Partner von:
Anzeige

Friede Springer übernimmt komplette Kontrolle über Medienkonzern Axel Springer und die Aktie gibt nach

Friede Springer und ihr Vorstandschef Mathias Döpfner
Friede Springer und ihr Vorstandschef Mathias Döpfner

Friede Springer übernimmt die volle Kontrolle über die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co, wie der Konzern am Donnerstag in Berlin mitteilte. Diese Gesellschaft ist Großaktionär der Axel Springer SE und kontrolliert den Medienkonzern. Die bisher ebenfalls an der Publizistik GmbH beteiligten Enkelkinder des Verlagsgründers Axel Springer, Ariane und Axel Sven, erhalten dafür direkt Anteile an der börsennotierten Axel Springer SE.

Anzeige

Im Zuge dieser Maßnahme überträgt die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik 7,36 Prozent der Aktien an der Axel Springer SE an Axel Sven Springer sowie 2,36 Prozent der Aktien an dessen Schwester Ariane Springer. “Ich freue mich, dass weiterhin die Voraussetzungen dafür geschaffen sind, den Mitarbeitern und dem Vorstand von Axel Springer langfristig eine verlässliche Perspektive für die Zukunft des Unternehmens zu geben”, sagte Friede Springer laut der Mitteilung des Konzerns.

Nach Angaben aus ihrem Umfeld plant Friede Springer im kommenden Jahr die Gründung einer gemeinnützigen Gesellschaft. Als Vorbild soll hier offenbar der schwäbische Weltkonzern Bosch dienen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Bosch wird von einer ähnlich angelegten Gesellschaft kontrolliert. An der Börse sorgte die Nachricht für Kursverluste. Das im MDax notierte Papier gab zuletzt um rund zwei Prozent nach.

2016 gab es Pläne, die Rechtsform des Medienhauses von einer SE in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) umzuwandeln. Der Konzern wollte damals die Rechtsform ändern, um den beherrschenden Einfluss von Friede Springer zu sichern. Bei Kapitalerhöhungen sollte der Einfluss der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik als Mehrheitseigentümerin erhalten bleiben. Negative Reaktionen des Kapitalmarktes auf die Pläne und Kritik an der komplexen Struktur einer KGaA, sorgten damals allerdings dafür, dass die Pläne damals verworfen wurden.

Anzeige

(Mit Material von dpa)

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia