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Schlechter Witz oder Sexismus? DJ Solveig forderte Weltfußballerin Hegerberg zum Twerking auf

Fußballerin Ada Hegerberg (links) und DJ Martin Solveig
Fußballerin Ada Hegerberg (links) und DJ Martin Solveig

Beim französischen Fußballpreis Ballon d'Or ist es zu einem Eklat gekommen: Moderator und DJ Martin Solveig fragte die gerade ausgezeichnete Weltfußballerin Ada Hegerberg, ob sie mit ihrem Po wackeln könne, vulgo: twerken. Der Aufschrei im Netz war groß, so dass sich Solveig noch am Abend in einer Videobotschaft für seinen misslungenen Scherz entschuldigte.

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Stell dir vor, du bist gerade zur besten Fußballerin des Planeten gekürt worden, hast eine bewegende Dankesrede gehalten und dann fragt dich Moderator und DJ Martin Solveig vor versammelter Runde, wie es um deine Twerking-Fähigkeiten bestellt ist. Bei diesem Tanz geht es darum, besonders aufreizend mit dem Hintern zu wackeln. So geschehen am gestrigen Abend, nachdem Fußballerin Ada Hegerberg ihre Trophäe in Empfang genommen hatte. Die Spielerin von Olympique Lyon reagierte im Gespräch mit Solveig sichtlich genervt, antwortete mit einem Nein und drehte sich zunächst weg, ehe sie sich wieder dem Publikum zuwandte.

Solveigs Frage löste in den sozialen Netzwerken heftige Reaktionen aus: Manche Nutzer warfen ihm Respektlosigkeit und auch Sexismus vor. Andere merkten an, ob jemand auch dem Weltfußballer Luka Modric eine ähnliche Frage stellt hätte. Der britische Tennisprofi Andy Murray regte sich bei Instagram ebenfalls über den Vorfall auf. Er kommentierte in seiner Story, dass es sich um einen weiteren Beweis für die Existenz eines lächerlichen Sexismus im Sport handle und von einem “Witz” nicht die Rede sein könne. Schon sein ganzes Sportlerleben habe er einen ausgeprägten Sexismus beobachten müssen.

Der DJ selbst äußerte sich kurz nach Ende der Preisverleihung in einem Video bei Twitter. Er sei erstaunt, was er im Netz lesen musste und versuchte die Situation in den Gesamtkontext einzuordnen. Im späteren Verlauf der Veranstaltung hatte Hegerberg nämlich einem normalen Tanz mit Solveig zugestimmt. Dennoch: Er habe niemanden beleidigen wollen und sprach von einem “wahrscheinlich schlechten Witz”, für den er sich mehrmals entschuldigte.

Ein offizielles Entschuldigungsfoto gab es kurze Zeit später auch noch. Solveig twitterte, dass er Hegerberg die Situation erklärt habe und sie verstanden habe, dass es nur ein Witz gewesen sei. Die Athletin konnte die Aufregung ebenfalls nicht ganz nachvollziehen. “Ich habe es gar nicht so empfunden, und es macht mich traurig, wenn die Leute so über diese Situation denken”, sagte sie nach der Preisverleihung und fügte an: “Er hat sich bei mir entschuldigt und der Ballon d’Or ist sowieso das Wichtigste für mich.”

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Die 23-Jährige hat sich bei der Wahl gegen die Dänin Pernille Harder vom VfL Wolfsburg und ihre Teamkollegin und deutsche Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan durchgesetzt. Mit ihrer Mannschaft hatte die Norwegerin in der Saison  2017/2018 die französische Liga gewonnen.

tb

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