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300 Arbeitsplätze betroffen: NDR-Hochhaus nach Asbest-Fund geschlossen

In den 70ern mit Asbest gebaut: Das Bürohaus des NDR in Hamburg Lokstedt

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) muss in seiner Zentrale in Hamburg Lokstedt 300 Arbeitsplätze umsiedeln. Grund dafür ist die Schließung des mehrstöckigen Bürohauses der öffentlich-rechtlichen Anstalt, nachdem in zwei Räumen Blauasbestfasern festgestellt worden sind. Wie lange eine Prüfung des gesamten Gebäudes dauert, ist unklar.

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Sollte der Asbestanteil größer sein, könnte eine Sanierung des gesamten Gebäudes anstehen, schreibt der Sender auf seiner eigenen Seite. Ausweichmöglichkeiten für die rund 300 Arbeitsplätze sind eigenen Angaben zufolge noch nicht gefunden, man suche derzeit „intensiv“ nach Alternativen, beispielsweise in Büroräumen, heißt es weiter. Darüber hinaus wolle man auch umliegende Büroflächen anmieten.
Das Bürohochhaus auf dem Gelände des NDR stammt aus den 70er Jahren. Damals sei asbesthaltige Füllmasse in Fugen verwendet worden, die allerdings eingeschlossen gewesen seien und nicht mit der Raumluft in Verbindung gestanden haben sollen. Bei Sanierungs- und Umbaumaßnahmen im 12. und 13. Stock sei festgestellt worden, dass die Abdichtungen asbestgestopfter Fugen teilweise beschädigt waren.

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