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“Der eine getürkte Text zuviel”: Spiegel trennt sich von Reporterpreis-Träger Claas Relotius wegen Betrugsverdacht

Ex-Spiegel-Reporter Claas Relotius
Ex-Spiegel-Reporter Claas Relotius

Ein Reporter des Spiegel hat in großem Umfang eigene Geschichten manipuliert. Durch interne Hinweise und Recherchen erhärtete sich in den vergangenen Tagen der Verdacht gegen Claas Relotius - der inzwischen Fälschungen zugegeben und das Haus verlassen hat. Auch andere Medien könnten betroffen sein. Die Spiegel-Chefredakteure unterrichteten die Mitarbeiter auf einer kurzfristig einberufenen Vollversammlung. Relotius sei "kein Reporter", sondern einer, der "schön gemachte Märchen erzählt, wann immer es ihm gefällt". Die Folgen des Skandals sind noch nicht abzusehen; der Spiegel will eine Kommission zur vollständigen Aufklärung einsetzen.

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In einem Beitrag in eigener Sache referiert der künftige Print-Chefredakteur Ullrich Fichtner in rekordverdächtigen 41.868 Zeichen den Betrugsfall im eigenen Haus. Ein Vorgang, der angesichts der vielen Sicherheitsmechanismen und der aufwändigen internen Dokumentation vor Veröffentlichung von Spiegel-Artikeln fast unglaublich erscheint. Im Zentrum: ein junger, anscheinend hochtalentierter Reporter, eine umworbene Edelfeder im Leitmedien-Business. Es geht um Class Relotius, 33 Jahre alt und seit 2014 beim Spiegel beschäftigt.

Fichtner schlägt fast lyrische Töne an, als er den jüngsten Erfolg des Kollegen beschreibt:

Kurz vor dem Ende seiner Karriere kommen sich Glanz und Elend im Leben des Claas Relotius einmal ganz nah. Es ist der Montag vor drei Wochen, der 3. Dezember, am Abend wird Relotius, SPIEGEL-Mitarbeiter seit sieben, SPIEGEL-Redakteur seit eineinhalb Jahren, in Berlin auf eine Bühne gerufen. Er hat nach Meinung der Jury des Deutschen Reporterpreises 2018 wieder die beste Reportage des Jahres geschrieben, über einen syrischen Jungen diesmal, der im Glauben lebt, durch einen Kinderstreich den Bürgerkrieg im Land mit ausgelöst zu haben. Die Juroren würdigen einen Text “von beispielloser Leichtigkeit, Dichte und Relevanz, der nie offenlässt, auf welchen Quellen er basiert.” Aber in Wahrheit ist, was zu diesem Zeitpunkt noch niemand wissen kann, leider alles offen. Alle Quellen sind trüb. Vieles ist wohl erdacht, erfunden, gelogen. Zitate, Orte, Szenen, vermeintliche Menschen aus Fleisch und Blut. Fake.

Wie der gerade so hoch dekorierte Spiegel-Reporter dabei recherchierte oder besser: wie er es nicht tat, erklärt Fichtner an einem Beispiel:

Die elende Seite im Leben des Claas Relotius dokumentiert eine E-Mail, die zufällig ebenfalls an jenem 3. Dezember, keine 17 Stunden vor der Preisverleihung in Berlin, um 3.05 Uhr in deutscher Nacht, bei ihm eintrifft. Eine “Jan” meldet sich, das ist kurz für: Janet, sie macht die Pressearbeit für eine Bürgerwehr in Arizona, die entlang der Grenze zu Mexiko Streife auf eigene Faust läuft. Sie fragt Relotius, der über diese Bürgerwehr zwei Wochen zuvor in der dunkel schillernden SPIEGEL-Reportage “Jaegers Grenze” geschrieben zu haben vorgab, wie das denn zugehe? Wie Relotius Artikel über ihre Gruppe verfassen könne, ohne für ein Interview vorbeizukommen? Und dass es doch sehr seltsam auf sie wirke, dass ein Journalist Geschichten schreibe, ohne vor Ort Fakten einzusammeln.

An “Jaegers Grenze” wird Relotius scheitern. Es ist der eine getürkte Text zuviel, weil er diesmal einen Co-Autoren hat, der seinen “Quatsch” nicht mitmacht, der Alarm schlägt und bald Fakten gegen die Fiktionen sammelt. Juan Moreno ist dieser Co-Autor, seit 2007 als Reporter für den SPIEGEL in aller Welt unterwegs. Im Streit mit und über Relotius riskiert Moreno seinen eigenen Job, zwischenzeitlich recherchiert er dem Kollegen, verzweifelt, auf eigene Kosten hinterher. Drei, vier Wochen lang geht Moreno durch die Hölle, weil Kolleginnen und Vorgesetzte in Hamburg seine Vorwürfe anfangs gar nicht glauben können. Relotius? Ein Fälscher? Der bescheidene Claas? Ausgerechnet?

Das war der Wissensstand der Chefredaktion Ende November. Es folgte eine schonungslose interne Aufklärung, an deren Ende die Erkenntnis stand, dass man mit Relotius einen beim Nachrichtenmagazin nie dagewesenen Fall von Hochstapelei, von bewusst gesetzten Fake News entlarvt hat – Tom Kummer reloaded, Albtraum und Super-GAU für jede Chefredaktion eines Newsmagazins. Immerhin: Am Ende habe Relotius – wohl unter dem Druck der internen Ermittlungen, so Der Spiegel, “reinen Tisch” gemacht, “oder jedenfalls das, was er dafür hält”. Bei dem 33-Jährigen, den Fichtner selbst als “einen der auffälligsten Schreiber des Spiegel” bezeichnet, gehe es mit “Wahrheit und Lügen in seinen Texten durcheinander”, einige Artikel seien offenbar “komplett erfunden”.

