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Schon 1 Billion Dollar weg: FAANG-Aktien Apple, Amazon & Co setzen freien Fall fort

Ärger im Paradies: Amazon  muss an der Wall Street eine rare Durststrecke verkraften
Ärger im Paradies: Amazon muss an der Wall Street eine rare Durststrecke verkraften (Foto: © Amazon)

Der gnadenlose Ausverkauf der Digitalchampions geht weiter: Facebook, Amazon, Apple, Netflix und Google-Mutter Alphabet haben mit ihren kulminierten Verlusten inzwischen eine Billion Dollar Börsenwert ausradiert. Vor allem der Absturz von Apple belastet die Branche weiter. Nach Einschätzung vom ehemaligen Twitter-CEO Dick Costolo wird Amazon im Ausverkauf unfair abgestraft. Der E-Commerce-Gigant sei für die Zukunft am besten positioniert.

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Es gibt kein Halten mehr. Der Kurssturz der langjährigen Zugpferde der Digitalwirtschaft setzte sich auch im heutigen Handelsverlauf an der Wall Street ungebremst fort. Angeführt von Apple, das nach der anhaltend großen Sorge um die neuen iPhone-Modelle an der Technologiebörse Nasdaq immer weiter nach unten durchgereicht wird, verloren die sogenannten FAANG-Aktien (Facebook, Amazon, Apple, Netflix und Google-Mutter Alphabet) größtenteils weiter an Boden. (Alphabet und Facebook drehten nach Verlusten am Ende marginal ins Plus.)

Die addierten Kursverluste sind inzwischen so groß, dass die fünf führenden Digitalunternehmen der USA an der Wall Street zusammengenommen bereits rund eine Billion Dollar an Wert verloren haben – und damit deutlich mehr als das wertvollste Unternehmen der Welt, Apple, individuell wert ist. Die Verluste seit den Höchstkursen fallen wie folgt aus:

• Amazon: – 270 Milliarden Dollar
• Apple: – 260 Milliarden Dollar
• Facebook: – 220 Milliarden Dollar
• Alphabet: – 180 Milliarden Dollar
• Netflix: – 70 Milliarden Dollar

Kursverluste in diesen Dimensionen werfen Fragen auf. Während Apple, Facebook und Netflix durch individuelle Probleme (iPhone-Schwäche, Endlos-PR-Krise, neue Streaming-Konkurrenz) an der Wall Street in den Abwärtsstrudel geraten sind, erscheint der Absturz von Alphabet (solide Quartalszahlen) und Amazon als FAANG-Verlierer singulär nur bedingt erklärbar.

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Ex-Twitter-CEO Costolo verteidigt Amazon

“Trotzallem, was gerade mit den FAANG-Aktien passiert, mag ich Amazon weiter”,  brach heute der frühere Twitter-CEO Dick Costolo beim Finanzsender CNBC eine Lanze für den E-Commerce-Pionier, der seit den Rekordhochs Anfang September, als Amazon für einen Tag die Billion-Dollar-Bewertungsmarke durchbrochen hatte, bis heute um mehr als 27 Prozent an Wert verloren hat.

“Die Aktie ist wegen des Ausblicks auf das Weihnachtsgeschäft zurückgefallen, aber es ist für mich nur schwer vorstellbar, dass sich das Unternehmen in Zukunft nicht extrem gut schlagen wird”, erklärte Costolo gegenüber CNBC. Vor allem die Cloudsparte AWS ist für den langjährigen Twitter-CEO, der von 2010 bis 2015 die Geschicke des Kurznachrichtendienstes führte, “eine solche Geldmaschine”.

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