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Apple-Absturz: China verbannt ältere iPhones, Citigroup schließt Kurshalbierung nicht mehr aus

Die Qual der Wahl: das bunte iPhone XR kaufen – oder doch lieber den Akku tauschen?
Die Qual der Wahl: das bunte iPhone XR kaufen – oder doch lieber den Akku tauschen? © Apple

Die Hiobsbotschaften wollen einfach nicht abreißen. Auch zu Beginn der neuen Handelswoche kam Apple an der Wall Street erneut unter Druck. Immer mehr Banken fragen sich angesichts der iPhone-Schwäche, wo der Apple-Crash eigentlich enden soll. Die Citgroup hat in einer neuen Studie als Worst Case-Szenario nahezu eine Kurshalbierung in Aussicht gestellt. Zusätzlich belastend für Apple ist ein Gerichtsurteil in China, das den Verkauf älterer iPhone-Modelle verbietet.

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Die patentrechtliche Auseinandersetzung mit Qualcomm ist um ein neues Kapitel reicher, das Apple in seinem zweitgrößten Absatzmarkt belastet. Ein chinesisches Gericht in Fuzhou urteilte zugunsten des Chipherstellers, der einen Verkaufsstopp und Importverbot von zahlreichen Apple-Modellen gefordert hatte.

Betroffen sind alle iPhone-Generationen zwischen 2015 und 2017 – also das iPhone 6s und 6s Plus, iPhone 7 und 7 Plus, iPhone 8 und 8 Plus sowie das im vergangenen Jahr vorgestellte erste OLED-iPhone im Randlos-Look, das iPhone X.

Auch Citigroup reduziert Kursziel

Die in diesem Jahr gelaunchten Smartphones, das iPhone XS und XS Max sowie das iPhone XR sind von dem Urteil nicht betroffen  – doch die neuen Modelle verkaufen sich vor allem im Reich der Mitte nicht annähernd so gut wie erhofft, wie Analysten in den vergangenen Wochen immer wieder herausgearbeitet haben.

Neues Salz in die Wunden streute zu Wochenbeginn die Großbank Citigroup, die Apples Kursziel in einer Studie drastisch von 240 auf 200 Dollar zusammenstrich, den Einfluss des Gerichtsurteils in China aber als nicht besonders gravierend betrachtet. Im “Bear Case”, dem schlechtesten aller Szenarieren, stellt die Citgroup gar einen Absturz auf 125 Dollar in Aussicht – das entspräche einem Crash von 47 Prozent gegenüber dem Oktober aufgestellten Allzeithoch.

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Analysten erwarten mehrjährigen Absatzrückgang des iPhones

Das frühere Dow Jones-Mitglied reduzierte seine Absatzerwartungen für das iPhone bereits aufgrund der bestehenden Nachfrageschwäche. Citi-Analyst Jim Suva reduzierte die iPhone-Verkaufsprognosen für das Weihnachts- und erste Kalenderquartal des nächsten Jahres auf nur noch 72 bzw. 48 Millionen Einheiten und prognostiziert damit wie das Gros der Analysten in Zukunft fallende iPhone-Absätze.

Am Wochenende hatte Nomura-Analystin Anne Lee ihre Absatzschätzung im nächsten Fiskaljahr (bis Ende September 2019) auf lediglich 204 Millionen Einheiten und gar nur noch 200 Millionen Stück im Fiskaljahr 2020 gesenkt. Nomuras Einschätzung deckt sich mit dem kanadischen Vermögensverwalter Canaccord Genuity, der in den nächsten zwei Jahren ebenfalls sinkende iPhone-Absätze prognostiziert.

An der Wall Street knüpfte Apple an seinen Sinkflug der Vorwoche nahtlos an und stürzte in der Spitze bis auf 163 Dollar ab, ehe Schnäppchenjäger die Verluste begrenzten. Auf diesem Niveau hat der Techpionier binnen gerade einmal zehn Wochen inzwischen rund 30 Prozent an Wert verloren und 330 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtet.

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