Relotius habe gestanden und auch ein Motiv benannt – den Druck, unter dem er gestanden habe:

Es ging nicht um das nächste große Ding. Es war die Angst vor dem Scheitern.” Und “mein Druck, nicht scheitern zu dürfen, wurde immer größer, je erfolgreicher ich wurde.

Der Skandal erschüttert mit voller Wucht den Spiegel, könnte sich aber auf weitere renommierte Medien ausweiten, die den Reporter in früheren Jahren beschäftigten. Fichtner listet die Vielzahl der journalistischen Orden auf: “Die kruden Potpourris, die wie meisterhafte Reportagen aussahen, machten ihn zu einem der erfolgreichsten Journalisten dieser Jahre. Sie haben Claas Relotius vier Deutsche Reporterpreise eingetragen, den Peter Scholl-Latour-Preis, den Konrad-Duden-, den Kindernothilfe-, den Katholischen und den Coburger Medienpreis. Er wurde zum CNN-“Journalist of the Year” gekürt, er wurde geehrt mit dem Reemtsma Liberty Award, dem European Press Prize, er landete auf der Forbes-Liste der “30 under 30 – Europe: Media” – und man fragt sich, wie er die Elogen der Laudatoren ertragen konnte, ohne vor Scham aus dem Saal zu laufen.” Als Journalist publizierte der Fake-Autor auch in Cicero, in der Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag, der Financial Times Deutschland, der taz, der Welt, im SZ-Magazin, in der Weltwoche, auf Zeit Online, in Zeit Wissen und in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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Die Geständnisse von Relotius seien für den Spiegel “ein Schock” und kämen einer Selbstanzeige gleich. Und: “Dass es Relotius gelingen konnte, jahrelang durch die Maschen der Qualitätssicherung zu schlüpfen, die der Spiegel in Jahrzehnten geknüpft hat, tut besonders weh, und es stellt Fragen an die interne Organisation, die unverzüglich anzugehen sind. Nicht verhindert zu haben, dass die seit 1949 im Spiegel-Statut verbrieften Werte des Hauses in derart flagranter Weise verletzt werden, verursacht einen stechenden Schmerz, und das ist nicht nur hingesagt.” Der Fall Relotius, der beim Nachrichtenmagazin 55 Originaltexte veröffentlicht habe, markiere “einen Tiefpunkt in der 70-jährigen Geschichte des Spiegel”.

Relotius will auch, laut einer biografischen Selbstauskunft, für den britischen Guardian geschrieben haben. Im Archiv des Spiegel finde sich dafür kein Beleg, so Fichtner. Er erklärt in seiner langen Abhandlung auch das Problem der Spiegel-Verantwortlichen, einen Fake als solchen zu erkennen:

Als Redakteur, als Ressortleiter, der solche Texte frisch bekommt, spürt man zuerst nicht Zweifeln nach, sondern freut sich über die gute Ware. Es geht um eine Beurteilung nach handwerklichen Kriterien, um Dramaturgie, um stimmige Sprachbilder, es geht nicht um die Frage: Stimmt das alles überhaupt? Und dieser Relotius liefert immer wieder hervorragende Geschichten, die wenig Arbeit und viel Freude machen. Relotius ist ein besonders wertvoller Mitarbeiter. Er schreibt ja nicht nur große Sachen. Er beweist sein Talent, seine Hingabe an den Beruf, Woche für Woche. Erledigt Redaktionsdienste, macht auch kleine Interviews, schreibt in schnellem Takt Texte für die SPIEGEL-Rubrik “Eine Meldung und ihre Geschichte”. Das wöchentliche Format, das hinter die tiefere Wahrheit der kleinen, vermischten Nachrichten steigen soll, liegt ihm. Er beherrscht die Form. Mit Witz. Und Tempo.

Und er bringt die nüchterne Erkenntnis auf den Punkt: “Claas Relotius hat alle geblendet. Chefredakteure, Ressortleiter, Dokumentare, Kollegen, Journalistenschüler, Freundinnen und Freunde. In diversen Jurys haben sich Bischöfe und Unternehmer, Menschenrechtler und Medienschaffende, Politiker und Mäzene verzückt über seine Texte gebeugt.”

Mit dem letzten Fake-Artikel von Claas Relotius – “Jaegers Grenze” über einen Protagonisten, der real gar nicht existiert – habe der 33-Jährige nur deshalb ein Problem bekommen, weil sein Co-Autor misstrauisch geworden sei. Fichtner: “Es ist Juan Moreno, der gegen alle Widerstände nicht locker lässt, recherchiert, antreibt, und an seine Fakten glaubt. Leicht ist das nicht für ihn. Anfangs rennt er gegen Wände, wie ein Whistleblower, dem erst nicht geglaubt wird, weil seine Wahrheiten so unbequem sind. Und weil der Beschuldigte so unverdächtig wirkt und so unbescholten ist.” Und am Ende tritt zutage, wie die teils 40.000 Zeichen umfassenden Texte des gefeierten Autors zustande kommen:

Er bedient sich aus Bildern, aus Facebook-Posts, YouTube-Videos, er fleddert alte Zeitungen, entlegene Blogs, und aus den Teilen und Splittern und Fetzen und Krümeln erschafft er seine Kreaturen wie ein verspielter kleiner Gott. Chris Jaeger, Gayle Gladdis, Neil Becker aus Fergus Falls, Nadim und Khalid in Kirkuk, Ahmed und Alin aus Aleppo, Mohammed Bwasir aus Guantanamo, sie sind keine Menschen aus Fleisch und Blut, sie leben nur auf dem Papier, und ihr Schöpfer heißt Claas Relotius.

Gut möglich, dass der talentierte Geschichtenerzähler bald vom Jury-Kandidaten sogar zum Fall für den Staatsanwalt wird.

Lesen Sie hier, was die Chefredaktion des Spiegel auf einer Pressekonferenz zum Fall Relotius sagte.

