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Wegen Honorar-Streit bei Sahra Wagenknechts Aufstehen-Bewegung: Werbefirma legt Webseite lahm

Sahra Wagenknecht ist Initiatorin von Aufstehen
Sahra Wagenknecht ist Initiatorin von Aufstehen

Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung "Aufstehen" kommt nicht in Gang: Über vier Monate nach der Gründung ist die Domain der Bewegung nicht mehr erreichbar. Der Grund dafür sind offenbar Streitigkeiten mit der Marketingagentur der Seite. Wagenknechts Team sei nicht bereit, die Kosten einer Rechnung zu begleichen. Bei Aufstehen spricht man von einer Lüge.

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Wie die Bildzeitung zunächst berichtete, hat die Werbefirma Konsequenzen daraus gezogen und die Webseite aufstehen.de lahm gelegt. Auch die E-Mail-Adressen der Bewegung funktionieren scheinbar nicht mehr.

“Die Webseite von Aufstehen ist vorläufig nur noch unter aufstehenbewegung.de zu finden”, schrieb die Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht, am Samstagmittag auf Twitter. Dort heißt es zur Begründung: “Hintergrund ist eine juristische Auseinandersetzung mit einer Firma, die versucht, die noch junge Sammlungsbewegung zu beschädigen.”

Zwei Geschäftsführer der Werbefirma, so der öffentlich zugängliche Text, hätten in der Gründungsphase der Sammlungsbewegung ehrenamtlich für Aufstehen gearbeitet. Sie seien selbst Vereins- bzw. Vorstandsmitglied von Aufstehen gewesen. “Im Nachhinein haben sie eine hohe Rechnung präsentiert”, behauptet der Trägerverein. Im Konkreten geht es um die Firma “Dreiwerk”, die für Aufstehen unter anderem 40 Videos produziert hat.

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Einer der beiden Initiatoren, Thomas Schmidt, wies in der Bild die Vorwürfe zurück: “Wir sind sprachlos darüber, dass Dreiwerk von der Bewegung in die Ecke des unlauteren und gierigen Unternehmers gestellt wird, obwohl alle Entscheidungsträger der Bewegung darum wissen, dass Dreiwerk mit allen Leistungen absprachegemäß in Vorleistung getreten und jetzt zu vergüten ist.” So hätte zwar die Geschäftsführung für ihr Handeln kein Geld verlangt, die entstanden Kosten müssten allerdings beglichen werden – offenbar ein Missverständnis mit den Organisatoren.

Nachdem die Firma mehrfach neue Zahlungsfristen gesetzt hat und auch die Zusammenarbeit Ende November kündigte, zog sie nun offenbar Konsequenzen. Eine Pressemitteilung von Aufstehen sorgte kurz danach jedoch für Irritationen. Dort heißt es: “Wahrheitswidrig erweckt Thomas Schmidt (…) den Eindruck, bisher kein Geld erhalten zu haben”. Dies sei falsch, da Aufstehen der Firma 31.000 Euro überwiesen habe – der volle in Rechnung gestellte Betrag. Auf der neuen Webseite sprach die Sammlungsbewegung dagegen zunächst nur von “Zugeständnissen”.

(rt)

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Alle Kommentare

    1. Was ist denn daran amateurhaft, wenn ein Auftraggeber eine (zu) hohe Rechnung moniert und nicht bezahlt? So etwas passiert in der Wirtschaft täglich.

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