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Apple-Absturz immer dramatischer: iPhone-Flop vernichtet bereits 260 Milliarden Dollar an Börsenwert

Symbolbild Apple 2018/19: Der Techpionier steht mit den neuen iPhones im Regen
Symbolbild Apple 2018/19: Der Techpionier steht mit den neuen iPhones im Regen © Apple

Der freie Fall gewinnt weiter an Dynamik. Auch im heutigen Handelsverlauf setzte Apple seinen Absturz an der Wall Street nach einer deutlichen Abstufung von Goldman Sachs ungebremst fort. Der Grund für die zunehmende Skepsis der Wall Street ist immer die gleiche: Die neuen iPhones werden deutlich schwächer nachgefragt als erwartet. Apple scheint sich mit seiner Hochpreisstrategie spektakulär verzockt zu haben.

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Was für einen Unterschied sieben Wochen machen können. Anfang Oktober war es, als Apple bei 233 Dollar auf dem höchsten Kurs aller Zeiten notierte: in der 42-jährigen Unternehmensgeschichte, den 38 Jahren an der Börse – und überhaupt. Tatsächlich war kein Unternehmen in der Börsenhistorie je wertvoller als Apple am 3. Oktober, als im Intraday-Handel eine Marktkapitalisierung von 1,12 Billionen Dollar aufgerufen wurden.

Sieben Wochen später sind davon nur 840 Milliarden Dollar übrig. Die 20 Milliarden Dollar herausgerechnet, die Apple für Aktienrückkäufe im vergangenen Quartal aufwendete, aber erst jetzt auswies, hat der trotzdem noch wertvollste Konzern der Welt mal eben 260 Milliarden Dollar in nicht einmal zwei Monaten an Wert vernichtet.

Zweite Abstufung von Goldman Sachs in sechs Tagen lässt Apple taumeln

Auslöser für die nächste Verkaufswelle, die heute allein mehr als 40 Milliarden Dollar pulverisierte, war eine erneute Abstufung der wichtigsten Bank der Wall Street. Und was für ein Downgrade es war! Das zweite Mal in einer Woche zückte Goldman Sachs-Analyst Rod Hall den Rotstift und strich Apples Kursziel von 209 auf 182 Dollar zusammen, nachdem er es sechs Tage zuvor von 222 auf 209 Dollar reduziert hatte.

Der höchst seltene Vorgang beweist: Etwas ist bei Apple in Bewegung geraten. In diesen Tagen, in denen der Weihnachtshandel auf Hochtouren läuft und Apple gemäß dem eigenen Ausblick rund eine Milliarde am Tag umsetzen sollte, sieht es danach aus, als würde der mächtigste Konzern der Welt von der Klippe fallen.

Apple hat sich mit seinen hochpreisigen Luxus-iPhones spektakulär verzockt
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Das Geschäft mit dem mit Abstand wichtigsten und erfolgreichsten Produkt in der Geschichte der Verbraucherelektronik scheint schlechter zu laufen als noch vor Wochen erwartet – Apple hat sich mit seinen hochpreisigen Luxus-iPhones offenbar spektakulär verzockt. Bereits im Vorjahr rümpften Analysten und Branchenexperten die Nase, ob Apple mit seinem bis 1320 Euro teuren iPhone X durchkommen würde.

Die Rechnung ging auf, weil Apple sich auf die Treuesten der Treuen verlassen konnte, die zwölf Monate später nun in der Spitze noch mal um 330 Euro mehr geschröpft werden: Die Spitzenmodelle iPhone XS und iPhone XS Max gingen für den an sich unfassbaren Preis von 1549 bzw. 1649 Euro über den Tresen. OLED Display hin, Spitzenkamera her: Die Preise für ein Stück Verbraucherelektronik, das mit einem ungeschickten Griff auf dem Kantstein zersplittert, sind schlicht obszön und nur in urbanen Hipster-Metropolen vermittelbar – nicht aber im Rest der Welt.

Apple hat mit seinem iPhone viel zu verlieren

Das dämmert nun auch immer mehr Analysten, die registrieren, wie sich in Apples Zuliefererkette die Bänder jeden Tag ein stückweit langsamer drehen. Zwei Monate nach dem Launch der Luxus-Modelle iPhone XS und iPhone XS Max, vor allem aber knapp vier Wochen nach dem Verkaufsstart des etwas günstigeren (aber immer noch viel zu teuren) LCD-Smartphones im Randlos-Look, dem iPhone XR, zeichnet sich ab, dass Apple von seinen Kunden nach der völlig überzogenen Hochpreisstrategie die rote Karte gezeigt bekommt.

“Zusätzlich zur Schwäche von Apple in China und anderen Schwellenländern sieht es nun so aus, als ob Apple das Verhältnis zwischen neuen Features und dem Preis beim iPhone XR falsch eingeschätzt hat”, schreibt Analyst Rod Hall in einer neuen Kurzstudie, die CNBC vorliegt.

“Es scheint, als habe auch Apple eine Premiumpreis-Grenze für das iPhone erreicht. Unsere Erfahrung im Mobilmarkt ist: Wenn das Preismonopol fällt, neigen Verbraucherelektronik-Unternehmen dazu, entweder die Gewinnmarge, Marktanteile oder beides zu verlieren.” In anderen Worten: Nach einer Dekade an der Sonne hat Apple mit seinem iPhone nun enorm viel zu verlieren…

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