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Alle Kommentare

  1. Ach Mensch Herr Relotius, hätten Sie doch schillernde Romane geschrieben, dann wären Sie jetzt kein Paria sondern ein gefeierter Buchautor, der nicht nur einen sondern hunderte “Karl May”-Preise in Platin gewonnen hätte. Ein vergeudetes Talent. Wirklich sehr schade.

  2. Solange Hintergrundgespräche zwischen führenden Politikern und führenden Journalisten stattfinden, solange sind Journalisten erklärtermaßen bereit, ihre Öffentlichkeit hinters Licht zu führen.

    Ein durch solche Gespräche vorgeformtes Bild der öffentlichen Wahrnehmung ist immer Fake, und diejenigen die nun Aufklärung zu betreiben vorgeben: das sind damit Täter.

    Diese koppeln nun jemanden aus, der die nachgefragten Wunschgemälde derart perfekt produzierte, daß sie selbst sich diesen nicht mehr entziehen konnten.

    Das ist natürlich ärgerlich.

    Aber es ist nur ein Vorgeschmack auf das, was einer insgesamt hinters Licht geführten Gesellschaft blühen wird, wenn die durch die Hintergrundgespräche unterschlagenen Tatsachen sich in die Realität gefressen haben werden.

    Hintergrundgespräche ist eine Sphäre, in der Journalisten sich die Bestätigung einer besonderen Bedeutung abholen, eine Veranstaltung, der sie sich irgendwann nicht mehr entziehen können. Dies macht sie abhängig von denen, die sie kontrollieren sollten, und damit unfähig ihrer eigentlichen Aufgabe nachkommen zu können, das Vertrauen zu rechtfertigen, das man in sie setzt. .

    Journalisten wissen heute nicht einmal mehr, worin ihre eigentlich Aufgabe besteht,

    Und so erzählen sie Geschichten, die irgendetwas verstärken, und andere Geschichten, die von irgendetwas ablenken sollen.

    Welches Ansammlung von Journalisten aus einem derartigem Medien-Umfeld könnte überhaupt befähigt sein, dabei Überschreitungen zu erkennen, wenn die Hinters-Licht-Führung doch die selbstgestellte Aufgabe beinhaltet

  3. Der psychologische Unterschied zwischen einem seriösen Medium der freien Presse, das einen internen Betrugsfall aufklärt, und dem Glauben an eine Verschwörung der “Staatsmedien” oder “Lügenpresse” wird hier sehr schön erklärt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorie#Psychopathologie

    Verschwörungstheorien ähneln strukturell der Paranoia, einer psychischen Störung, bei der die davon Betroffenen wahnhaft Verfolgungen und Verschwörungen gegen die eigene Person wahrnehmen. In beiden Fällen sind Misstrauen und Verdächtigungen ins Unrealistische gesteigert, in beiden Fällen folgt daraus eine ängstlich-aggressive Haltung gegenüber der als bedrohlich wahrgenommenen Umwelt. Richard Hofstadter zum Beispiel pathologisiert die Neigung zu Verschwörungsfantasie, auch wenn er betont, den Begriff Paranoia nicht im klinischen Sinne zu verwenden,[134] verschiedene Wissenschaftler interpretieren die in totalitären Systemen verbreiteten Verschwörungstheorien als direkten Ausfluss der Paranoia ihrer Diktatoren.[135] Diesem Ansatz widerspricht der Historiker Rudolf Jaworski, da eine Verschwörungstheorie, um massenwirksam zu sein, stärkere Bezüge zur äußeren Wirklichkeit behalten müsse als ein individueller Wahn; sie sei auch auf Kommunikation und propagandistische Weiterverbreitung angelegt, während Wahnpatienten ihre Imaginationen möglichst lange für sich behielten; schließlich verkenne diese Deutung auch den instrumentellen Charakter von Verschwörungstheorien, die oft auch wider besseres Wissen verbreitet würden, um bestimmte Ziele zu erreichen.”

    1. Fast möchte man ergänzen:
      braune Jauche wird nicht besser, nur weil sie „Die Wahrheit“ für sich als Alleinstellungsmerkmal reklamiert mit Geschichtsklitterungen übelster Sorte.

      Die Causa Relotius jdnfls wird ganz gewiss auch in anderen Redaktionen aufmerksam zur Kenntnis genommen – btw auch ohne politischen Nachhilfeunterricht durch den braunen Mob.

      1. @Zufallsleser

        “Haltet den braunen Mob! Haltet den braunen Mob!” ruft der rote Mob.

        ;-)))

      2. @ Zufallsleser:

        +++Die Causa Relotius jdnfls wird ganz gewiss auch in anderen Redaktionen aufmerksam zur Kenntnis genommen – btw auch ohne politischen Nachhilfeunterricht durch den braunen Mob.+++

        Was heißt aufmerksam zur Kenntnis genommen?
        Dass etwa viele sogenannte Journalisten vom Schlag Relotius jetzt schlaflose Nächte haben und sich wegen Nachforschungen ins Höschen machen? JA, davon bin ich überzeugt! Ich wette, es kommen noch etliche Leichen aus den Kellern der Verlage! Aber sicher auch nur ein Bruchteil!

        https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/12/20/neuer-vorwurf-gegen-den-spiegel-auch-sportreporter-soll-geschichte-erfunden-haben/

        https://www.youtube.com/watch?v=HwI_YJYVJnU

        https://www.youtube.com/watch?v=auOXu95BDJw

  4. Ich fürche was die “Hitler Tagebücher” für den STERN waren, sind die Lügengeschichten von Herrn Relotius für den SPIEGEL. Der Ruf als seriöses Nachrichten-Magazin ist für immer verspielt. Neben der BUNTEN, GALA und STERN haben wir dann eben noch ein viertes Klatschheft.

