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Nielsen: Publikumszeitschriften verlieren brutto 3,7% Umsatz, Spiegel, auto motor und sport und freundin am dicksten im Minus

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Die Lage im Anzeigenmarkt der Zeitschriftenbranche bleibt angespannt. Laut Nielsen lagen die Brutto-Werbeumsätze der Magazine in den ersten zehn Monaten des Jahres um 3,7% unter denen des Vorjahreszeitraumes. Vorn finden sich im Umsatz-Ranking das Supplement rtv, sowie der stern und die Bild am Sonntag, für den Spiegel ging es mit einem Brutto-Umsatz-Minus von 6,86 Mio. am deutlichsten nach unten.

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Die verschiedenen Ausgaben des Tageszeitungs-Supplements rtv setzten von Januar bis Oktober 99,99 Mio. Euro brutto mit Werbeanzeigen um. Damit liegt es auf Platz 1 vor sämtlichen großen Kauf-Zeitschriften. Zu denen gehört der stern, der mit 80,34 Mio. mit einigem Abstand auf Platz 2 folgt. Die Bild am Sonntag, bei PZ Online wie Die Zeit in der Rubrik der Publikumszeitschriften geführt – und nicht extra als Wochen- bzw. Sonntagszeitung – belegt mit 73,05 Mio. Rang 3 vor dem zweitgrößten Supplement prisma.

Die größten prozentualen Verluste verzeichnen in der Top 50 auto motor und sport, sowie die Computer Bild mit einem Minus von jeweils 12,8%. 9,9% büßte Cosmopolitan ein, 9,7% die Vogue und 9,0% Der Spiegel. Unter den 50 Top-Titel finden sich immerhin auch 17 Aufsteiger. Besonders deutlich im Plus liegen die Landlust mit einem Brutto-Werbeumsatz-Wachstum von 24,0%, sowie Barbara mit einem von 20,9%. Die Barbara-Schöneberger-Zeitschrift kehrt mit nun 10,51 Mio. Euro zudem in die Top 50 zurück, verdrängte dabei Geo. Ebenfalls deutlich über Vorjahr: tv14 mit einem Plus von 17,8%.

Nielsen-Anzeigenstatistik 2018: Top 50 Publikumszeitschriften*

    Umsatz brutto Januar-Oktober 2018 2018 vs. 2017 absolut 2018 vs. 2017 in %
1 rtv Plus 99,99 k.V.m.
2 stern 80,34 -1,16 -1,4
3 Bild am Sonntag 73,05 3,82 5,5
4 prisma Gesamt Nord + Ost + West 72,91 k.V.m.
5 Der Spiegel 69,05 -6,86 -9,0
6 Focus 68,41 -2,39 -3,4
7 Brigitte 68,00 -1,33 -1,9
8 Die Zeit 60,96 -0,73 -1,2
9 Bunte 59,97 3,58 6,4
10 Bild der Frau 51,44 1,25 2,5
11 freundin 44,49 -3,76 -7,8
12 Auto Bild 41,18 -1,74 -4,1
13 Gala 37,63 -2,73 -6,8
14 ADAC Motorwelt 35,96 -1,67 -4,4
15 auto motor und sport 34,45 -5,06 -12,8
16 Wirtschaftswoche 32,46 0,20 0,6
17 TV Digital 30,79 -1,22 -3,8
18 Sport Bild 30,47 0,45 1,5
19 InStyle 30,00 -2,79 -8,5
20 Glamour 29,39 0,47 1,6
21 Hörzu 29,16 -2,00 -6,4
22 tv14 26,85 4,06 17,8
23 Vogue 25,25 -2,72 -9,7
24 TV Spielfilm 23,63 -2,16 -8,4
25 tina 22,94 -2,25 -8,9
26 Cosmopolitan 22,54 -2,48 -9,9
27 Elle 22,50 -1,06 -4,5
28 Apotheken Umschau A 21,57 0,43 2,0
29 TV Movie 20,00 -0,45 -2,2
30 Für Sie 19,46 -0,53 -2,7
31 Schöner Wohnen 19,42 -1,15 -5,6
32 Zeitmagazin 19,41 -0,63 -3,1
33 Grazia 18,10 -0,35 -1,9
34 Apotheken Umschau B 17,95 0,46 2,6
35 tv Hören und Sehen 17,29 1,38 8,7
36 Superillu 16,89 -0,16 -0,9
37 c't magazin für computer technik 14,56 0,44 3,1
38 kicker Montag 14,21 0,70 5,2
39 Landlust 13,78 2,66 24,0
40 Lisa 13,58 -0,02 -0,2
41 Freizeit Revue 13,56 -0,41 -2,9
42 GQ 13,26 -0,43 -3,1
43 auf einen Blick 12,98 -0,09 -0,7
44 InTouch 12,05 -0,81 -6,3
45 Auto Zeitung 11,51 0,28 2,5
46 Eltern 11,47 -1,10 -8,7
47 AD Architectural Digest 11,22 0,08 0,7
48 Computer Bild 10,67 -1,56 -12,8
49 Motorrad 10,59 0,23 2,2
50 Barbara 10,51 1,82 20,9
*und Wochenzeitungen / Brutto-Werbeumsatz in Mio. Euro // Daten-Quelle: Nielsen, PZ-Online / Tabelle: MEEDIA

