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Gefährliche Gefallsucht der Medien: Macht endlich Schluss mit dem Kult um die Schönschreiberei!

Nachrichtenmagazin Der Spiegel, Verlagssitz in der Hamburger Hafencity: Warum versagte die Wahrheitskontrolle im Fall Relotius auf ganzer Linie?
Nachrichtenmagazin Der Spiegel, Verlagssitz in der Hamburger Hafencity: Warum versagte die Wahrheitskontrolle im Fall Relotius auf ganzer Linie?

Das Schönschreiben ist als Schulfach längst gestorben. Im digitalen Zeitalter mit Handys und Tablets ist das einstige Unterrichtsfach schlichtweg überflüssig geworden. Im Journalismus lebt das Schönschreiben hingegen weiter. Geschichten, die zu schön sind, um wahr zu sein, werden mit Preisen überhäuft. Das muss sich ändern, fordert Handelsblatt-Medienautor Hans-Peter Siebenhaar im Gast-Kommentar.

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Von Hans-Peter Siebenhaar

Claas Relotius, der gefallene Star-Reporter des Spiegel, hat das Schönschreiben in Deutschland beherrscht wie kaum ein Zweiter. Er hat Preise gesammelt wie andere Briefmarken. Ohne den Spürsinn und die Dickköpfigkeit seines Kollegen Juan Moreno wären die Schönschreiberei und die damit verbundenen Jubelarien bei Preisvergaben sicher noch sehr viel länger weiter gegangen – zum Schaden des Journalismus in Deutschland und darüber hinaus.

In der Dimension erinnert der Fall Relotius an den Skandal der Hitler-Tagebücher im stern aus dem Jahr 1983. Die gefälschten Erinnerungen des nationalistischen Reichskanzlers in 62 Bänden, welche die Gruner+Jahr-Tochter damals für die sagenhafte Summe von mehr als neun Millionen Mark erwarb, leitete das Ende des Scheckbuch-Journalismus ein. Exklusive Nachrichten für einen Haufen Geld zu kaufen, war damit Geschichte.

Wird der Fall Relotius auch das Ende der Schönschreiberei einleiten? Die Versuchung, Bilderbuch-Geschichten zu veröffentlichen, war nicht nur beim Spiegel groß. Bevor das Nachrichtenmagazin, bei dem Gruner + Jahr Gesellschafter ist, den 33-jährigen Schönschreiber exklusiv unter Vertrag genommen hatte, veröffentlichte Relotius manipulierte Geschichten und Interviews auch in der Süddeutschen Zeitung, der Neuen Zürcher Zeitung oder der Schweizer Weltwoche.

Beim Spiegel kam der Fälscher Relotius mit seinen ersehnten Wahrheiten durch

Im Skandal liegt nun die Chance, mit stereotypen Geschichten aufzuräumen, die nur auf den zu erwartenden Zuspruch der Zielgruppe des Mediums abzielen. Relotius’ Geschichten und Interviews sind auch Ausdruck einer gefährlichen medialen Gefallsucht. Mit seinen teilweise erfundenen Geschichte aus der amerikanischen Kleinstadt Fergus Falls bediente er vor allem in Deutschland weit verbreitete Vorurteile gegenüber angeblich fremdenfeindlichen Amerikanern und ihren umstrittenen Präsidenten Donald Trump. In seinem Interview mit der 99-jährigen Traute Lafrenz, der letzten Überlebenden der Münchner Widerstandsgruppe Weiße Rose, erfand er den maßlosen Vergleich von der Verfolgung und Ermordung während der Nazi-Diktatur mit den ausländerfeindlichen Ausschreitungen im ostdeutschen Chemnitz. Mit seinen offenbar ersehnten Wahrheiten kam Relotius beim Spiegel durch. Das kann nur gelingen, wenn eine ungestillte Gefallsucht nach schönen Geschichten den gesunden Menschenverstand in der Chefetage ersetzt.

