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Trump-Strafzölle auf das iPhone könnten Apple fast 4 Milliarden Dollar Gewinn kosten

Nicht immer auf einer Linie, aber laut Trump “Freude”:  Apple-CEO Tim Cook und der US-Präsident
Nicht immer auf einer Linie, aber laut Trump "Freude": Apple-CEO Tim Cook und der US-Präsident

Nächste Hiobsbotschaft für Apple. Wie das Wall Street Journal berichtet, könnte Apple im Handelsstreit mit China von neuen Strafzöllen betroffen sein – und zwar diesmal empfindlich. Ausgerechnet Apples wichtigstes Produkt, das iPhone, würde die neue Welle von Einfuhrzöllen, die US-Präsident Trump in Aussicht gestellt hat, diesmal treffen. Analysten rechnen im schlimmsten Fall mit Gewinneinbußen von bis zu 4 Milliarden Dollar pro Jahr.

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Bisher ist Apple in der Trump-Ära glänzend davongekommen. Obwohl der iKonzern noch im Wahlkampf Verbalattacken von Donald Trump ausgesetzt war, wird Apple in den 22 Monaten unter dem neuen US-Präsidenten behandelt wie ein Musterschüler – was nicht zuletzt am Management-Geschick von Tim Cook liegt, der einen ganz anderen Draht zum Weißen Haus zu haben scheint als die jungen CEO-Kollegen aus dem Silicon Valley.

Nun jedoch könnte auch Apple in den Sog der Politik der Trump-Administration geraten. Der Grund: Der ausufernde Handelsstreit mit China. Der Kultkonzern aus Cupertino hatte erstmals im September selbst darauf hingewiesendass im Falle einer Verschärfung des Handelsstreits mit China Apple-Produkte, die im Reich der Mitte gefertigt werden, bei Einführung mit Strafzöllen belegt werden könnten. Seinerzeit war allerdings nur die Rede von der Apple Watch, AirPods und dem digitalen iPad-Stift Apple Pencil.

Strafzölle in Höhe von 10 Prozent nach Meinung von Trump “leicht verkraftbar”

Seit gestern jedoch scheint zumindest in der Rhetorik eine neue Eskalationsstufe erreicht. Maßgeblichen Anteil hat daran US-Präsident Trump, der gestern im Interview mit dem Wall Street Journal neue Importzölle auf Waren aus China in Aussicht stellte, die diesmal das iPhone und Macintosh-Computer betreffen würden.  Als Einfuhrzölle kämen 10 oder 25 Prozent in Frage, erklärte Trump weiter.

Nach Einschätzung des US-Präsidenten wäre die dadurch entstehende Belastung für die in China produzierenden Unternehmen oder die die Kunden, sofern die Importzölle an den Verbraucher weitergegeben werden, verkraftbar. “Ich kann sie (die Waren – A.d.R.) mit 10 Prozent besteuern, und die Leute würden das leicht aushalten”, erklärte Trump.

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Analyst hält Gewinneinbußen von bis zu 4 Milliarden Dollar im Jahr für möglich

Die Wall Street sah das anders: Gestern im nachbörslichen Handel kam die Apple-Aktie reflexartig unter Druck und verlor schnell drei Dollar bzw. 1,7 Prozent an Wert. Im heutigen Handelsverkauf konnte Apple die Verluste wieder weitgehend gutmachen, schloss aber trotzdem gegen den Markttrend leicht im Minus.

Einen Anteil daran dürften die Analystenreaktionen auf die möglichen Sanktionen haben. Wie die Schweizer Großbank UBS in einer Kurzstudie vorrechnet, die dem Finanzsender CNBC vorliegt, müsste Apple bei Erhebung von Importzöllen in Höhe von 10 Prozent mit Gewinneinbußen von jährlich 1,5 Milliarden Dollar rechnen. Setzt US-Präsident gar Einfuhrzölle auf in China gefertigte Waren nun von 25 Prozent fest, würden Apple jährlich  3,8 Milliarden Dollar entgehen.

Die Schweizer Großbank gab allerdings gleichzeitig zu bedenken, dass es sich bei Trumps Bemerkung um Rhetorik vor dem am Freitag beginnenden G20-Gipfel in Buenos Aires handeln könne.

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