Partner von:
Anzeige

iPhone XR-Schwäche: Auch Apple-Zulieferer Cirrus Logic warnt vor einem enttäuschenden Weihnachtsgeschäft

Symbolbild: Apple steht mit den neuen iPhones im Regen
Symbolbild: Apple steht mit den neuen iPhones im Regen © Apple

Nächste Hiobsbotschaft für Apple: Zulieferer Cirrus Logic gab nach Handelsschluss an der Wall Street wegen "der aktuellen Schwäche auf dem Smartphone-Markt" eine happige Umsatzwarnung bekannt. Weil der Chiphersteller in erster Linie Apple beliefert, ist der Rückschluss zu Apple schnell ausgemacht: Cirrus muss seine Umsatzprognose kappen, weil Apple weniger iPhones fertigen lässt. Analysten rechnen daraufhin mit einer Produktionskürzung beim iPhone-Hersteller von etwa 10 bis 14 Millionen Einheiten. Die Apple-Aktie fällt daraufhin wieder zurück.

Anzeige

Für 24 Stunden war alles wie immer: Nach einem Wochenende als zweitwertvollster Konzern der Welt, eroberte Apple gestern den Börsenthron von Microsoft zurück, nachdem der Handelsstreit zwischen den USA und China nach dem G20-Gipfel deeskaliert war und aktuell keine Strafzölle auf iPhones und andere Apple-Produkte drohen.

Doch die Erholung währte nur einige Stunden. Nach Handelsschluss kehrten die Hiobsbotschaften zurück, die Apple seit zwei Monaten fest im Griff haben: Es sind die neuen iPhones – allen voran das iPhone XR –, die immer wieder Sorgen bereiten.

Cirrus-Umsatzwarnung nächste Hiobsbotschaft für Apple

Zulieferer Cirrus Logic, der Apple mit Chips für die iPhones beliefert, sprach nach Handelsschluss an der Wall Street eine happige Umsatzwarnung aus. So kürzte Cirrus seine Erlösprognose für das laufende Weihnachtsquartal von 360 bis 400 Millionen Dollar auf nur noch 300 bis 340 Millionen Dollar.

Die Folge: Anteilsscheine von Cirrus gaben nachbörslich um mehr als 9 Prozent nach. Wenig überraschend geriet auch Apple durch die Umsatzwarnung unter Druck, denn der Hauptabnehmer von Cirrus’ Audio-Chips ist der Kultkonzern aus Cupertino, der im Vorquartal allein für 82 Prozent der Erlöse verantwortlich war. Entsprechend verlieren Apple-Aktien vor Handelsstart an der Wall Street schon wieder fast 4 Dollar bzw. 2 Prozent auf 181 Dollar.

Produktionskürzung um 10 bis 14 Millionen iPhones
Anzeige

Nach Einschätzung von Bloomberg-Analyst Woo Jin Ho impliziert Cirrus Logics Umsatzwarnung eine deutlich geringere Produktion: “Der herabgesenkte Ausblick legte eine Produktionsreduzierung von 10 bis 14 Millionen iPhones nahe”, erklärte Ho gegenüber Yahoo Finance. “Das liegt etwa im Rahmen der Umsatzkürzungen der anderen Apple-Zulieferer.”

In den vergangenen Wochen hatten immer mehr Zuliefererfirmen wegen der Absatzschwäche der neuen iPhones, für die sie Komponenten liefern, ihre Umsatzprognosen kappen müssen. Zuerst schockte der Zulieferer Lumentum, der Apple mit 3D-Sensoren für die Frontkamera beliefert, die für den Gesichtsscanner Face ID benötigt werden, mit einer happigen Umsatzwarnung.

iPhone-Absätze wohl die nächste zwei Jahre rückläufig

In der Folge warnten immer neue Apple-Zulieferer wie die österreichische AMS AG, Qorvo und Japan Display vor einer schwächeren Absatzentwicklung, weil ein Großkunde – Apple – seine Komponentenbestellungen der Nachfrage angepasst habe.

Auch der weltgrößte Auftragsfertiger Foxconn, der für Apple die iPhones zusammenbaut, hatte vor zwei Wochen bereits vor einem “sehr schwierigen und herausfordernden” nächsten Geschäftsjahr gewarnt.  Nach Einschätzung des kanadischen Vermögensverwalters Canaccord Genuity dürften Apples iPhone-Absätze die nächsten zwei Jahre lang fallen – nicht zuletzt, weil der neue Mobilfunkstandard 5G erst mit der übernächsten Geräte-Generation 2020 unterstützt werden dürfte.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia