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Fun, Fear and Focus: Mit den 3 F’s der Neurowissenschaft erreichen Sie ihr Leistungslimit bei der Arbeit garantiert

Bestleistung bringen im Beruf: eine Neurowissenschaftlerin erklärt, wie das funktionieren kann
Bestleistung bringen im Beruf: eine Neurowissenschaftlerin erklärt, wie das funktionieren kann

In Augenblicken höchster Leistung sind Menschen im Durchschnitt fünf Mal produktiver als unter normalen Umständen. Doch im Joballtag ist dies ein selten erreichter Zustand. Welche Tipps bietet die Hirnforschung zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit? Dazu braucht es nur drei Dinge, sagt Neurowissenschaftlerin Friederike Fabritius: "Fun, Fear and Focus".

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Von Gastautorin und Neurowissenschaftlerin Friederike Fabritius

Fun

Damit meine ich nicht, dass Sie auf der After-Work-Party Spaß haben, sondern dass es wichtig ist, dass Sie Freude an der Tätigkeit an sich haben. Wenn Ihnen Ihre Arbeit keinen Spaß macht, ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass Sie Ihre individuelle maximale Leistungsfähigkeit nicht erreichen. Nur wenn Sie Freude an einer Aufgabe haben, wird im Gehirn der Neurotransmitter Dopamin ausgeschüttet. Dopamin führt dazu, dass das Gehirn Informationen besser und schneller verarbeiten kann. Es macht uns innovativ und lernfähig. Wenn das Dopamin fehlt, glauben vielleicht die Menschen in Ihrem Umfeld, dass Sie gute Arbeit leisten, aber in Wirklichkeit machen Sie nur „business as usual“ und verbleiben im Mittelmaß, statt Ihr persönliches Potential voll auszuschöpfen. Es ist kein Zufall, dass Spitzensportler und herausragende Künstler ihren Beruf lieben.

Fear

Wenn wir leicht überfordert sind, schüttet unser Gehirn den Neurotransmitter Noradrenalin aus. Noradrenalin ist ein positives Stress-Hormon und führt dazu, dass wir in herausfordernden Situationen über uns hinauswachsen. Hier geht es darum, nicht in der Komfort-Zone zu bleiben, sondern uns neue Aufgaben und Situationen zu suchen, die uns leicht überfordern. Wenn wir uns bei der Arbeit langweilen, ist es nicht möglich, Höchstleistung zu erbringen. Nicht umsonst ist die Lernkurve sehr steil in einem Umfeld wie zum Beispiel der Unternehmensberatung, in der man sich alle paar Monate auf komplett neue Kollegen, Aufgaben und Klienten einstellen muss. Das ist auch der Grund, warum Künstler konstant neue Stücke einstudieren, anstatt jahrelang immer wieder die gleichen Publikums-Klassiker zu präsentieren. Auch manche Sportler erreichen ihre persönliche Bestzeit nur in einer Wettkampf-Situation. Sobald man seine Arbeit als Routinetätigkeit erlebt und keine Nervosität mehr verspürt bei wichtigen Aufgaben, sollte man Wege finden, um das Anforderungsniveau zu erhöhen und neue Herausforderungen zu erleben. Ein gewisses Maß an Angst ist für die Leistungsfähigkeit wesentlich.

Focus
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Haben Sie schon einmal erlebt, dass ein Spitzensportler während eines wichtigen Matchs auf sein Handy schaut, um seine Emails zu checken? Es ist den meisten Menschen komplett einleuchtend, dass dieses Verhalten wenig leistungsfördernd ist, doch im Business-Alltag ist es Realität. Es ist für das Gehirn nicht möglich, einen Flow-Zustand zu erleben, wenn wir abgelenkt sind. Nur wenn wir uns voll konzentrieren und im Hier und Jetzt sind, wird im Gehirn die Substanz Acetylcholin ausgeschüttet, die unser Gehirn leistungsfähiger macht. Ich kenne einige Unternehmen, die eine Meeting-Kultur etabliert haben, in denen Smartphones nicht erlaubt sind, die Meetings dafür aber kürzer und produktiver sind. Und ich kenne sehr erfolgreiche Vorstände, die regelmäßig ein „Meeting of one“ ansetzen. In dieser Zeit blockieren sie den Kalender, schließen die Tür, lassen das Telefon umleiten und haben die Gelegenheit, ungestört an wichtigen Konzepten zu arbeiten. Diese halbe Stunde ungestörte Konzentration kann dem Unternehmen mehrstellige Millionenbeträge einbringen.

Wir können diese drei Faktoren nutzen, um ein Arbeitsumfeld auszugestalten, das die Motivation, Leistungsfähigkeit und Kreativität der Mitarbeiter – und somit den finanziellen Erfolg des Unternehmens – maximiert.

 

Zur Autorin: Friederike Fabritius ist Neurowissenschaftlerin, Autorin und Leadership Expertin. Als Alumna der Management Beratung McKinsey & Company kennt sie die Arbeitsrealität der Führungskräfte und Vorstände aus eigener Erfahrung. Friederike Fabritius schlägt die Brücke zwischen Hirnforschung und dem Management und arbeitet für das Top Management internationaler Firmen wie Bayer, thyssenkrupp, Ernst & Young, Siemens, Audi, trivago, LafargeHolcim, und Montblanc. Sie ist preisgekrönte Autorin des Buchs „The Leading Brain – Neuroscience Hacks to Work Smarter, Better, Happier”.

Der Beitrag erschien zuerst bei der absatzwirtschaft.

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