  5. Bei den Vergaben von Medienpreisen handelt es sich ohnehin um “inzestuöse” Veranstaltungen.
    Die Medienleute beweihräuchern sich gegenseitig.
    Beispiel: Laudatio von Patricia Riekel, ehemalige Chefredakteurin Bunte,
    für Claas Relotius anlässlich der Verleihung des “Katholischen Medienpreises” 2017 der Deutschen Bischofskonferenz.

    https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2017/2017-171b-Preisverleihung-Kath-Medienpreis_Laudatio-Riekel.pdf

    Da es sich bei der “Deutschen Bischofskonferenz” neuderdings um eine Interessensvertretung der LGBT-Community und andere Minderheiten handelt,
    hatte Relotius auch keine Hemmungen, diesen Preis anzunehmen.

  6. “Jaegers Grenze”. Ich lache. “Der Stoff aus dem Helden sind” zitieren und nicht erwischt werden.

    Grandios. Diese “Dokumentation” ist die eigentliche Punchline.

      1. Nein, wieso Werbung? Ich will damit nur aufzeigen, dass dieses ganze Getue von wegen “Einzelfall” und “wir wollen alles aufklären” nichts anderes als weitere LÜGEN der Medien sind! Harald Schumann hat schon vor etlichen Jahren berichtet, dass beim Spiegel gelogen wird! Aber weder der Spiegel selbst, noch andere Medien waren an seiner Aussage interessiert! Man wollte von ihm keine Fakten oder Beweise für seine Anschuldigung, nein! Man hat ihn einfach TOTGESCHWIEGEN! Und genau daran erkennnt man LÜGNER und HEUCHLER! Sie sind nicht an der Aufklärung interessiert, sondern wollen nur ihre Propaganda verbreiten. Natürlich wussten alle, dass Harald Schumann nicht so blöd sein wird, solch eine Behauptung vom Stapel zu lassen, ohne Beweise zu haben! Und natürlich wusste man beim Spiegel auch, dass er Recht hat, denn ansonsten hätte man ihn wegen Verleumdung in Grund und Boden geklagt! Also konnte man ihn nur totschweigen und ignorieren!
        FAZIT: Weder der Spiegel noch andere Medien sind an der Wahrheit interessiert! LÜGENPRESSE!

  7. Der SPIEGEL hat das dahingeschluderte Wort “getürkt” in seinem Text mittlerweile – und zu Recht – editiert. MEEDIA sollte da bitte nachziehen.

  8. Gab es da nicht vor einiger Zeit schon ähnliche Psychopathen bei den deutschen Massenmedien, wie einen gewissen Tom Kummer? Lügenpresse stimmt somit auch für den Spiegel.

  9. Gab es da nicht vor einiger Zeit schon ähnliche Psychopathen bei den deutschen Massenmedien, wie einen gewissen Tom Kummer? Lügenpresse stimmt somit auch für den Spiegel.

  10. Das zentrale Problem ist nicht, dass ein Journalist gefakte Geschichten schreibt und veröffentlicht, sondern dass diese keineswegs unverdächtigen Rührstories mit Handkuss angenommen wurden, weil sie in die politische Linie nicht nur des Spiegels, sondern des gesamten bundesdeutschen Medien-Mainstreams passten. Ich bin fest überzeugt, dass der Herr kein Einzelfall ist, sondern dass ein Grossteil z. B. der Berichterstattung über Syrien (und vorher Libyen) aus ähnlich unseriösen Propagandamärchen besteht.

    1. Deswegen will der Spiegel auch keine juristische Aufarbeitung, wer weiss was Herr Relotius alles zu seiner Verteidigung erzählen könnte.

    2. @Watcher55: Damit haben Sie sicherlich nicht ganz unrecht, dass gefakte Geschichten im Stil von Relotius ganz gut in den Mainstream passen. Im seriösen Journalismus haben sie aber absolut nichts verloren und werden dort auch mit Sicherheit nicht gezielt gefördert – das wäre ja auch schlicht Selbstmord, da es grob unseriös wäre und jegliches Vertrauen verspielen würde. Übrigens auch bei “Mainstreamern” wie mir.
      Dass Sie aber nun die ganze Kiste in Richtung staatlich gelenkte Propaganda drehen, rückt Sie persönlich ganz stark in das Lager der Verschwörungstheoretiker. Glauben Sie allen Ernstes, dass hinter allem das böse System steht, das uns alle betrügt und belügt und für sonstwas benutzen möchte? Arme Weltsicht, immer nur Opfer. Vermutlich glauben Sie deshalb auch lieber “alternativen” Medien, deren wahren politischen Ziele Sie allerdings ebenfalls nicht im geringsten überblicken.

      1. “Glauben Sie allen Ernstes, dass hinter allem das böse System steht, das uns alle betrügt und belügt und für sonstwas benutzen möchte?”
        Ja, das glaube ich – aus guten Gründen.

  11. manche hier vergleichen es mit den Hitler-Tagebüchern..Man denke mal an die Beschriftung,worauf FH abgebildet wurde,anstatt AH..
    Dies hätte 1983 auch schon auffallen können,wenn man es denn gewollt hätte..

    Und bei diesem Spiegelautor hätte es denn schon auffallen können,wenn er keine Reisekostenabrechnung tätigt,aber stets vor Ort gewesen sein will..

    Wie damals beim Stern hat auch die Führungsspitze des Spiegels vollends versagt..
    Es durfte nicht sein,was nicht sein darf..

    Gott sei Dank gibt es noch kleine Co-Autoren bei gewissen Magazinen und Medien,die diesen Spuk nicht weiter unterstützen wollten,wie Juan Moreno

  12. Das berühmte Zitat vom Taxifahrer auf dem Weg zum zu interviewenden Prominenten sollte sich allmählich aber jeder Reporter abschminken. Das glaube ich ja schon seit 1789 nicht mehr.