Manipulierte Artikel wie im Fall Relotius sind umso schwieriger zu entlarven, je weiter die Recherche von Deutschland stattfand. Der journalistische Fälscher Relotius beherrschte das Spiel des Helikopter-Journalismus wie kaum ein anderer in der Branche: einfach irgendwo journalistisch abspringen und in einigen Tagen eine “schöne Geschichte” komponieren. Qualitätsjournalismus hingegen baut auch auf exzellente Netzwerke im Ausland auf, um tiefgehende und umfassende Erkenntnisse zu erlangen, die ein global reisender Reporter mit seinem Hoppla-Hopp-Journalismus nicht liefern kann. Darin liegt der System-Fehler. Der Betrugsfall des Spiegel-Reporters Claas Relotius hat mittlerweile eine internationale Dimension erlangt. Die manipulierten Geschichten und Interviews schaden deutschen Reportern und Korrespondenten weltweit.

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Das höchste Gut im Journalismus ist die Glaubwürdigkeit. Es öffnet die Türen zu Mächtigen und Ohnmächtigen, zu Unternehmern und Arbeitsnehmern, zu Wissenden und Unwissenden. Bislang war gerade die Glaubwürdigkeit, Ehrlichkeit und Korrektheit eine unbestrittene Stärke des deutschsprachigen Journalismus. Davon haben die Reporter und Korrespondenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz profitiert. Dieses über Jahrzehnte erworbene Ansehen von Qualitätsmedien ist durch Claas Relotius nachhaltig beschädigt worden.

Der Betrugsfall schadet deutschsprachigen Journalisten im Ausland und der Pressefreiheit weltweit

Deutsche Korrespondenten im Ausland könnten angesichts der beschädigten Glaubwürdigkeit durch den Fall Relotius noch schneller Ziel von Angriffen auf die Pressefreiheit werden. Gerade in einer Zeit, in der rund um den Globus die unabhängige Berichterstattung von ausländischen Journalisten verhindert und behindert wird, dienen die “Fake Stories” und “Fake Interviews” des Spiegel quasi als Beleg für krude Verschwörungstheorien. Damit wird ein weiterer Grund für weniger Medienfreiheit geliefert.

Um derartige Erfahrungen zu machen, muss man im Übrigen gar nicht weit reisen. Das EU-Land Ungarn ist ein Musterbeispiel, wie die einheimischen Medien gnadenlos auf eine regierungstreue Linie gebracht werden. Und die ausländischen Journalisten? Falls notwendig, werden Auslandskorrespondenten von einer regierungsnahen Zeitung an den Pranger gestellt, wie im April dieses Jahres geschehen. Der allmächtige Premier Viktor Orbán erhöhte damit den Druck auf unabhängige Kritiker noch stärker. Aus gutem Grund: denn der Wunsch nach Medienfreiheit gehört zu den Hauptforderungen der Ungarn, die zu Tausenden in der Weihnachtszeit auf die Straßen in Budapest gingen.

 

Der Artikel erschien zuerst auf Handelsblatt Online.

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Alle Kommentare

  1. Wer im Glashaus sitzt, sollte sich nicht über Ungarn echauffieren:

    Ein paar Monate zuvor, am 8. Oktober 2008, hatte es ein sonderbares Treffen gegeben, das in diesem Zusammenhang Erwähnung finden soll. Die Bundeskanzlerin hatte an jenem Tag die bedeutenden Chefredakteure der bedeutenden Medien eingeladen. Es war die Zeit, in die der Ausbruch der großen Finanzkrise fiel. Man findet keinen ausführlichen Bericht über dieses Treffen, der veröffentlicht worden wäre und überhaupt nur wenige Erwähnungen in den Archiven, nur hin und wieder einen Nebensatz, eine knappe Bemerkung. An einer Stelle liest man in dürren Worten, worum es an diesem Abend im Kanzleramt ging: Merkel bat die Journalisten, zurückhaltend über die Krise zu berichten und keine Panik zu schüren.

    Sie haben sich daran gehalten, die Chefredakteure. Noch im Februar 2009, vier Monate später, wunderte sich die taz über die Medien: “Sie halten die Bürger bei Laune, auf dass diese stillhalten. Wie viel Geld bereits in die Banken gepumpt wurde, wie viele Milliarden Bürgschaftszusagen vergeben wurden (und wie viele Hartz-IV-Monats”löhne” das sind), das steht auch nicht in der Zeitung.

    Die Süddeutsche vom 15. Januar beispielsweise versteckt die Mitteilung, dass die Hypo Real Estate zum vierten Mal in vier Monaten Milliarden Bargeld und Bürgschaften braucht, unter der Überschrift “Wenn Steinbrück an die Tür klopf”. Die Bild-Zeitung übrigens bekam sogar einen Preis dafür, dass sie so “verantwortungsvoll” berichtet habe. Einen Preis, der von Journalisten verliehen wurde.

    https://www.sueddeutsche.de/medien/serie-wozu-noch-journalismus-das-ist-nicht-ihr-kanzleramt-1.63398-2

  2. Rund 30 Jahre Mediatisierung, weltweite Vernetzung, IT-Innovationen, Social Media und BigData-Technologien laufen grundhaft schief. Statt Demokratie und Selbstbestimmung und Transparenz und globale Interkultur, fairen, freien Handel zu fördern, erwachsen immer mehr “Paradoxa” und “externe Efekte”, die autoritäre Systeme und “hidden-Games” in Rechenzentren fördern.

    Die tägliche News-Dichte ist explodiert, während die medial enkulturierte Leserschaft in Deutschland sich demografisch fast halbiert.

    Aus ca. 4.600 Werbebotschaften pro Tag sind inzwischen Myriaden von Content-Botschaften geworden, die mit Generatoren in Zeitungen eingespielt werden, und deren Identität berauben.

    Die Perzeptionsfähigkeit der Leser wird inzwischen mehrfach überfordert.

    Und nun die Schönschreibkrise ……

    MEDIENSYSTEM-ÖKONOMIE und DEMOKRATIE sind im Stadium der Hypertrophie.

    Mit Journalismus allein kann man den komplexen Herausforderungen nicht begegnen.

    ALLES MUSS NUN AUF DEN PRÜFSTAND!

  3. [*quote*]
    ceterum censeo sagt:
    28.12.2018 um 15:21 Uhr

    Ergänze: … jene Oberschlauen, die zum Teil nicht zwischen Schönschreiben in der Schule (mit dem Ziel einer sorgfältigen Handschrift) und Schönschreiben im Journalismus (mit dem Ziel einer niveauvollen Sprache) unterscheiden können.
    [*/quote*]

    Erstens das. Und zweitens besteht zwischen einer niveauvollen Sprache und blöder Märchenerzählerei (fast wie bei Karl May) ein weiterer Unterschied.

    Was beim Spiegel mit Gewalt vorangetrieben wurde und dann seinen Weg durch die “Schulen” des Journalismus und durch die Reaktionsgewalten fand, ist nichts als Schund. Früher gab es übrigens eine Frau Courths-Mahler. Auf die sollte gerade der Hühnerhof-Journalismus nicht herablassend heruntersehen. Die sind MINDESTENS auf Augenhöhe. Und Frau Courths-Mahler war um Klassen besser…

    “Nabelschau den den Tintenklecksern”
    http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9454.msg24945#msg24945

