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#trending: Jens Büchner, Alexander Zverev, Emmanuel Macron, die “Lindenstraße” und… eine Lichterkette für den Bart

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Guten Morgen! Am Samstag war ich mit meinen Kindern in Köln. Dort gab es bei der "Lego Fanwelt" eine komplette Messehalle voll mit Lego. Faszinierend, wie viel Energie und Zeit Leute in das Lego-Bauen stecken: Mehrere Meter lange "Star Wars"-Raumschiffe, ganze Freizeitparks aus Lego, die perfekt nachgebaute Elbphilharmonie. Eine Halle weiter gab es auch noch eine Messe für Modellbahnen. Wenn man sich das alles anschaut, dann ist man immer wieder beruhigt, dass die Welt doch noch irgendwie in Ordnung ist.

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#trending // News & Themen

Das große Nachrichtenthema des Wochenendes war in Deutschland eindeutig der Tod des C-Promis Jens Büchner. Der offenbar an Lungenkrebs verstorbene Mann war 2011 durch die Vox-Doku-Soap “Goodbye Deutschland!” bekannt geworden, in der gezeigt wurde, wie Büchner mit Familie nach Mallorca auswanderte. Er übte dort unterschiedlichste Berufe aus, bis er ab 2014 auch als Schlagersänger auftrat. Schließlich nahm er Anfang 2017 bei RTLs “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus” teil und wurde dort Sechster.

In den 24 Stunden nachdem die Todesmeldung an die Öffentlichkeit kam, dominierten Artikel über Büchners Tod die Social-Media-News-Charts: Promiflash sammelte mit “Eilmeldung: “Goodbye Deutschland”-Star Jens Büchner ist tot” sagenhafte 58.800 Interaktionen auf Facebook und Twitter ein, Bild mit “TV-Auswanderer – Jens Büchner ist tot” 22.100, noch einmal Promiflash mit “Tragischer Verlust: Jens Büchner mit 49 Jahren verstorben” 9.600, ein drittes Mal Promiflash mit “‘Es war Lungenkrebs’: Daran starb Jens Büchner mit 49 Jahren” 9.100 und Focus Online mit “Lag seit Tagen im Krankenhaus – Kult-Auswanderer Jens Büchner ist tot” 7.800. Zahlreiche weitere Artikel sammelten ebenfalls noch vierstellige Zahlen ein.

Der stärkste Nicht-Büchner-Text vom Samstag und Sonntag kam von ran: “Statt London Game – NFL: Patriots-Boss Kraft will Spiel in Deutschland austragen” begeisterte die Fans offenbar so sehr, dass über 30.000 Likes & Co. zusammen kamen.

#trending // Social Media

Alexander Zverez hat das ATP-Finale in London gewonnen, eine Art Tennis-Weltmeisterschaft. Zverev besiegte nacheinander Roger Federer und Novak Djokivic und gewann den Titel als erster Deutscher seit Boris Becker 1995. In den sozialen Netzwerken ist Zverev hingegen kein wirklicher Weltmeister. Aktiv ist er nur auf Instagram – und auch da ist das Wort “aktiv” eher relativ. So stammte sein aktuellster Post bis Sonntag noch vom 6. November – ein Foto in Halloween-Verkleidung zusammen mit dem brasilianischen Kollegen Marcelo Melo.

622.000 Follower besitzt Zverev auf Instagram. Zum Vergleich: Djokovic verfügt über 4,7 Mio., Federer über 5,5 Mio., Rafael Nadal über 6,0 Mio. und Serena Williams als Nummer 1 des Tennis-Instagram-Rankings über 10,2 Mio. Follower. Nach seinem Sieg in London kamen direkt tausende neue Follower hinzu – und das kurz vor 23 Uhr veröffentlichte Foto mit dem Pokal-küssenden Zwerew und den Sätzen “What a fantastic way to finish an incredible year!!! Many thanks to my family, fans, team and sponsors! And now time for holidays…” sammelte innerhalb von einer Stunde mehr als 60.000 Likes ein.

#trending // Politik

Während Emmanuel Macron am Sonntag anlässlich des Volkstrauertages eine Rede im Deutschen Bundestag hielt und für Reaktionen wie “Es muss erst ein französischer Präsident kommen, um im Bundestag eine so eindringliche europapolitische Rede zu halten” sorgte, wird er im eigenen Land längst nicht mehr so gefeiert wie einst. Proteste gegen seine Politik dominieren die Schlagzeilen in den sozialen Netzwerken. Auch gegen Macrons Erhöhung der Benzinsteuer, aber längst nicht nur. Georg Blume beschreibt die Situation auf Spiegel Online sehr lesenswert – und sammelte damit 12.600 Interaktionen auf Facebook und Twitter ein.

Macrons Zustimmungswerte sind inzwischen bei unter 30% angelangt, zu Beginn seiner Präsidentschaft lagen sie meist noch über 50%, teilweise sogar bei über 60%. Andererseits: Vorgänger Francois Hollande hatte zeitweise nur noch einen Zustimmungswert von 4%.