    1. Dennoch ist die Witzfigur Thomas Friedmann, der für ebensolche “Zitate” unter Kennern berüchtigt ist, ein vielbepreister und anerkannter Kollege.

  13. Staatsanwaltschaft kaum. Ich denke, der liest 2019 in Klagenfurth. Shortlist Deutscher Buchpreis 2021. Büchnerpreis 2025. Man wird noch von ihm hören bzw. lesen.

    1. Wir werden von ihm hören, er hat seine Sache gut gemacht: auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise hat er Bilder und Geschichten geliefert, um die undemokratischen Entscheidungen der Regierenden begründen zu helfen. Er ist mit Sicherheit nicht der Einzige, der Regierungspropaganda geliefert hat.

  14. Er kann zum Stern gehen – die Tagebücher von einem Zeichentalent müssen unbedingt auf den neusten Stand gebracht werden.

  15. Ich bin gespannt, wenn Compact so selbstkritisch mit sich selbst ins Gericht geht, sie hätten allen Grund dazu. Es zeugt von Qualität, mit sich selbst so ins Gericht zu gehen, selbst wenn der Fall nicht schön ist.

    1. Es war einzig Kollege Moreno, der Relotius nachgesetzt hat und deswegen sogar fast seinen Job verloren hätte.

      Die Spiegel Führung hatte gar keine andere Option als sich jetzt als Aufklärer der eigenen Lügengeschichten zu geben.

      Und die Sache ist auch wesentlich schlimmer als der Spiegel zugeben möchte, Herr Relotius hat Merkels Flüchtlings Politik zu den richtigen Zeitpunkten medial hervoragend mit emotionalen Artikeln flankiert und über den Spiegel verbreitet.

      Der Spiegel ist/war Instrument der Bundesregierung und verantwortlich dafür dürfte nicht nur Herr Relotius sein sondern auch noch ganz andere Leute.

      1. Moreno gehört wohl auch zum Spiegel. Systeme sind immer bewahrend, das ist nur zu menschlich. Fest steht: die Chefredaktion ist damit selbst an die Öffentlichkeit gegangen. Man hätte es auch unter die Decke halten können.

        Der Spiegel ist unabhängig. Wenn er wirklich ein Instrument der Bundesregierung wäre, sehe er anders aus. Der Spiegel ist aufklärerischen und humanen Werten verpflichtet, aber das sollten wir doch auch alle.

        Dass die Situation der Flüchtlinge schlimm war und nebenbei immer noch ist, haben viele gezeigt. Bei den Geschichten ging es nicht allein um die Flüchtlinge.

      2. @Bach

        Unter der Decke halten war nicht möglich, denn das hätte Moreno nicht mitgetragen.

        Jetzt versucht man beim Spiegel die Fäden selbst in der Hand zu behalten, statt von BILD und Co. getrieben zu werden.

        Gelingen wird das nicht, weil der Aufklärungswille in dem Laden nicht echt ist.

        Der Spiegel ist z.B. zu feige eine Liste mit allen Relotius Artikeln rauszubringen, die werden jetzt andere liefern.

        Unzählige Hobbyjournalisten und Googleartisten von Links und Rechts durchstöbern gerade das Netz und Datenbanken.

        Da wird noch einiges ans Licht kommen.

      3. Dann kann man auch mal die Lügenmärchen von Compact untersuchen.

        Ansonsten ist es eine Unterstellung, dass der Aufklärungswillen nicht echt ist, die Tatsache, dass sie es publik gemacht haben, deutet eher auf das Gegenteil hin. Die Artikel auf der SpON-Seite waren so ausführlich. Man hätte es auch klein in eine Fußnote packen können. Nein, man unterstellt wieder nur das Schlechteste. Aber Graustufen zu sehen, verlangt auch etwas Intelligenz.

      4. @ Bach: Ist das nicht etwas billig, jetzt wo der Spiegel so ungebremst auf die Schnauze gefallen ist, sofort auf jemanden anderen zeigen? Erinnert mich an Kindergartenkinder:” Aber der hat auch in der Nase gepopelt, bäh.” Wenn Sie Fakten gegen Compact haben, dann nur zu.

        https://www.youtube.com/watch?v=njpa3rBJoJM

    2. Compact-Chefredakteur Elsässer galt schon bei seiner Zeit bei der Jungen Welt als schlampiger Redakteur, der gern mal etwas erfand.

  16. Der Fall Relotius (nicht der erste seiner Art übrigens) verweist auf ein strukturelles Problem des beim Spiegel völlig überbewerteten Genres der Reportage: nämlich dass diese subjektivistische Form des Schreibens prädestiniert ist für Flunkereien, Übertreibungen, Phantastereien. Sie derart zu überhöhen und ihre Verfasser zu hofieren, kann sich rächen. Der Erkenntnisgewinn für die Leser hält sich ohnehin in Grenzen, es sind ja eher mit Fakten angereicherte Stimmungs- und Meinungsbilder.

    So viele Kriegsreportagen sind schon vom sicheren Schützenbunker einer Hotelbar aus verfasst, so viele knackige Zitate erfunden und einem Telefonbuch-Namen zugeordnet worden. Keine Textkontrolle dieser Welt kann das nachprüfen.

    Vorgesetzte und Juroren aber lassen sich gerne betören vom Flow einer elegant formulierten und erzählten Story. Fake-Anteile können sie vielleicht erahnen, kaum jedoch beweisen. Allerdings wird das Tricksen immer riskanter. Relotius hatte den Bogen weit überspannt.

  17. sicherlich lügen nicht alle Medien,aber gefühlt doch die meisten sogenannten Leitmedien.
    Claas Relotius ist sicherlich kein Einzelfall in der deutschen Medienlandschaft

    Wo kaum noch recherchiert wird,ist viel Platz für Phantasien….

