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Das iPad, ein Kleinkinder-Tablet: So böse trollt Microsoft Apple in seiner Surface-Weihnachtswerbung

“Bloß kein iPad, Omi!”: Microsoft Anti-Apple-Werbung
"Bloß kein iPad, Omi!": Microsoft Anti-Apple-Werbung © Microsoft / YouTube

Microsoft hat in diesen Tagen Oberwasser. An der Wall Street hat der Redmonder Softwareriese zu Apple aufgeschlossen und liegt mal vor dem iKonzern, mal knapp dahinter. Kurz vor den Festtagen knöpft sich Microsoft den Erzrivalen nun noch in einem neuen Weihnachtsspot vor, in dem es um den Wettkampf der Tablets geht. "Omi, lauf bitte nicht los und kauf ein iPad. Das war ok, als ich sechs war, aber jetzt bin ich zehn!", gibt Microsoft Apple kräftig einen mit.

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Die Fehde ist legendär. Apple gegen Microsoft – das ist die Mutter aller Rivalitäten in der Techbranche. Apple-Fans dürften nur allzu gerne an die werbliche Untermalung der alten Fehde zwischen PC- und Macintosh-Nutzern in Form der legendären „I’m a Mac“-Kampagne zwischen 2006 und 2009 zurückdenken.

Einige Jahre später nahm Microsoft den Fehdehandschuh auf – schließlich schien Redmond mit seinem Surface-Tablet endlich einmal auch ein Hardware-Produkt im Programm zu haben, das mit Apples Kassenschlagern konkurrieren konnte und dabei Nutzern durchaus Anwendungsszenarien bot, die dem iPad fehlten.

In diese Kerbe schlägt nun auch die neue Weihnachtswerbung, der “Grandma got run over by a reindeer” Remix, in der Microsoft für sein neues Tablet Surface Go wirbt – und dabei eine junge Nutzerin als Fürsprecherin vorschickt. So formuliert ein junges Mädchen an ihre Großmutter den ganz unerheblichen Weihnachtswunsch:  “Omi, lauf bitte nicht los und kauf ein iPad. Das war ok, als ich sechs war, aber jetzt bin ich zehn!“

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“Meine Träume sind jetzt groß, also brauche ich jetzt einen echten Computer”, trällert die Zehnjährige, die mit ihrem SurfaceGo viel vorhat – etwa Programmieren lernen.

Die Attacke ist wohlüberlegt. Apple versucht seine in die Jahre gekommene Tablet-Sparte, die seit Längerem mit rückläufigen Umsätzen kämpft, mit dem Premium-Modell iPad Pro aufzuwerten, das jedoch mit happigen Preisen ab 729 Euro (10,5 Zoll) bzw. 1099 Euro angeboten wird – und bis zu 1929 Euro kosten kann (12,9 Zoll iPad, 1 TB); die hochpreisigen Accessoires wie das Smart Keyboard (bis zu 219 Euro) oder den digitalen Stift Pencil (135 Euro) noch nicht mitgerechnet.  Das SurfaceGo hingegen startet bereits ab 429 Euro.

Wie an der Wall Street, wo Microsoft Apple jüngst überholte, setzt Redmond gegen Cupertino damit einen weiteren Nadelstich. Apples Weihnachtswerbung blieb dagegen in diesem Jahr mit einem nichtssagenden Animationsclip über die Gestaltungsmöglichkeiten der eigenen Produkte blass.

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