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#trending // Entertainment

Riesen-Aufstand nach ‘Lindenstraße’-Aus!” titelte Bild am Samstag und zitierte Marie-Luise Marjan (Mutter Beimer), die sich “enttäuscht” zeigt und nun prophezeit: “Das Publikum wird sicher auf die Barrikaden gehen!” Doch ein solcher “Aufstand” wie Bild in bezeichnet, bleibt bisher weitgehend aus. Auf Twitter gab es laut Talkwalker seit Freitag, als die ARD die Nachricht verbreitete, nichtmal 10.000 Tweets. Und um einen der 10.000 zu finden, der gegen die Absetzung protestiert, muss man eine Weile scrollen. Stattdessen vorn: Gags wie der der Nutzerin “flyfrau”: “‘Lindenstraße’ endet im März 2020, will aber Innenminister bleiben.” 2.300 Likes und Retweets gab es dafür. Großartig auch der Tweet mit den zweitmeisten Interaktionen. Er kommt vom “F.A.S.”-Autor Jörg Thomann und lautet: “Ideen für die letzte Folge der #Lindenstraße: – Durch den Klimawandel versinkt die Straße in der Isar – Til Schweiger kehrt zurück als Tschiller und legt alles in Schutt und Asche – Die Kulissen fallen um und die Bewohner sehen, dass sie all die Jahre in Köln lebten“.

Platz 4 ging an Twitterer “Dietmar” aus Wien: “Die Lindenstraße wird eingestellt weil alle Zuschauer tot sind.” Genau das trifft auf eine Art den Kern des Problems. Die “Lindenstraßen”-Zuschauer der 1980er-Jahre sind zwar nicht alle gestorben, aber sie haben der Serie ihren Rücken zugewandt. Es ist eben nicht so, dass “das Publikum”, das laut Marie-Luise Marjan nun “auf die Barrikaden gehen” wird, noch so groß wäre. Wie ich am Freitag bereits aufgeschrieben habe, waren von den einst 14 Mio. Zuschauern zuletzt oft nichtmal mehr 2 Mio. übrig. Auch eine Petition namens “Die Lindenstraße darf nicht sterben!” unterzeichneten – Stand Sonntagabend – nur 1.150 Leute. Letztlich hat Christian Lindner (Ja, der FDP-Chef twitterte etwas zum Aus der Serie!) Recht, wenn er schreibt: “An ein Ende der #Lindenstraße zu meinen Lebzeiten hätte ich nicht geglaubt. Ich war kein Zuschauer, aber irgendwie gehört die Serie zum Inventar der TV-Republik. Vielleicht das Problem: Man erinnert sich, schaut aber nicht mehr.

#trending // Worldwide

Und dann waren da noch die beiden Artikel, die am Sonntag nach meinen Recherchen weltweit die meisten Interaktionen auf Facebook und Twitter einsammelten. Sie kamen vom Duo Unilad und Lad Bible, das oft mit identischen Themen erfolgreich ist. Diesmal geht es um – Achtung! – eine Lichterkette für den Bart. Ja. Es weihnachtet schließlich allmählich, die Weihnachtsmärkte werden eröffnet, die Geschenkideen gesammelt – und da passt eine Lichterkette für den Bart natürlich perfekt. Oder etwa nicht? Unilad sammelte mit “You Can Now Get Christmas Fairy Lights For Beards” über 400.000 Likes und Shares ein, Lad Bible mit “You Can Now Buy Christmas Fairy Lights For Beards” rund 210.000.

Who's pimping their beard this Christmas then? 😂😂

Gepostet von UNILAD am Sonntag, 18. November 2018

#trending // Deutsche Tops des Tages

Story nach Social-Media-Interaktionen: Promiflash – “Eilmeldung: ‘Goodbye Deutschland’-Star Jens Büchner ist tot” (58.800 Interaktionen bei Facebook und Twitter)

Story nach Likes & Shares bei Twitter: Welt – “Friedrich Merz offenbart Millionengehalt” (1.600 Retweets und Likes)

Story bei Blendle (nach Likes): Der Spiegel – “Mahl-Zeit

Google-SuchbegriffJens Büchner (2.000.000+ Suchen)

Wikipedia-SeiteJens Büchner (79.700 Abrufe am Samstag)

Youtube-Video: rezo – “Wenn SCHULFÄCHER Rapper wären | mit Julia Beautx

Song (Spotify): KitschKrieg – “Standard (feat. Trettmann, Gringo, Ufo361 & Gzuz)” (501.500 Stream-Abrufe aus Deutschland am Samstag)

Musik (Amazon): Herbert Grönemeyer – “Tumult (Ltd. Deluxe)” (Audio CD)

DVD/Blu-ray (Amazon): “Mamma Mia! Here We Go Again” (DVD)

Game (Amazon): “Landwirtschafts-Simulator 19 Day One Edition” (PC)

Buch (Amazon): Jeff Kinney – “Gregs Tagebuch 13 – Eiskalt erwischt!” (Gebundene Ausgabe)

#trending // Feedback und Teilen

Anmerkung: Alle in #trending genannten Zahlen beziehen sich wenn nicht anders vermerkt auf den Vortag der Newsletter-Veröffentlichung (Stand: 24 Uhr)

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