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Verleger Thomas Ganske rechnet nach harter Restrukturierung 2019 wieder mit “nachhaltigem Wachstum”

Verleger Thomas Ganske blickt nach Portfolio-Maßnahmen optimistisch in die Zukunft
Verleger Thomas Ganske blickt nach Portfolio-Maßnahmen optimistisch in die Zukunft

Großverkauf beim Hamburger Jahreszeiten-Verlag, ein rückläufiges Buchgeschäft, Kostenmaßnahmen - die Ganske Verlagsgruppe macht schwere Zeiten durch. Das traditionsreiche Medienhaus hofft nach zuvor tiefroten Zahlen mit Blick auf das abgelaufene Jahr wieder in die Gewinnzone zu steuern. Für 2019 strebt Verleger Thomas Ganske – u.a. aufgrund Print-Neustarts – wieder „nachhaltiges Wachstum“ an.

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Kaum ein Verlagshaus hat im vergangenen Jahr einen so starken Strukturwandel erlebt wie die Ganske Verlagsgruppe. Schlag auf Schlag verkaufte Verleger Thomas Ganske im Herbst vergangenen Jahres ganze Teile seines Zeitschriftengeschäfts, das im Jahreszeiten-Verlag gebündelt ist. Erst veräußerte er seine traditionsreichen Frauenmagazine Für Sie, Petra und Vital an den Hamburger Konkurrenten Klambt, um sich in Zukunft ausschließlich auf Premium- und Luxusmagazine zu fokussieren. Wenig später trennt er sich auch noch vom Wohnmagazin Zuhause Wohnen und verkauft es an den Münchener Konkurrenten GeraNova Bruckmann.

Dass Ganske zu diesem harten Schritt gezwungen war, zeigt ein Blick in die Bilanz des Geschäftsjahres 2017, die der Verlag vor Kurzem veröffentlicht hat. Danach ist die traditionsreiche Mediengruppe in dem Berichtszeitraum – entgegen der ursprünglichen Erwartungen des Managements – tief in die roten Zahlen gerutscht. Die Verlagsgruppe erwirtschaftete 2017 im Konzern mehr als 4,2 Millionen Euro Miese, ein Jahr zuvor hatte dagegen noch ein Gewinn von mehr als 3,8 Millionen Euro zu Buche gestanden. Grund für den Ertragsrückgang ist der Bilanz zufolge vor allem ein hoher Einmalaufwand durch Rückstellungen in Höhe rund von 3 Millionen Euro. Auch der Konzernumsatz sank 2017 deutlich um rund 5,8 Prozent auf rund 196,8 Millionen Euro. Als Grund hierfür führt der Verleger marktbedingte Rückgänge im Zeitschriften- und Buchgeschäft an.

Ganske verordnete deshalb der Gesellschaft ein striktes Kostenmanagement und ein Zukunftskonzept. Diese sollen die wirtschaftliche Lage wieder aufhellen. Daraus erwartet die Geschäftsführung nicht nur in 2018 ein „positives Konzernergebnis“. Dies soll sich langfristig auswirken. So erhofft Ganske ab 2019 wieder “nachhaltiges Wachstum“. Dazu sollen unter anderem die neuen Magazintitel wie Clever Leben, Lafer und Iss dich gesund beitragen.

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Doch die Print-Neulinge haben zunächst auch Schattenseiten. „Die Vergrößerung des Produktportfolios liefert erste Ergebnisbeiträge, ist aber mit Anlaufverlusten und Risiken verbunden“, heißt es im Bilanzbericht. Kritisch sieht Ganske auch die Entwicklung des wichtigen Bereichs Corporate Publishing und Corporate Marketing. Zwar biete das Marktsegment ein „großes Geschäftspotenzial“. Doch die technologische Entwicklung in diesem Bereich sowie die vielfältigen Kundenwünsche stellen „hohe Anforderungen an die Innovationstätigkeit des Unternehmens und können zu leistungswirtschaftlichen Risiken führen“.

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Alle Kommentare

  1. Vielleicht sollten die diversen GANSKE Versandhäuser nicht täglich Kataloge raushauen.
    Wenn mein Vater nur wenige Tage auf Geschäftsreise war, quillte der Briefkasten über,
    von RHENANIA, MAIL ORDER KAISER, FRÖLICH + KAUFMANN, AKZENTE, jetzt auch MERKBLATT, CULTOUS (?), usw.usw.

    Oft auch immer identische Artikel, die kurioserweise manchmal zu unterschiedlichen Preisen angeboten werden, obwohl sie alle aus einem Zentrallager verschickt werden.
    Die Kosten für diese Papier- und Werbeflut müssen jedenfalls erheblich sein. Da würde ich erst mal ansetzen.

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