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iPhone-Kaufinteresse stürzt auf 5-Jahrestief: Apple hinter Microsoft und Amazon nur noch Nummer drei der Wall Street

Symbolbild: Apple steht mit den neuen iPhones im Regen
Symbolbild: Apple steht mit den neuen iPhones im Regen © Apple

Der Absturz gewinnt weiter an Dynamik. Auch am heutigen Handelstag kam die Apple-Aktie an der Wall Street unter den Hammer und verlor weiter deutlich an Wert. Der Grund: Erneute Herabstufungen führender Banken und Brokerhäuser, die sich immer besorgter über die Verkaufsaussichten äußern. So haben die Analysten der UBS festgestellt, die sich das Kaufinteresse an einem iPhone auf einem 5-Jahrestief befindet. Für den Techpionier kommt es an der Börse nun ganz dick: Der einst wertvollste Konzern ist nun nur noch die Nummer drei der Wall Street.

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Wie tief kann Apple noch fallen? Das ist die Frage, die sich Apple-Aktionäre seit zwei Monaten stellen. Die Aktie des über sieben Jahre wertvollsten Konzerns der Welt befindet sich seit Anfang Oktober im freien Fall und hat im heutigen Handelsverlauf erneut 8-Monatstiefs bei 170 Dollar getestet.

Der Grund für den neuerlichen Ausverkauf ist immer der gleiche: Es sind die neuen iPhones – allen voran das iPhone XR –, die immer wieder Sorgen bereiten. “Wenn das iPhone niest, bekommt Apple eine Erkältung”, hatte Marketing-Professor Scott Galloway den Apple-Absturz vergangenes Wochenende auf den Punkt gebracht.

UBS: iPhone-Kaufinteresse in USA auf 5-Jahrestief

Dem Bild, das Apple in diesen Tagen an der Wall Street abgibt, nach zu urteilen, dürfte es sich demnach bei Apples Krankheitssymptomen längst um eine verschleppte Grippe handeln, denn Zeichen der Besserung waren auch in dieser Handelswoche nicht zu besichtigen.

Im Gegenteil: Auch heute überbrachten zwei Banken dem Dauerpatienten Apple neue Hiobsbotschaften. Wie die Schweizer Großbank in einer neuen Studie, der eine weltweite Befragung unter 6900 Konsumenten in fünf Ländern zugrunde liegt, herausgefunden hat, ist das Kaufinteresse am iPhone auf ein Mehrjahrestief abgestürzt, wie CNBC berichtet.

Neue Herabstufungen für Apple

In den USA gaben lediglich 18 Prozent der Befragten an, in den nächsten 12 Monaten ein iPhone kaufen zu wollen. So schwach war das Kaufinteresse zuletzt 2015, als das iPhone 6s auf den Markt gekommen war. In China markierte die Absicht der befragten Verbraucher gar den tiefsten Stand seit Beginn der UBS-Umfrage.

Gegenüber dem vergangenen Jahr, als das iPhone X gelauncht wurde, gab das Kaufinteresse an Apples Smartphones in den beiden wichtigsten Absatzmärkten um 3 bzw. 6 Prozent nach. Als Konsequenz stufte UBS Apples Kursziel auf 210 Dollar herunter.

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Rosenblatt erwartet die schwächsten iPhone-Verkäufe seit 2013

Rosenblatt Securities-Analyst Jun Zhang, der als erster auf die schwache Nachfrage nach den neuen iPhone-Modellen hingewiesen hatte, ging noch deutlich weiter und stufte Apple das dritte Mal binnen zwei Monaten ab – diesmal krachend von 200 auf 165 Dollar.

Der Grund: Nach Einschätzung von Zhang dürfte Apple im ersten Quartal nur noch 39 Millionen iPhones absetzen – das wäre das schwächste Niveau seit 2013.

Apple nur noch Nummer drei der Wall Street

An der Wall Street hatten die Analysteneinschätzungen Folgen. Im Wettkampf um den Börsenthron, den Apple für mehr als sieben Jahre besetzt hatte, musste der Techpionier aus Cupertino einen weiteren Rückschlag verkraften.

Nachdem Microsoft Apple in der vergangenen Woche bereits überholt hatte, wurde Apple im Handelsverlauf wie ein angeschlagener Ex-Champion weiter durchgereicht und von Amazon überholt. Erstmals seit 2010 ist Apple damit nur noch die Nummer drei der Wall Street.

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