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Fischers kleine Presseschau: Diesel-Depression in der FAZ und Dieter Nuhrs Hohn-Gipfel in der ARD-Themenwoche

Thomas Fischer, Bundesrichter a.D., ist Autor der MEEDIA-Kolumne Fischers kleine Presseschau
Thomas Fischer, Bundesrichter a.D., ist Autor der MEEDIA-Kolumne Fischers kleine Presseschau

Die FAZ arbeitet sich in einem Leitartikel an der akuten Diesel-Depression der deutschen SUV-Gesellschaft ab und schreibt an gegen zerstörerische Kräfte, die es „auf die individuelle Mobilität abgesehen haben.“ Und bei der ARD-Themenwoche Gerechtigkeit musste MEEDIA-Kolumnist Thomas Fischer ein nervenaufreibendes Stück Anti-Mainstream-Komik des Dieter Nuhr ertragen. Fischers kleine Presseschau Folge 7.

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Teil 1: Diesel und Depression

Im Leitartikel vom 15. November 2018 der FAZ für Deutschland widmet sich Herr Appel, „Leiter Technik und Motor“ (schöner Titel!) zweispaltig dem Thema „Diesel, Deutschland, Düsternis“ und verbindet innovativ die traditionellen Leitthemen seines Mediums – „Deutung, Depression, Destination“ – zu jenem Potpourri klagenden Rückblicks auf das Verlorene, das wir am Leitmedium aus Frankfurt schätzen und das sich am Rand des Innovations-Maelstroms festklammern wird, bis dereinst der Taunus im Clash of Continents (vulgo: tektonischer Zusammenstoß von Afrika und Europa) versinkt.

Ja, es ist wahr: Es wird ein „Klima“ sein, wenn der Mensch, der Volkswagen und selbst die FAZ für Deutschland nicht mehr sind. Dies könnte uns aus der Perspektive der Evolution egal sein. Aber man muss gerade deshalb, weil das Insekt sich als stressresistenter erwiesen hat als der Mensch, auf den Zusammenhang achten.

Deutschland, so lesen wir, hat einmal mehr alles falsch gemacht, so dass die FAZ leider den Untergang „der nächsten Schlüsselindustrie“ ankündigen muss. Handlanger dieses Untergangs ist einmal mehr die Justiz, genannt „die Richter“: Verwaltungsgerichte, die Kommunen zur Anordnung von sogenannten Fahrverboten verurteilt haben, wenn anders das geltende Umweltschutz-Recht nicht durchsetzbar sei. „Jetzt flicken die Richter einen Teppich“, meint Leiter Appel in der FAZ. Er hat dabei vermutlich den „Flickenteppich“ im Blick, hat sich aber auf der Metaphern-Liste irgendwie verhauen.

Was den Leiter Technik & Motor besonders empört, ist, dass der Gesetzgeber und „die Politik“ sich einfach nicht entscheiden können, ob sie nun den Diesel oder den Benziner schlimmer finden sollen. Man darf, so Appel, den Diesel schon deshalb nicht schlimm finden, da es der Benziner auch ist. Und umgekehrt.

Es sind üble, ja zerstörerische Kräfte am Werk: „Claqueure des Mainstream“, „dubiose“ Interessen, „Brandmarker“ des Fortschritts und des Standorts Deutschland. Diese Kräfte haben den Bundesumweltminister „auf Linie gebracht“ (welche auch immer), die großen Automobilunternehmen – mit einer überaus rühmlichen Ausnahme aus München – zu irrationalen, sinnlosen Aktivitäten ohne Wert, den Gesetzgeber zu passivem Verharren statt zum Erlass neuer „praktikabler“ Gesetze. 

Endlich Widerstand!

Deshalb ist es, wie FAZ erkannt hat, „hohe Zeit, denjenigen … entschieden entgegenzutreten“. Diejenigen sind Kräfte, die es „auf die individuelle Mobilität abgesehen haben“ und „auf den Verbrennungsmotor“, zwei Zivilisationsgüter also, die dem Menschheitsgeschlecht versprochen wurden per secula seculorum und die als Grundnahrungsmittel jeder anständigen „Redaktion Technik und Motor“ angesehen werden müssen. 

Opfer und Täter

Und dann die Folgen! Die Redaktion Technik & Motor ist sehr betrübt über die Lage der deutschen Menschen, „die sich hohe Mieten in den Städten nicht mehr leisten können und zur Arbeitsstelle pendeln müssen“. Arm in Arm mit der Arbeiterklasse kämpfen FAZ und Daimler, VW, Audi und BMW für die Blechbüchsenarmee der Bedrückten, die aus ihren überschuldeten Schlafstädtchen in die Metropolen fahren müssen im Stop & Go & Stop & Go, in den Ohren die beste Musik aller Zeiten und die täglich verbesserte Stau-Umfahrungs-App.

Die Abermillionen von Getäuschten und Betrogenen haben jahrzehntelang gedacht, dass die Luft umso gesünder werde, je mehr 6-Zylinder-Common-Rail-Diesel man auf Pump kauft, dass die Autobahnen aus Oberhessen nach Frankfurt und aus der Oberpfalz nach München jedes Jahr um eine Spur breiter werden, und dass den Eisbären und dem Permafrost nichts mehr passieren könne, wenn endlich alle Menschen einen GLS 350d führen.

Deshalb sind 50 Millionen deutsche Opfer, also „der Autofahrer“, jetzt fassungslos angesichts des trotz der ganzen eingeborenen Intelligenz des ADAC völlig unvorhersehbaren Betrugs der gierigen Autobosse. Niemals hätten der Deutsche einen SUV geleast, wenn er geahnt hätte, dass dieser die Umwelt belasten könnte! Wieder einmal wurde ein ganzes Volk von gewissenlosen Einzeltätern an der Nase herumgeführt und soll dafür nun auch noch büßen durch Nachrüstung oder, wie die FAZ klagt, die „weiten Umwege“ zur Umfahrung der wegen Gesundheitsgefahr gesperrten Straßen. An letzterer Variante erkennt man die unveränderte Nähe des Menschen zur Natur: Wie die aufsteigende Flut ihren Weg durchs Watt, so bahnt sich der SUV seinen Weg durch die Vororte. 

Lösung

Was bleibt der Redaktion Motor angesichts dieses Desasters? Wenn „Vorwärts zum Diesel“ und „Vorwärts zum Benziner“ gleichermaßen verteufelt werden, hilft nur noch „Vorwärts mit Diesel und Benziner“ – warum ein bewährtes Konzept überstürzt aufgeben? Es sollte vielmehr ergänzt werden, meint die FAZ, eine „praktikable Handhabe“ für die Gerichte, um mit Querulanten fertigzuwerden.

Vorerst entzündet die Zeitung ihren Lesern eine (Advents-)Kerze, die – Achtung, Ironie! – „200 Mikrogramm Stickoxid verursacht – auf der Straße sind 40 erlaubt“. Dagegen könnte man einwenden, dass das Stickoxid sich sozusagen innerhalb der Kerze befindet, aber nicht in der Straße. Aber das Bild ist so schön, dass es die FAZ gleich im nächsten Großbericht zum Thema („Schlampige Messung, irres Fahrverbot“ von Patrick Bernau, 19.11.) wieder aufgreift: „Manche Lungenärzte argumentieren, dass asthmakranke Kinder schon unter geringen NO2-Belastungen leiden können, auch wenn Adventskerzen viel mehr NO2 ausstoßen.“ Ein etwas kryptischer Satz, wie ich finde, aber das könnte vielleicht gerade sein Geheimnis sein. Überhaupt ist der Redaktion Motor alles unklar: Die Messstationen sind viel zu nah an der Straße, die Grenzwerte „willkürlich“, Griechen und Amerikaner großzügiger.

Im Feuilleton ist die Grenzwertforschung schon weiter. Dort schreibt Edo Reents in der FAZ vom 17.11.: „Die Halsstarrigkeit, mir der (in Deutschland) am Auto festgehalten und die Industrie gepampert wird, ..,.nimmt, weil die Gesundheit der Bevölkerung als etwas Nachrangiges betrachtet wird, mittlerweile kriminelle Züge an.“ Da wollen wir mal für Herrn Reents hoffen, dass er nicht aus der SZ erfahren muss, dass er für diese Zeitung nicht mehr schreibt.

Teil 2: Komik und Gerechtigkeit

In der vergangenen Woche fand, wie Sie bemerkt haben werden, die „ARD-Themenwoche Gerechtigkeit“ statt. Sie brachte interessante Dokumentationen wie „Ungleichland“ (WDR, 14.11.) und beeindruckende Filme wie „Keiner schiebt uns weg“ von 1979 (ARD, 14.11.). Die vermeidliche Wiederholung des Schirach-Millionenspiels mit interaktivem Urteil kraft Volksempfinden („Terror“) lief um 22.25 Uhr auf 3sat, konnte also keinen allzu großen zusätzlichen Schaden anrichten.

Auftritt

Das besorgte der als „Komiker“, auch als „Kabarettist“ firmierende Künstler Dieter Nuhr, gelernter Lehrer. „Nuhr gerecht“ hieß ein 45-minüter Beitrag zum Thema (ARD, 15.11.) im dortigen Format „Satiregipfel“. Herr Nuhr ist 1960 geboren und hält sich daher für einen intimen Kenner der „68er-Generation“, deren angeblichen und tatsächlichen Lebensirrtümern er, egal zu welchem Thema, einen Strom höhnischer Verachtung hinterherzunuscheln pflegt.

Der Rest der Nuhr-Kunst befasst sich mit den allzumenschlichen Charakterfehlern des Afrikaners, des Moslems und des jeweils anderen Anderen, also des Anderen in uns allen. Weil er gerne sagt, dass auch Moslems doof sind, gilt er als ungewöhnlich mutiger Humorist. Herr Nuhr verfügt über eine hochentwickelte, wenngleich etwas monothematische Imitationstechnik: Er kann verschiedene Sätze in einem von ihm erfundenen deutschtürkischen Unterschicht-Idiom sagen und dabei ein Gesicht machen, als müsse er dringend in eine betreute Wohngemeinschaft überstellt werden. Das ist sehr lustig. Am Ende jedes seiner Witze auf Kosten von Blöden, Armen, Schwachen sagt Herr Nuhr, dass er selbst theoretisch ähnlich blöd sein könne wie sie. Diese künstlerische Brechung könnte eine gewisse Differenziertheit in die Sache bringen, wenn der Stolz auf sie nicht ganz so penetrant dargeboten würde.

Von allen Nuhr-Monologen, die ich ertrug, war der vom 14.11.2018 der nervenaufreibendste. Zu sagen: der dümmste, verstieße gegen die Diktatur der Korrektheits-Sprachregeln, deren Kritik Herr Nuhr lange Abschnitte seiner mit starrem Blick in die Kamera vorgetragenen Assoziationsketten zu widmen pflegt.

Diesmal also „Gerechtigkeit“. Nuhr, 58. Slimfit-Jacket, tiefes Dekolleté, hautenges Höschen und gewaltige Springerstiefel: ein Frührentner im Jugendoutfit. Paarung von tränentreibendem Genie, fieberndem Sex und Punk-Imitat. Das kann natürlich jede(r) machen, wie er/sie will. Hier allerdings ist es zu erwähnen, weil das Thema Herrn Nuhr zum ersten Satire-Höhepunkt zur Gerechtigkeit führt:

Ungerechtigkeit ist gar nicht zu vermeiden. Ne, schon von Natur aus sind wir ja nicht alle gleich (…) Ein zahnloser Buckliger wird niemals so begehrt sein wie der sexiest man alive… Auch Alte werden ungerecht behandelt. Niemand träumt von einer runzeligen alten Dame mit einem riesigen Zinken und einer Warze auf der Oberlippe, aus der ein langes Haar wächst. … Das ist ungerecht (…) Was kann man da machen? Sollten Sie jung, schön, blondgelockt, aus gutem Hause sein, haben sie noch heute die Chance, diese Ungerechtigkeit abzuschaffen. Suchen Sie sich einen versehrten, hässlichen Wicht, hier im Publikum. Die Auswahl ist riesig.

Ein Mensch mit Humor hätte vielleicht nicht das Publikum als Auswahl von Missgeburten angeboten, sondern sich selbst. Aber Herr Nuhr ist Komiker; das hat mit Humor nichts zu tun. Daher hat er einen anderen Vorschlag:

Wenn Sie eine absolute Bombe sind, können Sie sich nach der Vorstellung auch einen nicht mittellosen Komiker im fortgeschrittenen Alter ansehen und ansprechen.

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Wie rührend! Das 58-jährige Komiker-Männchen möchte sich „eine absolute Bombe“ in die Garderobe bestellen. Natürlich ironisch! Aber er sagt doch vorsichtshalber mal „nicht mittellos“ dazu, für den Fall, dass eine Bombe zuhört.

Die Leute klatschen trotzdem, sogar die Frauen. Mit Ausnahme einiger Personen, die auch begeistert sind, wenn Mario Barth in einen Kochtopf furzt, kann das vielleicht als Gegenleistung für das Zuschauer-Catering gedeutet werden, also als Ausdruck eines inneren Gerechtigkeitsgefühls: Er zahlt mir ein belegtes Brötchen und sagt statt „Arschloch“ zu mir „liebes Arschloch“; da klatsch’ ich mal.

Komiker dieser Klasse bemerken die spannungsreiche Dialektik zwischen der eigenen Erbärmlichkeit und der großherzigen Zuwendung der Erbärmlichen oft nicht. Wenn das Trauerspiel lange genug anhält, beginnen sie, die Bevölkerung „mein Publikum“ zu nennen. Von den Programmdirektoren, die Humorgipfel aus zappelnden Zotenschreierinnen, inhaltsfreien Strickmützenträgern und verachtungsvollen Zwangscharakteren kaufen, wollen wir gar nicht sprechen.

Recht und Gleichheit

Wer schon einmal kurz über Gerechtigkeit nachgedacht hat, weiß, dass sie mit Ausgleich, Verhältnis, Fairness zu tun hat. Man muss, um das zu verstehen, diese Worte nicht benutzen, noch weniger die komplizierten Begriffe der Philosophen oder Soziologen. Der Grundsatz „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“ entspringt nicht dem vom Berg Sinai herabgeworfenen Artikel 3 Absatz 1 GG, sondern einer langen und leidensvollen Erfahrung zahlloser Millionen von Nicht-Gleichen.

Was bedeutet: „Vor dem Gesetz gleich“? Die Auslegung dieser Formulierung hält ein paar Möglichkeiten bereit. Ein Ansatz zur Deutung ergibt sich daraus, dass von „Menschen“ die Rede ist. Menschen sind, wie der Geschichtslehrer Nuhr zutreffend erkannt hat, in vielerlei Hinsicht verschieden, natürlich und sozial. Also geht es darum, was „Gleichheit vor dem Gesetz“ angesichts der „Ungleichheit vor der Wirklichkeit“ bedeutet. Hierauf gibt es nur zwei Möglichkeiten der Antwort:

Erstens: Gleiches soll gleich, Ungleiches soll ungleich behandelt werden.

Zweitens: Das Ungleiche soll gleich behandelt werden.

Die erste Variante ist – offenkundig – seit 70 Jahren Inhalt von Artikel 3 Absatz 1 Grundgesetz. Die zweite Variante ist ebenso offenkundig eine alberne Verhöhnung dieses Prinzips mit den Mitteln vorgetäuschter Wortlaut-Genauigkeit. Kein bei Trost befindlicher Politiker, Richter, Rechtswissenschaftler oder Bürger vertritt die Ansicht, wenn man das sachlich Ungleiche genau gleich behandele, entstehe Gerechtigkeit. Um das zu behaupten, muss man entweder sehr doof oder sehr böswillig sein.

Zur Veranschaulichung ein paar konkrete Enthüllungen aus nuhrschen Anmerkungen zur Gerechtigkeit:

Arbeit: „Leistung an sich hat ja teilweise bei uns schon den Geruch des Ungerechten.“

„Einer wird Pilot. Und ein anderer darf das nicht, bloß weil er jetzt blind ist. Das ist ja nicht gerecht, wenn man als Blinder nicht Pilot werden darf.“

„Die einen dürfen auf die Universität, und die anderen gehen mit 23 noch in die 4. Klasse, bloß weil sie nicht eins und eins zusammenzählen können. Und da fragen heute viele völlig zu Recht, wer bestimmt das eigentlich, dass eins und eins immer zwei sein muss. Das ist doch Willkür; das ist dieses kapitalistische System, dass es immer nur um Zahlen geht, selbst im Mathematikunterricht.“

„Die Ungerechtigkeit ist manchmal gar nicht zu korrigieren. das geht im Berufsleben los und hört damit auf, dass Frauen die Kinder kriegen. Das ist ungerecht. Ich wäre auch gern mal schwanger gewesen.“

Armut: „Gerade kamen ja zwei Studien raus… Die eine sagte, die Armut in Deutschland ist auf dem Rückzug, und die andere sagte, die Armut in Deutschland ist auf Rekordstand. Und da sieht man mal wieder: Jede Statistik ist so gut wie der, der sie verdreht (…) Studenten sind öfter arm als früher. Weil die Anzahl der Studenten stark gestiegen ist.“

Bildung: „Viele wollen ja die Noten abschaffen, weil die Kinder unterschiedlich leistungsfähig sind und deshalb unterschiedliche Noten kriegen. Das sei ungerecht. Und gerecht wäre, wenn alle die gleichen Noten bekämen, die Hochbegabten und die Idioten. Weil die ja nicht dafür können, dass sie Idioten sind. ÖUrgghh (imitiert einen geistig Behinderten)… Da kommen dann beim Elternsprechtag immer die Eltern. Die sagen: Meiner ist doch hochbegabt, der haut doch die andern immer auf die Fresse. Da können Sie als Lehrer nicht die Wahrheit sagen heute. Können Sie denen nicht erklären: Wenn Sie Glück haben, findet ihr verkorkster Halbaffe mit 14 ‘ne Lehrstelle als Roggenbrot. Weil in einer gerechten Welt sind alle schlau.“

Fremde: „Wir schaffen das, hat die Kanzlerin gesagt. Ein schöner Satz. so christlich…Na ja, jedenfalls haben das viele in Afrika damals als Einladung verstanden. Die ganzen Menschen aus allen Winkeln der Welt.

Mit Teddies wurde gewunken am Bahnhof, von Bewegten, von Linken, von Grünen. Es war abzusehen, dass das schiefgehen muss. Ne, von lauter Afrikaner und Araber, ne, ich war da schon mal: Mali, Sudan, Jemen und so weiter. Und ich kann ihnen sagen: Es sind Landstriche, in denen kulturell sehr wenig Wert gelegt wird beispielsweise auf Mülltrennung.

Und da waren viele Flüchtlingshelfer schon nach sehr kurzer Zeit frustriert und ha‘m gesagt: Die sammeln die Flaschen nicht; das Fladenbrot, was die essen, das enthält ja Gluten; und das ganze Fleisch, die essen Fleisch, die armen Tiere; und die Plastiktüten. Schon nach kurzer Zeit.“

Sex: „Irgendwann wird es Gleichstellungsgesetze geben, die dafür sorgen, dass jeder Hüne wenigstens einmal im Leben eine verhutzelte Hexe beschlafen muss…“

Diese lustigen Beschreibungen des – wie Sie hoffentlich bemerkt haben – vollständig verblödeten Mainstream-Bedürfnisses nach Gleichmacherei führt auf die Grundfragen der Gerechtigkeit in der Perspektive des bombensuchenden Prinzgemahls:

Wenn alles gerecht ist, wird man nicht mehr zum Leben kommen, weil man den ganzen Tag damit beschäftigt ist, gerecht zu sein. Immer wenn der eine was macht, muss jeder andere dasselbe machen, und dasselbe kriegen… Gerechtigkeit ist das Gegenteil von Freiheit, Lockersein… Wenn wir alles gerecht machen würden: Es wäre der Horror. Alles wäre geregelt. Keiner dürfte mehr was sagen. Wenn einer was sagt, müssten immer auch die anderen was sagen. Weil die alle gleich viel zu sagen haben sollen. Es wäre ein Horror.

Wer sich ein Herren-Fußballspiel anguckt, müsste sich auch ein Frauen-Fußballspiel angucken. Und natürlich eins der Transsexuellen, der Blinden und der Lahmen… Wenn irgendwann mal alles gerecht ist, dann werden wir beim Blindenfußball sehen, dass auch die Sehenden mitspielen dürfen. Dann dürfen auch Gesunde auf dem Behindertenparkplatz stehen…,. dann werden die Reichen arm und die Armen reich… Absolute Gerechtigkeit ist nur zu haben in der absoluten Diktatur…

… und Einigkeit

Frage: Was will uns der Künstler sagen? Er verhöhnt den menschenrechtlichen Gleichheitssatz, indem er ihn in sein Gegenteil verdreht und frei erfundenen Unsinn als angeblichen „Mainstream“ ausgibt, dem er sich zu widersetzen behauptet. Das Prinzip der Nuhrschen Komik ist dabei immer gleich: Von oben nach unten wird Verachtung durchgereicht. Das erreicht, bei Licht betrachtet, bestenfalls das Niveau eines Karnevalsabends im AfD-Ortsverein.

Natürlich darf jeder lachen, worüber er mag. Aber muss man das deshalb gleich stundenlang im Fernsehen zeigen? Ich schlage deshalb vor, die Programmverantwortlichen zur Strafe zu verpflichten, einer zehnstündigen Non-Stop-Aktion des Performance-Künstlers Dieter Nuhr beizuwohnen und dabei drei Flaschen „Oppenheimer Krötenbrunnen“, lieblich, zu verzehren.

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Alle Kommentare

  1. Alles verreissen zu können gehört zu den zweifelhaften Talenten, die einem, wenn man die 50 überschritten hat, zufallen. Insofern sehe ich es nicht als besondere Leistung an, wenn man von diesem Talent Gebrauch macht. Es sei denn, man verreisst etwas und der Blick wird auf etwas Besseres frei. Vor diesem Hintergrund betrachte ich Dieter Nuhr immer noch als den Wasserstand des Deutschen Humors. Dessen Vortrag zur Gerechtigkeit fand ich besonders gelungen. Insofern ist das, zugegeben eloquente, Niedermachen dieser Sendung und Dieter Nuhrs wenig konstruktiv, es sei denn, man will die erste Liga komplett abrasieren, damit nur noch Sekundär-Clowns die Bildschirmfläche füllen – um dann für die eigene Pointenarmut etwas mehr Sonnenlicht zu erwirken.

    1. Mag sein.-
      Ich finde allerdings, dass , wer in der “Ersten Liga” ironischen (“kabarettistischen”) Humor verbreiten will, zumindest ansatzweise verstzanden haben sollte, worüber er spricht. Man kann jede Menge Scherze über “Gerechtigkeit” machen. Aber zu behaupten, der “Mainstream” fordere, dass beim Blinden-Fußball auch Sehende mitspielen oder dass “alle dasselbe sagen müssen” oder dass das System der Schulnoten dahin geändert wird, dass alle “Idioten” und “Halbaffen” auch eine Spitzennote kriegen, ist so dermaßen beschränkt, dass ich in der angeblich witzigen “Widerlegung” solchen von niemandem je behaupteten Schwachsinns wahrlich nichts Ligafähiges erkennen kann.
      Aber wie gesagt: Manche freuen sich ja auch schon, wenn Mario Barth über seine Blähungen berichtet. Da will ich mich nicht einmischen.

      1. “Aber zu behaupten…”
        Behauptet wer?
        Nuhr?
        Behauptet er, daß der Mainstream das behaupte? Wirklich?!
        Oder ist das lediglich eine Karikatur, die noch immer nicht absurd genug ist, so daß nichteinmal SIE dies als Karikatur verstehen können/wollen??
        Wie absurd muß es denn noch sein, damit es als gewollte Absurdität erkannt wird??

