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“Wurde zum maximal frustriertesten Fernsehzuschauer”: FIA-Präsident Jean Todt kritisiert RTL für Formel 1-Übertragung

RTL-Sportchef Manfred Loppe (l.) wird von FIA-Präsident Jean Todt kritisiert
RTL-Sportchef Manfred Loppe (l.) wird von FIA-Präsident Jean Todt kritisiert

In einem Interview mit der Welt am Sonntag kritisiert Jean Todt, Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, die vielen Werbeunterbrechungen der Formel 1-Übertragung bei RTL. "Ich wurde dadurch zum maximal frustriertesten Fernsehzuschauer, den man sich vorstellen kann", sagt Todt. RTL-Sportchef Manfred Loppe konterte umgehend.

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Kurz vor dem Saisonfinale der Formel 1 in Abu Dhabi am Sonntag musste sich RTL Kritik an der TV-Übertragung gefallen lassen. Jean Todt, der Präsident des Automobil-Weltvebands FIA, sei von der Übertragung des Kölner Senders “frustriert” gewesen: “Weil ich mehr Werbung geliefert bekam als ein Formel-1-Rennen. … Wenn ich ein deutscher Formel-1-Fan wäre und RTL sehen würde, sorry, dann wäre ich über die Formel 1 frustriert”, sagte Todt der Welt am Sonntag (Paid-Artikel). RTL überträgt seit diesem Jahr die Formel 1 hierzulande exklusiv. Zuvor hatte sich der Sender die Rechte mit Sky geteilt, die weniger Werbung geschaltet haben.

Die Antwort des Senders auf die Kritik folgte umgehend. “Wir sind nicht beitragsfinanziert und deshalb müssen wir unser Geld durch Werbung verdienen”, heißt es in einem Statement des RTL-Sportchefs Manfred Loppe. Seit 1991 übertrage RTL die Formel 1, das Geschäftsmodell habe sich seither nicht verändert.

Zugleich verwies der Sportchef auf die vom Gesetzgeber erteilte Beschränkung bei der Werbung: “Der Gesetzgeber schränkt die Dauer von Werbung übrigens auf maximal 12 Minuten pro Stunde ein. Entsprechend ist Jean Todts Rechnung nicht richtig.” Auch über den Zeitpunkt der Kritik wundere man sich in Köln: “Warum der FIA-Präsident sich nun ausgerechnet zum Saisonfinale via Zeitungsinterview mokiert, können wir nicht nachvollziehen, auch vor dem Hintergrund, dass RTL erst vor zwei Jahren im Rahmen einer FIA-Gala zum wiederholten Male als ‘Broadcaster of the Year’ ausgezeichnet wurde.”

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Darüber hinaus würde Todts Kritik nicht zu den guten Quoten passen, so Loppe: “Todts Aussage deckt sich auch nicht mit dem deutlichen Anstieg unserer Zuschauerzahlen in diesem Jahr und der großen Wertschätzung, die uns Lizenzgeber Liberty Media entgegenbringt.”

(rt)

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