    Und so Leute ,wie der gute Märchenerzähler Claas bekommen dann auch noch mehrmals den Reporterpreis,sprich 2013,2015,2016 und 2018.
    Quelle:Wikipedia
    Wahrscheinlich auch eine Kommission,die über diese Preise entscheidet und gerne ideologische Märchen liest..
    UNFASSBAR..
    Das Wort Lügenpresse bekommt nun immer mehr Gewicht..
    Der Spiegel,der sich stets als Sturmgeschütz der Demokratie bezeichnete,ist allenfalls ein Sturmgeschütz gewisser ideologischer Eliten,die ihre fatale Ideologie umsetzen will und sei es,man agiert so wie die Gebrüder Grimm!

    UNFASSBAR

    1. Lisa,

      was ist daran bitte unfassbar?

      Jetzt sagen Sie bloß, es kommt so überraschend.

      Übrigens: Brüder Grimm, nicht Gebrüder Grimm, ist ja keine Speditionsfirma. (lach)

      1. “Ebenfalls verbreitet ist die Bezeichnung Gebrüder Grimm. Unter der Bezeichnung als Gebrüder haben sie selbst jedoch nie publiziert.”

    2. @ Lisa: Warum schließen Sie von einem extremen Fall wie Relotius gleich auf die gesamte deutsche Medienlandschaft? Sicherlich, ein Einzelfall ist es nicht und solche Querschläger werden im Medienbetrieb auch immer wieder vorkommen, da es so verlockend einfach ist, am warmen Schreibtisch zu fabulieren, statt vor Ort zu recherchieren. Dem Berufsethos entspricht das aber absolut nicht.
      Und eine ganze Branche, in der täglich sehr viel sorgfältige Arbeit geleistet wird, der Lüge zu bezichtigen, ist in etwa genauso fragwürdig, wie eine ganze Volksgruppe als potentielle Betrüger oder Sozialschmarotzer darzustellen (oder Schlimmeres). Was würden Sie eigentlich von solch einer Pauschalisierung über Ihre Berufsgruppe oder über Ihre Region, in der sie aufgewachsen sind, halten?

  18. Als mir das erste Mal beim Spiegel-Lesen der Name Claas Relotius bewusst ins Auge sprang, regete sich mein (Unter)Bewusstsein: der Name kann nicht echt sein. Claas geht ja noch, aber Relotius??? Dem Herrn Fichtner muss man ins Stammbuch schreiben, dass Relotius mit seinen scheinbar genauen “Beobachtungen” bis ins Kleinste (Zustand der Kleidung, wie viele Schritte, Ausdruck der Augen) genau das geliefert hat, was zur Spiegel-DNA gehört, was man dort für besten Journalismus hält, was man also genau so “haben” will. Beschreiben nicht “was ist”, sondern “was genau so (schön passend) sein könnte”. Und was man deshalb eben auch nicht mehr nachprüft. Siehe Pfisters Eisenbahn-in-Seehofers-Keller-Beschreibung, ohne je dort gewesen zu sein. das war 2011! Danach hat sich offensichtlich nichts Substanzielles in der Spiegel-Redaktion geändert. Und erst das gibt mir wirklich richtig zu denken!

    1. Wieso, der Name ist doch noch das Echteste hier überhaupt.

      Die Eisenbahn von Seehofer hat ein anderer beschrieben und dem Spiegel-Reporter erzählt. Sie stimmt schon. Pfister hat weder Seehofer komplett erfunden noch die Eisenbahn im Keller. Der Untschied ist nicht unbeträchtlich.

  19. Und was ist daran jetzt so skandalös? Oder warum die Aufregung?
    Die Zeitungen schreiben halt, was sie schreiben, das war schon immer so. Solange sie nix Strafbares machen, soll das eigentlich wurscht sein. Oda seh ich das jetzt zu locker, weil ich tiefenentspannt bin?

  20. tja, die angeblich so strenge Dokumentation und interne Qualitätskontrolle beim Spiegel ist auch nicht besser als die NOx-Abgaswert-Kontrolle für Diesel-Fahrzeuge bei VW/Audi – lol. Wer weiß, wie viele bisher unentdeckte Relotiusse beim Spiegel noch schlummern…

    1. Nur beim Spiegel? Relotius hat auch für etliche andere Zeitungen geschrieben! Angeblich sogar für den Guardian, sagt er jedenfalls. HIHIHI! Und natürlich wird es noch einige weitere geben, welche den relotuischen Schreibstil haben. Das streut!

  21. Wo ist der Skandal? Gerade der Spiegel ist doch bekannt für seine nicht so ganz korrekten und tendenziösen Berichte. Erst am Montag durfte sich Verseck wieder mit seinen Halbwahrheiten, angereichert mit Horrorgeschichten, sehr schmutzig über Ungarn auslassen. Wenn man das kritisiert, wird man vom Spiegel gebannt. Sorry, aber das ganze System von denen ist auf das ausgelegt, was denen jetzt um die Ohren fliegt!

  22. Wieder eine “rechte” Verschwörungstheorie der Bevölkerung, die sich als Wahrheit entpuppt. Flüchtlings – Jubel – Presse auf Wunsch der Regierung. Gleichzeitig ein ganzes Bundesland (Sachsen) als Naziland beschimpfen und einen Präsidenten als IS-Karikatur darstellen. Der Spiegel hat jegliches Maß und Mitte verloren. Das einzige was bei dem Sachverhalt verwundert, ist, dass der Spiegel sich vom dem Herren getrennt hat. Spiegel, nein danke. Ich lese nur noch freie Medien.

