Raumschiff Enterprise” sprechen, die er alle synchronisiert hat. Noch besser: Piper hat auch den Bausparfuchs von Schwäbisch Hall synchronisiert. Im Vorfeld kündigte Piper an, eine Camp-Andacht auf die bisher verstorbenen Dschungel-Teilnehmer zu halten. Das sind tatsächlich schon einige: Gunter Gabriel, Rolf Zacher, Malle-Jens und leider vermutlich auch der vermisste Daniel Küblböck. Wahrscheinlich spricht er mit verteilten Rollen.

Dschungelkrone? Nicht genug Stamina!

Sibylle Rauch (58)

Immer “gut drauf”

Oh je, die Sibylle Rauch. Ganz, ganz früher mal Sternchen der “Eis am Stiel”-Teenie-Kommödchen, später Porno-Darstellerin, bzw. wie RTL das reichlich euphemistisch formuliert: “Erotik-Ikone”. Frau Rauch kennt die Tiefen des Lebens: Kokainsucht, Selbstmordversuch, Arbeit als Prostituierte. Zum Einzug gab sie zu Protokoll: „Durch meine vielen Schönheits-OPs und künstliche Zähne sehe ich auch Nachteile. Ich hoffe, dass ich in einer Dschungelprüfung z.B. die Fischaugen beißen kann. Ganz ehrlich.“ Äh, Ok. Da will man eigentlich gar keine Witze mehr machen.

Dschungelkrone? Lieber nicht.

Chris Töpperwien (44)

Dritter Platz beim David-Hasselhoff-Lookalike-Contest 2013 in Hoyerswerda

Currywurstmann. Was klingt wie ein Songtitel von Helge Schneider ist der Nom de guerre des Kandidaten Chris Töpperwien. Inszeniert sich vor dem Einzug ins Camp als Typ mit Hygienefimmel, was ein ziemlicher durchsichtiger Move ist, eine bestimme Rolle in der Camp-Hackordnung zu besetzen. “Wenn einer neben das Klo scheißt, bin ich der erste, der etwas sagt.“ Listen to the Currywurstmann! Als Betreiber eines Imbisswagens (Neudeutsch: Foodtruck) in Los Angeles schaffte er es in die Vox-Auswanderer-Dokusoap “Goodbye Deutschland!” Seitdem tingelt er durch die üblichen Formate. Bisheriger Karriere-Höhepunkt war die Teilnahme am “Sommerhaus der Stars” bei RTL, so eine Art Dschungelcamp für Arme ohne Dschungel. Angeblich war er mal best Buddy des ebenfalls am Camp teilnehmenden Bastian Yotta. Die beiden verkrachten sich aber, weil Yotta aus einer Instagram-Spendenaktion für die Waldbrandopfer von Kalifornien nach Ansicht von Töpperwien Profit schlagen wollte. Die Schlaufüchse vom RTL wittern hier natürlich Beef-Potenzial.

Dschungelkrone? Nix da! Goodbye Wurstmann!

Bastian Yotta (42)

He, he, he

Womit wir beim selbsternannten Millionär, Stahlgrinser und hauptberuflichem Prahlhans Bastian Yotta wären. Seinen Nachnamen hat er als “Marke” erfunden. Frau Lowfire kann da nur lachen. Für die RTL-Nackt-Dating-Sause “Adam sucht Eva” hat er blank gezogen. Die Schamgrenze liegt also generell eher im negativen Bereich. Das Tiefflieger-Potenzial beweist Yotta auch mit seiner Aussage: „Ich bin überzeugt, wenn die Zuschauer mich als Menschen kennenlernen, dass sie überrascht sein werden.“ Also bitte! Uninspirierter geht’s nicht. RTL sollte diese Standard-Phrasen bitte künftig schon vorab mit Zigaretten-Entzug bestrafen. Das Yotta ist auch als Buchautor unterwegs. Unter seinem bürgerlichen Namen Bastian Gillmeier hat er das Werk “Mind Slimming” verfasst. Der Titel klingt vielversprechend, es geht aber leider nur ganz profan ums Abnehmen. Im FinanzBuch Verlag erschien außerdem das Werk “Die Yotta Bibel”. Damit ist Yotta in derselben Verlagsgruppe daheim wie Thilo Sarrazin und Kollegah. Glückwunsch!

Dschungelkrone? Vielleicht im nächsten Leben!

Felix van Deventer (22)

Bitte nicht hauen!

Camp-Bubi und Seifen-Darsteller aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Dort ist er als Jonas Seefeld unterwegs. Auch er hat nicht lange in der Kiste mit originellen Sprüchen gekramt: „Ich möchte den Leuten zeigen, dass meine Rolle bei GZSZ und Felix komplett unterschiedlich sind.“ Sollte jetzt nicht so schwierig werden. Sein Wikipedia-Eintrag ist der mutmaßlich kürzeste der Welt (vier Sätze). Das Fachmagazin T-Online stellt die stets berechtigte Frage “Wer ist das eigentlich?” Selten dürfte es für die RTL-Leute so schwierig gewesen sein, für einen Camp-Insassen ein typisches Accessoire für den Vorspann zu finden. Aus dem Jahr 2014 ist von Herrn van Deventer noch ein Zitat überliefert, das er der Hamburger Morgenpost gab: “Ich bin sportlich, humorvoll und immer gut drauf.” Alarmstufe Füllsel. Doch Obacht! Er ist nach Jörn Schlönvoigt aus der neunten Staffel (2015) der zweite GZSZ-Darsteller im Dschungel. Schlönvoigt schaffte es damals trotz maximaler Uninteressantheit auf Platz 2. Weil halt so viele GZSZ-Fans blindwütig für ihn angerufen haben.

Darum und in Ermangelung einer besseren Idee, hier die garantiert falsche Ibes-Prognose 2019:

Felix van Deventer wird Dschungelkönig 2019!

Los geht es diesen Freitag, 11. Januar, um 21.15 Uhr beim RTL.

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