      2. Was genau wird denn karikiert? Also wo etwa liegt beim Halbaffen“-Gag die Karikatur? Leute, die Noten ungerecht finden, fordern ja nicht gute Noten für Halbaffen und idioten, sondern keine Noten für alle. Nuhr sagt, Lehrer „könnten heute nicht sagen, dass Idioten keine guten Noten verdient und keine Chancen hätten.
        Wen genau „karikiert“ er damit? Und was will er uns / wem mit dieser verborgenen Karikatur zeigen /sagen?
        Unten sitzt das Publikum und freut sich, wie Nuhr den idioten nachäfft, der gute Noten haben will. Über wen oder was genau lachen die Leute?

    2. Nichts, aber wirklich überhaupt nichts an Dieter Nuhrs Vorträgen ist bzw. war zu irgend einem Zeitpunkt gelungen. Wenn scheinbare Eloquenz als Gradmesser für vermeinliche Originalität oder gar Intelligenz herhalten muss, wirft das einen seltsamen Schatten auf Ihr Urteilsvermögen.

      Nuhr tritt ausschließlich nach unten. Er hat noch niemals etwas anderes getan. Seine angedeutete Selbstironie ist niemals aufrichtig und in den meisten Fällen geradezu anzüglich.

      Wenn DAS die erste Liga des bundesdeutschen Kabaretts ist sollte man möglicherweise darüber nachdenken, die öffentlich-rechtlichen Sendezeiten bzgl. politischen Humors künftig nur noch für Direktübertragungen aus dem Bundestag zu reservieren.

      Die pure Existenz der von Ihnen so genannten “Sekundär Clowns” a la Barth macht aus Dieter Nuhr noch lange keinen Erstligisten!

      1. Die Behauptung, dass Nuhr nur “nach unten” tritt, kann ich nicht teilen. Nuhr ist einer der wenigen Kabarettisten, die sich von der political correctness absetzt, mit ihren Formulierungsregeln und ihrem Bestreben, alles was nicht ins Weltbild passt, leichtfertig als sexistisch, rassistisch oder als rechts abzutun. Hinzu kommt die Kritik an der aus den USA herüberschwappenden Identitätspolitik. Diese political correctness ist Mainstream und Mainstream ist eben nicht “unten”. Wenn Sie in die Leitmedien schauen und sich die führenden Parteien anschauen – insbesondere Grüne und SPD – dann finden sie die von Nuhr kritisierten Positionen in zunehmenden Maße eben bei diesen.

      2. @KlausT
        Da ich mit dem Begriff “political correctness” wenig anfangen kann, setze ich ihn meist mit dem Begriff “Anstand” gleich.
        Insofern stimme ich Ihnen zu, wenn sie schreiben, dass sich Nuhr “von der political correctness absetzt”.
        Über den Rest Ihres Absatzes lege ich großzügig den Mantel des Schweigens.

  2. Leider ist der betreffende Artikel der FAZ online nicht abrufbar, wir müssen also mit dem Häkelteppich, besser: dem geknüpften Netz des Fischers vorlieb nehmen.
    Löchrig ist im Grunde jede Argumentation, die nur auf einzelne Flicken wie NOx Bezug nimmt.
    Daß das weiträumige Umfahren von Meßstationen das lokale Problem lediglich verlagert, global gesehen den Schadstoffaustoß sogar vermehrt, ist doch genauso absurd, wie die steuerfinanziert versendete Werbung des Kraftfahrt-Bundesamtes für die Autoindustrie unter dem Stichwort “Umtauschprämien”.
    Vielleicht noch ein wenig absurder ist der Gesetzesentwurf der Bundesregierung, daß Grenzwerte gar keine sind, wenn sie um lächerliche 125% überschritten sind (50 Mikrogramm Überschreitung des Grenzwertes von 40 Mikrogramm).
    Solange Energie aus nichtregenerativen Quellen erzeugt wird, ist selbst das Elektroauto umwelttechnische Augenwischerei.

    Was Dieter Nuhr betrifft (habe es nicht gesehen), bin ich nicht ganz sicher, ob dieser nicht genau dasselbe meint wie der Autor, also seine absurden Beispiele aus derselben beißenden (auch selbst-)ironischen Quelle schöpft wie jener oftmals ebenso?

    1. Nein, liebe Fotobiene,

      Nuhr ist ein Zyniker. Ein Menschenfeind, oder um es höflicher auszudrücken, kein Menschenfreund. Frei von bzw. mit maximal scheinbarer Selbstironie. Vor allem, wenn auch nicht ausschließlich, in diesem Punkt unterscheidet sich Nuhr geradezu diametral von seinen Vorgängern wie Hüsch oder Hildebrandt.

      1. Fotobiene macht eine Umdrehung zu viel oder eine zu wenig.
        Nuhr karikiert „absurde“ gleichheitsforderungen, um „satirisch“ die nicht absurden zu treffen. Er sagt: Gerechtigkeit bedeutet, dass es immer, wenn die Sonne scheint, auch regnen muss. Das ist natürlich sehr witzig und entlarvt – wen oder was? Nuhr bietet genau drei Gruppen von Menschen an, denen er absurde Gleichheits-“Karikaturen“ nachwirft: 1) Afrikaner und Moslems, 2) Frauen und Transsexuelle, 3) Idioten und Halbaffen. Das war’s schon mit der Satire. Die Komik richtet sich gegen Trottel und „Mainstream“-Vertreter, die eine Gleichheit dieser genannten Gruppen fordern, die aber aus „Natur“-Gründen gar nicht erreichbar ist und daher völlig lächerlich.
        Das Publikum lacht über die Traumtänzer, die (angeblich) Idioten und Halbaffen gute Noten in der Schule geben wollen. In Wahrheit aber natürlich über die Idioten, die meinen, auch ihre geringen Leistungen seien anerkennenswert.
        Es macht über linke, grüne Teddybärenwinker, die (angeblich) enttäuscht sind, dass moslems und Afrikaner keine jutetaschen benutzen und fladenbrot mit Gluten fressen. In Wahrheit aber über die Negerkultur ohne Mülltrennung – als Ausdruck naturgegebener Ungleichheit.
        Und es lacht über Nuhrs Darstellung von Menschen, die (angeblich) fordern, dass Männer beim Frauenfußball mitspielen und Blinde Transsexuelle Pilot werden dürfen. Da jeder weiß, dass es Satire ist, wird die Häme dahin weitergeleitet, wohin sie zielt: Auf die Blinden, Frauen, Behinderten und sonstigen von Natur aus Ungleichen, die sich einbilden, gleiche Rechte fordern zu dürfen.
        Das ist schon das ganze Geheimnis des nuhrschen Kabaretts.

    2. … Ich bin mir sicher, dass Nein.
      Einfach mal in der Mediathek anschauen!
      Es ist offenbar immer wieder schwer.

      Welche “ironische Quelle” sollte das sein? Welcher Satz über Gerechtigkeit könnte in dem Nuhr-Text richtig sein, und wo könnte die “Ironie” sein? Beispiel: Gibt es Menschen im “Mainstream”, die wollen, dass alle Hochbegabten und alle Halbaffen “dieselben Noten” kriegen? Wenn überhaupt, fordern Kritiker des Systems der Leistungsnoten doch gerade, dass es keine “Noten”, sondern andere Auswahlkriterien geben sollte. Darüber könnte man meinetwegen Witze machen, wenn einem denn was einfiele. Aber wo soll die “Ironie” sein bei Witzen über “Halbaffen”, die angebliuch gute Noten haben wollen, und Eltern, die “dieselben Noten” wie für “Hochbegabte” fordern, weil ihr “Halbaffe” “alle auf die Fresse haut”?
      Wo ist die “Ironie” bei den Blinden und den Lahmen, den Frauen und den Behinderten und so weiter, deren Beschwerden gegen Ungerechtigkeiten Herr Nuhr “ironisch” damit beantwortet, sie als Komplett-Idioten zu verhöhnen, die angeblich verlangen, auf Behindertenparkplätzen müssten auch Nichtbehinderte parken dürfen, weil der “Mainstream” das verlange?
      Der Komiker Nuhr, der vielleicht 75.000 € pro Show in Rechnung stellt, oder auch ein bisschen mehr, erklärt den “Halbaffen”, dass “Leistung heute schon als ungerecht gilt”, und dass ihr 14jähriger Idiot nicht eine gute Beurteilung, sondern eine “Lehrstelle als Roggenbrot” verdient hat, weil das “in der Natur” halt mal so ist.
      Wenn man genau dieselben Bilder und Sprüche mit ein paar kleinen ternminologischen und stilistischen Veränderungen bringt, provoziert man garantiert einen landesweiten Aufschrei der moraliscfehn Empörung. Das weiß Herr Nuhr, und tut so, als ob er (auch) das ironisiere. Muss man das Maß der Verachtung, das aus solcher Billig-“Ironie” spricht, wirklich noch erläutern?

      1. Ich habe es nun angesehen und bin schlicht entsetzt, wie man Nuhr so derartig mißverstehen kann.
        Bereits zu Beginn zeigt Nuhr auf, daß Menschen im Grunde auch nur egoistische “Kapuzineräffchen” sind.
        In der Folge nimmt er beispielhaft diese egoistisch geprägte Sichtweise auf “Gerechtigkeit” auf, im Sinne der Affenlogik: “Gerecht ist, was ICH als gerecht empfinde”, unter verschiedenen gesellschaftspolitischen Sichtweisen (Sozialismus, Kapitalismus (“Leistung”)), heruntergebrochen auf tatsächlich existierende Argumentationen, die er jeweils ad absurdum führt. Er führt insbesondere das Mißverständis, “Gerechtigkeit” sei “Gleichheit” aus verschiedenen Perspektiven karikierend vor.
        Solche Bilder benutzen Sie, Herr Fischer, auch selbst immer wieder, insbesondere die zur “Gendergleichheit”, die eben NICHTS mit Gerechtigkeit zu tun hat.
        Nuhr prangert an, daß das MISSverständnis darüber, was “Gerechtigkeit” sei, geprägt ist von einem kapuzineräffchenmäßigen egoistischen GLEICHheitwahn, der in der UNGLEICHHEIT eine angebliche (!) UNGERECHTIGKEIT und Unfreiheit sieht.
        Ein grundlegendes Mißverständnis, wie Nuhr am Ende sehr ernsthaft formuliert:

        (ab ca. min 42:55)
        “Und jetzt, jetzt sage ich Ihnen mal was ganz Ungewöhnliches, weil ja bei uns ja immer nur alle negativ auf die Welt blicken, ich finde, wir haben in unserem Land ein ziemlich gutes – nicht perfektes, das kann es auch gar nicht geben – aber ein ziemlich gutes Gleichgewicht aus Freiheit und Gerechtigkeit, vielleicht die beste Mischung, die es je auf dieser Welt gegeben hat, und ich würde dieses System deshalb gerne erhalten und verbessern, aber der Wille, sich als OPFER zu fühlen, ist einfach GIGANTISCH bei uns, und das hat nichts mit mangelnder Gerechtigkeit zu tun, sondern mit unserer Unfähigkeit, das Erreichte wertzuschätzen.
        Daran sollten wir arbeiten.”

        Nuhr kritisiert den in diese Richtung orientierten Sozialismus, der mit seinem Gleichheits(!)wahn fehllief, genauso aber den “Leistungswahn” (Taschendieb – wunderbares frauenfeindliches(?) Beispiel!), der gar nicht vorhandene Leistungen (Fußball, Konzern-Manager) prämiert, trotzdem aber vielleicht zum Schutz aller von diesem existierenden (ungerechten?) Gleichgewicht Abhängigen sogar Banken rettet.

        Nuhr vertritt EXAKT Ihre Meinung, daß es scheinbar “absolute Gerechtigkeit” nur in einer Diktatur geben könnte, in der eine “Gerechtigkeitspolizei” (Nuhr) über Gerechtigkeit entscheidet, bis hin zur “totalitären Finsternis der Gleichheits(!)diktatur”.
        Weil aber jeder Mensch “Gerechtigkeit” tendenziell wie ein Kaupuzineräffchen sieht, also aus seiner egoistischen Perspektive (!) “Gleichheit” als “Gerechtigkeit” mißversteht, ist Kommunikation darüber notwendig, was also “Gerechtigkeit” denn ist, nämlich die Kommunikation über Egoismen und Freiheit, und was “gleich” im Sinne von “gerecht” (i.S.V. Art. 3 GG!) denn eigentlich ist, eine Frage, die Nuhr hier grandios beißend und überzeichnend stellt, im Grunde genau in Ihrem Sinne, Herr Fischer.

      2. @Fotobiene Ich teile Ihre Analyse. Nuhr plädiert dafür, unaufhebbare Unterschiede zwischen Menschen anzuerkennen. Das ist allerdings kein SPD-, Linken- und Grünen nahes Plädoyer, sondern ein liberales! Liberales Denken passt allerdings nicht in den Zeitgeist, der auf Konfrontation und verbales Niedermachen des Meinungsgegners gerichtet ist.

      3. KlausT:
        Wo genau liegt der „unaufhebbare Unterschied“ zwischen den Menschen aus Mali und Jemen, die von Mülltrennung nichts verstehen, und den „Bewegten, Linken und Grünen“ , die „ mit Teddybären gewunken“ haben?
        Richtig ist, dass ein unaufhebbarer Unterschied zwischen Behinderten und nicht Behinderten besteht. Nuhr macht sich über Leute lustig, die (fiktiv) fordern, dass auch Nichtbehinderte auf bebindertenparkplätzen parken dürfen. Das ist natürlich „satirisch“ übertrieben. Natürlich fordert das niemand. Es soll ein Beispiel sein für die – angebliche – Mainstream-Angewohnheit, „unaufhebbare Unterschiede“ aufheben zu wollen. Aber was hat es mit „moslems und Afrikanern“ zu tun?
        Noch ein Beispiel: In der „horrorwelt“ des von Nuhr verachteten Gerechtigkeits-Mainstreams dürften Männer beim Frauenfußball mitspielen. Und wer Frauenfußball anschaut, müsste (!) auch Transsexuellen-Fußball anschauen. Was genau wird da „ironisiert“? Doch wohl der „unaufhebbare Unterschied“ zwischen Geschlechtern. Auf welche „ Mainstream“-Verirrung zielt die Komik? Nuhr fällt ein: dass er nicht schwanger werden kann. Dies absurd zu bejammern, hält er für Satire gegen die Gleichmacherei des unaufhebbare Unterschieds zwischen Männern und Frauen. Frage: wo genau befindet sich der Gegenstand der nuhrschen Satire? Welche „unaufhebbaren Unterschiede“ zwischen Männern, Frauen und Transsexuellen werden vom Mainstream nicht beachtet oder geleugnet, so dass Herr Nuhr darauf satirisch aufmerksam machen muss? Erklären Sie es mir, bitte.

      4. @Herrn Fischer Es geht m.E. Herrn Nuhr darum, aufzuzeigen, dass wohlmeinendes Gerechtigkeitsbestreben eben nicht zu mehr Gerechtigkeit, sondern letztlich zu Unfreiheit, zu kleinkariertem, bürokratischen Bewerten, Abmessen und Abschaffen jedes kleinen “Fitzelchens” führt, das irgendjemand, der gerade das (politische) Sagen hat, als ungerecht empfindet. Das versucht Nuhr mit einer Vielzahl von Beispielen zu veranschaulichen. Aktuell sind in der Politik im Zusammenhang mit (vermeintlicher) Ungerechtigkeit feministische Themen angesagt, deswegen mag hier bei Nuhr ein Schwerpunkt liegen, aber es geht eben auch um andere Lebensbereiche, wo angeblich Ungerechtigkeit herrscht. Auch dazu bringt er Beispiele.
        Ich habe von unaufhebbaren Unterschieden zwischen Menschen geschrieben und habe damit bewusst nicht nur das politische Mainstreamthema “Mann/Frau” gemeint. Sie verengen m.E. die Thematik zu stark auf dieses Thema.
        Es ist z.B. absurd, Quoten für Frauen zu fordern, gleichzeitig aber (in der Genderideologie) auf das subjektive Geschlechterempfinden abzustellen. Ich könnte also – weil “gerecht” – eine geschlechtergemischte (50:50) Fußballmannschaft fordern, dann aber sagen, dass ich (Mann) mich als Frau fühle, also dann einen der Frauenplätze einnehmen wollen. Damit wäre der “gerechte” Kuddelmudel perfekt. Auf derartige “Kuddelmuddelgefahren” wie in meinem fiktiven Beispiel spielt Herr Nuhr m.E. an.
        Unaufhebbare Unterschiede gibt es zwischen großen und kleinen Menschen, introvertierten und extrovertierten, forschen und zurückhaltenden, zwischen Männern und Frauen, bei in Afrika und in Europa lebenden Menschen, bei Menschen, die am Nordkap mit langer Winterdunkelheit und langer Sommerhelligkeit leben und denen, die am Äquator leben usw. usw. Manche Unterschiede kann man versuchen auszugleichen oder abzumildern, sie können z.B. einem nicht selbstbewussten Menschen ein Selbstsicherheitstraining anbieten (finde ich ok), sie können aber auch dem Selbstbewussten Zurückhaltung VERORDNEN und derart regulierende Tendenzen im Namen der Gerechtigkeit sehe ich leider (z.B. bei einer Frauenquote, die automatisch andere, die der Quote nicht entsprechen, benachteiligt).

  3. Ich kann ja verstehen, dass ein sich für intelligent haltender Jurist in puncto Gerechtigkeit schon von Berufs wegen eine andere Meinung hat als ein intelligenter Kabarettist. Trotzdem: die vorgeschlagenen drei Flaschen Wein sollte der Jurist selbst trinken. Vielleicht schreibt er dann auch nicht mehr so steif.

    1. Soso… “sich für intelligent haltender Jurist”… Wie anmaßend geht es eigentlich in einem dahingerotzten Kommentar? Herr Fischer ist nachweislich einer der intelligentesten Juristen Deutschlands! Was genau können Sie vorweisen, außer dem Schreiben annonymer, polemischer Kommentare im Internet?

      1. @Skeptiker

        Der Wolf ghört wohl zu einer speziellen Sorte, nämlich zu so einer, die damals (bei uns) die Stimme des Genies Qualtinger am liebsten zum Schweigen gebracht hätten.

      2. Und der Nachweis “einer der intelligentesten Juristen” ist wodurch erbracht? Einen IQ-Test? Die (ehemalige) Betätigung als Zeit-Kolumnist? Den Umstand, dass er nach einem wiedervereinigungsbedingten Karrierebooster (freiwillig in den Osten!) auf die BGH-Vorschlagsliste kam?
        Oder durch die boße dahingerotzte Behauptung von “Skeptiker”?

  4. Armseliger Kommentar eines staubtrockenen Juristen, der offenbar zum Lachen in den Keller geht. Man muss es schon gesehen haben und nicht gelesen! Und vielleicht auch etwas älter sein, denn die angeblichen Witze meiner Kinder sind für mich auch unlustig.
    Hier musste sich ein Profilneurotiker austoben! Hallo! Das war Satire. Begriff wird bei Wikipedia erklärt!

    1. Ich bin beispielsweise kein Jurist und erst recht kein staubtrockener, aber ich kann gute Satire von schlechter Comedy, die sich den Anschein von intellektuell hochwertiger Ironie gibt, unterscheiden.

      Vor allem aber kann ich Menschenfreunde von misanthropen Zynikern unterscheiden, deren Pointen nahezu ausschließlich gegen Randgruppen zielen.

      Die von Nuhr gewählten Beispiele zum Thema Gleichberechtigung triefen geradezu von unzulässiger Vereinfachung, die den Kern dieser Grundsatzfrage noch nicht einmal am Rande streifen.

      Im Gegenteil, in Nuhrs Polemik zum Thema werden die wesentlichen Aspekte durch scheinlogische Kurzschlüsse nicht etwa ad Absurdum geführt (was bei guter Satire möglich sein sollte), sondern sie werden simplifiziert und diejenigen Bevölkerungsgruppen, die unter dem Mangel an Gleichberechtigung leiden, müssen für Schenkelklopfer Pointen auf Stammtisch Niveau herhalten.

      Wie ich in einem anderen Kommentar schon einmal schrieb: Nuhr tritt ausschließlich nach unten. Auf die, die ohnehin schon unterprivilegiert sind un sich nicht wehren können.

      Das ist schäbig. Sonst nichts!

      1. Nicht ad absurdum?
        Sie finden also dies NICHT total absurd?!?!

        „Einer wird Pilot. Und ein anderer darf das nicht, bloß weil er jetzt blind ist. Das ist ja nicht gerecht, wenn man als Blinder nicht Pilot werden darf.“

        “Wenn Sie Glück haben, findet ihr verkorkster Halbaffe mit 14 ‘ne Lehrstelle als Roggenbrot. Weil in einer gerechten Welt sind alle schlau.”

        “Es sind Landstriche, in denen kulturell sehr wenig Wert gelegt wird beispielsweise auf Mülltrennung.”

        „Irgendwann wird es Gleichstellungsgesetze geben, die dafür sorgen, dass jeder Hüne wenigstens einmal im Leben eine verhutzelte Hexe beschlafen muss…“

        Wie absurd muß man als Kabarettist denn noch formulieren, damit auch der letzte “Interlektuelle” begreift, wie ABSURD das Beispiel ist?!

        Mir wird ganz bang…

      2. Korr: Intellektuelle, natürlich.
        Wenngleich zwischen den Zeilen zu lesen das eigentliche Thema…. Nunja… 😉

    2. Wer für den Begriff Satire erst Wikipedia bemühen muss, hat sein Niveau bereits hinreichend geoutet. Am besten bleiben Sie bei Atze Schröder und Nuhr, Rainer – dieser “Humor” sollte für Sie voll ausreichen.
      Für Satire braucht es nachweislich einen 3stelligen IQ. Und Satire mit schlechter “Comedy” gleichzusetzen, sagt eigentlich alles …

    3. Haben Sie außer “armselig” eigentlich noch irgend etwas zu bieten? Argumente vielleicht? Oder wollen Sie auf diesem niedrigen Niveau bleiben? Dabei unterbieten Sie Dieter Nuhr sogar nochmal…

  5. Weder habe ich den FAZ-Artikel gelesen noch die Sendung mit Dieter Nuhr gesehen, trotzdem maße ich mir an, meinen “Sempf” dazu zu geben.

    “Was den Leiter Technik & Motor besonders empört, ist, dass der Gesetzgeber und „die Politik“ sich einfach nicht entscheiden können, ob sie nun den Diesel oder den Benziner schlimmer finden sollen.”
    Damit hat der Mann doch Recht, es ist “die Politik”, die hier wahrscheinlich ohne Sachkenntnis 50 Millionen Autofahrer (Ihre Zahl) verunsichert. Die sogenannte Autoindustrie hat immer die Auflagen erfüllt, Euro5 ist immernoch Euro5, auf einmal sagt “die Politik”, Euro5 ist Scheiße. Benziner sind aus einem anderen Grund Mist (Feinstaub), Euro6 wurde manipuliert, aber mit Software-Updates gerichtet. Jetzt die gesamte Automobilindustrie zu verteufeln ist doch hanebüchen. Des Deutschen liebstes Kind ist sein fahrbarer Untersatz, da versteht der keinen Spaß, von Arbeitsplätzen rund um die Automobilindustrie mag man gar nicht reden.
    Ich weiß nicht, wieviele hier in D einen SUV fahren, wenn man auf die Straße schaut, eher weniger, die Mehrheit fährt doch irgendwelche Langstreckenkutschen, weil Diesel sich mal rechnete.
    Ich bin selbst “betroffen”, als Radfahrerin, die gelegentlich den kleinen Peugeot nutzen muss, Euro5, vor nicht allzulanger Zeit die modernste Technik.
    Mein größeres “Problem” ist unser Wohnmobil, Euro5, modernste Technik vor 5 Jahren, auf einmal werden wir ausgesperrt, genauso geht es doch der Mehrheit, nicht Ihrem Beispiel der Taunuskreis-Pendler?!
    Klimawandel: es werden immernoch Kohle- und Gaskraftwerke gebaut, um sogenannte “Stromspitzen” aufzufangen, wer greift da mal endlich an ob dieser Absurdität? Wer stellt endlich Bundeshoheit über Landeshoheit bezüglich HGÜ?
    Holzheizungen wie die herrlichen Kamine u.Ä., spricht keiner drüber.
    Subventionierte Monokulturen in der Landwirtschaft (Mais, Raps, usw.), Gülledingens, etc. Regenwald abholzen für Kokospalmen, Palmöl war bis vor kurzem das A und O, gerade gerät es in Verruf, und nun.

