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Samsung-Schock: Auch Apples Display-Zulieferer brechen die Geschäfte weg

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Kerbe am Kopf: Samsung zieht gerne über Apple-Fanboys her, verliert an der Börse aber mit dem US-Konzern / Screenshot: Samsung / YouTube

Es ist nicht nur Apple: Der Abschwung in der Smartphone-Industrie ist global. Wie Samsung in der Nacht in seiner vorläufigen Bilanzschätzung mitteilte, haben sich die Geschäfte im abgelaufenen Weihnachtsquartal schlechter als erwartet entwickelt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum brachen sowohl Gewinne als auch Umsätze zweistellig ein. Der weltgrößte Smartphoneanbieter leidet nicht nur unter den schwachen Absätzen der eigenen Modelle, sondern als Komponentenhersteller eben auch an der Schwäche seines Großkunden Apple.

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Nicht nur Apple schockiert die Anleger. Eine Woche nachdem der Kultkonzern aus Cupertino eine desaströse Umsatzwarnung für das abgelaufene vierte Quartal aussprach, die Apple 75 Milliarden Dollar Börsenwert an nur einem Handelstag kostete, musste auch Smartphone-Rivale Samsung eingestehen, dass sich die Geschäfte im Weihnachtsquartal schlechter entwickelt haben als erwartet – und zwar deutlich.

Im Dreimonatszeitraum von Anfang Oktober bis Ende Dezember konnte der einst wertvollste Konzern Asiens lediglich 52,5 Milliarden Dollar (59 Billionen koreanische Won) Umsatz erzielen – ein Rückgang von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (63 Billionen Won).

Samsungs Gewinn bricht um 29 Prozent ein

Noch stärker brachen die Gewinne ein. Nachdem der südkoreanische Verbraucherelektronikpionier im Vorjahreszeitraum noch einen operativen Gewinn von 15,15 Billionen Won eingefahren hatten, blieben im vierten Quartal 2018 lediglich 10,8 Billionen Won hängen, umgerechnet 9,6 Milliarden Dollar.

Mit dem Minus von 29 Prozent verfehlte Samsung deutlich die bereits ermäßigten Analystenschätzungen, die bei 13,2 Billionen Won gelegen hatten, um 18 Prozent. Samsungs Einbruch fällt damit noch deutlich stärker aus als die Bilanzverfehlung, die Apple vergangene Woche in Aussicht gestellt hatte.

Ironischerweise ist Apple als Abnehmer von Speicherchips und OLED-Displays maßgeblich für Samsungs schwache Geschäftsentwicklung miterantwortlich: Weil Apples neue iPhones weitaus weniger nachgefragt werden als erwartet, bestellt der US-Techpionier bei Samsung entsprechend weniger Komponenten.

Bilanz ist “ein Schock”

Doch nicht nur Apple übt sich angesichts des weltweiten Abschwungs auf dem Smartphonemarkt in Zurückhaltung. “Es ist ein Schock. Nicht nur Apple, sondern auch Smartphone-, Server- und PC-Hersteller kaufen nicht. Während der Handelskrieg zwischen China und den USA belastet, akzeptieren Kunden die aktuellen Preise immer weniger”, beurteilt Analyst Song Myung-sup von Hi Investment & Securities Samsungs Bilanzentwicklung denkbar skeptisch.

An der Seouler Börse kamen Samsung-Aktien mit einem Minus von knapp zwei Prozent in Reaktion auf den Bilanzschock noch relativ glimpflich davon.

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