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Post-iPhone-Zeitalter: Diese drei Chancen hat Apple für einen Neustart

Apple-CEO Tim Cook: Was kommt nach dem iPhone?
Apple-CEO Tim Cook: Was kommt nach dem iPhone? © Apple

Apple ist und bleibt die iPhone-Company. Seit rund einer Dekade bestimmt das Kultsmartphone aus Cupertino Wohl und Wehe des iKonzerns. Apple ist dank des iPhones zum Billionen-Dollar-Konzern geworden – nun jedoch folgt zumindest an der Wall Street das böse Erwachsen, weil sich die neuen Modelle nicht so verkaufen wie erhofft. Für die britische Großbank HSBC steht Apple mit Anbruch des Post-iPhone-Zeitalters am Scheideweg: Der Techpionier muss sich neu erfinden – und hat dafür drei Chancen auf ein neues Hitprodukt.

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Der Trend zeigt nach unten. Seit zwei Monaten wird Apple an der Wall Street nach unten durchgereicht und hat in der Spitze 300 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtet. (Aktuell beträgt der Abstand  zu den Allzeithochs von Anfang Oktober 280 Milliarden Dollar.)

Der Grund für den Ausverkauf ist immer der gleiche: Die Sorgen um die Absätze der neuen iPhone-Modelle, die sich offenkundig nicht so gut verkaufen wie erwartet. Erst gestern warnte der Chip-Zulieferer Cirrus Logic vor einem deutlichen Umsatzeinbruch, der eine gedrosselte iPhone-Produktion um 10 bis 14 Millionen Einheiten erkennen lässt.

Das Dilemma der iPhone-Abhängigkeit

Spätestens nach zwei Monaten der ständigen Hiobsbotschaften aus der Zuliefererkette, verbunden mit Apples neuer Bilanzpolitik, künftig keine Einblicke mehr in die Stückzahlenverkäufe zu gewähren, dämmert auch dem Letzten, dass Apple nach  einer Dekade an der Sonne mit seinem iPhone nun enorm viel zu verlieren hat. Zumindest die nächsten zwei Jahre dürfte Apple mit dem iPhone sinkende Absätze beklagen, glaubt der kanadischen Vermögensverwalters Canaccord Genuity

Das Dilemma des nach Microsoft nur noch zweitwertvollsten Konzerns der Welt besteht unzweifelhaft in seiner Abhängigkeit vom erfolgreichsten Verbraucherelektronikprodukt aller Zeiten, das sich auch nach Einschätzung der britischen Großbank HSBC nun gemeinsam “mit dem Portfolio der begehrenswerten (und teuren) Hardware-Produkte der Realität der Marktsättigung auseinandersetzen muss.”

“35 Jahre nach ‘1984’ muss sich Apple bis zum Kern neu erfinden”
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Wie die HSBC in einer Kurzstudie folgert, die dem Finanzsender CNBC vorliegt, müsse sich Apple daher “fast 35 Jahre nach ‘1984’ (als Apple den Macintosh-Computer vorstellte – A.d.R.) bis zum Kern neu erfinden”. Dieser Neustart dürfte nach Meinung der Briten mit einer Fokusverschiebung in Richtung eines Software-Unternehmens durchaus radikal ausfallen.

So sehen die HSBC-Analysten in der kommenden Dekade gleich drei Chancen auf ein Hitprodukt. Zunächst einmal dürfte nach Tim Cooks zahlreichen Andeutungen in Richtung Augmented Reality eine Datenbrille wahrscheinlich sein, die nach Einschätzung von Bloomberg bereits 2020 auf den Markt kommen dürfte.

Fokus auf Software autonome Auto und Gesundheitslösungen

Der zweite Bereich mit Wachstumspotenzial liegt gemäß HSBC im hart umkämpften Zukunftssegment des autonomen Fahrens, in dem Apple mit Google-Tochter Waymo, Tesla und Uber wetteifern dürften. Bereits seit fünf Jahren soll Apple in der geheimen Konzernabteilung Titan seine Automobilpläne vorantreiben, dabei jedoch ein eigenes Auto inzwischen verworfen haben und sich inzwischen auf eine Software-Plattform beschränken.

Die dritte Kategorie, in der Apple in der Zukunft neue Produkte entwickeln könnte, ist laut HSBC der Gesundheitssektor. Apple dürfte seine Bemühungen im Bereich der Gesundheitstechnologie, die der Techpionier mit der Apple Watch begonnen hat, nach Einschätzung der britischen Großbank in Zukunft deutlich ausweiten.

Bis neue Hitprodukte vorgestellt werden, geschweige denn Früchte tragen, muss sich Apple mit der grauen Realität des absehbaren iPhone-Abschwungs auseinandersetzen. HSBC stufte Apple deshalb von “kaufen” auf “neutral” zurück und senkte das Kursziel auf 200 Dollar. Im heutigen Handelsverlauf notierte die angeschlagene Apple-Aktie nach Abschlägen von fast 4 Prozent bei 177 Dollar indes bereits schwächer.

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