Partner von:
Anzeige

“Jung und Alt sollten es lesen, Arm und Reich, Professoren und Arbeiter”: Oliver Wurm bringt Grundgesetz als Magazin

Der Journalist Oliver Wurm bringt das Grundgesetz an den Kiosk
Der Journalist Oliver Wurm bringt das Grundgesetz an den Kiosk

Das Grundgesetz als Magazin: Mit seiner neuesten Idee sorgt der Journalist Oliver Wurm für Aufsehen. Vor dem 70. Jahrestag der deutschen Nachkriegs-Verfassung im Mai 2019 bringt der Selfmade-Verleger den Originaltext des deutschen Grundgesetzes an den Kiosk, angereichert mit Grafiken und Erklärtexten. Wurm will dazu animieren, die Artikel zu lesen – was in Magazinform deutlich einfacher sei.

Anzeige

Die neue Ausgabe soll den Text des Grundgesetzes, ergänzt um Fotos Infografiken, leicht lesbar und modern präsentieren, teilte der Journalist und Medienunternehmer Oliver Wurm in Hamburg mit. Er hat das Projekt “Das Grundgesetz als Magazin” zusammen mit dem Designer Andreas Volleritsch angeschoben. Die gedruckte Auflage beträgt zum Start 100.000 Exemplare, das 124 Seiten starke Heft kostet zehn Euro.

Für das Magazin gebe es keine spezifische Zielgruppe, sagt Wurm: “Jung und Alt sollten es lesen, Arm und Reich, Professoren und Arbeiter.” Er selbst habe das Grundgesetz auch lange Zeit nicht zur Hand genommen. “Das letzte Mal hatte ich in der Schulzeit da reingeguckt”, sagt Wurm. Dann folgte er dem Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar, der in einer Talkshow die Verfassung gelobt und empfohlen hatte, alle sollten sie mal lesen.

“Der Text war kleinteilig und ohne Bilder, das war sehr ermüdend”, erinnert sich Wurm. “Aber es war auch faszinierend zu sehen, was für kluge Sachen im Grundgesetz stehen.” Vieles erscheine ihm heute geradezu visionär. Man kenne den einen oder anderen Artikel – aber die gesamte Verfassung habe sich doch kaum jemand vorgenommen. Seine Ausgabe soll das Lesen des Grundgesetztextes erleichtern. Die Magazinform eigne sich dafür bestens.

Ausgeklügeltes Vertriebskonzept

Um den Gesetzestext besser lesbar zu machen, setzt Wurm auf gestalterische Elemente: Wichtige Sätze aus der Verfassung werden größer präsentiert oder farblich hervorgehoben. Andere nehmen gar eine komplette Seite in Beschlag. Der ansonsten zum Teil sehr mühsam lesbare Text ist in seiner Form aber unverändert. Auch bei der Reihenfolge hat Wurm nichts gedreht. Bebildert wird das Heft mit Satellitenfotos von Deutschland und Europa, die der Astronaut Alexander Gerst auf seiner aktuellen Mission in der ISS produziert hat.

Hinter dem Gesetzestext hat Wurm zudem die Erklärung der Menschenrechte und einen Infografik-Teil zur Geschichte Deutschlands angefügt. Darüber hinaus findet der Leser Erklärungen zum Wahlverfahren in der Bundesrepublik und interessante Rekorde aus dem Bundesgebiet.

Anzeige

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von MEEDIA (@meedia.de) am

Wurm produziert das Magazin ohne einen Verlag. Es soll bundesweit an Kiosken zu haben sein. Erfahrung mit Projekten dieser Art hat er bereits: 2011 hat er zusammen mit Volleritsch das Neue Testament als Magazin an den Kiosk gebracht. Das Projekt wurde mehrfach mit Designawards ausgezeichnet und hat laut Wurm viel positive Resonanz erfahren.

Aus der Erfahrung mit dem nicht ganz einfach zu organisierenden Vertrieb solcher “Long Runner” im Handel hat Wurm jedenfalls gelernt. Anders als etwa beim Neuen Testament geht von der Druckauflage zum Verkaufsstart am morgigen Dienstag im ersten Schwung nur ein gutes Drittel der 100.000 Exemplare an die Kiosk, darunter ein beträchtlicher Teil (ca. 15.000) in den Bahnhofsbuchhandel. Der Rest, so der Verleger, verteile sich auf die umsatzstarken Kioske in Grosso-West und Grosso-Ost. Dazu gibt es den Direktvertrieb online. Wurm weiter: “Und wenn zum Beispiel von Unternehmen, Schulen oder Stiftungen größere Mengen geordert werden, versenden wir die direkt aus dem Lager.”

Begleitet wird der Start des Magazins von einem Online-Auftritt und einem Trailer zum Heft:

(mit Material der dpa)

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia