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Medien-Woche: Sind eigentliche alle TV-Kommissare im öffentlich-rechtlichen Fernsehen links?

“Die Medien-Woche” mit Stefan Winterbauer (MEEDIA) und Christian Meier (WELT)
"Die Medien-Woche" mit Stefan Winterbauer (MEEDIA) und Christian Meier (WELT)

In der aktuellen Ausgabe unseres Podcasts "Die Medien-Woche" arbeiten Stefan Winterbauer (MEEDIA) und Christian Meier (WELT) die Aufregung um einen Anti-AfD-Aufkleber im ARD-"Polizeiruf" auf. Dabei stellt sich die Frage: Sind eigentlich alle TV-Kommissare links? Außerdem geht es um das angekündigte Aus für die "Lindenstraße" und den Abgang von Anke Schäferkordt als RTL-Chefin.

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Alle Kommentare

  1. Inzwischen ist dieses Land durch und durch politisiert. Wer nicht auf der “richtigen” Seite steht, wird aus Vereinen geworfen, beim Arbeitgeber angeschwärzt oder zur Not auch von der menschenfreundlichen Antifa besucht. Kaum ein Konzert, und kaum ein Theaterstück kommt ohne politischen Belehrungen und dem Aufruf, sich auf die “richtige” Seite zu stellen, aus. Unsere “Kulturschaffenden” bejubeln täglich die Weisheit der GroKo.
    Warum sollen da Krimis eine Ausnahmen bilden. Es gibt seit Merkel nur noch Dunkel- und Helldeutschland, Zwischentöne sind nicht mehr erlaubt. Es gilt jetzt: Bist du mit oder gegen uns? Das haben wir nun davon, dass mit Merkel die DDR die Bundesrepublik übernommen hat.

    1. Merkwürdig, wenn dem so wäre, könnte das denn damit angefangen haben, dass Rechtsextreme beharrlich sämtliche Forenteilnehmer in aufrechte Rechte und Linksgrünversiffte eingeteilt haben? Das war doch deren Ziel?

      Andererseits ist es ja noch nicht ganz so in diesem Land, wie Sie es beschreiben. Mit einer überheblichen, rechtsextremen Haltung, mit der man Kollegen und Kunden des Unternehmens verprellt, bei dem man arbeitet, ist man halt nur nicht überall gleich gut gelitten, um nicht zu sagen: in der Öffentlichkeit gehandicapt.

      Vielleicht sollte man mittels der organisierten Reconquistas versuchen, es als “Einschränkung” darzustelllen, um Hilfsmittel (Quarzhandschuhe, Stiefel), Therapien (Krav Maga, tactical combat, Märsche) und freie ÖR-Fahrten beantragen zu können. Das könnte dem erlittenen Unrecht vielleicht doch noch etwas die Spitze nehmen. Letztlich bleiben solche Erlebnisse von Ausgeschlossensein und ungleicher Behandlung aber natürlich immer eine bittere und einschneidende Erfahrung. Da haben Sie recht.

      1. In praktisch allen Ländern (des ehemaligen Ostblocks), die eine Vergangenheit mit den Segnungen des real existierenden LinksSozialismus haben (und die nicht wie die DDR nach derem Zusammenbruch von einer kapitalistischen BRD aufgefangen und saniert wurden), hat sich das Volk inzwischen für Regierungen entschieden, die nach der überwiegenden Sicht der deutschen Medien eher dem RechtsSozialistischen Lager zuzuordnen sind. Trotzdem wird in den deutschen Medien erheblich mehr Stimmung gegen die RechtSozialisten als gegen die LinksSozialisten gemacht.
        An der Zahl der Opfer der jeweiligen Regimes kann es defintiv nicht liegen. Zumindest, sofern man bereit ist, die Opfer in Russland, China, Nordkorea etc. nicht unter den Tisch fallen zu lassen.

      2. Ihre Rede ist wirr. Sie sollten sich mal mit der Beziehung von Zeichen und Bezeichnetem auseinandersetzen. Nur weil von irgendwem, zum Beispiel Ihnen, irgendetwas mit einer Bezeichnung versehen wird, nimmt es nicht gleichsam magischerweise dieselbe Form an. Aus einem Fels wird kein Mammut, nur weil Sie beschließen, ihn fortan Mammut zu nennen.

  2. Da sind ja die altbekannten rechts-links-Hetzer wieder, ich hatte schon gedacht, die “Handelsblatt Media Group GmbH & Co. KG” hätte etwas begriffen, was das Bereitstellen des eigenen Mediums für Rechtsradikale und den von ihnen präferierten Parteien betrifft. Hat man für meedia denn schon einen Käufer gefunden? Einen, der das goutiert?

    Wer schon in der Überschrift eine falsche Clickbait-Frage stellt, bekommt von den üblichen Dauergästen und -Sockenpuppen aber natürlich auch die üblichen falschen Antworten.

    Die richtige Antwort auf diese falsche Frage wäre wohl: kein TV-Kommissar äußert sich je zugunsten einer politischen Partei, die Probleme werden meist auf einer persönlichen Ebene kommentiert. Ob das die professionelle Deformation derjenigen abbildet, die sich von Berufs wegen überwiegend mit problematischen Menschen auseinandersetzen, sei dahingestellt, es geht aber auch nicht um Unterhaltung oder Dokudramen speziell für sie, sondern für die ganze Gesellschaft. So wie die Sachsen-Klinik nicht die Realität des Gesundheitssystems abbildet.