    Zu Dieter Nuhr:
    “Nuhr, 58. Slimfit-Jacket, tiefes Dekolleté, hautenges Höschen und gewaltige Springerstiefel: ein Frührentner im Jugendoutfit.”
    Mit Verlaub, lieber Herr Fischer, das ist schlichtweg schlechter Stil, einer mag V-Ausschnitte, einer mag Pullunder, ich mag beides nicht gern sehen, so what.
    Ich rechne Nuhr eher dem intellekturellen Teil unserer Humoristenlandschaft zu, ihn mit Mario Barth in einen Topf zu werfen, ist nicht fair.

    “Armut: „Gerade kamen ja zwei Studien raus… Die eine sagte, die Armut in Deutschland ist auf dem Rückzug, und die andere sagte, die Armut in Deutschland ist auf Rekordstand. Und da sieht man mal wieder: Jede Statistik ist so gut wie der, der sie verdreht (…) Studenten sind öfter arm als früher. Weil die Anzahl der Studenten stark gestiegen ist.“”
    Was solls, ist doch so, man könnte natürlich auf die Wohnsituation von StudentInnen eingehen und vieles mehr.
    Ich könnte alle Zitate von Nuhr zerpflücken, mein Kommentar ist aber eh schon lang geworden, aber was raus muss, muss raus 🙂
    Ich empfehle Ihnen (unrelevant, ich weiß), weniger zu publizieren, dieses permanente “Abliefern” untergräbt Ihre Fähigkeiten à la “Fischer im Recht”, solche grandiosen Aufsätze von Ihnen wie “damals” würde ich mir gerne wieder wünschen, aber ich weiß, das Leben ist kein Wuschkonzert.

    1. Darauf kann ich jetzt nicht im einzelnen eingehen. Ich glaube, dass Sie manches vielleicht ( noch) nicht verstanden haben.
      Nur ein Beispiel: Studenten sind öfter arm als früher. Weil es mehr Studenten gibt.
      Wenn man die beiden Sätze ein bisschen überlegt, bemerkt man, dass das „Weil“ im zweiten Satz kompletter Unsinn ist. Typische Nuhr-Verdrehung. Der Zuschauer soll/scheint den Unterschied zwischen „ mehr Studenten als früher“ und „Studenten öfter als früher“ nicht zu bemerken.
      Wo soll da Ironie“ oder Humor“ sein?

      1. In der Tat keine Spur von Ironie oder Humor. Aber ein bemerkenswerter Satz, etwas flappsig formuliert. Das durschnittliche Einkommen in Deutschland beträgt 3.771 EUR. Demgegenüber stehen Studenten. Das Bafög beträgt durschn. 443 EUR. Zweidrittel der Studenent arbeiten und erzielen durchschn. 323 EUR. Der durchschnittliche Student kommt mit allen Unterhaltsleistungen auf 918 EUR netto(!) im Monat (Quelle 21. Sozialerhebung). Das sind das weniger als 60% vom netto von 3.771 EUR. Der Student ist nach der offiziellen (und von Dieter Nuhr zitierten) Definition arm. Da sich die Bevölkerung in Deutschland nicht siginifikant verändert hat aber die Anzahl der Studenten von 1,7 Mio (1990) auf 2,8 Mio (2018) deutlich angestiegen ist, gibt es mehr Armut in Deutschland, verursacht durch mehr Studenten. Das war eigenlich die Kernaussage von Dieter Nuhr. Der Satzteil “Studenten sind öfter arm als früher” ist auch richtig, weil die zusätzlichen Studenten definitv nicht aus der Oberschicht kommen. Die hat immerschon studiert. Insofern ist innerhalb der Studentenschaft auch das soziale Niveau etwas in Richtung Mittelpunkt abgerutscht. Aus diesen beiden Satzteilanalysen ergibt sich, dass das Wort “weil” in der Tat einen korrekten Kausalzusammenhang herstellt. qed

      2. Die Ironie und der Humor liegen in der statistischen Definition von “Armut” iVm der Anzahl der Studenten, das hat Nuhr doch eigentlich recht gut beschrieben?

      3. ” Ich glaube, dass Sie manches vielleicht ( noch) nicht verstanden haben.”
        Na klar, diesem Totschlagargument ist Ihnen gegenüber kein Lieschen Müller (dafür stehe ich !) gefeit, aber bedenken Sie auch einmal meinen letzten Absatz, nur so am Rande.
        Nur ein Beispiel: “Studenten sind öfter arm als früher. Weil es mehr Studenten gibt.”
        “Wenn man die beiden Sätze ein bisschen überlegt, bemerkt man, dass das „Weil“ im zweiten Satz kompletter Unsinn ist. Typische Nuhr-Verdrehung. Der Zuschauer soll/scheint den Unterschied zwischen „ mehr Studenten als früher“ und „Studenten öfter als früher“ nicht zu bemerken.
        Wo soll da Ironie“ oder Humor“ sein?”

        Ich unterstelle Herrn Nuhr doch schon, Jahrgang 60, dass er weiß, wie die “studentische Situation” heute ausschaut.
        Das “Weil” ist schlichtweg eine Tatsache, es gibt heute mehr Armut unter StudentInnen, weil es mehr StudentInnen gibt, Fakt, vor allem der Wohnungsnot geschuldet.
        Sie unterstellen ihm, dass er nicht genau davon spricht, ich glaube das allerdings schon, sein Publikum erfasst natürlich nicht Ihre rhetorischen Spitzfindigkeiten, aber er bringt es “volksverständlich” rüber, weil der gemeine TV-Schauer eben nicht Herr Fischer ist, sondern eher der “durchschnittliche ÖR-Konsument”. Keine Frage, man kann das alles kleinklein runterbrechen, aber bitte bedenken Sie doch, wer der Zuschauer ist, die gilt es im ÖR bedient.
        Seien wir doch froh, dass mehr Menschen Nuhr schauen als “Frauentausch” (hoffentlich).

      4. Um nochmal ein bisschen “Nachzutreten”, Ihre “aus Oberhessen nach Frankfurt Pendler” bezieht sich vermutlich auf die Banker, von denen halt die Finanzinstanz Frankfurt lebt, selbst die müssen den Finanzstandort Frankfurt am Leben halten und hinkommen, der ÖPNV lässt nach wie vor zu wünschen übrig. Aber es gibt eben auch die 1000den Pendler aus dem Umkreis, die z.B. bei FRA beschäftigt sind, Schichtbeginn 6:00, aus dem tiefsten Odenwald nur mit dem PKW zu erreichen, die fahren sicher alle Diesel, ob der Entfernung. Man kann aus einer heilen Welt heraus natürlich sehr ökologisch argumentieren, da bin ich ganz bei Ihnen, ich bin auch total links-grün-versifft, aber man muss immer noch in der Realität ankommen, auch im Humor vor allem.

      5. Fotobiene: Sie verdrehen die Nuhr-Aussage, um irgendwo eine „Ironie“ herauszuquetschen. „Studenten sind öfter arm“ hat mit der Armutsgrenze-Definition nichts zu tun. Die war ja früher schon genauso. Wenn Studenten ( meistens) arm sind und ihr Anteil steigt, dann gibt es mehr Arme in der Gesellschaft. Kann ja sein, dass das witzig ist. Alleinerziehende Frauen sind auch oft arm, und ihre Zahl hat zugenommen. Aber wo genau könnte die „Ironie“ liegen in dem Satz „Alleinerziehende Frauen sind öfter arm als früher“?

      6. Noch einmal (zu Fotobiene und anderen): Sie irren sich.
        Auch Nuhrs “Studenten-Beispiel” ist nicht ganz so ohne. Angeblich – so fotobiene – will er damit “die absurde Definition von Armut” karikieren.
        Nuhr sagt: Wennn jeder das Zehnfache kriegen würde (oder das Hundertfache”, würde sich an der Zahl der Armen nichts ändern. Da lachen alle. Es ist aber weder sachlich richtig noch gar witzig. “Arm” und “Reich” sind inhaltliche, materielle Begriffe, die eine RELATION beschreiben. (Armuts)Statistk” ist eine Methode, mit der quantitative Anteile gemessen werden können. Wenn “alle das Zehnfache kriegen”, hat einer, der vorher 100 hatte, hinterher 1000. Und einer, der vorher 1000 hatte, hinterher 10.000. Der Unterschied zwischen “Arm” und “Reich” ist also von 900 auf 9000 (um das Zehnfache) geachsen. An der relativen (!) Armut der einen hat sich nicht nichts geändert, sondern sie ist zehnmal größer als zuvor.
        Nun könnte man – zum Ad-Absurdum -Führen – sagen, dass ein Prinz aus Saudiarabien, der nur 50 Mio $ hat, “arm” sei im Verhältnis zu einem, der 500 Mio hat. Aber bei Studenten, Hartz IV-Empfänfern und alleinerziehenden Frauen geht es bekanntlich nicht um Prinzen und Millionen. Den “absoluten” Bezuigspunkt holt sich Nuhr daher woanders: In AFRIKA (wo keine Mülltrennung ist) sagen die Leute: “Wenn man Hartz IV hat, ist man reich. Wenn ich 700 € hätte, könnte ich davon ein ganzes Jahr leben.” Diesen HInweis nimmt Herr Nuhr, um die Hartz IV-Empfänger in Deutschland “satirisch” darauf hinzuweisen, dass sie sich nicht so anstellen sollen mit ihrer Aermutsstatistk, weil in Afrika kriegt der Afrikaner gar nix. Das ist eine Super-Satire. Nuhrs Publikum besteht aus Leuten, die 2000 im Monat haben, und über die Leute lachen, die sagen, dass dass man mit 900 € im Monat arm sei. Denen sagt Herr nur, der Komiker: Wenn Du 1000 im Monat hast und ich 30.000, dann ändert sich absolut nichts, wenn jeder von uns das zehnfach kriegt.
        Das ist ja das Perfide am Nuhrschen “Humor”; und er arbeitet immer mit demselben Trick: Angeblich vom “Mainstream” gemeinte Absurditäten werden ironisiert, um das “dahinter” Stehende lächerlich zu machen: Gejammer über “Armut” ist lächerlich, weil die Statitische Definitionsgrenze ergibt, dass man in Deutschland mit einem Einkommen “arm” ist, mit dem man in Somalia “reich” wäre. Und wer über die relative Armut in Deutschland jammert, will “letzten Endes” eine “Horror”-Gleichmacherei, die den leistungsträgern wie Herrn Nuhr das sauer und gerecht verdiente Geld aus der Tasche zieht und an die Halbaffen-Roggenbrote umverteilt: Der totale Kommunismus,. die totale Diktatur.
        Das ist “Satire” und deutsches Nuhr-Kabarett: Von oben nach unten. Von Mächtig auf Ohnmächtig. Der Kern dieser Komik besteht rechtsgerichtetem Chauvinismus. Die begeisterten Klatscher kommen aus der Schicht der Furchtsamen knapp oberhalb der jeweils verachteten Kategorie. Sie verbünden sich mit dem Star auf der Bühne gegen die “Gleichmacher” und Leistungsverweigerer, gegen Frauen, die Männer sein wollen, und Arme, die Reich sein wollen. Und gegen die Spinner des “Mainstream”, die “Gutmenschen” und “Bewegten”, die nicht wahrhaben wollen, dass Armut und Reichtum, soziale Chancen und soziale Chancenlosigkeit von der menschlichen Natur einfach vorgegeben sind und das Gesülze von Gerechtigkeit nichts nutzt.
        Deshalb ist ja auch der Somalier lächerlich, der mit 300 $ im Halbjahr nicht zufrieden ist, wo doch der mülltrennende 14-jährige Halbaffe in Mali nur einen halben Dollar pro Tag hat.

        Zur Belohnung bittet Herr Nuhr dem Publikum an, wenn eine echt geile Bombe unter ihnen sei, dürfe sie nach der Vorstellung zu ihm in die Garderobe kommen. Da freuen sich die kaufmännische Angestellte und die Hausfrau ohne Bombenqualität, und müssen herzlich lachen über dieses Maß an Selbstironie.

      7. @ Thomas Fischef
        Ich glaube, das Mißverständnis liegt in der einseitigen Perspektive, die Sie Nuhr unterstellen. Er wechselt die Perspektiven und verlangt, daß wir das auch tun, uns auch unschöne Schuhe anziehen.
        Über den Witz mit dem Taschendieb können neben Männern nur Frauen lachen, die sich die überfüllte Handtasche selbst zuschreiben.
        Und die völlig überzogenen Fußballergehälter für Balltreter, die mehr Showstars als Leistungsträger sind, kann man auch aus der Perspektive des komplett irren kapitalistischen Werbe-Marktes sehen.
        Die relative Definition von Armut bei uns ist aus einer globalen Perspektive gesehen purer Luxus, das sollte jeder hier sich immer wieder einmal klar machen.
        Und der reiche Ferrarifahrer sollte sich mal klarmachen, warum er es nötig hat, so herumzuprotzen, sich zudem darüber im Klaren sein, daß er mit dem Ding bei jeder Bodenwelle unten aufsetzt, dem “Unten” also näher ist, als er so meint.

        Zwei Ihrer Beispiele:
        “Das Publikum lacht über die Traumtänzer, die (angeblich) Idioten und Halbaffen gute Noten in der Schule geben wollen. In Wahrheit aber natürlich über die Idioten, die meinen, auch ihre geringen Leistungen seien anerkennenswert.”

        Nein: Das Publikum, die Väter und Mütter, sollen über SICH SELBT lachen, die – wie alle Eltern – selbstverständlich KEINEN Sohn haben, der doof wie Brot ist, aber Abitur machen und studieren soll.
        Wie unsinnig das ist, zeigt das Beispiel vom Hochbegabten, der zuerst den Schuh anzieht und dann die Socke, oder Typen, die eigentlich nicht rechnen können, aber gerade darum Banker werden.

        “… linke, grüne Teddybärenwinker, die (angeblich) enttäuscht sind, dass moslems und Afrikaner keine jutetaschen benutzen und fladenbrot mit Gluten fressen. In Wahrheit aber über die Negerkultur ohne Mülltrennung – als Ausdruck naturgegebener Ungleichheit.”

        Nein: Nuhr macht sich lustig über DEUTSCHE Kultur, die sich einerseits damit brüstet, Geflüchteten zu helfen, andererseits von ihnen möglichst schon bei Ankunft derartiges Luxus-Zeug wie vergane Ernährung oder Mülltrennung erwartet.

        Ja, natürlich richtet sich Nuhrs Stachel gegen das übersteigerte “Gutmenschentum”, das oft Gleichheit mit Gerechtigkeit verwechselt. Darüber lachen kann man vielleicht nur, wenn man sich diesen Schuh auch anzieht, über sich selbst lachen kann.

      8. Herr Fischer,

        ich hätte da mal ein paar Fragen:
        1. wo ist die Statistik, die uns endlich sagt, wieviel % der Studenten arm sind im Vergleich zu was?
        2. wieso überhaupt sind Studenten arm? Weil sie kein Geld zum Studieren erhalten oder keine Arbeit um ihr Studium zu finanzieren oder sich frei entschieden haben, mit minimalem Budget schnell fertig zu studieren? (Bewusst frage ich nicht nach der Definition von Armut)
        3. es können leider nicht alle studieren. Oder doch? Allein darüber könnte man seitenlang rumdiskutieren.
        4. Erkennen Sie, dass Sie sich mit ihrem Kommentar in der von Ihnen gewählten Tonalität gleichermaßen über den Komiker (Ihre bewusste Wortwahl?) von oben herablassen, und so nichts, aber auch gar nichts zum positiven bewirkt haben, sondern die Kommentarschaft nur weiter gespalten haben?

        Ich glaube, dass Sie manches vielleicht (noch) nicht verstanden haben.

      9. fotobiene (14.14 Uhr):
        Ich bin kurz davor, aufzugeben. Sie verdrehen die verdrehungen des Komikers Nuhr, bis er in das Bild passt, das Ihnen gefällt. So funktioniert aber Satire nicht. “Witz” ist nicht, wenn Mario Barth furzt oder Herr Mittermeier einen Behinderten nachmacht. Deshalb sollten Sie (mir) erklären, warum es Satire ist,m wenn Herr Nuhr einen “Halbaffen” und seine Halbaffen-Eltern nachmacht.
        Sie sagen: Er möchte uns damit sagen, dass es falsch sei, minderbegabte Menschen als “Halbaffen” zu bezeichnen, die keine Chance haben, und dass man daran auchz nicts ändern kann (was man daran sieht, dass offenkundig schon die Eltern Halbaffen sind) . Und DESHALB sagt er dazu, dass man das “heute als Lehrer nicht mehr sagen darf”? WAS will er uns damit nun sagen? Dass man es doch sagen darf?
        Versuchen Sie es doch einmal ein bisschen zu vereinfachen und auf den Punkt zu bringen – wie früher im Deutsch-Aufsatz “Text-Interpretation”.
        Es ist doch nicht so schwierig. “Satire” ist eine Form, aber die besteht doch nicht darin, dass niemand sie verstehen kann. Herr Nuhr ist kein Philosophie-Professor, sondern Komiker. Es ist sinnlos, ihm zu unterstellen, er “ironisiere” das Verständnis von Menschen die das Verständnis von Menschen ironisieren, die irrtümlich meinen, was andere für ironisch halten… Das Nuhr-Publikum und die Kommentatoren dieses Forums bringen dieses Maß an Meta-Textualität ersichtlich nicht auf, und es würde auch gewiss nicht dazu führen, dass der Künstler als TOP-Act in der ARD erscheint.
        Versuchen Sie es einfach mal ein bisschen einfacher, und mit den ganz normalen Bordmitteln der Text-Analyse, ohne Vor-, Zwischen- und Nach-Unterstellungen.
        Sagen Sie mir einfach, was die Armen und die Frauen und die Behinderten und die Afrikaner LUSTIG finden sollen an der lustigen Nuhr-Satire über die Gerechtigkeit.
        Das isdt doch nicht so schwer und müsste doch eigentlich möglich sein, auch ohne sich im einzelnen mit Fischers Charakterfehlern oder Verkennungen zu befassen. Einfach mal ganz banal “den Witz erklären”: Den mit den Fladenbrotenfressenden Afrikanern, oder den mit den Blinden, oder den mit den Halbaffen.

      10. Herr Fischer, Sie überziehen wieder einmal ganz deutlich, das macht mir SO wirklich keinen Spaß mehr.

        “”Witz” ist nicht, wenn Mario Barth furzt oder Herr Mittermeier einen Behinderten nachmacht.”

        Ach. Danke für diesen Hinweis.

        “Sie sagen: Er möchte uns damit sagen, dass es falsch sei, minderbegabte Menschen als “Halbaffen” zu bezeichnen, die keine Chance haben, und dass man daran auchz nicts ändern kann (was man daran sieht, dass offenkundig schon die Eltern Halbaffen sind).”

        Nein, das sage ich nicht. SIE verdrehen, nicht ich, nicht nur Nuhr, sondern auch meine Aussagen.
        Nuhr sagt: In jedem von uns steckt das kleine Kapuzineräffchen/Halbaffe.
        Und die Arschlochquote ist oben wie unten die gleiche.

        Ich erkläre auch keine einzelnen Sätze, so wie Sie es von mir verlangen, die sind nämlich aus dem Zusammenhang gerissen und wortwörtlich genommen meist ganz unwitzig.
        Wenn Sie meine Erklärung oben nicht verstehen (möchten), ist das halt so.

        “Versuchen Sie es doch einmal ein bisschen zu vereinfachen und auf den Punkt zu bringen – wie früher im Deutsch-Aufsatz “Text-Interpretation”.”

        Nein, Herr Witze-Oberlehrer.
        In aller Freundschaft: Es reicht.

      11. “Sagen Sie mir einfach, was die Armen und die Frauen und die Behinderten und die Afrikaner LUSTIG finden sollen an der lustigen Nuhr-Satire über die Gerechtigkeit.”

        Es sollte doch bei Satire nicht ums lustig finden gehen, eher sollte einem “das Lachen im Halse stecken bleiben”.
        Gelang und gelingt hin und wieder der “Anstalt”, der “Titanic”, einem Jan Böhmermann und eben auch einem Nuhr.
        Das Aufzeigen von überzogenen Verhaltensmustern, von Äußerungen im öffentlichen Raum, usw. und dies in einen bissigen Kontext gestellt, macht Satire aus, nicht die Schenkelklopfer, auf die hat es Herr Nuhr doch auch nicht angelegt. Ich unterstelle ihm Gutes, indem ich glaube, er provoziert Denkanstöße. Als Satiriker nutzt er die Stilmittel der Satire, mal mehr, mal weniger gut gelungen, geht uns doch allen auch so mit dem, was wir unseren Job nennen.

      12. Liebe Fotobiene,
        nix für ungut, aber Ihr phasenweise kläglich-mimosenhaftes und eingeschnapptes, fast kleinkindliches Getue kann selbst der Allergeduldigsten gehörig auf die Nerven gehn.

        So, das sollte auch mal gesagt sein.

      13. @fotobiene
        “Der Vergleich mit Böhmermann hinkt gewaltig.”
        Ich vergleiche Nuhr nicht mit Böhmermann, Böhmermann finde ich “um Welten satirischer”. Auch “die Erdogan-Affäre” finde ich große Satire, Nuhr hin oder her.
        Erinnern Sie sich an den Mohammed-Karikaturen-Skandal, darf das Satire, war damals das große Thema und nicht zuletzt Charlie Hebdo, da mussten 12 Menschen “für” die Satire sterben.
        Auch der Jude Soros ist inzwischen Zielscheibe von Satire, ohne dass man den Satirikern Antisemitismus unterstellen sollte.
        Die “Titanic” und der Papst, da gab es einen großen katholischen Aufschrei.
        Ich möchte Nuhr auf keinen Fall in die Reihe, der für mich großen Satiriker stellen, ich sage mal so, er ist ein “Volkssatiriker”.

      14. @gansterwally
        Ein wirklich erhebender Kommentar zum Thema “Ist das Satire oder darf das weg?”
        Besonders Ihre Einlassung zur Sache muss man hervorheben, da ist Ihnen ein großer Wurf gelungen, diese feingeistigen Nuancen zum Diesel-Skandal und Ihre bezüglich Dieter Nuhr fein herausgearbeiteten Pro und Contra ob der Fischerschen Argumente, Respekt.
        “So, das sollte auch mal gesagt sein.”