tv14 führt nach absoluten Zahlen die Liste der größten Gewinner an – mit einem Plus von 4,06 Mio. Euro. Über 3 Mio. Euro mehr als im Vorjahreszeitraum setzten die Bild am Sonntag und die Bunte mit Anzeigen um, mehr als 2 Mio. noch die Landlust. Platz 5 geht an das Wohn-Magazin Ideat Germany, das allerdings im Vorjahr neu auf den Markt kam und nur mit einer Ausgabe gewertet wurde. Klar, dass 2018 also ein riesiges Plus heraus springt.

Nielsen-Anzeigenstatistik 2018: Top Ten Gewinner*
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    Umsatz brutto Januar-Oktober 2018 2018 vs. 2017 absolut 2018 vs. 2017 in %
1 tv14 26,85 4,06 17,8
2 Bild am Sonntag 73,05 3,82 5,5
3 Bunte 59,97 3,58 6,4
4 Landlust 13,78 2,66 24,0
5 Ideat Germany 2,57 1,98 334,7
6 Barbara 10,51 1,82 20,9
7 tv Hören und Sehen 17,29 1,38 8,7
8 Bild der Frau 51,44 1,25 2,5
9 Couch 6,13 1,11 22,2
10 TV für mich 3,75 0,92 32,4
*Publikumszeitschriften + Wochenzeitungen / Brutto-Werbeumsatz in Mio. Euro // Daten-Quelle: Nielsen, PZ-Online / Tabelle: MEEDIA

Ein umgekehrt etwas schiefer Vergleich findet sich auch in der Liste der zehn größten Umsatz-Verlierer: Das eingestellte Magazin Neon kann seinen Kontostand nicht mehr erhöhen, stattdessen wächst das Minus im Vergleich zum Vorjahr, als es noch komplett erschien. Vor Neon finden sich mit noch größeren Umsatz-Verlusten Der Spiegel, auto motor und sport, sowie die freundin.

Nielsen-Anzeigenstatistik 2018: Flop Ten Verlierer*

    Umsatz brutto Januar-Oktober 2018 2018 vs. 2017 absolut 2018 vs. 2017 in %
1 Der Spiegel 69,05 -6,86 -9,0
2 auto motor und sport 34,45 -5,06 -12,8
3 freundin 44,49 -3,76 -7,8
4 Neon 4,17 -2,82 -40,3
5 InStyle 30,00 -2,79 -8,5
6 Gala 37,63 -2,73 -6,8
7 Vogue 25,25 -2,72 -9,7
8 Cosmopolitan 22,54 -2,48 -9,9
9 Focus 68,41 -2,39 -3,4
10 tina 22,94 -2,25 -8,9
*Publikumszeitschriften + Wochenzeitungen / Brutto-Werbeumsatz in Mio. Euro // Daten-Quelle: Nielsen, PZ-Online / Tabelle: MEEDIA

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Alle Kommentare

  1. Noch am 28.10.2014 wurde der CSU-Parteiblatt “Bayernkurier” im Spiegel als “CSU-Kampfpostille” bezeichnet. (Google) Inzwischen erwecken die einstigen “unabhängigen Qualitätsmedien” “Spiegel” “Zeit” & Co. immer mehr den Eindruck, dass sie diese Aufgabe ganz offiziell für das linke Parteienspektrum übernommen haben. Warum soll jemand, der/die auf eine zumindest halbwegs unabhängige Berichterstattung Wert legt, dafür noch Geld ausgeben?
    Dazu kommt, dass diese Medien ziemlich offen den “hässlichen alten weissen Mann” als das Grundübel für praktisch alles Schlechte in der Welt ausgemacht haben. Dummerweise war es aber gerade diese Personengruppe, die in den ganzen Jahren zuvor bereit war, für guten Journalismus gutes Geld auszugeben….
    Solange viele Medienmacher den Grund für den Umsatzrückgang nur bei Facebook & Co. suchen, wird sich an diesem Rückgang auch nichts ändern.

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