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Auto Bild startet Junior-Beilage: Wie Springers PS-Magazin um den Nachwuchs wirbt

Chefredakteur Tom Drechsler sieht für die Auto Bild Junior eine Zielgruppe
Chefredakteur Tom Drechsler sieht für die Auto Bild Junior eine Zielgruppe

Jugendförderung bei der Auto Bild: Mit Auto Bild Junior startet Springers PS-Magazin eine neue Rubrik für den Nachwuchs. Das Magazin richtet sich an junge Auto-Fans und Motor-Begeisterte. Gar nicht so leicht bei einer Zielgruppe, die nicht einmal den Führerschein besitzt.

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Springers Auto Bild, “Europas Nr. 1”, ist bekannt für ihre Spritztouren mit den neusten Fahrzeugen, die Testberichte und Vergleiche – eine Fundgrube für PS-Fans. Auch die Jüngsten scheint das zu interessieren. Jedenfalls, wenn man den Worten von Chefredakteur Tom Drechsler folgt: “Dass junge Menschen kein Interesse an Autos mehr haben sollen”, schreibt er in seinem Vorspann, “glaube ich einfach nicht”. Schließlich kenne er die Geschichten von Lesern, die davon handeln, wie sich Väter mit ihren Söhnen um das Blatt streiten, obwohl diese erst zwölf Jahre alt seien.

So kam es zu der Idee der Auto Bild Junior, ein 16-seitiges Heft-im-Heft, über das die Leser der Zeitschrift künftig in der Heftmitte stolpern werden. Wer bunte Bildchen, Micky-Maus-Sprache und Comics erwartet, wird enttäuscht. Das Heft verlangt dem 8- bis 15-jährigen Nachwuchs schon einiges ab: Aufmacher ist ein Vergleichstest zwischen dem “Kymco Maxxer 50 S” und dem “Peg Perego Gaucho Superpower”, zwei “coole Mini-Kisten” mit denen Testfahrer Julian über die Berge rauscht.

Der Test der Mini-Fahrzeuge in der Auto Bild Junior

An technischen Einzelheiten spart die Auto Bild Junior, die von den Redakteuren ihres Vorbilds beschrieben wird, nicht. Der Leser erfährt, welcher Motor in den Flitzern eingebaut ist und sogar, wie fest die Teile am Gehäuse sitzen. Bezug zur Zielgruppe schafft die Junior aber durch die Sprache (“cool”, “aufregend”) und dem Hinweis, dass der Gaucho auch ein praktisches “Gummibärchen-Versteck” biete.

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Interessant ist die Art, wie sich die Auto Bild den jungen Lesern nähert, die zwar kein Führerschein, aber dafür großes Interesse an schnellen Fahrzeugen besitzen. Im Vordergrund steht neben dem Vergleichstest der motorisierten Kinder-Kisten ein Stück über den Diesel-Skandal. Darin will die Junior den Lesern den Skandal “endlich verständlich” erklären. Der Report ist technischer als man es von einem Kindermagazin erwarten würde. Aber immerhin: Er beschäftigt sich kritisch mit der Luftverschmutzung und damit mit dem Thema Nachhaltigkeit. Ein durchaus pädagogischer Ansatz.

Darüber hinaus findet sich in dem Heft “Angeberwissen für den Schulhof”, eine Anleitung für den Nachbau eines Hot Rods mit dem Papa (Kostenpunkt: 580 Euro) und natürlich ein doppelseitiges Auto-Poster in Bravo-Manier. In einer Serie “Berufe” bringt die Junior den jungen Lesern Jobs von der Autobranche näher. Autodesigner Murat Günak erklärt in dem ersten Teil, was die Jugendlichen für den Beruf mitbringen müssen (Spoiler: “zeichnen, zeichnen, zeichnen!”). Auch hier folgt die Junior ihrem Ansatz, den Jüngsten nicht nur Spaß, sondern auch Wissen mitzugeben.

Es wird sich zeigen müssen, wie das Experiment bei der Zielgruppe ankommt. Chefredakteur Drechsler hat jedenfalls den Anspruch, die Junior “gerne regelmäßig” zu bringen. Und vielleicht ja irgendwann auch als eigenständiges Magazin im Handel.

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