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Wachablösung an der Wall Street: Plötzlich steht Microsoft kurz davor, Apple vom Börsenthron zu stürzen

Ewiger Kampf um den Tech-Thron: Apple und Microsoft
Ewiger Kampf um den Tech-Thron: Apple und Microsoft

Es klingt wie ein Szenario aus den frühen 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts: Microsoft steht dicht davor, Apple an der Börse zu überholen. Diesmal jedoch geht es nicht nur um die Vorherrschaft im Techsektor, sondern an der Wall Street. Durch die dramatischere Talfahrt hat der iKonzern nach den schwachen Verkaufsaussichten der neuen iPhones in nicht einmal zwei Monaten mehr als 300 Milliarden Dollar an Börsenwert verbrannt. Erster Profiteur von Apples Börsenkurs könnte nun ausgerechnet der Erzrivale aus Seattle sein.

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Apples Absturz an der Börse nimmt immer dramatischere Formen an. Seit Anfang des Monats vergeht praktisch kein Handelstag mehr ohne neue Horrormeldungen für den Kultkonzern aus Cupertino.

Nach zahlreichen Umsatzwarnungen aus der Zuliefererkette, schier unzähligen Analystenabstufungen und Massenentlassungen beim Auftragsfertiger Foxconn berichtete Ende der Woche gar das Wall Street Journal über eine Reaktivierung des im September eingestellten iPhone X und über Preisnachlässe beim iPhone XR, um den Abwärtstrend zu stoppen.

Apples Sturz aus dem Börsenhimmel wiederholt sich

Es ist mindestens eine halbe Dekade her, dass Apple so viele Hiobsbotschaften in kurzer Zeit verkraften musste. Seinerzeit reagierten die Kapitalmärkte enttäuscht auf die Einführung des iPhone 5s und zuvor bereits auf das iPhone 5, die gegen die Phablet-Konkurrenz aussahen wie Smartphones von gestern.

Die Folge: Apple verlor damals beim Sturz aus dem Börsenhimmel in der Spitze 45 Prozent von seinen Allzeithochs und musste zwischenzeitlich an Exxon Mobil den Börsenthron abgeben. Für zwei Handelstage gelang auch Google 2016 nach dem enttäuschenden Launch des iPhone 6s die Wachablösung an der Wall Street.

Nur noch drei Prozent Vorsprung
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Nun sieht es aus, als sollte sich die Geschichte wiederholen. Nach einer weiteren Horrorwoche, in der Apple an vier von vier möglichen Handelstagen wie ein angeknockter Boxer zusammengeprügelt wurde und gleich 11 Prozent bzw. rund weitere 100 Milliarden Dollar an Börsenwert eingebüßt hat, ist der Vorsprung auf die Nummer zwei der Börsenwelt plötzlich drastisch auf ganze 3 Prozent zusammengeschmolzen.

Apples möglicher Verlust des Börsenthrons erscheint nach dem erdrutschartigen Kurssturz von 27 Prozent binnen nicht einmal zwei Monaten nicht mehr so überraschend wie der Kandidat, der den iKonzern als wertvollstes Unternehmen der Welt ablösen könnte.

Microsoft steht vor Sprung auf Börsenthron

Ausgerechnet Erzrivale Microsoft steht erstmals seit September 2003 wieder davor, an die Spitze der Wall Street und damit der Börsenwelt zu springen. Mit einer Marktkapitalisierung von 791 Milliarden Dollar ist der Windows-Erfinder nur noch rund drei Prozent von Apple entfernt, das es per Handelsschluss am Freitag auf eine Marktkapitalisierung von 817,5 Milliarden Dollar brachte.

In anderen Worten: Fällt der iPhone-Hersteller auf Kurse unter 167 Dollar zurück, während sich Microsoft stabil bei Kursen von aktuell 103 Dollar einpendelt, kommt die Nummer eins der Börsenwelt aus Seattle. Oder anders gerechnet: Legt Microsoft in den kommenden Handelstagen um mehr als drei Prozent als Apple zu,  ist die Wachablösung ebenfalls vollzogen.

Möglich wird die Zeitenwende an der Wall Street durch die Stärke der Microsoft-Aktie, die seit Jahresbeginn um 20 Prozent zugelegt hat, während Apple sein zeitweises  Plus von 38 Prozent in den letzten zwei Monaten fast komplett verspielt hat; aktuell bleibt ein marginaler Kurszuwachs von nicht einmal 2 Prozent gegenüber dem Jahresende 2017.

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