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Anstieg auf 18,35 Euro: ZDF-Intendant Thomas Bellut plädiert für höheren Rundfunkbeitrag

Rundfunkbeitrag: Für ZDF-Intendant Thomas Bellut liegt der reale Basiswert jetzt schon höher
Rundfunkbeitrag: Für ZDF-Intendant Thomas Bellut liegt der reale Basiswert jetzt schon höher

ZDF-Intendant Thomas Bellut hält eine moderate Erhöhung des Rundfunkbeitrags für notwendig. «Ob es künftig ein Index-Modell geben wird, ist eine Entscheidung der Länder», sagte Bellut im Interview der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf den Vorschlag für einen regelmäßigen Inflationsausgleich.

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“Wir sind offen und gesprächsbereit. Klar ist aber, ohne eine Beitragsanpassung ist das Qualitätsniveau auf keinen Fall zu halten.”

Derzeit werden 17,50 Euro pro Haushalt und Monat fällig. Der tatsächliche Beitrag liegt nach Ansicht des Intendanten rechnerisch höher: “Weil wir aber aktuell die Rücklage einsetzen dürfen, die nach der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag entstanden war, beträgt der Beitrag nach unserer Berechnung real bereits 18,35 Euro”, sagte Bellut. “Das ist also der wirkliche Basiswert. Alles darunter wäre eine klare Kürzung, die nur durch große Einsparungen im Programm erbracht werden könnte.”

Der Rundfunkbeitrag ist bis 2020 festgelegt. Mehrere Länder wollen ihn an die Entwicklung der Inflationsrate koppeln statt wie bisher alle vier Jahre neu darüber zu beraten und zu entscheiden. Die Länderchefs fällten bei ihrem Treffen Anfang Dezember noch keine Entscheidung. Im Frühjahr teilen die Sender der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) mit, wie viel Geld sie aus ihrer Sicht für die neue Finanzperiode von 2021 bis 2024 brauchen.

 

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“Unsere KEF-Anmeldung wird bedarfsgerecht und verantwortungsbewusst sein”, kündigte der Intendant an. Er sei optimistisch, dass die Länder einem KEF-Vorschlag zustimmten, der auf vernünftigen Anmeldungen der Rundfunkanstalten basiere, sagte der ZDF-Intendant. Darin sollten einerseits die Teuerungsraten berücksichtigt und andererseits die Sparanstrengungen dokumentiert werden. Er betonte: “Wir arbeiten daran, das vereinbarte Sparprogramm umzusetzen und haben mit der ARD konkrete Schritte der besseren Zusammenarbeit fixiert.”

(dpa)

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Alle Kommentare

  1. Fake News Pinokio TV: “Gut und gerne leben ,von der Zwangs Gebuehren”.ard/zdf GmbH,die Baron von Muechenhausen Mafia.

  2. Verfilztes Pack! Inflationsausgleich damit die gesetzlich legitimierten Korruptionsbeiträge zur persönlichen Altersversorgung nicht leiden.
    Zum Kotzen mit diesem Staatsfunk-Pöbel.

  3. Ihr kommt mit einem Jahreseinkommen von 8,1 Milliarden Euro nicht über die Runden? Vielleicht übt Ihr Euch mal in Wirtschaftlichkeit. Intendantengehälter von 275 000 Euro pro Jahr sind selbstverständlich noch zuwenig. Aber warum haushalten, wenn man die Kuh mit staatlicher Unterstützung weiter melken kann.

  4. In der Zeit Internets,herstellen von FAKE NEWS wird immer teurer.GEZtapo verlangt dafuer mehr Geld.

    1. Erhöhung des Rundfunkbeitrags unterstuetzt “alternativlos” die DDR Genossin M E L K E R.

  5. Sollen dijenigen zahlen die am meissten von deren Propaganda profitieren.
    Die Nato und das Merkel/EU Regime.

    Immer weniger Zuschauer,dafür aber mehr zahlen,faschismus in seiner reinsten Form.

  6. 8 Milliarden bzw. 8.000 Millionen und kein Ende

    Es ist eine Krake, die nimmer satt wird! Die neun Landesrundfunkanstalten der ARD haben insgesamt rund 23.000 fest angestellte Mitarbeiter, sie veranstalten elf Fernsehprogramme, 55 Hörfunkprogramme und verfügen über 16 Orchester und acht Chöre. Das Gesamtbudget der neun Anstalten beträgt pro Jahr rund 6,3 Milliarden Euro.Davon entfallen 366 Millionen Euro auf Sportrechte. Die Mitglieder der ARD sind mit etwa 100 eigenen Hörfunk- und Fernsehkorrespondenten an 30 Orten der Welt ständig präsent.

    Das ZDF beschäftigt aktuell rund 3600 feste Mitarbeiter. Der Etat des ZDF lag 2005 bei ca. 1,6 Milliarden Euro (kaufkraftbereinigt heute: rund 1,92 Milliarden Euro). Vier Jahre später überschreitet das ZDF mit einem Ansatz von 2,048 Milliarden Euro erstmals knapp die Zwei-Milliarden-Grenze. Im Jahr 2012 verzeichnet das ZDF einen Umsatz von 2,028 Mrd. Euro. Für Sportrechte wurden in den Jahren 2013 bis 2016 durchschnittlich 243 Millionen Euro ausgegeben.