    Wer nun aber ein Problem damit hat, dass Neo-Nazis als Täter im Fernsehen nicht ausgeblendet werden, weil sie in realiter auch in erheblichem Maß Straftaten begehen, hat wohl ein Problem im Einordnen von politisch verbrämter Kriminalität als Kriminalität.

    (Auf meinen Beitrag folgt vermutlich der übliche “Aber-die-Linken-whataboutism” plus “alle Nicht-Rechten sind zwingend linksradikal”-Sermon. Sind sie mitnichten.)

    1. Es gibt eine eher praktische und eine eher ideologisch geprägte Sicht von gesellschaftlichen Gegebenheiten. Im Europa der letzten hundert Jahre haben sowohl die links-Sozialisten als auch die rechts-Sozialisten mehrfach gezeigt, dass sie diese ideologisch geprägte Sicht nicht von der praktischen Sicht unterscheiden können bzw. wollen…

    2. Um eine Figur, ob real oder fiktiv, auf einem Links-Rechts-Spektrum zu verorten, braucht es keine Äußerung zu Gunsten einer politischen Partei. Niemand hat behauptet, dass Neo Nazis als Tätergruppe in TV-Krimis ausgeblendet werden sollen.

      1. Punkt a: Die Kommissare, die ich so sehe, leben durch die Bank ein bürgerliches Leben, das hauptsächlich von ihrer Arbeit bestimmt ist. Manche scheitern daran mehr oder weniger. Was daran dann “links” sein soll, ist mir nicht nachvollziehbar. Vermutlich, dass sie objektiv “nicht rechts” sind.

        Um eine fiktive Figur in einem fiktiven Klischeespektrum zwischen links und rechts zu verorten, die sich nicht allgemein politisch äußert, sondern meist nur affektiv auf die in einer Story gerne als plot points verhandelten gesellschaftlichen oder privaten Probleme reagiert, muss man schon darauf aus sein, darin eine politische Botschaft zu entdecken. Wenn die meist empathischen Reaktionen der Kommissare links sind, sind Rechtstreue, Unvoreingenommenheit und Anstand offenbar links. Dann muss das Gegenteil wohl rechts sein und ich frage mich, was eigentlich das Bedauerliche daran sein soll, dass diese Haltung in Unterhaltungssendungen nicht von Angehörigen der Exekutive repräsentiert wird.

        Punkt b: s. Kommentar von Jörg Barth, 24.11.2018 um 11:47 Uhr, in dem er sich darüber beklagt, dass Neo-Nazis negativ und Flüchtlinge positiv dargestellt werden. Sein Nachredner weitet den Kulturpessimismus dann noch auf Homosexuelle aus.

        Aus dem Propaganda-Trick “alle Nicht-Rechten sind links” der Rechtsextremen einen Clickbait zu stricken ist in meinen Augen eigentlich nicht mehr satisfaktionsfähig, es sei denn, man möchte selbst am rechtsextremen Propaganda-Spiel der Spaltung einer Gesellschaft in rechts, links und sonst gar nichts teilnehmen. Wann sind wir dann eigentlich wieder beim Singular-Kriegsvokabular à la “Der Russe”, “Der Engländer” …?

  3. Die Medienmacher wollen ein ihr Weltbild aufrechterhalten.
    Wer kennt einen echten Kommissar der nicht in “Hengasch”, sondern in einem echten sozialen Brennpunkt arbeitet und trotzdem links ist?

  4. Aktuell läßt sich mit “linken” Drehbüchern im ÖR sehr viel Geld verdienen.

    Dieser Trend startete irgendwann Mitte 2016 in einer Folge der Krimiserie “SOKO Leipzig”. Die Kriminalhauptkommissarin und Leiterin der SOKO, Ina Zimmermann, gespielt von der Schauspielerin Melanie Marschke, ist für mich die erste politische Filmpolizistin des ÖR. Als Filmpolizistin spielt sie eindeutig die gute “linke Polizistin”. Dazu passend in ihrem Team eine Ermittlerin mit Migrationshintergrund, die sich mit viel Fleiß von der Polizeiobermeisterin zur Kommissarin “hochgeschult” hat. Übrigens alles filmisch dokumentiert. Die kümmerte sich bereits in mehreren Folgen sehr eindeutig um die bösen “Film”-Rassisten.

    Waren es vor 2016 bei der SOKO Leipzig nur kurze Szenen die hier und dort in die Serie eingestreut wurden, so haben wir seit 2016 ganze Folgen die dem Thema “Kampf gegen Neo-Nazis” oder dem Thema “Flüchtlinge” gewidmet werden. Sogar eine Folge der Krimiserie behandelte das Thema Islam. Die Botschaft war immer sehr eindeutig: Der “Kampf gegen die Neonazis” ist erstrebenswert, der Islam ist harmlos und hilft der deutschen Polizei und Flüchtlinge sind die Guten. In einer Folge hatte die Hauptdarstellerin sogar ein Verhältnis mit einem Moslem.

    Auf diesen “Zug” sind andere Drehbuchautoren aufgesprungen. Ob das so vom jeweiligen Sender bestellt wird, das weiß ich nicht. Die Häufung dieser “guten linken Szenarien” vor allem in den Vorabendkrimis läßt das jedoch vermuten.

  5. Gegenfrage: Muss man “links” sein, um die AfD als Sammelbecken von Rechtsauslegern mit Dunning-Kruger-Effekt zu begreifen?

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