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Wall Street-Veteran: Facebook könnte 2019 Überraschungs-Comeback gelingen – nach Rauswurf von Sheryl Sandberg

Unter Druck wie nie: Überstehen Sheryl Sandberg und Mark Zuckerberg 2019 in ihren bisherigen Positionen?
Unter Druck wie nie: Überstehen Sheryl Sandberg und Mark Zuckerberg 2019 in ihren bisherigen Positionen?

2018 ist noch nicht zu Ende, doch so viel steht bereits fest: Es war nach mehreren Datenskandalen und unzähligen PR-Debakeln mit Abstand Facebooks schlimmstes Jahr der Unternehmensgeschichte. Dass sich das Blatt im nächsten Jahr wenden könnte, glaubt aktuell niemand – bis auf Doug Kass. In seinen Überraschungen für 2019 sieht der Hedgefondsmanager für Facebook im kommenden Jahr eine große Turnaroundchance – auch wenn ein großes Opfer gebracht werden müsste.

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Das  Bild, das Facebook Ende 2018 abgibt, gleicht den letzten Tagen von Rom. Wie das Wall Street Journal vor zwei Wochen berichtete, befindet sich die Arbeitsmoral beim inzwischen nach Amazon, Alphabet und Alibaba nur noch viertwertvollsten Konzern der Welt synchron zum Börsenabsturz nach den zahlreichen PR-Skandalen im freien Fall. So beurteilt nur noch jeder zweite Mitarbeiter die Zukunft des Mutterkonzerns des weltgrößten Social Networks optimistisch – vor einem Jahr waren es noch 32 Prozent mehr.

An den Auflösungserscheinungen im Top-Management hat Zuckerberg selbst den größten Anteil. Seit Jahresbeginn haben dem streitbaren Facebook-Chef, der für seinen Führungsstil in den vergangenen Jahren immer wieder in die Kritik geraten war, zahlreiche Top-Manager den Rücken gekehrt – etwa Sicherheitschef Alex Stamos, WhatsApp-Mitgründer Jan Koum und – sehr überraschend – im September geschlossen die beiden Instagram-Gründer Kevin Systrom und Mike Krieger.

Turnaround-Chance für Facebook in 2019?

An der Wall Street ist die Aktie inzwischen in den freien Fall übergegangen, vergangene Woche auf den tiefsten Stand seit Anfang 2017 abgestürzt und hat in der Spitze 42 Prozent an Wert eingebüßt.

Nach Meinung des Hedgefondsmanagers Doug Kass besteht im perfekten Sturm dieses Jahres jedoch eine antizyklische Investment-Gelegenheit fürs nächste. So sieht der Vermögensverwalter in seinen 15 Überraschungen für 2019 eine große Turnaround-Chance für Facebook.

Insgesamt rechnet Kass im kommenden Jahr mit schwierigen Bedingungen an den Kapitalmärkten, die im S&P 500 zu Verlusten von 10 Prozent führen würden. Vor einer Wiederentdeckung könnte jedoch der zuletzt schwer abgestrafte FAANG-Komplex (Facebook, Amazon, Apple, Netflix und Google-Mutter Alphabet) der wertvollsten Digitalunternehmen stehen.

Doug Kass: Aggressiver Managementwechsel steht bei Facebook bevor

Angeführt werden könnte die Erholung im nächsten Jahr ausgerechnet vom FAANG-Verlierer 2018: Facebook. Die Gründe für das Comeback sind zahlreich: So rechnet Kass damit, dass die große Facebook-Skepsis im Jahresverlauf schwindet, weniger Nutzer als befürchtet das Social Network verlassen und der aktuell viertwertvollste Internetkonzern der Welt in der zweiten Jahreshälfte 2019 auch wieder anziehende Nutzungsdauer vermelden kann.

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An der Wall Street interessant werden könnte Facebook durch einen prominenten Managementwechsel, der seine Schatten bereits vorauszuwerfen scheint. So sieht Kass wie zuletzt zahlreiche Branchenexperten Vizechefin Sheryl Sandberg vor dem Aus. Konzernchef Zuckerberg soll nach einem Bericht des Wall Street Journals mit Sandberg seit geraumer Zeit über Kreuz liegen.

Nachdem weitere Enthüllungen – so soll Sandberg Recherchen zum Facebook-kritischen Milliardär George Soros beauftragt haben –  ihren Status bei Facebook beschädigen würden, wäre Sandbergs Abgang im ersten Halbjahr 2019 unvermeidlich. Sheryl Sandberg sei das Lamm, das auf der Schlachtbank (symbolisch) geopfert werden würde, so Doug Kass.

James Cramer: Facebook-Aktie würde bei Sandbergs Entlassung Freudensprung machen

In den vergangenen Woche wurden von Branchenexperten bereits zahlreiche Stimmen laut, die offen den Rückzug der 49-Jährigen forderten. “Sheryl Sandberg sollte ersetzt werden. Sie ist komplett entbehrlich”, findet etwa Management-Guru Jeffrey Sonnenfeld von der Yale University.

Für das Traditionsmagazin The Atlantic ist die “Feministen-Ikone zum Bösewicht” mutiert. Nach Einschätzung des CNBC-Marktkommentators James Cramer geht die Abneigung der Wall Street gegen Sheryl Sandberg inzwischen so weit, dass die abgestürzte Facebook-Aktie bei ihrem Abgang einen Freudensprung machen würde.

Nach Einschätzung von Doug Kass besitzt Facebook nach seinem annus horribilis tatsächlich erhebliches Erholungspotenzial. Der Hedgefondsmanager von Seabreeze Capital, der in der Vergangenheit mehrfach den Absturz von Apple und in diesem Jahr den Crash des Bitcoin richtig prognostiziert hatte, sieht 2019 für Facebook die Chance, wieder Kurse von 200 Dollar zu erreichen (ein Plus von 45 Prozent gegenüber dem aktuellen Kursniveau)  – auch, weil Warren Buffett investieren würde. Die nächsten 13 Monate werden es zeigen.

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