      15. Liebe Photobiene,
        ich musste bei diesem Fischertext mehrmals die Lektüre unterbrechen, weil ich die Aneinanderreihung der Nuhr-Zitate nicht ertrage. Tatsächlich habe ich es erst heute Morgen fertiggebracht, diese Kolumne fertig zu lesen.
        Ich verstehe wirklich nicht, was an Herrn Nuhrs scheinbar komischen Gefasel in irgendeiner Weise komisch sein soll, oder wo da auch nur die leiseste Anregung zum sinnvollen Nachdenken zu finden sein soll.
        Mir kommt bei diesen Zitaten spontan die Assoziation des rechten Stammtischs in den Sinn, der genau das schon immer hat doch wohl sagen dürfen wollen.
        Es ist einfach zu erbärmlich. Herrn Nuhr geht es doch nicht um die Ironies einer “statistischen Definition”, sondern eher um die Rechtfertigung der Haltung, dass die “statistisch Armen” gefälligst selber mit ihrem Elend klarukommen hätten und sich nicht mit Harz VI (auf seine Kosten) einen lauen Lenz zu machen hätten, denn in Afrika gebe es noch ehrliche Arme, die wenigstens den Unsinn der Mülltrennung sabotierten….
        Dass die ARD so einen miesen Schrott ausgerechnet zum Thementag Gerechtigkeit ausstrahlt, finde ich bestenfalls irritierend (ich fand den ganzen Thementag irritierend, inklusive der mit Abstand bescheuertesten Maus-Sendung aller Zeiten).
        Der “Humor” von Dieter Nuhr ist in meinen Augen nichts anderes als eine entschärfte Version der abgeschmackten Witze, deren Reissen ich mich am Abend nach dem “A”fD-Parteitag vorstelle. Sowas ist einfach nicht zu verteidigen.

      16. Liebe Frau SCZ,

        ich schrieb an die verehrte Frau Fotobiene und Sie antworten mir. Sind Sie Ihre Hausdame?

        Einlassungen kann ich nicht machen, da ich dazu nicht befugt bin.
        Und meine persönliche Meinung wäre wohl irrelevant.

      17. @ Hafensänger
        “weil ich die Aneinanderreihung der Nuhr-Zitate nicht ertrage.”

        Ja, das ging mir auch so.
        Das ist, als würde man Sätze von Fischer über “Hormone”, “Silikonbrüste”, “Neger”, Beate Zschäpes “teigiges Mondgesicht”, “Zurückpimmeln”, “Nach-vorne-Ficken” etc. aus dem Zusammenhang isoliert hintereinander aufschreiben. Auch das ergäbe ein falsches Bild.
        Sehen Sie sich einfach die gesamte Sendung an, es gibt sie noch in der ARD-Mediathek.
        Irgendwo müßte auch noch das Programm zu finden sein, wo er die AfD abledert.

      18. Liebe Photobiene,
        ich bin anderer Meinung. Ich habe mir einmal eine Aufzeichnung einer längeren Vorstellung des Herrn Nuhr angeschaut und danach den gleichen Schluss gezogen, wie ich ihn nach den “fischerschen” Textschnipseln ziehe.
        Das ganze wurde damals als politisches Kabarett verkauft, und ich hatte längere Zeit die Hoffnung, dass irgendwann irgendetwas Geistreiches folgen könnte. Kam es aber nicht.
        Mein Urteil basiert eben nicht nur auf den Zitaten, sondern auf der Erfahrung, dass ich auch im Kontext nichts positives an Herrn Nuhr feststellen konnte.
        Wir sind hier eben nicht einer Meinung. Ob ich nun Recht habe, weiss ich auch nicht so sicher, aber ne Meinung habe ich….
        Es mag ja sein, dass Herr Nuhr die “A”fD nicht mag. Ich mag aber die Art der Witze nicht und bin mir sicher, dass er damit in derartigen Kreisen zumindest für Teile seiner Texte Anklang finden dürfte.
        Ich habe mehr Freude an den Herren Schramm, Hüsch usw. gehabt.

  6. Das ist wirklich alles O-Ton Nuhr? Und das von der Fotobiene am 19.11.2018 um 21:18 Uhr geschriebene auch?

    Jetzt weiß ich endlich, daß ich wirklich nichts versäumt habe, wenn ich beim Zappen die Kanäle mit einer Possenreißer-Sendung immer ohne Zwischenhalt überspringe.

    Ich kannte bisher nur diesen einen Nuhr-Satz, der einem in Webforen immer um die Ohren gehauen wird: Wer nichts zu sagen hat, soll einfach mal die Klappe halten. Oder so – ist aus dem Gedächtnis zitiert. Mit solchen Sprüchen die Foristen immer gerne, daß sie eben keine Argumente mehr haben.

    PS 1:
    Am Problem mit den Fahrverboten sind sicherlich nicht die Gerichte schuld, sondern primär die Abmahn-Firma DUH des Jürgen “ich besteh auf meinem Schein” Resch, die sich fast auschließlich mit Abmahnungen und Zivilklagen beschäftigt. Ein e.V. von ca. 350 Mitgliedern aber 70 Hauptamtlichen.

    Und der Zusammenhang zwischen Emissionen und den eventuell daraus resultierenden Imissionen ist nicht so unmittelbar und stringent, wie es der nach Publikumsapplaus und Werbeeinnahmen gierende Journalist einfach so voraussetzt.

    PS 2: Am Autoteil der FAZ war die herausragende Perle eigentlich die Autolyrik des Wolfgang Peters. Als 1946 geborener ist er schon in Rente, aber darf gelegentlich doch noch über irgendeine Luxuslimousine einen schwärmerischen Artikel schreiben.

    1. Oh nein, das Originalzitat stammt von dem hochgeschätzten Alfred Tetzlaff (Heinz Schubert): “Wenn man keine Ahnung hat, sollte man bescheiden das Maul halten.”
      Nuhr hat das adaptiert, einer der Fehltritte, die ich ihm nicht verzeihe.

  7. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Dies bedeutet keine Zusicherung durch unser alterndes Grundgesetzes, wonach die Menschen gleich sind.

    Gleich sind sie also nicht.

    Es gibt Leute, die vielleicht lesen können aber nicht draufhaben, was die Gleichheit vor dem Gesetz meint, einfach weil sie nicht zur Kenntnis nehmen, daß: …vor dem Gesetz” eine Einschränkung darstellt. Deren Verständnis lautet also:

    Alle Menschen sind gleich.

    Und dies deckt sich auch mit deren Gerechtigkeits- Gefühl. Besonders dann, wenn sich dadurch eigene gefühlte, oder auch tatsächlich vorhandene Defizite einebnen lassen.

    Was Sie hier zu vermitteln suchen ist, wonach körperliche mit charakterlichen Gebrechen vermengt würden, um einen Vorwurf zu entwickeln, es würde Unterhaltung auf dem Rücken Behinderter geboten.

    Nicht übel.

    Oder doch?

    Das ist noch nicht einmal pc.

    Gerechtigkeit, eine weitere schwere Kost. Da sollte man den engen Blickwinkel einbeziehen, aus dem gewöhnlicherweise etwas als gerecht beurteilt wird. Man kommt schnell darauf, daß es nur eine subjektive Gerechtigkeit geben kann, die sich bereits bei einer gemeinsamen Beurteilung mit einem Nächsten in dessen Gerechtigkeits-Sinn aufzulösen beginnt.

    Denn gerecht, das könnte nur einer sein. Dies wäre: Gott.
    Bekannte Geschichte, müssen wir hier nicht wiederholen.

    Also sind wir auf ein gemeinsames, gesellschaftliches Verständnis für das, was gerecht sein soll zurückgeworfen. Was allerdings mehr als die halbe Miete auf dem Wege in eine Ideologie darstellt, wenn eine Gesellschaft nicht wachsam ist.

    Ein Kommunist hat andere Gerechtigkeits-Ideale als beispielsweise ein AfD- Karnevalist. Dem Sie nicht so nahe stehen, aber man freut sich halt immer wieder auf die Stelle gestoßen zu sein, in der Sie ein Anliegen zu Protokoll gebracht haben.

    Humorist. Entertainer, Karnevalist. Irgendwie lustig soll es halt sein. Wenigstens zeitweise. Es darf auch etwas gemein sein, dann allerdings gegen die Obrigkeit gerichtet. (Aber da üben Sie ja bereits).

    Nix ist bei uns noch nach oben gerichtet, nicht einmal mehr im Karneval. Allesamt Hofnarren, die teils um ihre Existenz bangen und solche, die zu entfernen man sich aus irgendwelchen Gründen nicht antut. Ein eingegrenzter Wirkungskreis unserer lustigen Unterhalter, in dem die Spaßvögel mit mehr oder weniger originellen Sticheleien deren Zugkräftigkeit madig zu machen suchen.

    In der DDR gab es niemanden, der zur öffentlichen Unterhaltung in einen Kochtopf furzen durfte. Was sagt uns das? Allerdings: Ein Staatsoberhaupt als Ziegenficker: lustig. Das ging OK.

  8. Vor vielen Jahren habe ich Dieter Nuhr zum ersten und letzten Mal gesehen. Schon damals war er hartnäckig der einzige Spießer unter den Satirikern, nicht lustig, sondern lachhaft. Daran hat sich offenbar bis heute nichts geändert.

      1. @ Mann

        Ist das nicht wurscht oder auch gleich und oft auch angeblich repräsentativ, wen was interessiert?

        Mein Geschmack ist jener: Schön finde ich allemal wunderbare Parodien.

  9. Warum Nuhr kritisieren? Der macht doch nur, wofür er offenbar Geld kriegt.

    Was mich wundert: auf Deutschlands Kleinkunstbühnen gibt es gute Leute, die man im Fernsehen nie sieht.

    Wer sucht die “fernsehtauglichen” eigentlich aus, und wieso sind es immer dieselben, die man bis zum Erbrechen sehen muss?

    Es liegt an den Mechanismen dahinter. Da bedienen sich mal wieder wenige Schweine am großen Trog…

    1. “Fischers Fritz: Was mich wundert: auf Deutschlands Kleinkunstbühnen gibt es gute Leute, die man im Fernsehen nie sieht.”

      Beispiele, bitte …

    2. Ihre Meta-Kritik verstehe ich nicht.
      “Warum Nuhr kritisieren?, fragen Sie im ersten Satz. Und im zweiten und dritten Satz geben Sie zwei (mögliche) Antworten darauf. Also was wollen denn Sie nun eigentlich (kritisieren)?
      Oder meinen Sie, dass alles irgendwie egal sei, weil sowieso nur Schweine unterwegs sind? Damit wären Sie allerdings wieder ziemlich nah bei der Weltsicht von Dieter Nuhr… (natürlich mit Ausnahme des Meisters und seiner “Satire”-Freunde))
      Und dann dürfte (!) man ja trotzdem mal höflich fragen, ob es als Highlight des Öffentlichen Rundfunks angesehen werden sollte , wenn jemanbd 45 Minuten lang sagt, dass manche Schweine einfach von Natur aus gleicher sind als andere, und dass er zum Glück dazugehört. Unds dass genau das bemerkenswert gerecht sei.

      1. Meine “Meta-Kritik” ist analog zu sehen zu der häufigen Kritik an Vorstandsvergütungen. Leute sagen, die Vorstände verdienen zu viel. Dabei würde jeder von ihnen auch gern viel Geld verdienen und hätte mit dem eigenen Geldsegen dann kein Problem. Zu kritisieren sind die, die solche Vergütungen vereinbaren!

        Und zurück zum konkreten Fall: wer Nuhr engagiert, bekommt Nuhr. Und wer engagiert ihn? Leider nicht der Normalo-Bürger, der zahlt nur die Zeche. Entscheiden tun Intendanten und dergleichen. Und an die muss auch die (Haupt-)Kritik gerichtet sein.

        Darauf wollte ich aufmerksam machen.

        Wobei, das vergaß ich dazu zu sagen, natürlich jedem unbenommen ist, schlechte Künstler auch schlecht zu nennen.

        Mir tun solche abgehalfterten Typen eher leid…

  10. Schön zu lesen, polemisch wie immer. Hat mir gefallen.
    Eine Frage habe ich aber, die stelle ich mir schon lange:
    Es wird ja gern, auch hier, über den Diesel-SUV-fahrenden Vorstadtproll gelästert.
    Kann mir einer sagen, was ich als Fahrer eines 1l-3-Zylinder-Diesel mit gut 4l realem Verbrauch falsch gemacht habe?

    1. Frank:
      Natürlich konkret nichts. Es geht ja auch nicht um Vorstadtprolls. Es geht nur darum, dass die gesamte Gesellschaft vollständig abhängig ist von der Automobilindustrie, und eine vollkommen irrationale „Hoffnung“ pflegt, das gehe alles für immer so weiter. „ individuelle Mobilität“ ist für sehr viele nur noch Qual und Unberechenbarkeit, die Durchschnittsgeschwindigkeit der „ Mobilität“ in den städtischen Räumen sinkt auf 20 km/h, das Frachtaufkommen erstickt an sich selbst. Dennoch gilt: „weiter so!“; ein „Ausstieg“ wird allenfalls auf exotischen Seiten diskutiert.
      Das große Erschrecken all der Millionen, die „ betrogen“ wurden, ist m.E. Ein bisschen aufgesetzt: natürlich wurden sie hinsichtlich der konkreten Qualität ihrer Autos betrogen. Nicht aber hinsichtlich des Risikos, dass der ganze Spuk einmal recht schnell in sich zusammenfallen könnte. Das Angebot der Politik, die Grenzwerte zu erhöhen ( faktisch), und die Forderungen der „Verkehrsexperten“, die Messstellen für Schadstoffe weiter von der Straße weg aufzuhängen, erscheinen mir wie ein absurdes Theater.

      1. Wenn Messstellen nicht dort stehen, wo sie nach den EU-Normen stehen sollen, um die von der EU eingeführten Grenzwerte korrekt zu messen, die verbindlich einzuhalten sein sollen: was ist daran absurdes Theater?

        Ist es nicht eher absurdes Theater, wenn für einzelne Straßen Fahrverbote verhängt werden, die dazu führen, dass die NO2-Schleudern viel längere Umwege fahren und insgesamt dann viel mehr NO2 ausgestoßen wird?

        Ist es nicht absurdes Theater, wenn ein Verein, der sich von einem Autohersteller Geld spenden lässt und wie eine Inkassoklitsche durch Abmahnungen a la “da steht in der Immobilienanzeige nicht der Energieverbrauch” (als wenn nicht jeder Kaufinteressent, der halbwegs bei Trost ist, selbst danach fragen könnte und würde) finanziert, als Hüter der Umwelt geriert und Zwangshaftverfahren gegen Minister betreibt?

      2. Ich bin weder vom Autohaus meines Vertrauens noch vom Hersteller meines Autos (btw, kein SUV, was aber auch keine Rolle spielt) betrogen worden, da ich davon ausgegangen bin, dass das von mir gekaufte Fahrzeug über eine gültige Zulassung des KBA verfügt. Die Angaben, die der Autohersteller bei der Beantragung der Zulassung durch das KBA bzgl. des Schadstoffausstoßes gemacht hat, waren zutreffend. Eine Täuschung lag daher offensichtlich nicht vor. Nun mag das daran liegen, dass ich mir darüber bewusst war, dass es sich um Prüfstandwerte gehandelt hat…

        Das Problem scheint mir doch eher zu sein, dass es verschiede Rechtsregime gibt (EU-Recht, nationales “Zulassungs”-Recht), die nicht so recht! aufeinander abgestimmt sind, mit der Folge, dass den meisten Herstellern nicht wirklich ein Vorwurf gemacht werden kann (Glücklich, wer einen VW gekauft hat!). Absurd daran ist meines Erachtens, dass sich Politiker – gerne aus Oppositionsparteien – ernsthaft hinstellen und so tun, als könne man die Autoindustrie zu irgend etwas zwingen, wozu diese mit rechtlichen Mitteln nicht gezwungen werden können. Auch eine Art der Volksverdummung.
        Absurd ist, wie dieses Land von der “Diskussion” über den sog. Dieselskandal beherrscht wird, die Ihren Ursprung in einem Grenzwert hat, der bar jeder wissenschaftlichen Expertise, mal eben so in den Raum bzw. EU-Verordnung geworfen wurde und den außer in Deutschland keiner ernst nimmt.

        Nun kann man natürlich sagen, dass der GANZE Spuk (Kapitalismus und seine Folgen) sowieso irgendwann in sich zusammen bricht und dass sich doch bitte keiner darüber zu wundern brauche – konkret bei dem sog. Dieselskandal ist aber nicht irgendwann und, dass der “Bürger” nicht so recht nachvollziehen kann, wofür er als “Opfer” denn nun bestraft wird, ist doch recht nachvollziehbar. Sie haben natürlich in Ihrem Ausgangstext recht, dass es der FAZ um all dies nicht geht und mit dem, was Sie von Herrn Nuhrs Bühnenkünsten halten, haben Sie natürlich sowieso recht.

  11. Die Komik des Dieter Nuhr ist treffend, polemisch, lustig, zynisch und gleichgerecht – und tut gerade in diesen Zeiten links-langweiliger und totalitärer Unterwerfung gut und ist ein Zeichen noch vorhandener Freiheit.
    Alles Komponenten, mit denen Ihre, dieser Unterwerfung anbiedernden Beiträge, überhaupt nichts zu tun haben.

    1. Wer ist denn nur dieser Dieter NUhr? Ich kenn den gar nicht. Gehört der auch zur deutschen “”Rasse”” sozusagen?

  12. Es gebührt Ihnen herzlichen Dank schon allein dafür, dass Sie den menschenverachtenden Ton des Neocons Nuhr auf den Punkt bringen.
    Früher, als jener noch unpolitisch auftrat und seine simplen Gags nicht wie jetzt selbst vor-lachen musste, damit das GEZ-Publikum wusste, wann es zu lachen hatte, konnte man ja durchaus noch schmunzeln.

    Seitdem er jedoch keine originellen Einfälle mehr hat und nach dem bewährten Broder-Prinzip den tief sitzenden Hass auf ethnische Minderheiten bzw. Nicht-Arier als Geldquelle entdeckt hat, scheint auch er diese Abneigung für sich nutz- und gewinnbringend sowie gleichermaßend erleichternd verkaufen zu können.

    Das einzig Tragische m.E. ist dabei: Auch Muslime, Afrikaner und sonstige “Un-Deutsche”, die er im GEZ-TV regelmäßig verhöhnt, müssen den öffentlich-rechtlichen Zwangsbeitrag bezahlen – sie bezahlen somit auch für die eigene öffentliche Verhöhnung, das Verbreiten seiner schwachsinnigen Klischees und seinen persönlichen Wohlstand.

    Als ob dies allein noch nicht zynisch genug wäre, sind es dann auch noch ausgerechnet jene rechtsextremistischen WutAfDwichtel, die üblicherweise gegen die GEZ/ARDZDFetc. wettern, aber in gewohnt aggressiver Weise hier ihren geistigen Bruder gegen Sie verteidigen und jeden beleidigen, der ihren eitrig-völkischen Schmarrn nicht aufschlecken will.

    Ich kann mich an eine 3sat-Sendung vor 2 oder 3 Jahren erinnern, in der er sein ausgeleiertes Antimuslimismus-Programm präsentierte, dann sich irgendwie genötigt sah, in einem einzigen Satz zu erklären, dass ja “selbstverständlich die überwältigende Zahl der Muslime NICHT so” sei – nur um dann 5 Sätze weiter wieder seine Klischees unter die Leute zu bringen, wonach nicht alle Muslime Terroristen seien, aber alle Terroristen Muslime … Da können wir ja froh sein, dass sich die IRA nie zum Islam bekannt hat, ebensowenig wie die RAF oder der NSU …

    In der Tat frage ich mich, warum man als Muslim, Schwarzafrikaner oder sonstwas die fetten Gehälter der GEZ-Programmverantwortlichen finanzieren muss, die Auftritte von solchen Hasspredigern abnicken.
    Wenn Nuhr sein Geld bei den Privaten machen würde, hätte ich kein Problem mit dem ÖRR – es macht aber nachdenklich, dass es nach meiner Erinnerung keine vergleichbaren “Comedians” bei den Privaten gibt, die derart gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit regelmäßig präsentieren können.
    Genau genommen fällt mir dort GAR KEINER ein.
    Bei ARD/ZDF hingegen gehören Typen wie Nuhr mit ihrer Xenophobie offenbar zum Standardrepertoir.

    Und nein, ich bin kein Muslim. Und ich habe auch keine schwarze Hautfarbe, obgleich sie für einige Überdeutsche sicherlich “dunkler” wirkt als ihre eigene.

    1. Gratuliere, Ihr Beitrag enthält das ganze Begriffsrepertoire, dass ein Vertreter der political correctness für Kritiker an selbiger bereit hält.

      1. Glücklicherweise muss man bei rechten Wutwichteln nicht großartig raten. Das Vokabular verrät sie sofort, meist garniert mit der AfD-Nazionalhymne “Mimimi”.

      2. @ Ömür Kömür Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass man auch oder gerade auch als Linker die pc von regressiven Linken kritisieren kann. Gleiches gilt für Kritik an Feminismus, Intersektionalität und Identitätspolitik.

      3. Was ich zur Kenntnis nehme, KlausT, ist das Dauergejammer rechter Trolle, die unter “Meinungsfreiheit” das Recht auf Hetze, gezielter Stigmatisierung und Verhöhnung anderer (erst recht Ethnien) verstehen.

        Sicherlich gibt es Blöde, die “politische Korrektheit” für ihre eigenen Zwecke überzogen darstellen und anwenden, genauso wie es Blöde gibt, die allein schon beim Ausdruck “politisch korrekt” wie ein HB-Männchen in die Luft gehen.
        Letztere sind sogar SO blöd, dass sie im alten weißdeutschen Kinderlied “10 kleine Negerlein” keinen Rassismus erkennen können und auf ihre “Negerküsse” und “Zigeunerschnitzel” beharren, weil diese Begriffe angeblich “verboten worden” seien …

        Ich nehme mir die Freiheit, ebensolche Wutwichtel dazu zu ignorieren. Ob Sie sich selbst für “links” halten oder sonstwas, ist mir, gelinde gesagt, völlig wurscht – mal ganz davon abgesehen, dass mir noch keiner erklären konnte, was im frühen 21. Jahrhundert “links” sein soll.

        Nur noch ein kleiner Hinweis für Ihre Weiterbildung, bevor ich’s mir zur Gewohnheit mache mit Wutwichteln zu kommunizieren:
        Ein schäbiger kleiner Rassist kann ein Rechter wie auch ein “Linker” sein. Frau Wagenknecht schart ja gerade entsprechende Humanressourcen aus “Die Linke” um sich, die keine “kulturfremden Invasoren” in unserem Land wünschen. Eine Fusion mit der AfD bis zum 100jährigen Jubiläum in 2033 sollte da doch locker drin sein.

        Vielleicht führen Sie sich einmal diesen kleinen und wirklich nicht schwer lesbaren Artikel aus der Zeit zu Gemüte:
        https://www.zeit.de/gesellschaft/2018-02/rassismus-politische-linke-migration-rechtspopulismus

        Möglicherweise erkennen Sie sich ja selbst darin.

    2. Und nein, ich bin kein Muslim. Und ich habe auch keine schwarze Hautfarbe, obgleich

      aber Ömür Kömür sagt am 20.11.2018 um 12:24 Uhr, daß Rundfunk nur durch Werbung oder verschlüsselt gegen Einzelzahlung finanziert werden soll, aber nicht durch Beiträge aus der allgemeinen Gesellschaft.

      Das ist der Sinn seines Kommentars.

      1. Den Nuhr, den ich jetzt nur vom Hörensagen kenn, den kann sich wer will ja eh auf dvd, im Kino, in einer location irgendwo, in einem Kellertheater oder am Privatsender anschauen. Das wär viel einfacher.

        (Übrigens bin ich sozusagen sowas wie eine “Hügellandnegerin” oder “Flachlandnegerin”, also keine “Alpennegerin”, mit eher etwas hellerer Haufarbe mit etlichen dunkleren Altersflecken.)

      2. Interessant, wie “Lüko Willms” meine Worte “übersetzt” – dabei schrieb ich in klarem Deutsch.
        Selbstverständlich ist es jedem selbst überlassen, wie er die Inhalte meiner Sätze für sich selbst interpretiert, aber seine eigene Interpretation zu verallgemeinern, geht dann doch ein wenig zu weit.

        Um es auch den Nuhr-Fans in diesem Punkt klarzumachen: Ich bin nicht grundsätzlich gegen den ÖRR (gewesen). Ich fände die Zwangsabgabe sogar gerechtfertigt bzw. notwendig, wenn der ÖRR ein Programm anböte, das sich gravierend von dem Müll der Privaten unterscheiden würde.