    Der Spiegel hat seinen Kurs kein bißchen geändert. Die Frage ist nun: Warum hat niemand früher mit der notwendigen Härte gegen die Schweinereien des Spiegel gekontert? Sehr einfach: Weil der Hühnerhofjournalismus es nicht erlaubt hat. Weil der Hühnerhof geschlossen zusammenhielt und die vom Spiegel durchgesetzte Methode des Märchenerzählens und Lügens als seine Maxime voll ausgelebt hat. Ja, sie wurde hochgepriesen und als nachzumachender “Stil” vorgegeben. Man MUSSTE so schreiben wie der Spiegel. Die Journalismus-“Schulen” und die Redaktionen haben es mit Gewalt durchgedrückt. Wer nicht spurte, flog. Wer nicht spurte, hatte keine Chance. “Man” war unter sich. “Man” MUSSTE so schreiben. “Man”, die herrschende Klasse der Macht der Vierten Gewalt. Parallelen zum real existierenden Kommunismus der Nachrevolutionszeit sind nicht zufällig, sondern in beiden Fällen zwangsläufige Folge einer gewalttätigen Machtergreifung. Wobei die Macht nicht nur aus Gewehrläufen kommt. Die Macht des Geldes und die Macht des Verhungernlassens sind stark genug.

    Zeit für eine neue Revolution. Aber diesmal, bitte, eine richtige. WEG MIT DEN KORRUPTEN, DEN GEISTESKRANKEN, DEN KRIMINELLEN!

    Der Verlagsjournalismus hat noch eine Chance. Eine. Seine einzige. Seine letzte.

    VENCEREMOS!
    [*/quote*]

    dito:

    [*quote*]
    Das ist kein Casus Claas Relotius.

    Das ist der Casus Spiegel.

    Relotius hat den Lügentopf lediglich zum Überlaufen und Umkippen gebracht.

    Genau genommen ist es nicht einmal ein Casus Spiegel,
    sondern der Casus Armleuchter des Pseudojournalismus.

    Das will aber Keiner hören. Verkauft sich nicht so gut.

    Wie wäre es dann mit “Die verkaufte Unwahrheit”? Klingt viel zivilisierter als “Lügenpresse”.

    In einer Zivilisation von Lügnern hat das gedruckte Wort eine magisch-prägende Wirkung. Das Drucken verleiht den Lügen einen metallischen Edelglanz.

    So werden sie denn Alle Verführte und können Alle nichts dafür. Sie wurden Opfer des Systems.

    Daß SIE das System sind, darf man aber nicht sagen. Wahrheit ist in einem Gottkönigreich von Lügnern Häresie.
    [*/quote*]

    In der Tat, es ist höchste Zeit für eine Revolution.

    5 nach 12 ist es sowieso…

  4. Mit den Vergleichen ist das ja immer so eine Sache: Aber den Fall Relotius mit den Hitler-Tagebüchern des Stern auf eine Stufe zu stellen, zeigt doch, dass da Maßstäbe verlorengegangen sind. Hat die Geschäftsführung des Spiegel, wie es ein Stern geschehen ist, an der Chefredaktion vorbei einen Deal mit dem Betrüger Relotius ausgehandelt, um ordentlich Auflage zu machen? So wie es die G+J-Geschäftsführung mit Gerd Heidemann tat?
    Deswegen verkörpern die Hitler-Tagebücher eine völlig andere Dimension. In dem einen Fall hat der Verlag planmäßig gehandelt, in dem anderen ist er das Opfer, nicht der Täter. Sich mit Häme darüber zu empören, was der Spiegel-Fälscher der ach so renommierten Spiegel-Dokumentation unterjubeln konnte, zeugt von Unkenntnis des Verifikationsverfahrens.
    Es ist sicherlich ein Fehler, die Verifizierung von Texten im Gesellschaftsressort, in dem zum Ärger mancher Schlaumeier einige der besten Schreiber schreiben, nur einem Dokumentar zu überlassen und die Texte nicht, wie sonst üblich, auf die Experten der DOK zu verteilen. Wird geändert werden müssen, wird geändert werden.
    Aber, werte Beobachter: Euch entgeht doch nicht, dass die (auch übersehenen, korrigierbaren, aber nicht korrigierten) Fehler in den Texten des Münchhausen nicht davon ablenken können, dass die Fehlerquote im Spiegel noch immer weit unter der anderer Publikationen liegt, oder? Zum Beispiel auch derer, bei denen die Oberschlauen arbeiten oder gearbeitet haben.