    “TV-Serien wie „Charité“ und „Babylon Berlin“ seien Unterhaltung, aber auch Bildung und Information.”

    Oha. Da habe ich wohl etwas verpasst. Aus meiner Sicht ist die “Rundfunkabgabe” und ein Staats-Fernsehen in der heutigen Zeit nicht mehr vernünftig. Es würden drei TV Programme völlig ausreichen (und nicht zig verschiedene inkl. Dritte Programme und Spartensender). Radio ist sicher auch wichtig, aber eben nicht in dem Umfang.

    Eine Halbierung des Rundfunkbeitrags und Gesund-Schrumpfen des Apparates, der mehr und mehr zu einer Beschäftigungsgarantie für Drittklassige Schauspieler und einer riesigen Administration samt überzogenen Altersbezügen verkommt, braucht kein Mensch.

    Da wir mit der Berichterstattung meist nicht einverstanden sind (wir fühlen uns nicht objektiv und sachlich informiert), schauen wir praktisch kein ÖR-TV mehr: Spielfilme über Streaming Dienste und auf YouTube findet man sehr spannende Clips. Aus meiner Sicht würde mir Radio im ÖR Bereich ausreichen. Wir zahlen, und haben keinen Nutzen.

  7. Qualitätsverlust ? Welche Qualität ? Vielleicht sollte man erstmal den Mitarbeiterstand verkleinern, alle Privatsender kommen mit deutlich weniger aus! Kein normaler Mensch unter 50 sieht sich öffentlich rechlichtliches TV an ! Es wäre an der Zeit ein Pay TV daraus zu machen, für die die es sehen möchten, und diese Zwangsabgabe abzuschaffen. Das Problem wäre wohl das die Sender dann unweigerlich Pleite sein würden, frei Marktwirschaft wird das genannt.
    Der Großteil bezahlt für etwas was er nicht nutzt.

  8. Die KEF ist ein staatlich sanktionierter Selbstbedienungsladen. Die Qualität der Programme bei ARD und ZDF ist sehr fragwürdig und was das Überangebot an dritten Programmen mit dem Versorgungsauftrag laut Staatsvertrag zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Ich ärgere mich über die Zwangsabgabe und die Machtlosigkeit des Bürgers.
    Das Weihnachtsprogramm war eine echte Zumutung – Wiederholungen und immer gleiche Gesichter. Haben die Protagonisten bei ARD und ZDF eine Festanstellung muss man sich fragen? Das ganze System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehört auf den Prüfstand mit dem Ziel: Gebührensenkung, Personalabbau und Steigerung der Programmqualität. Das wäre kein Widerspruch. Nur wer sollte das anpacken ?

  9. Braucht die BRD Fernsehsender wie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland wo zur selben Zeit der gleiche Mist läuft, Wiederholungen sich die Hand geben und teure Intendanten mit Fußvolk bezahlt werden:
    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>Brauchen wir nicht<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

  10. Kannste nix machen. Palermo-

    Aber solange ich nicht gezwungen werde, die auch noch gucken zu müssen bezeichne ich dies als die mir rechtlich zugestandene Freiheit.

  11. Da bekomme ich umgehend Schnappatmung!
    Ich bin nach wie vor der Meinung, dass öffentlich-rechtliche Sender wichtig sind und auch die Qualität gehalten werden,- bzw. unbedingt verbessert werden muss.
    Aber kein Mensch braucht diese unfassbaren Massen von staatlichen Sendern! (einfach mal die staatliche Senderliste Radio & TV anschauen und staunen)
    Lösung:
    Beitrag um ein Drittel senken, die Hälfte der bestehenden Sender einstellen (z.B. im TV nur noch 4x die Dritten und nicht für jedes Kaff) und mit dem, dadurch um knapp 20% gestiegenem Beitrag das Program verbessern.

  12. Ich finde,allein nach diesem Weihnachtsprogramm ist diese Forderung eine Provokation.
    Wer den Leuten drei Stunden sinnloses Geplärre und Gehopse zumutet und auch an und in den restlichen Stunden zumutet,der möge statt fordern selbst nachdenken oder einfach seinen vergoldeten Helm nehmen und abtreten

  13. Schade dass er diese Gefahr des Qualitätsverlustes nicht etwas konkretisiert hat.

    Mich würde das brennend interessieren, wo genau es dann schlechter würde … MedienjournalistX könnten das nachhalten

    oder auch nicht, mal sehen was mit Helene F. grad geht oder dem knackenden Hochhaus in Sydney …

  14. In Zeiten, in denen die öffentliche Meinung eher zur Abschaffung der Rundfunkbeiträge tendiert, ist das eine sehr gewagte Forderung, die viel Empörung auslösen wird

    1. Alle sind längst empört. Nee, nee, Herr Wilhelm: Downsizing – weniger ÖR-Kanäle, weniger Sender, ist das Gebot der Stunde. Damit lassen sich eine Menge Resourcen sparen – und die GEZ-Gebühren können für die Audienz um die Hälfte gekürzt werden. Den Rest machen private Streamingdienste, neue Sender und gute Journalistenplatformen, die mit Autoren-Journalismus Geld verdienen. Nur so wird ein Schuh daraus. Die Zeit der ÖR-Hypertrophie ist abgelaufen. Die Audienz möchte mehr Wahlfreiheit.

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