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Neuanfang in der Provinz: Ex-Spiegel-Verlagsleiter Michael Plasse wird Geschäftsführer bei Oldenburgischer Volkszeitung

Michael Plasse
Michael Plasse

Der Verlag der Oldenburgische Volkszeitung in Vechta bekommt einen prominenten Neuzugang. Michael Plasse, ehemals Verlagsleiter des Spiegels und Geschäftsführer des manager magazins, übernimmt hier zum 1. Februar die Geschäftsführung. Die Regionalzeitung verliert seit Jahren an Auflage.

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Der Abschied kam abrupt. 13 Jahre hatte Michael Plasse beim Spiegel-Verlag gearbeitet – zuletzt als Verlagsleiter mit der Verantwortung für die Vermarktung und Vertrieb des Nachrichtenmagazins sowie als Verlagsleiter des Manager Magazins. Doch im Oktober 2017 kam es zum Bruch. Überraschend verließ der studierte Betriebswirt das Verlagshaus an der Ericusspitze. Offiziell trennte er sich „in aller Freundschaft“, um sich neuen beruflichen Aufgaben zu widmen. Am Ende waren aber angeblich interne Unstimmigkeiten Auslöser für den Rückzug. Vor allem mit dem damaligen Spiegel Online-Geschäftsführer Jesper Doub soll er zuletzt „Hakeleien“ gegeben haben, hieß es damals.

Jetzt hat Plasse einen neuen Job. Er wird zum 1. Februar Geschäftsführer bei der Oldenburgischen Volkszeitung. Mit Plasse habe man einen ausgewiesenen Medienexperten mit hoher Kompetenz in der kaufmännischen Steuerung publizistischer Unternehmen gewonnen, sagt der derzeitige Geschäftsführer und Gesellschafter Karl Themann aus Hausstette auf MEEDIA-Anfrage – und fügt hinzu: „Herr Dr. Plasse war unser Wunschkandidat.“ Die Tageszeitung aus Vechta ist im Verhältnis zum Spiegel ein publizistischer Winzling. Die Auflage des norddeutschen Regionalblattes geht seit Jahren zurück. Zwar sank die verkaufte Auflage im 3. Quartal 2018 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal nur um 0,18 Prozent auf 20.934 Exemplare, doch die wichtige Abo-Auflage gab in diesem Zeitraum um 1,26 Prozent nach, der Einzelverkauf mit einem Minus von 7,7 Prozent deutlich stärker.

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Mit Plasse wandert ein weiterer ehemaliger Spiegel-Manager ins Zeitungsgeschäft ab. Auch der ehemalige Spiegel-Verlagsgeschäftsführer Ove Saffe kehrte der Magazinbranche den Rücken und ist inzwischen als Geschäftsführer für die Zeitungssparte der Funke Mediengruppe verantwortlich, zu der unter anderem die Berliner Morgenpost und das Hamburger Abendblatt gehören.

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