    1. Ergänze: … jene Oberschlauen, die zum Teil nicht zwischen Schönschreiben in der Schule (mit dem Ziel einer sorgfältigen Handschrift) und Schönschreiben im Journalismus (mit dem Ziel einer niveauvollen Sprache) unterscheiden können.

    2. @Carsten Holm

      Sind sie der Spiegel Redakteur Carsten Holm ?

      Der Spiegel ist nicht Opfer sondern Täter , wahrscheinlich sogar Hauptäter.

      Logisch kann es z.B. nur einen Grund gegeben haben eine Traute Lafrenz ohne Tonband/Video zu interviewen.

      Relotius hatte den Auftrag zur Manipulation ! Und das ist auch der Grund warum der liebe Spiegel ihn nicht wegen seiner Geschichten verklagen will und kann.

      Immerhin hat es Wochen gedauert bis man beim Spiegel eingesehen hat, Fichtner könnte mindestens belastet sein.

      Die Affäre ist noch lange nicht am Ende.

      Die Springer Leute haben es längst verstanden, wenn man dranbleibt kann man den Spiegel für alle Zeiten beerdigen.

  5. Nein, Herr Siebenhaar, die “Schönschreiberei” muss nicht nur weitergehen sondern noch mehr werden.

    Es gibt wenig Köstlicheres als auf diesem Weg Einblick in die irren Wahnwelten von Politik, Presse und Haltungsmob zu erhaschen.

    Notiz für mich:
    Projektidee: “Schönschreibe”-Portal ala Pornhub …
    Werbeclaim: “GUT kommen kommt GUT” oder so …
    Navigation: “Traurige braune Mädchenaugen”, “ARGHHH NAAZZIIII”, “AfDer foppen” usw … mal die Klowände in der Roten Flora, ZDF-Berlin, BMFSFJ, Isarprawda etc checken, steht bestimmt viel passendes…
    Testpanel: JusoInnen, Grüne Jugend, 3 AntiFa Klüngel, paar beliebige Pressedeppen und eine/n/es von Kulturzeit …Promo Baby !!

  6. Bitte gründlicher Korrektur lesen! Beispiele: Hitler ein „nationalistischer Reichskanzler“ (3. Absatz)? Muss ja wohl „nationalsozialistischer“ heißen! Und der stern gehört nun mal nicht zu einer Gruner + Jahr-Tochter, sondern zur G + J-Tochter Bertelsmann.

    1. Peinliches Eigentor meinerseits: Muss natürlich „Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr“ heißen…

  7. @Hans-Peter Siebenhaar

    Der Spiegel und Herr Relotius haben Traute Lafrenz noch etwas anderes sagen lassen:

    >>Ich weiß auch, was Politiker im Bundestag nun wieder so sagen. “Lügenpresse”, “Volksverräter”, “Stolz auf die Wehrmacht”? Diese Leute wissen ja gar nicht, wovon sie reden, aber sie benutzen die gleichen Tricks. So fängt es an.<<

    Enttäuschen aber bezeichnend für den deutschen Medienbetrieb, dass diese (vielleicht perfideste Lüge) nicht thematisiert wird, auch nicht von Ihnen.

    Wenn man nämlich etwas über die Formulierung nachdenkt, dann ist dieser Absatz die "smoking Gun", der den Skandal Relotius zu dem Fall Der Spiegel macht.

  8. “….bediente er vor allem in Deutschland weit verbreitete Vorurteile gegenüber angeblich fremdenfeindlichen Amerikanern und ihren umstrittenen Präsidenten Donald Trump…”
    Anscheinend hat Herr Siebenhaar noch immer nicht realisiert, dass auch er und so manche seiner medial präsenten Mitstreiter in einer ziemlich kleinen (Medien-)Meinungs-Blase leben….

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