Partner von:
Anzeige

Schwache iPhone XR-Verkäufe: Apple steht nach Analystenmeinung vor zwei Jahren fallender Smartphone-Absätze

Symbolbild Apple 2018/19: Der Techpionier steht mit den neuen iPhones im Regen
Symbolbild Apple 2018/19: Der Techpionier steht mit den neuen iPhones im Regen © Apple

Immer noch keine Entwarnung für Apple. Einen Tag nachdem der Techpionier aus Cupertino bekannt gab, dass das iPhone XR aktuell Apples bestverkauftes Smartphone ist, folgte eine Einordnung von Analystenseite, die nicht besonders positiv ausfällt. So stuft der kanadische Vermögensverwalter Canaccord Genuity die iPhone XR-Erstverkäufe als "schwach" und "enttäuschend" ein. Die Folge: Apple dürfte die nächsten zwei Jahre sinkende iPhone-Absätze zu beklagen haben.

Anzeige

Es klang nach einem Befreiungsschlag: Das iPhone XR ist der Bestseller unter Apples Smartphones. Das teilte gestern Produktmarketingchef Greg Joswiak in einem Interview mit dem Techportal CNET mit. So habe sich das 850 bis 1020 Euro teure neue LCD-iPhone mit Randlos-Display seit dem Launch Ende Oktober an jedem Tag am besten verkauft.

Weiter unklar bleibt jedoch, wie gut sich das iPhone XR zahlenmäßig verkauft.  Dabei galt der Aufbruch in neue Absatzstratosphären unter Analysten bereits vor dem Launch des neuem LCD-iPhones mit Randlos-Display als gesichert: Kunden würden in Scharen nach dem iPhone XR greifen, weil es wie ein iPhone XS / Max aussieht, aber für 300 Euro weniger zu haben ist als die hochpreisigen OLED-iPhones, so die Hypothese.

Immer mehr Banken senken den Daumen

Schnell wurde jedoch klar: Bei potenziellen Kunden kam das abgespeckte Randlos-iPhone offenbar längst nicht so gut an wie erwartet.  Seit dem Launch am 26. Oktober verging praktisch kein Tag mehr für Apple ohne eine Hiobsbotschaft über die Nachfrage nach dem iPhone XR.

Analysten passten ihre Einschätzungen immer wieder nach unten an und rasieren Apples Kursziele immer weiter. So geschehen auch heute durch den kanadischen Vermögensverwalter Canaccord Genuity, der die Zielmarke der Apple-Aktie von 250 auf 225 Dollar reduzierte.

Anzeige

iPhone-Absätze dürften über Jahre fallen

Der Grund: ebenfalls das iPhone XR. “Unsere Umfragen deuten auf eine schwache Smartphone-Nachfrage mit enttäuschenden Erstverkäufen des iPhone hin”, schreibt Analyst Michael Walkley in einer Kurzstudie, die dem Finanzsender CNBC vorliegt.

Die Folge: Rückläufige iPhone-Absätze. “Angesichts des schwachen Starts des diesjährigen iPhone-Sortiments senken wir unsere Absatzschätzungen in diesem und im nächsten Jahr”, erklärt der Techanalyst des kanadischen Finanzdienstleisters. Canaccord Genuity rechnet nun mit 213 Millionen verkauften iPhones in diesem Jahr und nur noch 208 Millionen Einheiten im nächsten Kalenderjahr. Apple müsste demnach gleich zwei Jahre in Folge rückläufige iPhone-Absätze verkraften, was auch die neue Verschwiegenheit in den Quartalsbilanzen erklärt. (Apple weist ab sofort keine Stückzahlen der verkauften Hardware mehr aus.)

An der Wall Street geriet Apple nach der gestrigen Erleichterungsrally durch die Analystenabstufung schnell wieder unter Druck und verlor 1,5 Prozent auf 178 Dollar. Seit den erst vor knapp zwei Monaten aufgestellten Allzeithochs hat der iPhone-Hersteller 24 Prozent an Wert verloren und ringt mit Microsoft seit Tagen um den Börsenthron.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia