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Trotziges CNN-Interview: Zuckerberg hält an Facebook-Vize Sheryl Sandberg fest – und attackiert die Medien

Unter Druck wie nie: Überstehen Sheryl Sandberg und Mark Zuckerberg 2019 in ihren bisherigen Positionen?
Unter Druck wie nie: Überstehen Sheryl Sandberg und Mark Zuckerberg 2019 in ihren bisherigen Positionen?

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hält nach den Enthüllungen der New York Times weiter an seiner Nummer zwei Sheryl Sandberg fest – entgegen anders lautenden Medienberichten. Das erklärte der Image-mäßig angeschlagene Unternehmer in einem TV-Interview bei CNN. Gleichzeitig greift er die Medien an.

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Im Nachgang der Enthüllungen der New York Times gehen die Diskussionen um das Führungspersonal bei Facebook weiter. Das Wall Street Journal berichtete vor wenigen Tagen, Zuckerberg habe intern die Facebook-Vize Sheryl Sandberg für Fehler im Konzern verantwortlich gemacht. Sie stand im Zentrum eines Berichts der NYT, der Facebook vorwirft, Hinweise auf Einflussnahme bei den US-Wahlen absichtlich zurückgehalten zu haben.

Nach Außen hin klingt Zuckerberg aber nun anders: “Sheryl ist wichtig für das Unternehmen. Ich hoffe, dass wir noch jahrzehntelang zusammenarbeiten können“, sagt der Facebook-Chef in einem Interview mit dem US-Sender CNN. Von Vorwürfen keine Spur. Auch einen eigenen Rücktritt schließt er aus: “Ich glaube nicht, dass das zur Zeit Sinn macht”.

Stattdessen zielt Zuckerberg in seinem Interview auf die Medien. Den Bericht der New York Times, der Facebook gleich mehrere Fehler im Umgang mit seinen Krisen attestierte, hält der Unternehmer für “nicht korrekt”. Facebook habe mit den Autoren des Artikels im Vorfeld gesprochen und die Vorwürfe bestritten. „Sie haben sich dafür entschieden, es trotzdem zu drucken“, sagt der Facebook Chef.

Das Blatt steht dagegen weiterhin hinter seinen Autoren, die “monatelang” für die Geschichte recherchiert und “mehr als 50 Quellen, darunter aktuelle und ehemalige Facebook-Mitarbeiter” befragt haben.

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“Anderes Weltbild”

Zuckerberg weiter: “Vieles der Kritik um unsere Probleme ist fair, aber ich glaube, dass es ein größeres Problem gibt, nämlich dass wir ein anderes Weltbild haben also einige von denen, die über uns berichten”. Zuckerberg sieht sich zum Teil nicht fair behandelt von den Medien.

Hinter verschlossener Tür wurde der Facebook-Chef noch deutlicher: Dort soll er den Bericht der Times laut dem WSJ als “bullshit” bezeichnet haben. Die Leaks aus dem Unternehmen seien das Ergebnis “schlechter Moral”, die durch negative Berichterstattung am Leben gehalten wird.

Tatsächlich soll sich das Klima innerhalb der Facebook-Belegschaft merklich verschlechtert haben. Glaubten vor mehr als einem Jahr noch 80 Prozent der Mitarbeiter an eine positive Entwicklung des Netzwerkes, lag dieser Wert vor Kurzem bei 50 Prozent, wie das WSJ aus einer Umfrage zitiert.

Die Kontroverse um Facebooks Führungspersonal erhöht nun zusätzlich den Druck an den Börsen. Der Kurs der Facebook-Aktie ist seit Ende Juli um 30 Prozent eingebrochen. Denn auch die Zahlenlage sieht alles andere als gut aus: Die Ende Oktober veröffentlichten Quartalszahlen legen nahe, dass das Netzwerk schwächer wächst als von Analysten erwartet.

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