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Nach Asbestbefund: NDR Verwaltungsrat bescheinigt Sender “verantwortungsvolles Handeln”

In den 70ern mit Asbest gebaut: Das Bürohaus des NDR in Hamburg Lokstedt
In den 70ern mit Asbest gebaut: Das Bürohaus des NDR in Hamburg Lokstedt

300 Arbeitsplätze sind nach dem Asbestbefund beim NDR von der Räumung des Gebäudes in Hamburg betroffen. Das gab der Sender am Donnerstag bekannt. Die Mitarbeiter müssen zunächst in provisorischen Büros weitermachen. In der Freitagssitzung hat sich der NDR Verwaltungsrat nun mit dem Fall beschäftigt und lobt dabei die "transparente und schnelle Handlungsweise" des Senders.

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Der NDR Verwaltungsrat hat sich in seiner Sitzung am Freitag, 23. November, in Hamburg eingehend über den aktuellen Stand nach den Asbestfunden in einem Büro-Hochhaus des Senders in Hamburg-Lokstedt informiert. Nach dem Nachweis von Asbestfasern in zwei Büroräumen des 14. Obergeschosses war am Vortag das gesamte Gebäude vorsorglich bis auf Weiteres gesperrt worden (MEEDIA berichtete). In vier weiteren Räumen in unterschiedlichen Geschossen des Hauses waren kleine Fasern in der Raumluft gefunden worden. Mittlerweile wird jeder einzelne Raum des Hochhauses auf eine mögliche Asbest-Belastung untersucht. Von den Ergebnissen dieser Untersuchung hängen die weiteren Sanierungsschritte ab.

Ulf Birch, Vorsitzender des Verwaltungsrats: „Die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat höchste Priorität. Diesem Gebot hat der NDR mit seiner transparenten und schnellen Handlungsweise Rechnung getragen. Dazu zählen die offene und ausführliche Informationspolitik im Betrieb und die sehr zügige Organisation von Ausweich-Arbeitsplätzen. Das weitere Vorgehen wird der Verwaltungsrat konstruktiv begleiten.”

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Asbestfunde in der Raumluft am späten Nachmittag des 21. November waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Büros in dem Hochhaus per Mail informiert worden. Zugleich wurden sie zu einer Informationsveranstaltung am nächsten Morgen eingeladen. Betroffen sind mehr als 300 Arbeitsplätze. Nach derzeitigem Stand sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter u. a. durch die Nutzung von Konferenzräumen, das Zusammenrücken in anderen Gebäuden und durch mobiles Arbeiten zunächst provisorisch untergebracht. In Kürze stehen angemietete Büroflächen in der unmittelbaren Umgebung zur Verfügung. Die Sendesicherheit ist gegeben.

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Das betroffene Gebäude stammt aus den 1970er-Jahren. Damals war asbesthaltige Füllmasse in Fugen zwischen den Geschossdecken verwendet worden; die Füllmasse war jedoch eingeschlossen und stand nicht in Verbindung mit der Raumluft. Bereits in der Vergangenheit waren vorsorglich Messungen vorgenommen worden, ohne dass Belastungen der Raumluft festgestellt wurden. Bei Sanierungs- und Umbaumaßnahmen im 12. und 13. Stock war festgestellt worden, dass die Abdichtungen asbestgestopfter Fugen teilweise beschädigt waren.

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Alle Kommentare

  1. Der Verwaltungsrat lobt…. ist etwa schon Kritik am völlig überzogenen Verhalten laut geworden? Keine Belastungen der Raumluft aber schon wieder die Beitragserhöhung als Argument im Visier.

  2. Das Gebäude würde in den 70ern gebaut.

    Warum soll es Jahrzehnte gedauert haben, bis man das feststellte und dann eine Hauruck-Aktion von jetzt auf gleich vom Stapel ließ?

    Die Frage muss schon erlaubt sein. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass dies so lange wirklich keiner gemerkt haben will, zumal ja auch dokumentiert ist, was damals für Materialien verwendet wurden.

    Aber ein schönes neues Haus, jetzt, wo das alte in die Jahre gekommen ist, dafür macht sich der “Überraschungsfund” Asbest doch sehr gut.

    Ohne diesen, wäre dem Gebührenzahler ein Neubau wohl auch nicht zu vermitteln gewesen.

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