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“Sehr schwierig und herausfordernd”: Apples wichtigster Zulieferer Foxconn plant wegen iPhone-Schwäche Massenentlassungen

Gucken oder kaufen? Apple steht vor einem schwierigen Weihnachtsgeschäft
Gucken oder kaufen? Apple steht vor einem schwierigen Weihnachtsgeschäft Foot: © Apple

Wenn es eines letzten Beweises bedurft hatte, dass sich die Absatzentwicklung bei Apple zusehends eintrübt, dann diesen: Foxconn, der mit Abstand wichtigste Zulieferer des Kultkonzerns aus Cupertino, warnt heute vor einem "sehr schwierigen und herausfordernden" nächsten Geschäftsjahr, in dem die Taiwaner harte Einschnitte in Form von Massenkündigungen machen werden, um bis zu 3 Milliarden Dollar Kosten einzusparen – wohl, weil Aufträge von Apple fehlen.

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Die Hiobsbotschaften im Tagesrhythmus reißen nicht ab. Nur 24 Stunden nachdem Goldman Sachs zum zweiten Mal in nur sechs Tagen krachend sein Kursziel wegen der anhaltenden Absatzschwäche der neuen iPhones gesenkt hat, folgt eine weitere Bestätigung für die Erosion von Apples Geschäftsentwicklung aus der Zuliefererkette.

Diesmal kommt die schlechte Nachricht nicht von einem kleineren Hersteller für 3D-Sensoren für die Frontkamera, sondern vom weltgrößten Auftragsfertiger selbst: Foxconn, der für Apple die iPhones zusammenbaut. Man kann also sagen: die schlechte Nachricht kommt von Apple höchstselbst.

Foxconn muss wegen iPhone-Schwäche 3 Milliarden Dollar einsparen

Wie Bloomberg berichtet, nimmt Foxconn 2019 Einsparungen in Höhe von 2,9 Milliarden Dollar vor, um sich für “ein sehr schwieriges und herausforderndes Jahr” zu wappnen – knapp ein Drittel davon entfällt direkt auf die verarbeitende iPhone-Sparte.

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Die harten Einschnitte führen zu Massenentlassungen: So will Foxconn nach Angaben eines Memos, das Bloomberg vorliegt, 10 Prozent der nicht technisch arbeitenden Belegschaft entlassen.

Apple-Absturz an der Wall Street im Zuge der iPhone-Schwäche

Für Apple-Aktionäre sind Foxconns Sparmaßnahmen das nächste Alarmsignal, dass sich die Geschäfte des weiterhin wertvollsten Konzerns der Welt schlechter entwickeln als noch vor Monaten erwartet.  An der Wall Street befindet sich Apple seit knapp zwei Monaten in einem immer dynamischeren Abwärtsstrudel.

Mehr als 265 Milliarden Dollar Börsenwert hat der iKonzern seit seinen Allzeithochs Anfang Oktober verspielt, weil Analysten den Techpionier aus Sorge um schwächere Absätze der neuen iPhones, die von Bestellkürzungen bei Zulieferern befeuert wird, immer weiter heruntergestuft haben. Auch im heutigen Handelsverlauf gab die Aktie marginal gegen den positiven Markttrend nach und notiert bei knapp 177 Dollar nunmehr bereits 24 Prozent unter seinen Höchstkursen.

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