        Allein, das passiert eben nicht. Das “Angebot” von ARD/ZDF unterscheidet sich mittlerweile kaum noch von dem der Privaten hinsichtlich des “Niveaus” – und selbst bei Dokus ist es mittlerweile so, dass die der Privaten sich in keinster Weise verstecken müssten, was die Qualität angeht.

        Unter den heutigen Umständen jedoch halte ich den Zwangsbeitrag nicht nur für ungerechtfertigt, sondern für geradezu unverschämt – erst recht mit Blick auf die realsozialistische (und realsatirische) Eigenversorgung mit Pöstchen etc., die Leuten wie Bellut&Co. Jahresgehälter einbringen, die höher sind als das unserer Bundeskanzlerin (!)

        – und/oder den Sondervergütungen durch trickreiche Verträge mit Leuten wie Klaus Kleber etc., die demnächst vermutlich schon Millionen-“Honorare” auf Kosten der GEZahler abkassieren werden.

        Der Punkt, den ich extrapoliert hatte, betrifft den Fakt, dass sich hier Minderheiten wie Muslime, Schwarze etc. von Hatern wie dem besagten und anderen Neocons auf der Bühne der Öffentlich-Rechtlichen denunzieren lassen müssen – und dafür auch noch zu bezahlen haben.

        Und nein, das hört auch nicht bei Typen wie dem Dieter auf:
        Es wird ständig mit Klischees und Stigmata gearbeitet –
        * eine Meldung zur Arbeitslosigkeit:
        Schwarzhaarige bärtige Männer, Frauen mit Kopftuch in einer Warteschlange (Noch in den 80ern hatte da noch mindestens eine Person eine Aldi-Tüte in der Hand …)

        * eine Meldung zur Migration:
        Kopftuchfrauen und Männer mit dunklem Teint, selbstverständlich mit Kinderwagen und Tüten (Hilfe, die bösen Migranten breiten sich auf unsere Kosten aus …!)

        * In Soaps oder Krimis immer der gleiche klischeehafte Dumm-Türke, der nicht richtig Deutsch kann, ungebildet und kriminell ist

        usw. usf.
        Das alles für 17.50 Euro im Monat

        Schon mal überlegt, warum Nicht-Hater wie Kaya Yanar oder Bülent Dingsbums auf den Privaten mit Klischees erfolgreich sind, ohne denunzieren zu müssen wie Nuhr?
        Man kann auch mit Klischees Comedy machen, es ist nur keine Comedy mehr, wenn in dem “Comedian” ein Rassist und Hater steckt, der seine eigene heilige Mission durchführt …

  13. Dieter Nuhr vor 20 Jahren, Thema Löcher in den Straßen: Warum stellen die (in der Stadtverwaltung zuständigen Leute) Schilder auf mit dem Hinweis “Tempo 30 wegen Straßenschäden anstatt die Löcher einfach zuzukippen?”

    Ich habe jemanden aus meiner Familie gefragt, der in einer Stadtverwaltung genau dafür zuständig war. Seine Antwort: Die Schilder sind vorhanden, sie müssen nur noch an den Ort gebracht werden … von Mitarbeitern, die kein Geld zusätzlich kosten. Macht rund 30 Mark Kosten, vor allem Autokosten. Teer muß bei einer externen Firma hergestellt und bezahlt werden, von dieser mit entsprechendem Fahrzeug zum Straßenloch gebracht werden und sauber eingearbeitet werden. Macht 500 Mark.

    Es ist also eine Frage der Kosten und bei der Kassenlage sollte klar sein, warum das so gemacht wird.

    Ein etwa drei-minütiger Rechercheanruf hätte genügt. Aber dann wäre die “Pointe” keine geworden.

    Das ist die Arbeitsweise des Dieter Nuhr.

    1. Diese Erklärung würde man gelten lassen, wenn die Löcher nie zugemacht würden. Die Kosten werden aber nicht geringer, die Kassenlage nicht besser und irgendwann muss es doch gemacht werden. Also gleich machen und 30 Mark sparen. Im Übrigen ist Kaberetist eine eigene Berufsgruppe, die von Journalisten und Mitarbeitern des Bundesrechnungshofes abzugrenzen ist. Kaberetisten wollen zum Nachdenken anregen und nicht zum Handeln – was wir beide mit unseren Kommentaren getan haben. qed

      1. Es gibt die 500 Mark nicht. Das Geld, das nicht da ist, kann die Stadt nicht ausgeben. Wenn Sie einen Kreditrahmen haben, den Sie ausgeschöpft haben, kriegen Sie die 500 Mark nicht mehr.

    2. Und, Michael, Sie glauben, dass weiss der Nuhr nicht?

      Natürlich kostet das 500 Mark.
      Muss es wohl auch.
      Aber ein 30-Schild hinstellen löst das Problem doch nicht!

      Das ist die Arbeitsweise des Dieter Nuhr.
      Und das verstehen auch seine Zuhörer.

      1. 1. Wenn er es weiß, betrügt er seine Zuschauer.

        2. Wenn Sie keine 500 Mark haben, bleibt nur die 30-Mark-Lösung.

        3. Ich gehe davon aus, daß bekannt ist, daß Städte nicht unbegrenzt Schulden machen dürfen. Die Stadt hatte das Limit bereits erreicht.

  14. Man mag ja der Ansicht sein, Dieter Nuhr sei kein guter Kabarettist oder Komiker.

    Mir leuchtet nur nicht ein, weshalb man seinen 45-minütigen Vortrag in Erwartung seiner Nichtwitzigkeit trotzdem 45 Minuten anschaut und dann mindestens die gleiche Zeit darauf verwendet, ausführlich aus ihm zu zitieren und langatmig mitzuteilen, das erwartungsgemäß Nichtwitzige sei überhaupt nicht witzig gewesen.

    Nachdem der Autor schon mehrfach ähnlich über Auftritte anderer Kabarettisten/Komiker in der “Anstalt” und verwandten Formaten berichtet hat, könnte doch die Einsicht reifen, dass man seine Zeit sinnvoller verbringen kann, als deutschen Kabarettisten und Komikern zu lauschen und sich anschließend darüber zu beklagen, man sei erwartungsgemäß ein weiteres Mal auf allen Ebenen enttäuscht worden.

    1. G.G.Hoffmann, Ihnen kann geholfen werden:
      Der Autor ist frreiberuflicher Schriftststeller und verdient Geld damit, unter anderem Rezensionen und Kolumnen zu schreiben.
      Dieser Beruf steht jedem anderen, auch Ihnen, jederzeit ebenfalls frei. Warum Sie selbst Lebenszeit damit verbringen, kostenlos Kommentare im Internet zu veröffentichen zu Texten, die Sie nicht mögen, aber trotzdem lesen, ist eine Frage, die ich Ihnen nicht stelle. ich finde, das können Sie machen, wie Sie wollen. tf

      1. Ach so, Sie quälen sich nur des Geldes wegen. Sagen Sie das doch gleich. Aber vielleicht könnten Sie Ihren Auftraggeber bitten, etwas schauen zu dürfen, das Ihnen weniger Pein bereitet als deutsche Comedians.

      2. >Nein, das haben Sie missverstanden. Ich quäle mich auch gar nicht. Ich tue es für Ruhm, aus Eitelkeit und Mitteilungsbedürfnis, und freue mich, wenn ich es so gut kann, dass ich Geld dafür kriege. So geht das in der Welt der Literatur, seit einigen jahren.
        ich wunderte mich nur darüber, dass Sie sich darüber öffentlich wundern. Obwohl Sie es doch für weniger tun.

      3. thomas fischer schreibt:

        “…Ich tue es für Ruhm, aus Eitelkeit und Mitteilungsbedürfnis, und freue mich, wenn ich es so gut kann, dass ich Geld dafür kriege. So geht das in der Welt der Literatur, seit einigen jahren.”

        Herrlich! Ganz typischer TF-Spott.

      4. >>Ich tue es für Ruhm, aus Eitelkeit und Mitteilungsbedürfnis.

        O.K. Jetzt ist es nachvollziehbar.

  15. Wie wäre es mit einer TV-Sendung, die genau das gleiche mal umgedreht fabriziert? Einfach mal die Logik und das Gerechtigkeitsempfinden eines extremistischen, dummen Wutbürgers so auf die Schippe nehmen, dass die Schwarte kracht. Dazu gehört natürlich auch die implizite Unterstellung, dass “die ach so konservativen Bewahrer” alle so verbohrt seien. Das habe ich von Nuhr allerdings auch schon mal gesehen, und es war genauso unlustig. Miese Komik ist Unterhaltung für schlichte Gemüter, die sich selbst nicht für schlicht halten. Unter “mieser Komik” verstehe ich übrigens dieses nach-unten-treten auf einen einzelnen herausgestellten Beispiel-Deppen und damit pauschal ganze Bevölkerungsgruppen zu meinen. Das kann ja im privaten Tratsch auch mal ganz entlastend sein, aber bei Nuhrs öffentlichen Auftritten fehlt das gewisse ironische Augenzwinkern. Ich habe oft das Gefühl, er muss sich arg zusammenreißen, um nicht in eine ernst gemeinte Hetztirade abzugleiten und der Witz ist eigentlich nicht als solcher gemeint. Da sind diverse, eigentlich gelöschte Textpassagen, die er viel lieber zum Besten gegeben hätte. Diese Passagen färben auf seine Darbietung ab und erzeugen beim Publikum auch eine Resonanzschwingung aus Wiedererkennen und Niedertracht. Immerhin auch eine Art von Kunst.

    1. Das ist gut beschrieben.
      Kabarett von oben nach unten “funktioniert nicht”; es bleibt immer denunziatorisch, hämisch, zotig.
      Niedertracht kann Kunst sein; ob sie “Satire” sein kann, mag dahinstehen.

      Der Nuhrsche Trick würde wohl (noch) nicht funktionieren, wenn er sich statt der üblichen Gruppen (Leistungsschwache/Versager; Frauen; Fremde) einmal die Juden aussuchen würde für seine “satirische” Darstellung des angeblich Kritisierten. Etwa so:
      “Absolute Gerechtigkeit wäre: Wenn ein Jude eine Bank hat, müssen alle Juden eine bank haben.” – Da hätte der Satiriker Probleme. Obwohl die Witz-Struktur doch genau dieselbe wäre! Und obwohl auch dies doch keinesfalls so gemeint wäre, sondern sich bestimmt nur satirisch gegen diejenigen richtet, die sowas meinen… !

      Nuhr hat m.W. seine “Satire” immer gegen Gruppen von Schwachen gerichtet – vermittelt durch “Ironie”” über die angeblichen “mainstream”-Gutmenschen, die solchen Gruppen irgenwelche absurden Privilegien zuteilen wollen… Da lacht der AFD-Funktionär, dass jetzt schon Frauen aufs Männerklo sollen und schwarze Menschen ohne kulturelle Mülltrennung in die Rentenversicherung.

      1. “Der Nuhrsche Trick würde wohl (noch) nicht funktionieren, wenn er sich statt der üblichen Gruppen (Leistungsschwache/Versager; Frauen; Fremde) einmal die Juden aussuchen würde für seine “satirische” Darstellung des angeblich Kritisierten.”

        Nicht schlecht, ihre hervorhebende Instrumentalisierung der demnach starken Juden.

      2. ““Absolute Gerechtigkeit wäre: Wenn ein Jude eine Bank hat, müssen alle Juden eine bank haben.” – Da hätte der Satiriker Probleme.”
        Würde der Satiriker antworten: “Haben sie, die Westbank.”
        Ist das dann antisemitisch oder Satire zum Staat Israel, das ist doch die große Frage zum Thema, was darf Satire.
        Sehen Sie Nuhr als Komiker oder Satiriker, das würde für mich den Unterschied machen.

      3. Man erkennt Ihresgleichen doch immer wieder an den stets gleichen, denunziatorischen Phrasen, “Willi Wahnsinn” …

        Schon bei Naziseiten wie “PI-News” hatte ich mich stets gewundert, wie scheinbar leicht sich Rassisten und Nazihorden (meist identisch) so “gut” tarnen könnten, indem sie Philosemitismus heucheln, hinter dem sich sogar der VS in seinen Berichten verstecken konnte.

        Verstehen kann man diesen Persilschein jedoch nur, wenn man weiß, dass solche Behörden mit Typen wie Maaßen durchsetzt sind und eine lange nazistische Tradition und entsprechenden Ursprung haben:
        https://www.zeit.de/2018/39/verfassungsschutz-behoerde-mitarbeiter-demokratie-gefahrenabwehr-manipulation

        Um es kurz zu machen: Bilden Sie sich ruhig ein, dass niemand Sie durchschaut. Bilden Sie sich auch ruhig weiter ein, dass Ihresgleichen die “schweigende Mehrheit” in unserem Lande sei.

        Sie sind es nicht. Und diesmal wird Ihresgleichen nicht die 12 Jahre wiederholen können.

  16. Ich war einmal Nuhr Fan. Doch seine Ansichten drehten immer mehr nach rechts. Klingt sogar logisch, wenn er erklärt, dass die Milliarden für die Bankenrettung nicht für Kindergärten hätten ausgegeben werden können. Aber irgendwo muss doch ein Haken. Sie Herr Fischer haben es auf den Punkt gebracht, wenn auch mit ein wenig zuviel Wortgeklingel.

  17. Oh. Endlich hat mal jemand den Schneid, wenigstens ein bisschen diesen Pausenclown zu demaskieren!

    Es ist Nuhr gerecht, wenn die Bonzen und Geldsäcke Freiheit haben.
    Das ist sein neoliberales Gleichgewicht, das ja nicht aus dem Ruder laufen darf, denn sonst geht es ihm wohlmöglich auch an den Kragen.

    Dieser Mann ist und bleibt ein widerlicher Pausenclown für intellektuelle Nutznießer des Systems – niemals kam das so deutlich hervor, als bei diesem Auftritt.

    Widerliches, nutzloses Tittytainment.

    Ich will jetzt gar nicht Herbert Marcuse zitieren, aber die Rolle und Funktion solcher und weiterer Pausenclowns ist doch schon laaaaange entlarvt und aufgearbeitet (z.B. u.A. mit “Repressive Toleranz”). Die Intellektuellen klopfen sich die Schenkel, gehen heim und freuen sich, ob des tollen und schönen Abends beim Nuhr, oder jedem anderen Pausenclown – änder tun die wenigsten etwas, weder an den Umständen, noch an sich selbst.

    Es reicht für einen Kommentar hier. Ich schreibe mich sonst in Rage und es wird zu lange – zumal ich es ohnehin als weitgehend sinnlos erachte darüber überhaupt etwas zu schreiben.

    In diesem Sinne noch einmal – Ein Danke dafür, dass einer mal diesen Pausenclown demaskiert – Lemmige und Fans wird das aber nicht beeindrucken, wie man an den Verteidigern hier in den Kommentaren auch recht gut ablesen kann.

    1. lieber werner das sehe ich genauso.wann wurde je dieter nuhr kritisch beguckt?
      ich finde er ist ein systemimmanenter Hofnarr!!!

      sein Zynismus paßt hervorragend zum Verhalten unserer politischen “Elite”

  18. Was ein primitiver Rotz. Mit wohlfeilen Worten, aber trotzdem bloßer dümmlicher Rotz. Wie ein Hofnarr, der sich über jeden lustig zu machen glaubt, weil ihm in Anbetracht seiner eigenen Irrelevanz nichts anderes als Spott und Hohn geblieben ist. Und der sich verzweifelt nach Applaus und Zuhörern und ihren Beifall umsieht.
    Und dann noch jämmerlicher, weil erkennbar eifrigst bemüht, ohne den Mut zu eigenem Charakter oder gar Überzeugungen, es jedem Recht machen zu wollen. Und so bloß eine jämmerliche Gestalt, die sich offenbar seiner eigenen Endlichkeit schmerzlich bewußt wird.
    Thomas Fischer, Richter a.D. -nur noch ein peinlicher Opportunist.

    1. Soso…
      während Sie natürlich durch eine äußerst sachliche und argmuntativ unangreifbare Kommentierung bestechen!
      Ist es Ihnen eigentlich nicht zu peinlich, was Sie hier treiben?

      1. WilliamS, Skeptiker

        Im Vollrausch oder weil der Wein und der Schnaps gar so schlecht waren, haben schon einige besonders Geistesgestörtes zsammgschrieben, oder auch nur so, so wie hier vermutlich der Herr WilliamS – oder gar verursacht. Trotzdem unverzeihlich, und trotzdem gehört er anständig bestraft.

      2. Gangsterwally:
        Nein, sicher nicht „ bestrafen“. Das ist der ganz normale Bodensatz des argumentierten Schimpfens. Es hat ja keiner auch nur den Versuch gemacht, eine der angeblichen Satiren Nuhrs zu „ erklären“. – was ja leicht möglich sein müsste, wenn es so leicht erkennbar ist.
        Also noch einmal: „ Sie dürfen heute als Lehrer nicht sagen: wenn Sie Glück haben, kriegt ihr verkorkster Halbaffen mit 14 eine Lehrstelle als Roggenbrot“ . Was genau wird hier satirisch vorgeführt? Und was will Nuhr uns damit sagen?

      3. Lieber Thomas Fischer,

        ich kann ja jetzt glücklicherweise gefahrlos schreiben, so einen Schmarrn vom Lehrer und Provinzjockel Nuhr halte ich für menschen-, kinder-/jugendlichenverachtend.

        Ich glaube allerdings, dass der Nuhr weiß was er uns sagen will und ich befürchte er glaubt doch sehr an seine “Witze”.

        Satire weist für mich immer auf echte soziale, gesellschaftliche, politische Missstände hin, ist Kritik, Angriff auf politische und menschliche Schweinerei, unzumutbare Zustände usw, hält der Gsellschaft einen Spiegel vor.

        Es geht darum den kritischen Gehalt zu begreifen bzw begreifbar zu machen. Aber wo keiner ist, ist keiner.

  19. Interessant, daß jemand, der sich einem Steffen Heitmann angedient hat, um Karriere machen zu können und auch gerne Klagen einreicht, so ein weites Herz für “Schwache” hat. … gut, jetzt nicht für die deutschen Schwachen, die die negativen Seiten der “Integration” aufzufangen haben.

    Zum Thema mainstream:
    Man beachte die grenzenlose Diskussion über Ableism.
    Die rot-grüne Landesregierung von NRW bekannte sich dazu, “lookismus” zu bekämpfen.
    Eine südafrikanische Leichtathletin mit sehr hohen Testosteronwerten durfte bei Veranstaltungen antreten und sogar Olympia-Medaillen “gewinnen”. Auch nur der Versuch zur Überprüfung des Geschlechts wurde “mit Empörung aufgenommen” und als Diskriminieerung von Transsexuellen verstanden.
    In Deutschland werden unter Verfälschung von UN-Erklärungen Schüler in Schulklassen gebracht, in denen sie kognitiv nicht folgen können. Das nennt man “Inklusion”. Das Dilemma, derart “heterogene” Klassenzimmer zu unterrichten, soll dann durch zwei oder – wie ein regierungstreuer Journalist einwarf – drei Lehrer gelöst werden, die gemeinsam in einer Schulklasse unterrichten.
    Eine grüne Politikerin forderte, die Anforderungen an zuwandernde Arbeitskräfte in D. deutlich abzusenken. Das sei “globale Gerechtigkeit”.

    Diese Auswüchse sind schon ziemlich mainstream.

    1. gnoreikat:
      Interessanter Forumsbeitrag!
      Am Rande: (1) Was ist denn “ein Steffen Heitmann”?
      (2) Was verstehen Sie denn unter “sich andienen”? Darf man erfahren, wem Sie selbst sich zur Zeit gerade andienen?
      Im Übrigen bestätigt ihr Beitrag recht überzeugend, was ich über das Nuhr-Publikum schon ausgeführt habe.

      1. Ich habe Dieter Nuhr seit Jahren nicht gesehen … im Gegensatz zu Ihnen.

        Im übrigen entstammt Dieter Nuhr dem links(liberalen) Milieu und seine *orrg*- oder ähnlichen Laute verwendet er auf alle möglichen Gruppen.

        Bei ihm die Diskriminierung von Behinderten oder gar Frauen (besonders glaubhaft von unseren Freunden der muslimischen Masseneinwanderung kritisiert) zu vermuten, ist absurd.

        Darüberhinaus ist es eher die “kosmopolitische” Mittelschicht, die gerne ihren “Halbaffen” eine gymnasiale Schullaufbahn bzw. bessere Noten angedeien lassen möchte. Da wird auch gerne der Rechtsanwalt bemüht, um entsprechendne Forderungen Nachdruck zu verleihen. Das sollte man als Universalgelehrter wissen.

  20. Bravo Herr Fischer. Endlich mal, ich kann das geistlose Gesäusel des Herrn Nuhr auch schon lange nicht mehr hören und war von Minute zu Minute mehr erschüttert. Hätte ich im Saal gesessen, wäre ich sicher nicht bis zum Ende geblieben. Ich hätte mein Missvergnügen nur nicht so brilliant ausdrücken können wie Sie. Dafür meinen aufrichtigen Dank.

  21. Hey, endlich der Versuch, mal an einer Sache zu diskutieren:

    Thomas Fischer sagt:
    Also noch einmal: „ Sie dürfen heute als Lehrer nicht sagen: wenn Sie Glück haben, kriegt ihr verkorkster Halbaffen mit 14 eine Lehrstelle als Roggenbrot“ . Was genau wird hier satirisch vorgeführt? Und was will Nuhr uns damit sagen?

    Meine Vorschläge:

    Dass Eltern ihre Kinder nicht erziehen und nicht lehren, in die Schule stecken und dann vom Lehrer erwarten, dass er aus ihm einen Akademiker macht.

    Dass die Wahrheit schön geredet wird. Oder zumindest die ehrlich Meinung.

    Dass “aber natürlich kann er alles schaffen” und “alles wird gut” nicht wirklich funktionieren. Nicht von alleine.

    Dass Lehrer nicht im selben Ton antworten können, wie über sie gesprochen wird?

    Dass es nicht ungerecht ist, ein realistisches Bild zu zeichnen.

    Finde ich den Spruch gut? Nein.
    Hab ich darüber gelacht? Nein.
    Ist das hohe Kunst der Satire? Nein.
    Soll das überhaupt die hohe Kunst der Satire sein? Nein.
    Aber im Sinne der o.g. Aussagen, ist es stimmig.

    1. J.K.:
      Selbstverständlich gibt es “das”: Verkennungen, absurde Forderungen, Überforderungen.
      Nuhr äfft Idioten-Eltern nach, die sagen: “Ey, meiner is auch hochbegabt, der haut doch die sandern immer auf die Fresse.”
      Das ist für die erste Gruppe von “Komik-Freunden” witzg genug.

      Nuhr will aber “Kabarettist” sein. Deshalb sagt er: “Das darf man heute als Lehrer nicht mehr sagen:; Ihr verkorkster Halbaffe kriegt bestenfalles eine Lehrstelle als Roggenbrot.”
      Das ist schon wieder witzig (“Halbaffe”, “verkorkst” (!), “Roggenbrot”), verlässt aber die Mario-Barth-Ebene nicht.

      Deshalb lautet die dritte Ebene: “DAS KÖNNEN SIE HEUTE ALS LEHRER NICHT MEHR SAGEN”. (Schlüsselworte: “Heute” und “Können” – gemeint: Dürfen). Beides ist
      a) entweder total wahr (so die hier im Forum herrschende Meinung der eher schlichten NUHR-Freunde); oder
      b) total unwahr (so die Minderheit der NUHR-Freunde, die dahinter eine weiltere Schleife der intellektuell gesteigerten Ironie vermuten, welche sie zwar nicht beschreiben, aber irgendwie “fühlen” können, weil doch schließlich “Kabarett” im Programmheft steht und dann doch irgenetwas “satrisch” gewesen sein muss, auch wenn man im Moment nicht mehr so genau weiß, was…

      Ergebnis:
      Variante 1: Es ist witzig, dass naturbelassene Halbaffen-Idioten und ihre genetischen Verursacher Verlangen “dieselben Noten” wie die Hochbegabten (= Herr Nuhr und sein Publikum) zu erlangen.
      Problem: Purer Stumpfsinn; Unterschichten-Humor.

      Variante 2 Es ist lächerlich, dass weltfremde Spinner, Gleichmacher und Vertreter einer “mainstream-Diktatur” fordern, Idioten müssten wie Nichttidiotenh behandelt werden.
      Problem: Niemand vertritt solche Forderungen. Daher muss Nuhr im Tatschlichen nachbessern: “Alle sollen dieselben Noten kriegen”, was wiederum so dermaßen blöd ist, dass des nur Anhänger der Variante 1 überzeugt.

      Variante 3: Es ist witzig, dass Menschen meinen, Varianten 1 und 2 seien. Hier “schmunzeln” diejenigen, die sich über Menschen lustig machen, die sich über Menschen lustig machen, die genauso behandelt werden wollen wie Hochbegabte.
      Problem: In diese Sphäre der Abstraktion dingt Herr Nuhr persönlich gemeinhin nicht vor. Sie ist dem Teil seines Publikums vorbehalten, das der Ansicht ist, Herr Urban Priol karikiere seit 15 Jahren jedesmal sich selbst, wenn er Angela Merkel nachäfft.

      1. Verzeihung für meine Wut, Herr Fischer, die ich zunächst loswerden muß, weil ich doch dachte, es reicht:
        Meine Güte, wie kann man sich nur so zum Affen machen, indem man einen einzigen Satz, trotzig wie ein kleines Kind, isoliert interpretiert haben möchte.
        Nebenbei mal kurz weiter oben das gesamte “Nuhr-Publikum” in eine rechtsextreme Ecke stellt, und damit die gesamte Diskussion provokativ und gezielt in eine angeblich hochpolitische verdreht und damit jeder ernsthaften Auseinandersetzung beraubt.
        Absurd!

        Puh. So. Tschulligung. Danke.

        Trotzdem ein Versuch, die Vorlage von
        J K war ja nicht schlecht.
        Aber meine Interpretation ist eher schwieriger, weil weiträumiger als worauf Sie uns zwingen wollen.

        Variante 4:
        Das Thema ist “Gerechtigkeit”.
        Hier: Schulnoten sind “ungerecht”!
        Warum?
        Weil wir alle Kapuzineräffchen sind, die begehrlich nach dem scheinbar (!) besseren schauen und es haben wollen, das Gleiche (!), wie “die da oben”.
        So auch Eltern, die – wie alle Eltern, auch Nuhr ist Vater – selbstverständlich ihr eigenes Kind immer für das schönste und intelligenteste halten. So ist der Mensch. Ein Kapuzineräffchen. Oder dazwischen: Ein Halbaffe.

        Wer aber außerdem noch meint, es sei “gerecht”, beim Lehrer zu verlangen etwas gleich (!) zu machen, was es nicht ist, dem darf der Lehrer die Wahrheit nicht sagen, schon gar nicht so formuliert – natürlich NICHT so! Kein Scherz, darum ja so absurd formuliert! – dem sollte man aber sagen dürfen – und das versucht Nuhr hier, der auch diesen Eltern anonym gegenübersteht (die im Publikum sitzen!!) – daß sie sich gerade wie Kapuzineräffchen verhalten.
        Eine offene (!!) Frage ist halt: Wie sag ich es denn?
        Täglich stehen tausende Lehrer vor diesem Problem, da bin ich ganz sicher, ich kenne einige.

        Wie also erkläre ich diesen Eltern, daß ihr Kind nicht so gut in der Schule ist wie andere, ohne (!) sie mit einem derartig absurden Spruch zu verletzten, wie kann ich ihnen aber trotzdem klar machen, daß es halt ist, wie es ist, und – er führt den Gedanken ja weiter – das auch gar nicht so schlimm ist, wie sie als “Kapuzineräffchen” verständlicherweise (weil, so ist der Mensch, so sind wir alle) meinen, daß es sei?

        Sogenannte “Hochbegabte” haben z.B. nicht mal drauf, zuerst die Socke und dann den Schuh anzuziehen, und “hochrangige” Banker richten unsere Wirtschaft zu Grunde – und DAS wollt Ihr, daß Euer Kind DAS wird?!
        Einen, der Ferrari fährt, der unten aufsetzt? (Alleine das Bild ist klasse!)
        Ist es DAS, weswegen Ihr vor dem Lehrer steht und mit absurden “Argumenten” um eine bessere Zensur in Mathe für Euer Kind bettelt?
        Auch das Bild des Piloten hebt darauf ab, wurde aber gezielt mit “blind” ad absurdum geführt. Man könnte diese Eltern auch fragen, ob sie von einem Arzt behandelt werden möchten, der nur darum Arzt wurde, weil seine Eltern bei Lehrern, Dozenten und Professoren immer im Zimmer standen und erfolgreich forderten: “Ja, aber MEIN Kind ist doch auch…(!!!)”.
        Das Bild mit dem blinden Piloten, in dessen Flugzeug man nicht sitzen möchte, beschreibt das in ad absurdum geführter Weise, und ist ja – selbstverständlich – nicht gegen Blinde gerichtet!

        Daß die Beispiele immer welche “von unten” sind, die “nach dem scheinbaren “oben” streben, die da karikiert werden, liegt in der Natur der Sache: Reiche, Erfolgreiche beschweren sich eher selten über “Ungerechtigkeiten” oder fordern gar “Gleichheit” – warum auch?
        Das hätte Nuhr einbauen können, vielleicht auch sollen, um nicht so bösartig mißverstanden zu werden.
        Es ist aber, denkt man einmal darüber nach… recht schwierig, dafür andere Beispiele zu finden als auf Behindertenparkplätzen parkende SUVs (das fordert niemand, TUN aber “die Arschlöcher da oben” täglich und tausendfach!! Genau das steckt in der kleinen Bemerkung von Nuhr!).

        Zu verstehen, wie schnell Nuhr die Ebenen, auch die zwischen gewolltem Mario-Barth-plattem Witz, hintersinnigem Humor, Karikatur, Ironie oder Ernsthaftigkeit wechselt, erfordert etwas längeren Atem als die Analyse eines einzelnen Satzes.

        Ich bin kein Fan von Nuhr, wehre mich aber dagegen, ihn auf der Basis einzelner, gezielt aus dem Zusammenhang gerissener Sätze gar in eine rechtsextreme Ecke zu stellen.
        Das ist ungerecht.
        Ich bin den Diffamierungen gegen Sie, Herr Fischer, immer entgegengetreten, wenn man dasselbe mit Ihnen und einzelnen Formulierungen versuchte. Mich selbst diffamierte man dafür immer wieder mal als “Claceur”.
        Den Fischer-Fan gebe ich zu, aber ich mache mich auch gerade, wenn ich der Meinung bin, daß Sie falsch liegen, und vor allem dann, wenn Sie genau das tun, was Sie Ihren eigenen Kritikern vorwerfen.
        Ich möchte dafür von Ihnen – auch nicht indirekt – als rechtsextrem diffamiert werden.

        Eines immerhin hat dies bewirkt:
        Ich sehe gerade ältere Nuhr-Shows und fand diese ganz köstlich.
        Danach/Dazu haben Salafisten einen Aufstand gemacht und Rechtsextremisten Nuhr benutzt.
        Zu Unrecht, alle!

        Am meisten habe ich über den eigentlich kleinen Witz gelacht, wo Männer (das sind die, die ich mag, weil sie diesen Witz auf der Stelle verstanden) am lautesten lachten, nämlich bei:
        “So! Und jetzt schäl’ ich Kartoffeln”

        “Nuhr die Wahrheit”
        https://youtube.com/watch?v=tnvloKACiPw

      2. Krass, da ist uns wohl fast zeitgleich der Kragen geplatzt.
        Ich weiß, Sie mögen meinen Applaus nicht, sei es drum.
        Schlafenszeit heute, morgen mehr, nachdem dann ich endlich anfange, Nuhr-Shows zu gucken, Ihrer Empfehlung gerecht.

  22. Dieter Nuhr ist die FDP in witzisch.
    Ein selbstverliebter Schnösel, der nichts von Satire und noch weniger von Humor versteht. Letzterer hat mit Selbstdistanz und Selbstkritik zu tun und auf der anderen Seite mit Menschenliebe und nicht etwa mit Leistungsträgerliebe im FDP-Verständnis.
    Nach längerer Zeit mal wieder rundum einverstanden mit T.F., auch was die Bigotterie der Autofahrer angeht.

  23. Herr Fischer, Sie fragten:

    Also noch einmal: „ Sie dürfen heute als Lehrer nicht sagen: wenn Sie Glück haben, kriegt ihr verkorkster Halbaffen mit 14 eine Lehrstelle als Roggenbrot“ . Was genau wird hier satirisch vorgeführt? Und was will Nuhr uns damit sagen?

    Weiter bekannten Sie:

    thomas fischer sagt:
    20.11.2018 um 18:33 Uhr
    >Nein, das haben Sie missverstanden. Ich quäle mich auch gar nicht. Ich tue es für Ruhm, aus Eitelkeit und Mitteilungsbedürfnis, und freue mich, wenn ich es so gut kann, dass ich Geld dafür kriege.<

    Vielleicht versucht Nuhr – reine Spekulation -einen gewissen Irrsinn unserer Tage an die von ihm als Roggenbrot bezeichneten herantragen zu wollen. Es ist natürlich problematisch, dadurch das Roggenbrot in Mißkredit zu bringen. Weißbrot wäre auch gegangen, oder ganz einfach: Brot.

    Dazu ein willkürlich gewähltes update:

    Derzeit existiert ein Eilantrag in Karlsruhe mit dem Ziel, der Bundeskanzlerin verbieten zu wollen, den Migrationspakt zu unterschreiben. Diverse Begründungen dazu. Allerdings chancenlos. Für die Roggenbrote wiederum gäbe es einen ganzen Strauß von Begründungen.

    Treten Roggenbrote ans Licht ? Wehrt sich das Brot, so schlecht es kann? Spitzt sich die Lage zu, oder gebietet es nur die eigene Motivation, Brote allerorten von einem Eindruck abhalten zu wollen, wonach sie betroffen sein könnten?

    Brot predigen, so etwas macht Spaß. (Wenngleich der Spruch hier verhunzt ist). jedoch kann, indem man Broten predigt ein Anschein des eigenen Eintretens für Unterprivilegierte zur Wirkung gebracht werden. Dazu bekommt Geld und fühlt sich gut dabei. Was könnte das Leben mehr bieten. .

    Sie fragten, was Nuhr uns sagen will. Allenfalls Vermutungen ließen sich anstellen, denn es ließe sich kaum beweisen, aus welchen Gründen jemand sich der Thematisierung von Motiven anderer widmet.

    Versuchen wir es trotzdem. Wie gut, daß wir die AfD haben. Sie dient dazu, um sich gegen diese positioniert zu haben. Ein Konsens, gegen den besser niemand zu verstoßen wagt. Sonst müßte hinterfragt werden. Das Schicksal der Maranen war jedoch, daß man denen die Konvertierung nicht abnahm. Jede Hinterfragung endet somit darin, was man unter "peinlicher Befragung" versteht.

    Für solche Hinterfragungen wird traditionell – so auch hier, 20.11.21:35, und 20.11.22:20 – auf den Juden zurückgegriffen, wenn auch heutzutage mit veränderter Zielrichtung. Herr Fischer hat versichert, hierbei handele es sich lediglich um Quatsch.

    Was Nuhr uns sagen will, genau das möchte uns Herr Fischer sagen, und er bedient sich dabei Gleichnissen die er dazu bei Nuhr anmahnt.

    Nur ein totes Roggenbrot ist ein gutes Roggenbrot.

    1. Herr Wahnsinn, obwohl etwas zahnig und auch sonst sehr grantig, haben über Ihren Beitrag schon fast schallend lachen müssen, aber es ist uns auch wiederum gleich noch mehr die Bitterkeit hochgekommen.

      Ein bisserl Geschichte: (aus: Habsburger.net/Hunger und Protest)
      “In Wien kam es im Mai 1916 zu ersten Lebensmittelunruhen. Gruppen ausgezehrter Jugendlicher plünderten Lebensmittelwägen und schlugen Schaufenster ein, Frauen formierten sich zu Protestzügen und marschierten Richtung Innenstadt, um ihren Unmut kundzutun. Die Polizei reagierte mit einer Welle von Verhaftungen und verhängte Ausgangssperren. Noch sorgte die Zensur dafür, dass über diese ersten Hungerkrawalle in den Zeitungen nichts zu lesen war. …

      Getragen wurden die Hungerproteste mehrheitlich von Frauen, die so Einfluss auf die „hohe Politik“ gewannen. Als im Jänner 1918 die Mehlzuweisungen ein weiteres Mal eingeschränkt wurden, brachen in fast allen Gebieten der Monarchie Streiks aus. Die Sozialdemokratie stellte sich an die Spitze des Aufstandes und artikulierte wirtschaftliche wie politische Forderungen. Die Streiks setzten sich im Jahresverlauf 1918 fort, protestiert wurde gegen Teuerungen, schlechte Arbeitsbedingungen und die miserable Lebensmittelversorgung.

      Ende Juni, als die Brotrationen erneut um die Hälfte reduziert werden sollten, war die Geduld der hungrigen Städter zu Ende. Angeheizt durch Gerüchte über zurückgehaltene Lebensmittel und die unverschämten Schwarzmarktpreise marschierten Tausende Wiener und Wienerinnen in die umliegenden Ortschaften. … .”

      Soweit mir bekannt ist, handelt es sich bei Roggenbrot, Brot generell um ein Grundnahrungsmittel. Angeblich sei ja Brot sogar dumm, hat mal glaub ich eine Nobelpreisträgerin behauptet; warum das so sein soll, das weiß ich nicht.

      Ich weiß auch nicht warum nur ein totes Roggenbrot, oder ein totes Kind ein gutes Roggenbrot, oder ein gutes Kind sein könnte. Wozu setzt man dann eigentlich noch Kinder in die Welt?

      Allerdings: Wenn man tot ist, braucht man kein Roggenbrot mehr. Das ist auch wieder wahr.

    2. Das Brot kann man jeden Abend ab 21 Uhr auf dem Kika, dem Kinderkanal von ARD und ZDF bewundern, in einer sehr schönen Endlosschleife.

      Das Brot heißt Bernd mit Vornamen.

  24. vielen dank herr Fischer,

    und ich dachte schon, ich wäre der einzige, den Nuhrs selbstgefällige, arrogante pseudo-satire anekelt.

    ich will es kurz machen, weil sie das meiste in ihren antworten bereits gesagt haben:
    Dieter Nuhr “karikiert” die natürlichen, unveränderlichen ungleichheiten zwischen menschen, um damit jeden versuch, die sehr wohl korrigierbaren und in einer gerechten welt auch korrigierten ungerechtigkeiten zwischen den menschen zu diskreditieren. in einem satz beschreibt er reichtum sinngemäß gar als “angeboren”. er vertritt – wie seine aplogeten in diesem forum – den standpunkt all derer, die oben sind: entweder ist es aus eigener leistung, oder aber aufgrund unveränderlicher naturgesetze. ein schlag ins gesicht für alle humanisten, die der geburtslotterie nicht die entscheidung über das schicksal von 99% der menschheit überlassen wollen.

    fehlt nur noch, dass er sich auf seine “leidensgenossen” von annodazumal beruft und vom gottesgnadentum schwadroniert, das ihn zum “sexiest man, nicht mittellos und intelligenter als alle anderen” gemacht hat.

    lg

    1. Es hat wohl so sein sollen.
      Und ein dickes Ende kommt auch noch.
      Ich zappte zufällig in besagte Nuhr-Sendung. Mein Finger ging automatisch auf weiter. Erstens, weil mich fast immer etwas anderes mehr interessiert. Zweitens, weil ich trotz Seltenheit im Lauf der Zeit doch schon so viel von Nuhr mitbekommen habe, dass Großhirn an Kleinhirn an Finger (oder so) schon konditioniert ist.
      Als ich schon weitergeschaltet hatte, blitzte es mir durch den Kopf: der Nuhr wird in dieser Woche doch nicht etwa auch was zum Thema Gerechtigkeit sagen!? Also zurück, und tatsächlich! Obwohl mir mein Gefühl schon genug gesagt hätte, wollte ich es jetzt doch etwas genauer wissen.
      Nach einiger Zeit musste ich aber doch weiterschalten, da ich es nicht mehr ausgehalten habe. Und ich sagte noch zu meinem Umfeld, den Nuhr würde ich nur ertragen, wenn man das Video Satz für Satz anhalten und gegenargumentieren könnte!! Oder wenigstens den schriftlichen Text auseinanderpflücken.
      Am nächsten Tag, ich hatte es schon vergessen und nicht danach gesucht, sah ich plötzlich einen Verweis auf die Sendung, nämlich auf diesen Artikel.
      Zu meiner Schande: ich hatte zwar schon mal den Namen von diesem Herrn Fischer gelesen, aber ich kannte ihn überhaupt nicht. Umso mehr war ich über den Inhalt der Kritik erstaunt.
      Weder wollte ich Nuhr sehen, noch eine Kritik vermuten. Aber es hat wohl so sein sollen :). Beides wurde auf wundersame Weise zusammengeführt. Fast so hatte ich es mir in meinem Ärger über die Sendung ausgemalt, aber nicht zu hoffen gewagt, dass es sowas wirklich gibt.
      Schön, dass Sie, Herr Fischer, das beruflich machen können – und nach der Anzahl der Kommentare auch Leser finden. Ob Sie für Ihre Mühe in den Kommentaren auch bezahlt werden, weiss ich nicht, aber in jedem Falle danke für Ihr Ausdauer und Geduld!
      Besonders gefällt mir Ihr Beitrag vom 20.11.2018, um 12.27 Uhr (Antwort auf Fotobiene und andere).
      Als weitere Lieblingsgruppe von Herrn Nuhr, neben Halbaffen, Idioten und Leistungsverweigerern, oder vermutlich eigentlich als eine Konkretisierung von allen gleichzeitig, gibt es noch die Dicken.
      Ich glaube, ich habe noch nie eine Darbietung von ihm gesehen, die ohne diese Gruppe ausgekommen wäre. Und in seiner unnachahmlichen menschenveracht…, äh nein, natürlich menschenfreundlichen Art (so muss man das ja wohl nach manchen Kommentaren eher verstehen), sprach er auch in dieser Sendung nicht von den Dicken, sondern den „Fetten“. (Und nein, ich bin selber weder dick noch fett, das muss man ja dazusagen, sonst hätte man ja jedes Recht auf Meinungsäußerung zu diesem Thema verwirkt.)
      Nun, auch bei dieser Gruppe kann er sich schenkelklopfenden Beifalls seiner Anhänger sicher sein, warum also sollte er auch darauf verzichten. Erstens funktioniert das immer: man kann auf andere herabsehen und sich selbst damit erhöhen. Auf Seiten des Publikums – anwesende Dicke (die gibt’s nun mal im wahren Leben und hat es auch immer gegeben, außer man wünschte sich Null-Diätenzeiten als wünschenswert), also anwesende Dicke werden wahrscheinlich mitklatschen, in der Hoffnung, nur ja nicht aufzufallen. Außerdem halten die sich ja meist selbst für schlecht.
      Warum aber Nuhr selbst stets mit spürbarer Verachtung bei diesem Thema ist: hat er es nötig, wie gerade beschrieben? Oder /und handelt es sich hier um die Inkarnation von Halbaffen und Idioten, die sichtlich leistungsfaul sind, und trotzdem so behandelt werden wollen, wie andere auch – oder gar wie Schlanke?! Wenn das kein Fall für die Gerechtigkeitsfrage ist, oder eben der Beweis, wie unsinnig und anmaßend solche Anliegen sind.
      Am Ende ist es wirklich gottgegeben, wie ein Kommentator schrieb, und Nuhr hat „schlanke Gene“ – und kann sich dennoch oder gerade deswegen als etwas Besseres vorkommen. Muss ja schön sein, wenn man auch noch dafür bezahlt wird (und das auch noch gut), dass man seinen eigenen Frust und seine ganze Verachtung loswerden kann (oder, apropos political correctnes, auskotzen kann, vielleicht würde er selbst es ja so ausdrücken).
      Aber woher kommt dann bei ihm der immer neue Verdruss? Hat er Angst, dass ihm jemand was wegnehmen will? Gutmenschen etwa? Sind die nicht viel zu harmlos?
      Wie auch immer, es scheint immer wieder motivierend zu sein: das nach-unten-Treten.

  25. Ich fand Dieter Nuhr in seinen Anfangsjahren als Komiker recht witzig. Etwa zu dem Zeitpunkt, an dem er begann mit der URL seiner Homepage auf dem T-Shirt aufzutreten, ließ die Qualität seiner Ausführungen für meinen Geschmack deutlich nach. Und dann kam schließlich ein Abend, an dem ein Auftritt des Herrn Nuhr bei mir nur noch Ekel und Übelkeit ausgelöst hat. Das dürfte nun ungefähr ein Jahrzehnt her sein und ich habe dem Mann seither keine Beachtung mehr geschenkt.
    Wie schade, dass es ihm in der Zwischenzeit offenbar nicht gelungen ist, seine Gedanken wenigstens wieder ein klein wenig zu ordnen!

  26. Ich, also persönlich, finde das Ganze, den Artikel und die Diskussion drum herum ziemlich “schräg oder komisch”, aber ok, Meedia stehen auch die Klicks zu, ich mag Meedia übrigens sehr ob der Vielfalt und des Formates.
    Aber lieber würde ich Herrn Fischer wieder in seiner gewohnten Konnotation lesen, die so großartig war, also damals in der Zeit, ich weiß, man soll Zeiten (!) nicht hinterher trauern, aber das alte Sprichwort “Schuster bleib bei deinen Leisten” kann doch so falsch nicht sein ( nicht die Location , sondern der Stil).

    Den letzten SPON Artikel (Organspende) habe ich gelesen, aber mir “verkniffen”, aus Gründen.

    Gerne hätte ich mal wieder ein echtes “Juristenfeuer”, mit Themen, die “uns” umtreiben und einem grandiosen Schlussakt mit Aha-Effekt, der uns bewegt und § nachstöbern lässt und einen nicht irgendwie peinlich berührt.

    Ich wünschte mir, ernsthaft, den “alten Fischer” zurück, mit Esprit und Strafrecht-Neulanddingens” und Bezug zur Cinematograhie, ohne dieses permanente “Personen-Bashing”, das tut mir echt ein bißchen weh, also ganz ein bißchen (sorry, ich liebe das alte ß), so als altes Fischer-Fangirl von “damals”.
    Gibt natürlich viel Anderes zu lesen, aber ich fände es schade, wenn das “Alles” so im Abklingbecken verendet.

    1. Naja, Fischer ist kein Wunschkonzert, das wollen wir ja auch nicht…
      Und wer der Schuster und was der Leisten ist, haben auch nicht wir zu definieren, zumal man TF da einen großen Erfahrungshorizont untetstellen sollte.
      Fischer provoziert, das mögen wir, und wenn wir anderer Meinung sind, müssen wir es begründen und uns nicht durchwursteln, dazu versucht er uns auch mit einem gewissen Recht zu zwingen. Wir können uns glücklich schätzen, daß er überhaupt über seinen Beitrag hinaus die Diskussion mit uns sucht!

      Mein Problem mit Fischer ist derzeit, daß ich den Eindruck habe, daß er Gegen-Argumentationen gar nicht versteht. Ihm geht es offenbar umgekehrt genauso, und es wird etwas verbissen, dadurch, was ich nicht mag.

