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Zurück in die Zukunft: Microsoft löst Apple nach iPhone-Schwäche als wertvollsten Konzern der Welt ab – für einige Sekunden

Ewige Rivalen: Apple-Gründer  Steve Jobs (li.) und Microsoft-Gründer Bill Gates
Ewige Rivalen: Apple-Gründer Steve Jobs (li.) und Microsoft-Gründer Bill Gates © YouTube / Wall Street Journal

Wachablösung für einen Wimpernschlag: Im heutigen Handelsverlauf konnte sich Microsoft an der Wall Street kurzzeitig vor Apple schieben und damit zum wertvollsten Konzern der Welt aufsteigen. Es war das erste Mal seit 2010, dass Microsoft an den Kapitalmärkten wieder einen höheren Unternehmenswert aufwies als Apple. Allerdings währte die Zeitenwende nur wenige Sekunden: Apple machte seine Verluste im Handelsverlauf wett und war per Börsenschluss wieder wertvoller als Microsoft. Nach Handelsschluss jedoch kommt Apple erneut unter Druck – wegen Donald Trump.

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Es klingt wie ein Szenario aus den frühen 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts: Microsoft ist wieder wertvoller als Apple. Was lange Zeit vollkommen undenkbar schien – Apple war zu seinen Spitzenzeiten 2012 und 2014 an der Wall Street mehr als doppelt so viel wert wie der Erzrivale aus Seattle – wurde im heutigen Handelsverlauf Realität.

Gegen Mittag New Yorker Zeit überholte Microsoft Apple, als der Techpionier aus Cupertino im Intraday-Handel rund ein Prozent bis auf 170,26 Dollar abstürzte, Microsoft aber zeitgleich mehr als zwei Prozent an Wert zulegte. Finanzinformationsdienst Bloomberg taxiert den Moment der Börsenthronfolge auf 18.35 Uhr deutscher Zeit, als Microsoft mit einer Marktkapitalisierung von 811 Milliarden Dollar bewertet wurde, während Apple knapp eine Milliarde tiefer notierte. Es war das erste Mal seit Mai 2010, dass der Windows-Hersteller an der Wall Street wertvoller war als Apple.

Allerdings währte die vermeintliche Wachablösung an der Wall Street nur für einen Wimpernschlag. Wenige Sekunden später setzte Apple zu einer Comeback-Rally an und drehte ins Plus. Fast schien es, als hätten Anleger nur auf diesen symbolischen Akt der Zeitenwende gewartet, ehe Schnäppchenjäger zugriffen und die zuletzt dramatisch abgestürzte Apple-Aktie gegenüber den Tagestiefstständen um vier Dollar nach oben beförderten – und dem iKonzern nach fünf verlustreichen Handelstagen damit wieder ein Kursplus von rund einem Prozent bescherte.

Strafzoll-Drohung von Donald Trump lässt Apple erneut zurückfallen
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Auf Schlusskursbasis wird Apple nunmehr mit 828 Milliarden Dollar bewertet und ist damit weiterhin vor Microsoft, das es auf einen Unternehmenswert von 817 Milliarden Dollar bringt, wertvollster Konzern der Welt.

Nach Handelsschluss wurden die Karten allerdings schon wieder neu gemischt. Maßgeblichen Anteil hat daran US-Präsident Trump, der im Handelsstreit mit China neue Strafzölle in Aussicht stellte, die diesmal das iPhone betreffen würden, wie das Wall Street Journal berichtet.

Die Folge: Im nachbörslichen Handel kam die Apple-Aktie reflexartig unter Druck und verlor schnell 3,70 Dollar bzw. 2,11 Prozent an Wert. Bei 170,93 Dollar bringt es Apple nunmehr auf einen Börsenwert von 811 Milliarden Dollar, während Microsoft lediglich 0,5 Prozent verliert und bei 105,96 Dollar mit einer Marktkapitalisierung von 813 Milliarden Dollar bewertet wird. Entsprechend könnten die Erzrivalen der Technologiebranche morgen zu Handelsbeginn wieder den Börsenthron tauschen.

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