    1. Der „Bevölkerung“? Von welcher „Bevölkerung“ sprechen Sie, „Frank Schulz”? Die Bevölkerung, die ich kenne, und das ist die Mehrheit, glaubt nicht an rechte Verschwörungstheorien, sondern nur die Rechten selbst, also können Sie nur diese Ecke meinen! Und „ein ganzes Bundesland (Sachsen) als Naziland [zu] beschimpfen“, das ist ja wohl angesichts der gesammelten Ereignisse in den letzten Jahren nicht von der Hand zu weisen …

  23. Sicher nur ein Nebenaspekt, aber vielleicht bezeichnend für die Kultur des “Spiegel”: Warum melden sich bei der Aufarbeitung des Skandals nicht jene Mitglieder der Chefredaktion zu Wort, die den Schlamassel zu verantworten haben, S. Beyer, D. Kurbjuweit, A. Weinzierl? Warum thematisieren sie nicht selbst ihre Fehler, Versäumnisse, Irrtümer? Wer hat denn z.B. das Stück “Jaegers Grenze” ins Blatt gehoben – und alle anderen, die unter der derzeit amtierenden Chefredaktion erschienen sind? Warum müssen Fichtner und Klusmann, die als Chefredakteure noch nicht im Amt sind, die Suppe alleine auslöffeln?

  24. Ein bemerkenswerter Aspekt der ganzen Geschichte ist sicher das fetischhafte Anbeten irgendwelcher “Preise” (in den USA noch stärker ausgeprägt) und deren Träger – jedenfalls innerhalb der Medienblase. Bei diesen Verleihungs-Zeremonien schieben sich ja stets verpartnerte oder befreundete Verlagshäuser bzw. Konstitutionen gegenseitig wohlklingende Auszeichnungen zu. Beispielhaft anzusehen war das ja z.B. beim Henri-Nannen-Preis 2014. Geehrt wurde nicht etwa das Focus Magazin, das die Affäre um den Kunstsammler Gurlitt aufgedeckt hatte, sondern der Spiegel, der das ganze ein paar Wochen später nacherzählt hatte. Die Causa Relotius zeigt einmal mehr, wie überschätzt und unsinnig diese Selbstbeweihräucherungen sind.

  25. Einen Punkt, warum Relotius damit durchkam, erwähnt Fichtner nicht: Relotius lieferte was man gerne hören wollte und das eigene Weltbild bestätigte.

    1. Oder auch innere Pressefreiheit genannt:

      Die Journalisten brauchen gar keinen Zensor. Wenn Storys mit bestimmter Richtung unter fadenscheinigen Gründen ständig vom Vorgesetzten abgelehnt werden, dann weiß der Journalist spätestens nach dem dritten mal, was er zu schreiben hat.

      Der ehemalige Spiegel- Journalist Harald Schuman hat davon schon vor Jahren berichtet:

      https://www.youtube.com/watch?v=njpa3rBJoJM

  26. Klingt wie der Postillon: Lügenpresse beschäftigt Lügner…

    Vielleicht setzt der Spiegel zur Qualitätssicherung auf einmal eine Kommission ein, was es mit den Chemnitzer Hetzjagden und ähnlicher jahrelanger Pro-Merkel-Berichterstattung in Wirklichkeit auf sich hat.

    1. Ja, würde mich auch interessieren.

      Eine weitere Frage, nehmen Spiegel Reporter Geld von Geheimdiensten an bzw. ist dies nach internen Richtlinien erlaubt oder verboten.

      1. Eine weitere Frage: Nimmt die oder der, die ober der sich für „Jesus“ hält, Geld von der AfD bzw. ist dies nach internen Richtlinien erlaubt oder verboten?

  27. @Jesus (welch ein bescheidenes Selbstbild): “Pegita-Ronny” und die anderen “besorgten Bürger” wurden sicher nicht von Relotius` Reportagen beeinflusst. Diese Leute lesen nämlich nicht “Spiegel”, sondern lassen sich von so “seriösen” Magazinen, wie “Compact” beeinflussen. Lustiger ist aber, dass Sie nicht den Widerspruch in ihren eigenen Zeilen bemerken. “Die” deutschen Medien? EIN Reporter hat betrogen und der “Spiegel”, der zu “den” deutschen Medien zählt, hat den Fall selbst veröffentlicht und geht mit erstaunlicher Transparenz damit um. Erstaunlich auch: Wenn auf Pegidademos in Aufmärschen in Chemnitz Neonazis und Hooligans mit marschieren, legen ihre “Pegita-Ronnys” viel wert darauf, dass man differenziert und nicht alle über einen Kamm schert udn in die rechte Ecke stellt. Aber selbst macht man aus einem einzigen Reporter “die deutschen Medien”. Wahrscheinlich werden das nur weder “Ronny” noch Figuren, die sich für Jesus halten verstehen. Warum Fakten, wenn sie dem eigenen schlichten Weltbild zuwiderlaufen? Eine Frage bleibt: Bislang war doch Merkel schuld an allem. Ist Merkel jetzt entlastet? Jesus – kläre und Unwissende auf

    1. Äh, und für Sie ist das der Erste Fall von Manipulation in den deutschen Medien??? Ein Tipp : schauen Sie mal auf der Seite Propagandaschau vorbei. Dort wurde die tägliche Manipulation der ÖR Messerscharf dargelegt. Aber Vorsicht, es könnte Ihren Horizont erweitern. Na,ja. Einer der immer noch an die Aufrichtigkeit der Medien glaubt, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.

  28. Ach komm, ist doch egal, er hat ja mit der ‘richtigen’ Haltung geschrieben. lol

    Sagt aber auch viel über die ‘Jury des Deutschen Reporterpreises 2018’ aus, denn wer sowas wie ‘…der nie offenlässt, auf welchen Quellen er basiert’ sagt, wird das doch auch geprüft haben… oder etwa nicht?

    1. Das Internet vergisst nichts! Der Fall wird das ganze System massiv beschädigen – und das ist auch gut so!

      >>”Die Wahrheit eben”

      Die Deutsche Bischofskonferenz vergab am Montagabend in Bonn den Katholischen Medienpreis. Unter den Preisen sind Reportagen über Spätabtreibung und geflüchtete Syrer – schwere Kost, “die Wahrheit eben”, wie Bischof Fürst formulierte.