      Mein Problem mit Ihnen ist, daß Sie einiges schreiben, aber m.E. nicht auf irgendeinen sachlichen Punkt kommen, in dem Sie sich konkret positionieren, sondern eher eben – Verzeihung! – durchwursteln.
      Aber ich hoffe, wir haben noch viele Gelegenheiten, unsere Kommunikation zu trainieren, alle (mich eingeschlossen!)!

    2. Übrigens noch zu Ihrem Beitrag, oben (19.11., 19:38 Uhr), den TF halt dort auf SEIN Thema isoliert, weil er sich “gut” dafür eignet…

      Zu Ihrem (bzw. TFs) ersten Teil läuft gerade ein Schnipsel von Nuhr rum, der vermutlich in der Sache korrekt ist, der bittere “Witz” (?!) am Ende des Ausschnitts:
      https://youtube.com/watch?v=nvh7Z1fMz04

      Da kann man, wenn man es nicht verstehen WILL, lange diskutieren, ob Nuhr hier “die Autoindustrie unterstützt”… 🙄

    3. @Fotobiene

      Zum Thema Diskussion und Verstehen von Argumenten und Gegenargumentation:

      Also ich mag es, wenn jemand verbissen und sehr bissig ist.

      Aber ich bin ja keine Juristin. Journalistin und Zensorin bin ich auch nicht. Also hab ich es wahnsinnig leicht.

    4. Frau SCZ,

      schön, wenn Sie mal klipp und klar sagen was Sache für Sie ist, Sie bewegt und erwarten, Ihre Befindlichkeit etwas näher bringen und man dann auch mal als Interessierte und Mitlesende Bescheid wissen darf.

      Sowas hat ja weder mit einer Überfunktion der Drüsen zu tun, und auch nichts mit anderen fachlich Unbegabten und Unwissenden.

  27. Der von fotobiene zitierte “Schnipsel” zu “Schadstoffen” kulminiert in dem Schluss-Gag: Die 15 größten Schiffe steoßen sowviel Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos…. Wenn sie also jetzt ihren Diesel verkaufen wollen und auf Kreuzfahtrt gehen, ist das kene gute Idee.”
    Sehr witzig!
    Das mit den 750 Millionen Autos stammt vom NABU (2012) und hält einem “Faktencheck” nicht stand.
    Wikipedia: ” Eine Studie des Naturschutzbundes Deutschland sagte aus, dass die fünfzehn größten Schiffe der Welt pro Jahr so viele Schwefeldioxide aus wie 750 Millionen Autos ausstoßen würden.[5] Die Behauptung des Nabu beruht auf einer Missinterpretation eines Gedankenspiels von Dr. James Corbett[6], Delaware University. Ein Faktencheck der ZEIT[7] machte den Wertungswiderspruch in deutschsprachigen Medien sichtbar.” Der Artikel der ZEIT ist lesenswert.
    Nuhr nimmt den uralten, teilweise öffentlich widerlegten Bericht, verändert ihn (“Schadstoffe” statt Schwefeldioxid”), untderschlägt die sachloichen Einwände und benutzt das ganze, um die Deutsche Umwelthilfe e.V. als obskure, von ausländisvchen Autofirmen finanzierte Organisation zur “Vernichtung” der Industrie mit den “besten Dieseln der Welt” (Deutschland) ins Gepräch zu bringen. Das wiederum kann man schom am 28.5. in einem düsteren Artikel der FAZ nachlesen. Toyota zahlt offenbar “einen mittleren fünfstelligen” Spendenbetrag pro Jahr und unterstützt das “Dienstwagenprojekt” der DUH. Sehr anrüchig, meint die FAZ. Das Gesamtspendenaufkommen der DUH lag 2017 bei 2,1 Mio €. Großspender sind u.a. Rapunzel und Krombacher; das meiste Geld kommt von Regierungsstellen.

    Ist ja im Einzelnen hier egal. Es geht ums Nuhr-Prinzip: Die Welt besteht aus mehr oder weniger albernen “Gutmenschen”, die in einem Zwangssystem von “Mainstream” und “Politischer Koirrektheit” Probleme erfinden, die es gar nicht gibt, und Lösungen, die gar nicht funktionieren können, und dadurch “vernichten”, was naturgegeben vernünftig und unveränderlich ist. Zufällig ist das immer gerade das Bestehende: Oben und Unten, Arm und Reich, Gleich und Ungleich.

    Wer’s nicht glauben mag, sehe sich die Eingangs-Sequenz von Nuhrs Sendung vom 4. Oktober an: Da zählt er auf, was alles er auf gar keinen Fall ist: Ein Panoptikum lachhafter Weltverbesserer und “Anliegen”-Haber.

    ” ‘Wir schaffen das’, hat die Kanzlerin gesagt. Ein schöner Satz. So christlich! Leider hat sie vergessen zu sagen, wer ‘Wir’ ist und was ‘das’ ist, ne. Und das haben dann die Menschen in Afrika als Einladung verstanden. Die ganzen Menschen aus allen Winkeln der Welt” (Nuhr, 15.11.). Das ist der Eingang zur großen Nuhr-Satire über weltfremde “Gutmenschen”, die gedacht haben, Afrikaner haben Mülltrennung und essen vegan, und die deshalb “mit Teddybären winkten”.
    Tatsächlich ist daran praktisch nichts richtig: Die Bundeskanlerin hat sehr deutlich gesagt, wer WIR ist und das DAS bedeutete. (Abgesehen davon lautete der ganze Satz: “Wir haben schon so viel geschafft – Wir schaffen das”, und ist noch heute vollkommen richtig. Von “Einladung an “die ganzen Menschen aus allen Winkeln” (!) konnte nie auch nur ansatzweise die Rede sein. Zehntausende von Bürgern haben sich sachkundig, engagiert und großherzig für Flüchtlinge aus Bürgerkriegsländern eingesetzt. Sie mit dem Bild weltfremder Spinner der Lächerlichkeit preiszugeben, ist nicht witzig, sondern schäbig. Das würde selbst dann gelten, wenn sie allesamt jetzt “enttäuscht” darüber wären, dass Afrikaner so eine rückständige Kultur haben.

      1. Lieber Herr Garbers,

        Geld verdirbt den Charakter; das ist so. Den allermeisten geht es nur ums dicke Brieftaschl, ums Kriegen, ums Haben, haben, haben, ums Absahnen. Und viele glauben, Sie könnten Hab und Gut, den fetten Merzedes, die protzige Villa, die drei Eigentumswohnungen, ihren Klunker, ihren Reichtum mit ins Grab nehmen oder könnten sich mit Geld und sich Anbiedern Zuneigung oder gar Freundschaft erkaufen. Arme Menschen kann ich nur sagen.
        Jeder, der selbst durch die Scheißhausgasse musste, und das vielleicht öfters im Leben, weiß worauf es letztlich wirklich ankommt.

      2. Lieber Herr Garbers,

        eine Frage, hat man Ihnen in der Zwischenzeit schon einen Bescheid zugestellt wohin Ihr Kommentar entsendet wurde und wozu?

        Freilich sollte man allerdings bei der ganzen Sache um Nuhr und so, den bösartigen, schwarzen und galgigen Humor nicht vergessen. Aber selbst der darf nicht und niemals von Herzlosigkeit getragen sein. Die Zündstoff darf nicht veralbert werden, sonst kleschts nämlich wirklich.

        Lesen Sie hier im Forum auch mit großem Interesse mit?

        Ich lese mit

      3. Liebe Frau Geierwalli,
        nein, weg ist weg und dann bitte nicht fragen,
        sonst gibt es noch mehr Ärger.
        Gestern hat mir ein Komiker in einem Kaffe,
        in dem ich morgens früh meinen Kaffe trinke,
        frei und sofrt erkärt ich hätte mächtige Feinde.
        Woher ist dem das wohl bekannt?
        Ich habe gerade erlebt, dass der Vorsitzende des LSG mir audrücklich schriftlich erklärt hat, dass er in der mündlichen Verhandlung keinen Antrag von mir vorgelesen hat, eben weil ich nicht anwesend war. Worüber die dann in diesem Berufungsverfahren geurteilt haben, das hat er dann in seiner Urteilsabfassung fantasiert, was ich aber ausdrücklich nicht genehmigte. Ich hatte an der Stelle dargestellt, dass seine Niederschrift falsch sei, weil sie die erforderliche Formalität von meinem Antrag nicht enthielt. An der Stelle ist es richtig unsinnig, denn der vorherige Befangenheitsantrag basierte darauf, dass er als Versitzender nicht vor der mündlichen Verhandlung § 106 SGG beachtete und die höchstbegabten LSG Richter erkärten, das könne er noch in der mündlichen Verhandlung nachholen, machte er aber nicht. Au bin ich ein Böser… Ach ja, dass er willkürlich handelte, wie ich es ihm vorhielt, das ergab sich aus der Aktenlage schrieben die Ablehnungsrichter und darum brauchte der Herr Vorsitzende auch keine dienstliche Erklärungen zu meinen Befangeheitsvorhaltungen abzugeben, au wei au wei. Obwohl aber ganz offensichtlich mein Befangenheitsgesuch unbegründet war, brauchten die mehr als zwei Seiten um das festzustellen UND er nahm nicht an der Entscheidung teil. Limbach und Hassemer drehen sich im Grab um, denke ich als Maurer mal so…

    1. Ich lese: es geht nunmehr um: “Flüchtlinge aus Bürgerkriegsländern”.
      Eine interessante Drehung, Herr Fischer.

      Wer sich einen größeren Zugriff zu “Wir schaffen das” zumuten möchte, hier ein Link:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Wir_schaffen_das.

      Mit Pressekommentaren, Relativierungen und Distanzierungen durch Merkel etc. Wir sehen, Herr Nuhr steht mit seiner durch Fischer problematisierten Einschätzung keineswegs alleine. Eine kleine Hilfestellung also für diejenigen Roggenbrote unter uns, die das Urteil eines Herrn Fischer, “all dies sei auch heute noch richtig”, erweitern wollen.

      Jedoch entfaltet sich die Sicht auf das durch Merkel in Gang gesetzte Geschehen auch in diesem Wiki noch nicht vollständig. Wer hin und wieder die Zeit findet, seine Augen von ARD/ZDF abzuwenden wird bemerken, daß eine ganze Reihe von Regierungen mittlerweile der von Merkel energisch und unerbittlich vorangetriebene globalen Flüchtlings-Organisierung zunehmend skeptisch gegenübersteht.

      Für die BRD wird es kein Entkommen geben.

      Ihnen, Herr Fischer, natürlich weiterhin ein fröhliches: We can do.

      1. Herr Wahnsinn,
        das einzig Interessante und Bemerkenswerte an Ihren bisherigen Forumsbeiträgen ist, dass Sie Herrn Nuhr – sei es intuitiv, sei es aufgrund textlicher Analyse – offenbar ganz ähnlich verstehen wie ich. Dass Sie daraus andere, offensichtlich gegenteilige Schlussfolgerungen ziehen, ist mir nicht entgangen und im Übrigen Ihr gutes Recht.

    2. Natürlich kann man seine Informationen aus Wikipedia beziehen oder den verfehlten Zahlenspielchen der “ZEIT” glauben.
      Man kann aber auch mal Originale lesen.
      So verfehlt ist der Vergleich nicht, wenn man die Rechnung dahinter kennt.
      Nicht nur für uns in Hamburg sind die Schadstoffe pro km oder gar Passagierkilometer nämlich gar nicht so wichtig wie die Schadstoffe, die so ein älteres Kreuzfahrtschiff den ganzen Tag und die ganze Nacht unbeweglich im Hafen liegend über uns auskippt. Das ist ein Vielfaches dessen, was an den beiden Straßen-Meßstationen gemessen wurde, die nun so hübsch umfahren werden.
      Völlig zu Recht kritisiert der NABU (und Nuhr) hier einen Schiefstand in der Debatte, weswegen der Hamburger Senat inzwischen auch Maßnahmen ergriffen hat. Und Hamburg ist nicht AfD-regiert.

      Über die DUH hat der SPON gestern nochmal geschrieben. Mir erscheinen andere Umweltorganisationen mit entsprechender Themenvielfalt seriöser, aber nun.

      Die Aussagen von Nuhr kann man natürlich so lange verdrehen, bis was Rechtsextremes rauskommt, vielleicht ist es ja auch viel lustiger, nur Scherze gegen Banker, Politiker und die anderen “da oben” zu machen.
      Ich als Linksgrünversiffte kann auch drüber lachen, wenn ich selbst mal mein Fett von ihm abbekomme.
      Dadurch plötzlich selbst in eine rechte Ecke verfrachtet zu werden, entbehrt ja vielleicht auch nicht einer gewissen tragischen Komik.

      1. Ist ja gut! Ich beziehe ja gar nicht alle meine Informationen aus Wikipedia, und meine es auch gar nicht böse, und habe auch nicht wirklich verstanden, was das “verfehlte” anden “Zahlenspielchen” ist. Und ich weiß auch, dass Hafenstädte in hohem und unverantworlichen Maß von dem Verbrennen von Schweröl durch Schiffe belastet sind. Ich habe auch nichts dagegen, wenn das VG Hamburg ein Fahrverbot für die Elbe verfügt.
        Ich meinte nur: Aus all dem ergibt sich ja nicht, dass menschen, die niedrige Schadstoffwerte (nicht “Grenzwerte”, sondern tatsächliche) in Stuttgart durchsetzen wollen, lächerliche Gutmenschen sind, die mal lieber Messstationen für Schwefeldioxid in Hamburg einrichten sollten, dass die deutsche Autoindustrie zu vernichten.
        Im Übrigen ist es ja alles wahr. Aber darum geht es doch gar nicht. Der Nuhr-Witz bleibt doch trotzdem immer derselbe: “Gutmenschen” dramatisieren Problemchen, statt zu erkennen, dass sie auch nur so blöd sind wie alle anderen.

        Das ist jetzt aber auch oft genug gesagt, von allen Seiten. Wenn Sie “beleidigt” sein möchten, weil ich angeblich Nuhr missverstehe, dann ist das ihr gutes Recht. Sie verwenden zu viel Zeit darauf, sich über die Kritik zu empören, und zu wenig, den Kritikern die “richtige” Deutung der Nuhr-Kunst zu erklären, die sich angeblich allkein aus dem intuitiven Gesamt-Überblick ergibt und so vertrackt ist, dass kaum jemand sie richtig versteht. Die in diesem Form vertretenen Hardcore-Fans der Nuhrschen “Satire” über “Mainstream” und Ausländer jedenfalls scheinen eindeutig eher meiner Auslegung zuzuneigen… Für sie ist Herr Nuhr ein “mutiger” Komiker, der genau die richtigen Witze über genau die richtigen Halbaffen macht.

      2. Nein, ist nicht gut.

        “Ich meinte nur: Aus all dem ergibt sich ja nicht, dass menschen, die niedrige Schadstoffwerte (nicht “Grenzwerte”, sondern tatsächliche) in Stuttgart durchsetzen wollen, lächerliche Gutmenschen sind, die mal lieber Messstationen für Schwefeldioxid in Hamburg einrichten sollten, dass die deutsche Autoindustrie zu vernichten.”

        Das ist gut. Das meine ich auch. Und das meint ganz sicher auch Nuhr.

        “Sie verwenden zu viel Zeit darauf, sich über die Kritik zu empören, und zu wenig, den Kritikern die “richtige” Deutung der Nuhr-Kunst zu erklären, die sich angeblich allkein aus dem intuitiven Gesamt-Überblick ergibt und so vertrackt ist, dass kaum jemand sie richtig versteht.”

        Ich habe das am
        19.11.2018 um 21:18 Uhr
        20.11.2018 um 14:14 Uhr
        und
        21.11.2018 um 23:11 Uhr
        recht ausführlich und am Detail versucht und fand das quantitativ und inhaltlich auch nicht “wenig”.
        KlausT hat das m.E. ebenfalls sehr anschaulich versucht, auch J K.
        Beraterhure hat versucht, die Armut/Studenten-Sache zu erklären.
        Auch FrauSCZ bezeichnet sich als links-grün-versifft und ist in der Lage, Nuhr anders zu interpretieren als Willi Wahnsinn und Sie.

        In der Folge verdrehen Sie unsere Aussagen, behaupten, Sie hätten den “Witz” verstanden, wo z.T. gar keiner ist, um dann zu bemängeln, daß es nicht witzig sei, und stellen sowohl Nuhr als auch sein Publikum (zu dem ich mich zähle, wenn auch nicht zu seinen “Fans”) wiederholt in eine rechtsextreme Ecke.
        Ich weiß wirklich nicht, wie ich das NOCH mehr am Detail erklären sollte.
        Natürlich vermisse auch ich das gute, intelligente, linke Kabarett gegen “die da oben” von damals!
        Aber es darf doch nicht dazu führen, jemanden, der diejenigen unter uns hier unten mal aufs Korn nimmt, die eben auch extrem daneben liegende Gleichheitsphantasien mit Gerechtigkeit verwechseln, in eine AfD-Ecke zu stellen, und das Publikum gleich mit!

    3. […]” ‘Wir schaffen das’, hat die Kanzlerin gesagt. Ein schöner Satz. So christlich! Leider hat sie vergessen zu sagen, wer ‘Wir’ ist und was ‘das’ ist, ne. Und das haben dann die Menschen in Afrika als Einladung verstanden. Die ganzen Menschen aus allen Winkeln der Welt” (Nuhr, 15.11.). Das ist der Eingang zur großen Nuhr-Satire über weltfremde “Gutmenschen”, die gedacht haben, Afrikaner haben Mülltrennung und essen vegan, und die deshalb “mit Teddybären winkten”.
      Tatsächlich ist daran praktisch nichts richtig: […]

      Tacheles.
      Abgesehen davon, das dies absolutes Kindergarten Niveau ist, was dieser Pausenclown da zusamentextet.
      Daran ist nicht nur nichts richtig, sondern tatsächlich und praktisch reine Propaganda durch Auslassung der Wirklichkeit und Realität – uns so kommt es quasi einer Lüge gleich – widerliches Propagandageschwätz!
      Wer mehr über die Realität erfahren will und warum ich das schreibe, der möge sich doch mal darüber informieren (ne nicht in der Tagesshow), wer denn in Afrika den Leuten die Existenzgrundlage raubt, doch nicht etwa die EU und dementsprechend Täuschland ganz vorne dabei?
      Auch wer weltweit die Leute in die Steinzeit zurück bombt, massenmord betreibt und wer daran wirklich, wirklich gut verdient – doch nicht etwa die EU, ganz vorne dabei Deutschland und, zwar nicht nur, aber das Bundesland der Bonzen, Baden-Württemberg?
      Wer nicht begreifen will, warum die Menschen ihre Heimat verlassen und hier her kommen, wo angeblich “Milch und Honig” fließt, der soll halt weiter pennen, die Propaganda glotzen und ganz toll finden – kognitive Dissonanzen tun ja weh und das will ich ja niemanden ernsthaft zumuten, dass es psychische Schmerzen bereitet wirklich mal aus seiner tiefenindoktrinierten HirnMatrix heraus zu treten – es ist ja auch so einfach das Nachgerichtete im “Hirngrill” nachzukauen und nachzuplappern.

      Dieser Pausenclown ist mit seinem Gerechtigkeitsgeschwurbel auf dem Höhepunkt der Widerlichkeit und nur noch als Mietmaul zu betrachten!

      1. Eins noch und dann ist wieder Funkstille – Wer unbedingt Kabarett haben will und nicht nur so ein seichtes Programm vom Nuhr verträgt, dem sei an dieser Stelle z.B. Hagen Rether empfohlen – dabei kann aber auch mal das Lachen im Halse stecken bleiben (wie man auch am Publikum hin und wieder sieht).

        Nicht das ich alles gut finde von Hagen Rether, aber in dieser Liga in der Hagen Rether spielt, wird er niemals spielen, der Nuhr – auch wenn er vielleicht erfolgreicher ist – nicht wenn er so weiter macht und ich glaube nicht, dass dieser Nuhr überhaupt solchen Charakter besitzt.

      2. “der möge sich doch mal darüber informieren (ne nicht in der Tagesshow), wer denn in Afrika den Leuten die Existenzgrundlage raubt”

        Natürlich kann man von einem Comedian/Kabarettisten verlangen, daß er uns in seinem Programm alle globalen Zusammenhänge bis ins Detail erklärt.
        Es wäre dann nur etwas lang…

        Fakt ist, daß tatsächlich in vielen Armen Ländern der Welt der von Schleuserbanden gezielt beförderte Irrtum herrscht, daß jedem, der es einmal hierher geschafft hat, Milch und Honig zufließen würden.
        Darum befinden sich unter den Migranten neben Geflüchteten leider viele Arme, denen nicht bekannt ist, daß sie belogen wurden; das lag auch an dem gutgemeinten und sicher auch situationsadäquaten Teddybären-Winken, das jedoch international über TV-Kanäle lief und in vielen armen Ländern schlicht als Einladung mißverstanden wurde – von sabbernden Schleusern mit Lügen befördert.

        Das zu benennen, wird leider von beiden politischen Lagern falsch benutzt.

        Und so geschieht es auch Nuhr, wenn man nicht sein Programm als Ganzes verstehen will, sondern es zerhackt.

      3. Ja, dem stimme ich zu.
        Schwer zu vergleichen, aber:
        Hagen Rether ist um Längen besser als Dieter Nuhr!

      4. Jetzt muss (will) ich doch noch mal.

        […]Natürlich kann man von einem Comedian/Kabarettisten verlangen, daß er uns in seinem Programm alle globalen Zusammenhänge bis ins Detail erklärt.
        Es wäre dann nur etwas lang…[…]

        Witzisch! 😀
        Ja, stimmt. Hagen Rether’s Programm z.B. geht ja immer mehrere Stunden um die Leute auch mal sprach- und lachlos zu machen – TzTz Schlichtes (ggf. gekränktes) Fangeblah weiter nichts – oder Polemik die ins leere läuft.

        […]Und so geschieht es auch Nuhr, wenn man nicht sein Programm als Ganzes verstehen will, sondern es zerhackt.[…]

        Weiter mit Fangeblah – es mag sein, dass Sie als Hardcorefan das komplette Programm des Dieter Nuhr Zuhause auf Video haben und es auch noch komplett verstehen und nicht etwa interpretieren – ich pers. kenne nicht alles, machte aber hoffentlich hier bisher deutlich, das es mir keineswegs nur um ein paar Sätze geht, sondern an der mittlerweile für mich äußerst widerlichen Darbietung des Herrn Nuhr im Allgemeinen (und dieser Gerechtigkeitsfarce im speziellen) – also das was und wie er sich öffentlich in den Medien zeigt, persönlich habe ich gar nichts gegen ihn, denn ich weiß gar nichts über ihn pers. und wie er sich privat gibt, weder kenne ich ihn persönlich – man sollte das trennen können.
        Noch dazu anmaßend unterschwellig zu behaupten, man würde das nicht verstehen, was der Pausenclown da ablässt und nur Sie, bzw. Sie und seine Fans würden es richtig^^ verstehen, obwohl sie hier immerzu (auch nur hinein) interpretieren.

        Geschenkt – eine schöne Zeit noch!

      5. Hagen Rether kann man, wenn man will, genauso “zerpflücken” wie Dieter Nuhr, nämlich, wenn man seine Textzeilen auseinander nimmt und das Große und Ganze auf kleinklein herunterbricht.

    4. Ich laß die Zahlen aus dem Innenministerium von Sachsen. Danach stammten die im Land aufgenommen Flüchltinge zum Stichtag 30.09.2015 aus verschiednen Ländern. In dem betreffenden Jahr kamen auf jeden Syrer zwei “Flüchtlinge” aus Albanien und Ex-Jugoslawien, auf jedn Iraker kamen fast zwei Marokko und Tuniesen.
      Von welchem Bürgerkrieg reden Sie dort ?

