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Trotz eines entlastenden Gutachtens: Spiegel-KG-Chefin Amann tritt nicht mehr zur Gesellschafterwahl an

Tritt nicht mehr zur Wahl  der neuen KG-Spitze an: Susanne Amann
Tritt nicht mehr zur Wahl der neuen KG-Spitze an: Susanne Amann

Susanne Amann, die einflussreiche Sprecherin der Geschäftsführung der Mitarbeiter KG beim Spiegel, gibt diese Position auf. Laut einem Bericht des Branchendienstes Horizont tritt sie zur turnusgemäßen Wahl für die nächsten drei Jahre im März nicht mehr an, trotz eines entlastenden Gutachtens. Dieses besagt, dass ihre Position als Managing Editor mit der Gesellschafterstellung und der Stellung als Geschäftsführer der Mitarbeiter KG vereinbar sei.

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Das Gutachten komme “zu dem eindeutigen Schluss”, dass ihr neu geschaffener Posten als Managing Editor im Führungsteam unter Spiegel-Chef Steffen Klusmann mit der Rolle eines KG-Vertreters vereinbar sei. Dies schreibt Amann in einer Mail, die dem Branchendienst Horizont vorliegt. Daher will sie ihr KG-Amt nicht niederlegen. Vorige Woche hieß es, dass Amann Konsequenzen ziehen will, um mögliche Interessenskollisionen zu vermeiden. Die bisherige Print-Wirtschaftsressortleiterin beabsichtigte, von ihrem KG-Posten umgehend zurückzutreten, falls ein von der KG beauftragtes Gutachten zu dem Schluss kommt, dass beide Ämter nicht miteinander zu vereinbaren sind (MEEDIA berichtete). Amanns Aufstieg in die neue Position von Klusmanns Führungsteam hatte für interne Kritik gesorgt. Sie soll künftig die Fusion von Print und Online vorantreiben und ein Auge auf Arbeitsabläufe, Kosten und die Personalplanung werfen.

Amann zitiert in ihrer Mail aus dem nun fertiggestellten Gutachten von Kai Bandilla, Partner der Hamburger Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek. Darin heißt es: “Ein allgemeiner Grundsatz, nach dem kein Geschäftsführer der Mitarbeiter KG operativ in der Zustimmung der Gesellschafter vorbehaltene Geschäfte eingebunden sein darf, lässt sich dem Gesellschaftsvertrag nicht entnehmen. Er würde auch dem Gedanken eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms zuwider laufen.”

Auch sie persönlich halte es für möglich, beide Positionen “zu bekleiden und die eventuell auftretenden Rollenkonflikte zu lösen bzw. auszuhalten.” Trotz der Entlastung durch das Gutachten möchte die Journalistin nicht zur turnusgemäßen Wahl der neuen KG-Spitze im März dieses Jahr antreten. Sie habe nicht den Eindruck, schreibt sie in der Mail, “dass das Gutachten die Debatte um meine Person beenden wird, auch wenn es eindeutig ist.” Die Diskussion, befürchtet sie, könnte den KG-Wahlkampf überlagern und so von wichtigen Themen ablenken.

Ihr sei vor allem eins wichtig: “Dass wir unsere Kraft auf die Probleme konzentrieren, die vor uns liegen.”

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Update, 08. Januar, 10.35 Uhr:
Auf Anfrage von MEEDIA hat Susanne Amann den Horizont-Bericht bestätigt.

tb

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Alle Kommentare

  1. Diese Dame glaubt anscheinend, sie ist Gottfrau und unersetzlich…

    Wenn man ihr den Strom abklemmt von PC, Laptop, Tablet und Smarti ist sie sozusagen ein Nichts…

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