      Den “Printmedien”-Preis erhielt Claas Relotius für den Text “Königskinder” im Magazin “Der Spiegel”<<

    2. Das sagt eigentlich alles über die Preise aus, welche heutzutage vergeben werden. Die haben absolut NICHTS mit Qualität zu tun sondern NUR mit Ideologie! Dieser Relotius und seine Preissamlung ist der lebende Beweis dafür!
      Das muss man sich einrahmen:

      +++…der nie offenlässt, auf welchen Quellen er basiert’+++

      1. >Das sagt eigentlich alles über die Preise aus, welche heutzutage vergeben werden. Die haben absolut NICHTS mit Qualität zu tun sondern NUR mit Ideologie!

        Jury des Deutschen Reporterpreises 2018 über Claas Relotius: “Von beispielloser Leichtigkeit, Dichte und Relevanz, der nie offenlässt, auf welchen Quellen er basiert.”

        Realsatire vor unseren Augen

    1. @ Rattenfänger
      Kritik an der der nachweislich häufig manipulativen Medienberichterstattung ist braun? Sie sollten ihren Ideologiekompass neu justieren lassen.

      1. @ Rattenfänger ist so links, dass er wieder rechts ist:D

        Bitte weiter posten! Egal was…, beste Werbung für die AFD

    2. @ Rattenfänger: Ja; soweit ist es schon. Menschen, welche nicht alles glauben was in der Zeitung steht werden hier als Ratten bezeichnet. Müssen diese “Ratten” auch bald ein gelbes Erkennungsmerkmal an ihrer Kleidung tragen? Würde Ihnen das gefallen? Kennt man ja aus der Geschichte. Erst wird der Feind entmenschlicht, als Ungeziffer bezeichnet. Und dann…! Aber das kennen Sie sicher. Haben in der Schule ja aufgepasst, gell.

      1. @Florian Hohenwarter: Ich denke nicht, dass diese Kritiker gelbe Binden tragen müssen: sie werden sie anderen anheften. Sie, diejenigen, die die etablierten Medien als Staatspropaganda bezeichnen sind nicht in der Lage zwischen Einzelfällen und der allgemeinen Handhaber der Wahrheit der schreibenden Zunft zu unterscheiden. Das müssen Sie auch nicht, denn jenes Begreifen würde eine Aufarbeitung des gesamten Kontextes ist Ihnen sicherlich zu schwerfallend, zu nebulös, weil man selbst nachdenken und recherchieren muss. Sicherlich, hier wird ein betrüger überführt. Aber nicht ein Merkmal der etablierten Presse aufgeboten. Man kann und sollte vieles überdenken, beispielsweise die grenzenlose Arroganz, die hemmungslose Nichtreflexion, die immerwährende Wahrheitsgewissheit des eigenen Wortes, die Treffsicherheit auf Überzeugung und nicht aus Können. Darüber können wir sicherlich diskutieren, nicht jedoch die globale Behauptung, dass alle Medien lügen, alle Medien falsch darstellen würden. Das nämlich geht schon deshalb ins Leere, weil es nicht der Wirklichkeit entspricht. Nur Menschen, die nicht wollen, dass die Wirklichkeit auch Wirklichkeit ist, schieben diese et present in die Welt der Fabel. So wie Sie.

  29. Claas Relotius hat fast soviele Reporterpreise gewonnen wie Frau Hayali Medienpreise.

    Und er hat mit seinen emotionalen Syrien-Berichten die Flüchtlings-Debatte in Deutschland massgeblich beeinflusst.

    Mehr muss man nicht wissen.

    All das, was Pegida-Ronny schon immer über die deutschen Medien gedacht hat ist tatsächlich wahr.

    1. Was Sie so leichtfertig schreiben ist schäbig, tendenziös und vor allem eines: unwahr. Es bleibt zu hoffen, Ihre Provokation läuft ins Leere. Ihnen, alles alles Gute.

      1. @Erwin

        >>Ahmed ist zehn, Alin ist elf Jahre alt, als ihre Eltern in Aleppo getötet werden. Sie fliehen in die Türkei und arbeiten dort – als Schrottsammler und Näherin. Im Traum erscheint ihnen Angela Merkel. Eine Reportage von Claas Relotius<<

        ——-

        Kein Witz – Original Spiegel – beim Frauen ins Gehirn sch***.

        Die Aufarbeitung der Regierungspropaganda hat gerade erst begonnen.

      2. 02.10.2015

        Eine Meldung und ihre Geschichte

        Verlust

        Ein Flüchtling aus Syrien findet 1000 Euro auf der Straße und übergibt das Geld der deutschen Polizei.

        […]

        Von Claas Relotius

      3. Nicht so schnell Herr Salz. Schäbig, tendenziös und unwahr, das trifft doch eher auf unseren, mit vielen Preisen überhäuften Herrn Relotius zu. Also, wer im Glashaus sitzt, …

      4. An den peinlichen „Jesus“: Es gibt mehrere Meldungen über Syrer/-innen, die 1000 Euro und sogar (weitaus) mehr gefunden und bei der Polizei abgegeben haben, als nur diese eine von Relotius, zudem wird diese Meldung beim SPIEGEL noch überprüft. Aber im Gegensatz zum echten Jesus steht für Sie die Schuld von ihn bereits fest. Sie sollten sich Ihres Nutzernamens schämen! Außerdem sind Sie das beste Beispiel dafür, dass Sie und Ihre Kollegen wie diese „Absaufen“-Schreihälse, die sich der Rettung des christlichen Abendlandes verschrieben haben, dieses schon längst selbst verraten haben. Dazu braucht es keinen angeblichen Islamismus mehr!

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