      Immer daran denken, daß Ex-Bischöfin Käßmann und Cem Özdemir 2011 forderten, daß sich Deutschland am Angriff auf Libyen beteiligt und Barack Obama auf dem evangel. Kirchentag abgefeiert wurde … wahrscheinlich von den gleichen Menschen, die sich “großherzig für Flüchtlinge aus Bürgerkriegsländern eingesetzt” haben.

  28. Ich habe zunächst den Kommentar von Thomas Fischer gelesen. Bei den vielen Beispielen aus Nuhrs Sendung dachte ich: Das kann doch niemand wirklich so meinen. Dann standen hier Kommentare, die besagten, dass das alles ironisch gemeint gewesen sei und er darstellen und ironisieren wollte, dass es Menschen gibt, die so denken. Dann habe ich mir die Sendung angesehen und festgestellt: An keiner einzigen Stelle hat Herr Nuhr deutlich gemacht, dass er diese Meinungen nicht vertrete, sondern sich über Leute lustig macht, die so denken! Das sind alles seine Ausgeburten und er meint sie lustig!
    Dass z. B. die Definition von Armut bewirkt, dass durch eine Verhundertfachung aller Einkommen noch ein genau so hoher Prozentsatz als arm gilt, und deshalb die Definition von Armut ad absurdum geführt wird, ist eine ganz alte Masche, um den Menschen (die im Studio darüber lachen!) klar zu machen, dass eine Erhöhung der Einkommen nichts ändern würde an der Lage der Armen und dass es Gerechtigkeit folglich nie geben wird. Eine blödsinnige Schlussfolgerung, die da oktroyiert wird.
    Das zieht sich sowieso wie ein roter Faden durch Nuhrs Sendung: Gerechtigkeit kann es nicht geben. Eine armselige Sendung im Rundfunk des öffentlichen Rechts und dieser Themenwoche nicht würdig!

    1. “um den Menschen (die im Studio darüber lachen!) klar zu machen, dass eine Erhöhung der Einkommen nichts ändern würde an der Lage der Armen und dass es Gerechtigkeit folglich nie geben wird.”

      Diese Interpretation halte ich für falsch.

      Nuhr möchte uns klar machen, daß die Definition von Armut (weil sie eine lokale ist) sich nicht ändern würde, wenn die Einkommen steigen.
      Bei gleichbleibenden Lebenshaltungskosten wäre das dann in der Tat eine verfehlte Definition von Armut.
      Sie ist es im Vergleich zu einer globalen Definition von Armut bereits jetzt.
      Dies wiederum…. nunja.
      So ist alles etwas relativ, je nach Perspektive.
      Das ist übrigens weder ironisch noch witzig.

      Aber wen interessieren schon die größeren inhaltlichen Bögen eines Programms, wenn man darin nur eine Aneinanderreihung von Witzen sehen möchte, nur nach der Erklärung einzelner Witze verlangt, die gar nicht witzig seien….

      1. Die Definition von relativer Armut ist schon okay.
        Das Exempel von wegen alle kriegen jetzt das zehfache und trotzdem bleibt die Anzahl der in relativer Armut Lebenden gleich, ist sehr theoretisch um nicht zu sagen absurd. Denn in einer real existierenden Ökonomie bedeutet (auf mittlere Sicht) eine schwuppdiwupp Verzehnfachung der Einkommen eine Verzehnfachung der Preise (Inflation). Das heißt, dass neben sonstigen Verwerfungen, die wir hier mal großzügig auslassen, sich lediglich die Nominalwerte ändern, real bzw. kaufkraftmäßig aber ist nichts passiert!

      2. Ja, natürlich!
        Meinen Sie, das weiß Nuhr nicht?
        Und sein Publikum?

        Darum schrieb ich (Publikum) ja:
        “Bei gleichbleibenden Lebenshaltungskosten [!] wäre das dann in der Tat eine verfehlte Definition von Armut.”

        Und SO läuft die “Kritik” an Nuhr:
        Ihn und sein Publikum einfach mal für blöd erklären, Sätze aus dem Programm-Zusammenhang herausreißen…

        Danke für diese Demonstration!

      3. Blah, Blah…

        Wenn Nuhr das weiß und sogar sein Publikum, warum sollte er es dann “uns” erklären wollen müssen????

        Das war eine rhetorische Frage, die keine Antwort bedarf.

        Echte Systemkritik kann man vom Nuhr nicht erwarten. Der ist halt für den Kindergarten gerade gut genug…. denn, ist ja schon gerecht und so im großen und ganzen… Schlaf Kindlein schlaf…TzTz

        Und wenn er es nicht dem Kindergarten erklären will, wem dann – “Uns”? LOL! – das ist doch keine Bahnbrechende Erkenntnis – das kann man seit Jahrhunderten Jahr für Jahr selbst erleben, selbst die schlichten Gemüter merken das beim einkaufen (auch wenn sie es vielleicht nicht in intellektuelle Worte fassen können). Und die Streikenden kennen das auch nur zu gut – Und das soll hohe Kunst sein? Lächerlich!

        Verflixt ich beiße mich hier fest – dabei sehe ich es doch ohnehin als sinnlos an – naja, wenigstens war es etwas Zeitvertreib…

        So long…

      4. “Wenn Nuhr das weiß und sogar sein Publikum, warum sollte er es dann “uns” erklären wollen müssen????

        Das war eine rhetorische Frage, die keine Antwort bedarf.”

        Doch, es bedarf ganz offenbar!
        Ein Comedian/Kabarettist will sehr selten “etwas erklären”.
        Allenfalls die Sinne schärfen, etwas ins Bewußtsein bringen, unterhalten, lauter so unwichtige Blah-Blah-Sachen halt…
        Gute Nacht!

      5. […]Ein Comedian/Kabarettist will sehr selten “etwas erklären”.[…]

        […]Nuhr möchte uns klar machen[…]

        Mal hüh, mal hot und so…. achso, das war dann also das Selten… 😆

        Jetzt bin ich aber wirklich raus…. Was für ein Blödsinn…

        Gute Nacht, auch Ihnen!

      6. @ Fotobiene

        Ich gestehe, ich habe soeben erst das Programm vom 15.11. angeschaut, meine Diskussionsgrundlage basierte auf dem Artikel von Herrn Fischer.

        Zitat Fotobiene: “Aber wen interessieren schon die größeren inhaltlichen Bögen eines Programms, wenn man darin nur eine Aneinanderreihung von Witzen sehen möchte, nur nach der Erklärung einzelner Witze verlangt, die gar nicht witzig seien….”

        Dieser Satz von Ihnen bringt für mich die ganze Diskussion hier auf den Punkt!
        Herr Fischer hat bewusst Sequenzen aus der Ganzheit des Programms gegriffen und nach seinem gusto interpretiert.

        “Zitat tf v. 21.11.2018 um 18:44 Uhr :”Problem: Purer Stumpfsinn; Unterschichten-Humor.””

        Herr Böhmermann twitterte gestern: “Ich bin oberste Unterschicht.” (in einem anderen Kontext natürlich)

        “thomas fischer sagt:
        20.11.2018 um 18:27 Uhr
        Nuhr hat m.W. seine “Satire” immer gegen Gruppen von Schwachen gerichtet – vermittelt durch “Ironie”” über die angeblichen “mainstream”-Gutmenschen, die solchen Gruppen irgenwelche absurden Privilegien zuteilen wollen… Da lacht der AFD-Funktionär, dass jetzt schon Frauen aufs Männerklo sollen und schwarze Menschen ohne kulturelle Mülltrennung in die Rentenversicherung.”

        Auch ein Beispiel völlig daneben liegender Interpretation (für mich).
        Ich könnte Bände erzählen (bis vor 3 Monaten war ich Deutschlehrerin in der örtlichen Erstaufnahme, da dort kein Anspruch auf professionellen Deutschunterricht besteht) über Teddybär-winkende “Ersthelfer”, die nur ihrem vermeintlichen Gewissen Gutes tun wollten, will ich aber nicht, wozu.

        Nuhr wollte in seinem ganzen (!) Programm herausarbeiten, dass Gerechtigkeit eben nicht Gleichheit bedeutet.

        Nach Schauen der Sendung bin ich um so mehr der Meinung, dass das Ganze in sich schlüssig ist, es wurde weder nach unten, noch nach oben (Thema Steuern und Bankenkrise) getreten, sondern alles miteinander verknüpft.

        “thomas fischer sagt:
        20.11.2018 um 16:40 Uhr
        Herr Nuhr ist kein Philosophie-Professor, sondern Komiker. Es ist sinnlos, ihm zu unterstellen, er “ironisiere” das Verständnis von Menschen die das Verständnis von Menschen ironisieren, die irrtümlich meinen, was andere für ironisch halten… Das Nuhr-Publikum und die Kommentatoren dieses Forums bringen dieses Maß an Meta-Textualität ersichtlich nicht auf, und es würde auch gewiss nicht dazu führen, dass der Künstler als TOP-Act in der ARD erscheint.”

        Alle hier herauszitierten Sequenzen des Programmes zu verreißen und dann einen AfDaffinen Hintergrund sowohl beim Publikum der Sendung, als auch bei nichtkonformen Kommentatoren zu projizieren ist, ja, wie soll man es sagen, nicht d’accord.

        Morgen ist Freitag, SPON-Time, “Neue Runde, neues Glück”, wie der Croupiers im Casino von Baden-Baden sagen würde. 🙂

      7. Ach einen habsch noch zu dem Blödsinn.

        […]Ein Comedian/Kabarettist will sehr selten “etwas erklären”[…]

        Mag ja sein, dass Sie so ganz genau wissen, was Kabarettisten wollen und was nicht. Ich bilde mir aber ein, schon so einige gesehen zu haben, die den Leuten etwas verdeutlichen (klar aufzeigen) wollen und das nicht nur selten – die Geschichte des Kabarett zeugt davon. Ganz spontan fällt mir da z.B. die Anstalt ein, u.A. mit einem Vortrag über Seilschaften, der sogar, wenn ich mich recht erinnere verboten werden sollte….

        Cheers!

      8. @ FrauSCZ
        So sehe ich es auch.
        Inzwischen sind wir hier auf sprachanalytischer Bedeutungsebene gelandet, irgendwo verloren zwischen “erklären” und “klar machen”, es bleibt schwierig…

        “Morgen ist Freitag, SPON-Time, “Neue Runde, neues Glück”, wie der Croupiers im Casino von Baden-Baden sagen würde. 🙂”

        Hihihi, sehr gut! 👍

      9. @Fotobiene
        Ich kann mich nicht entsinnen irgendjemanden als blöd bezeichnet zu haben. Aber ja, ich unterstelle jemandem, der so ein Verzehnfachen-Gewäsch daherredet, entweder nicht verstanden zu haben, dass es ein vollkommen irreales – weil geradezu lächerlich unvollständiges – Gedankenspiel ist oder er ist sich dessen bewusst, möchte mich aber trotzdem gerne glauben machen, dass die relative Armut an sich ein dümmliches Maß darstellt. Vermutlich weil sie seiner Meinung nach nur den Gleichmachungsfanatikern dient, um zu zeigen, wie ungerecht es zugeht, obwohl doch alles bestens ist und man gefälligst das Maul halten sollte.

        Summa summarum ist er mAn ein kleiner Liberallala, der wie alle Liberallalas nicht so arg viel vom Liberalismus versteht und ihn stattdessen mit common sense und leicht reaktionärem Gestus identifiziert.

        @Werner Brösel
        Fraije Baahn mit Maarzipaan 🙂

      10. “(bis vor 3 Monaten war ich * Deutschlehrerin in der örtlichen Erstaufnahme, da dort kein Anspruch auf professionellen Deutschunterricht besteht)”
        * Fehlt das Adjektiv ehrenamtlich, also quasi als “Gutmensch” (bekennend) unterwegs.

      11. Frau SCZ (22.11.,21.43):
        „Nuhr wollte in seinem ganzen (!) Programm herausarbeiten, dass Gerechtigkeit eben nicht Gleichheit bedeutet“.

        Das haben Sie , finde ich, recht schön auf den Punkt gebracht. Ein ganzes (!) Programm lang erläutert und Herr N, wie unvorstellbar absurd ( und daher witzig) es ist, völlig sinnfreie „Gleichheit“ für eine Art Gerechtigkeit zu halten. Nur dummköpfe, Idioten und „Gutmenschen“ verstehen das nicht und wollen immerzu Gleichheit herstellen, die nichts bringt außer „ die totale Diktatur“: „ immer wenn einer was sagt/was tut, müssen (!) alle andern das auch tun…“

        Ok, soweit klar. Ob man da 45 Minuten „idioten“-Beispiele bräuchte, mag dahinstehen.
        Und jetzt? Was dann? Was soll‘s? Was folgt daraus für „Gerechtigkeit“?
        Nuhr sagt im „ganzen Programm“ und ganz ohne selektive Schnipsel: die Welt besteht aus lauter unveränderlichen Ungleichheiten, deren Gleichmacherei nichts zur Gerechtigkeit beiträgt. Höhepunkt der Ironie ist also der Satz : Wenn alles ganz gerecht wäre, müssten alle dasselbe tun/ sagen/sein usw. Da das absurd ist, muss die „richtige“ Gerechtigkeit also was anderes sein. Antwort Nuhr: variabel. Mal: Gerechtigkeit gibt es gar nicht. Dann wieder: Bei uns ist es nicht „ ideal“, aber doch mal sehr gerecht, so wie es ist. Auch ein Super Aufklärung-Programm!

        Und jetzt noch das „Ganze“: Die „ satirische“ Darstellung dessen und derer, die nicht einsehen wollen, dass Gleichheit keinen Sinn hat für die Gerechtigkeit, wenn Gleichheit aus vorgegebenen Gründen gar nicht erreichbar ist: Idioten, die Hochbegabte sein wollen, „ die ganzen Menschen aus allen winkeln der Welt“, die „ eingeladen und reich werden wollen, die Frauen , die Männerfußball spielen wollen, usw.
        Hab ich was übersehen? Ich glaube nicht.
        Botschaft des Satirikers: Sinnlose Gleichheitsforderungen gefährden die Gerechtigkeit. Einsehen, dass Gleichheit nicht möglich ist, ist gut für Gerechtigkeit.
        Bemerkenswert wAr, dass, wenn ich mich recht entsinne, in der ganzen (!) Sendung kein einziger Hinweis erfolgte, was Gerechtigkeit denn nun nach Nuhrs Ansicht eigentlich sein könnte. Einziger Anhaltspunkt: in Deutschland sei es doch schon sehr gerecht.
        Ansonsten kam „Gerechtigkeit“ ausschließlich als „ironischer“ Begriff vor, also als albernes Utopieziel weltfremder Gleichmacher aus dem Lager der Teddybarwinker und Veganen Blindflug-Befürworter.

        Ich will ja nicht um Worte streiten. Ob man dieses ganze (!) Nuhr Programm nun „witzig“ nennt oder „blauweiß kariert“, ist mir egal.
        Ich meine halt, dass es im Ganzen (!) hämisch, zynisch, verachtungsgesättigt und völlig perspektivisch ist. Um das zu verstehen, reicht es aus, sich einmal kurz in die Perspektive des „ Halbaffen“ und „idioten“ zu versetzen, den Nuhr imaginiert und in seiner Welt ja vorfindet und definiert, bevor er ihn als Lehrbeispiel verwendet. Nehmen wir an, ein „ halbaffe“ aus deutschtürkistan, der nicht richtig deutsch spricht, findet es „ ungerecht“ dass er nur „ Roggenbrot“ werden soll. Was hat ihm unser Satiriker zu sagen? Und welche Gerechtigkeits-Angebote hat der Kabarettist den „ ganzen Menschen aus allen Winkeln“ zu machen? Mir scheint: keine. Er sagt Ihnen, ein „ganzes Programm“ lang, dass das schon so passt, wie es ist, weil der eine ist halt blöd, und der andere aus Mali, und der dritte arm, und da kann man nix machen, und das ist auch schon ziemlich gerecht so.
        Das war’s auch schon mit dem „Gerechtigkeits“Programm von Dieter N. Das kann man natürlich sehr „ satirisch“ und aufklärend finden. Muss es aber nicht.

  29. @thomas fischer 22.11.2018 um 14:40 Uhr

    sagt

    “das einzig Interessante und Bemerkenswerte an Ihren bisherigen Forumsbeiträgen ist, dass Sie Herrn Nuhr – sei es intuitiv, sei es aufgrund textlicher Analyse – offenbar ganz ähnlich verstehen wie ich. Dass Sie daraus andere, offensichtlich gegenteilige Schlussfolgerungen ziehen, ist mir nicht entgangen und im Übrigen Ihr gutes Recht.”

    Zunächst: Verbindlichen Dank.

    Der eigentliche Sachverhalt stellt sich so dar, wonach ich die Sendung mit Herrn Nuhr bisher nicht gesehen, den Inhalt also nur aus Ihrer Beschreibung kennengelernt habe. Insoweit wird dann auch verständlich, warum ich den Herrn Nuhr nur in ähnlicher Weise wie Sie verstanden haben kann. Eine Bewertung des Inhalts könnte ich derzeit nur den Hörensagen nach vornehmen. Mein Vertrauen in Ihre vorgelegte Schilderung ist nicht sehr ausgeprägt.

    Mir geht es ohnehin darum, wie der notwendige, jedoch bereits stark eingeengte Raum für eine jede demokratische Entfaltung kontinuierlich weiter eingeengt wird. (Wobei die Propagisten sich auch noch wohl fühlen. Das wird, nach allem umso verblüffender, je mehr man Bildung und Weisheit unterstellen will).

    Aber womöglich besteht der eigentlich Kern unseres Grundgesetzes tatsächlich ausschließlich in seiner Sozial-Verpflichtung. Wie ein sehr hoher Karlsruher in einem Hintergrundgespräch darüber wo die Schmerzgrenze zur Verteidigung des Grundgesetzes verlaufen mag, dem Hörensagen nach hat durchblicken lassen. Demokratie ist demnach nachrangig. Das ist vielleicht schade , andererseits spiegelt es durchaus die gebotene Wirklichkeit

    Demokratie braucht die andere Meinung. Diese ist natürlich immer falsch, keine Frage. Aber darum geht es nicht. Bei uns wird die andere Meinung nicht nur nicht akzeptiert. Das hatte aber Hitler ja schon im Programm. Wenngleich der das vorab offen angekündigt hatte. Immerhin. (Darauf können Sie ja jetzt ihre versuchten, nur leicht verklausulierte Unterstellungen draufsatteln).

    Es ist ersichtlich, daß die letzten, die sich öffentlich noch eine abweichende Regung zutrauen immer weiter in die Enge getrieben werden, dabei der Abweichung (von Gerechtigkeit. Ha.), des Unmenschlichen, ( Hetzjagd statt Hilfsbereitschaft) auf jeden Fall Ungebührlichen geziehen werden, wobei hilfsweise – wie in diesem Falle – ein Potential sogar strafrechtlich relevanter Ausweitungen hinzugesonnen wird.

    Wir beide nehmen nicht etwa die Rede von Nuhr in gleicher Weise wahr, interpretieren diese lediglich entgegengesetzt. Der Unterschied zwischen uns besteht darin, daß ich Sie nicht für geeignet halte, eine Bewertung über schäbiges Verhalten abgeben zu können. Deswegen kann ich nicht sagen, ob Nuhr schäbig ist, oder handelt.

    Obwohl Sie für zutreffend erkannt haben, daß ich nichts Bemerkenswertes beizutragen habe, so darf ich als meinen Beitrag immerhin ihre Äußerungen als bemerkenswert kennzeichnen.

    .

    1. “… Der Unterschied zwischen uns besteht darin, daß ich Sie nicht für geeignet halte, eine Bewertung über schäbiges Verhalten abgeben zu können. Deswegen kann ich nicht sagen, ob Nuhr schäbig ist, oder handelt.”
      Zwei wahrhaft rätselhafte Sätze mit einem noch rätselhafteren Kausalitäts-Zusammenhang. Ist aber wahrscheinlich sehr geistreich.
      tf

  30. Will ein Thomas Fischer mehr Wirkungsbreite und hofft das er in einer der populären Sendungen erwähnt wird, worauf er dann einem Zirkel gleich dann reagieren kann?

    Haben Sie Herr Fischer mal mit Verstand fern gesehen?

    Ich will keine absoluten Zahlen nennen, aber denke mit 99,99999999999999…. % Schrott sind wir jedenfalls noch sehr positiv.
    Werden Außerirdische unsere gesendete Notdurft eines Tages empfangen, können wir nur hoffen, dass wir dann Geschichte sind, sonst werden uns intelligente (!) Wesen erlösen.

    Was Sie so abfällig kritisieren gehört zu den wenigen Lichtblicken im Fernsehprogramm. Es soll ja polarisieren, den die Idee heißt ja, denk doch mal über einen Begriff “Gerechtigkeit” nach!
    Haben Sie den Mut mal mit Herrn Nuhr bzw. Frau Kebekus direkt zu sprechen?

    Jeder hat eine andere Art Humor zu transportieren. Wenn Ihnen, Herr Fischer, die Kabarettsendungen missfallen (ist ja nicht ihre erste Kritik), warum sehen Sie diese denn an? Analog findet sich doch zu Ihrem Artikel. Würden mich ihre Formulierungen quälen, so brauche ich doch nicht weiter zu lesen.

    Vielleicht fragen Sie mal bei den Öffentlichschlechtlichen nach, ob Sie mal selbst eine Kabarettsendung, mit Niveau, etc. austragen dürfen.
    Meiner Zuschauerschaft dürfen Sie sich sicher sein, aber dann auch meiner Kritik!

  31. Ich wiederhole meinen Rat von weiter oben: Meedia möge Nuhr um eine Stellungnahme bitten, damit die Kuh eventuell doch noch vom Eis kommt. Wenn er nicht will, kann man das ja (samt seiner Begründung ggf.) kurz „kommunizieren“. Kaum vorstellbar ohnehin, das Nuhr die Debatte hier entgangen sein sollte.

  32. Sehr geehrter Herr Fischer,

    Der Auftritt schockierte mich so sehr, dass ich das Martyrium ein zweites Mal auf mich nahm. Ein selbstgefälliges Überlegenheitsgefühl, das sich beim Genuss von Dschungel-, Container- und Pannenshows, zu denen man deutsches Kabarett für gewöhnlich zählen darf, gelegentlich Bahn bricht, wurde von purem Ekel am Auftreten gehindert.
    Erst mit ihrem Beitrag findet meine Entrüstung ein Ende.
    Als treuer Leser ihrer Kolumnen hatte ich insgeheim gehofft, dass Ihnen dieses Feuerwerk an staatstragender Menschenverachtung nicht entgangen ist. Wenn Rassismus und Verachtung von schlechter Gestellten so unverfronen im Staatsfernsehen gezeigt wird, gewürzt mit ein wenig “alles ist gut wie es ist”, tatsächlich meist im ernsthaften Ton eines Aufklärers, gerade nur mit so viel Ironie versehen, dass die Gleichgesinnten darauf verweisen können, ist es wichtig darüber zu sprechen und es einzuordnen.

    Ich schätze an Ihnen was mich auch an Karl Kraus begeisterte, die Fähigkeit und den Mut, das eigene moralische Empfinden offensiv nach außen zu tragen, unabhängig von den Meinungen all der Dummköpfe, vor denen sie leider auch in den Kommentaren nie verschont bleiben.

    Ich hoffe auf viele weitere Kolumnen, es braucht Ihre Gegenstimme!

    1. Über den Qualtinger, das Genie, Bürgerschreck, “Menschenimitator” darf man folgende Zeilen lesen “Die Sprache hatte es ihm angetan. Sie war sein Werkzeug und seine Macht, sein Protest und sein Leben.” (Biron, Kehlmann: Der Qualtinger)
      Das trifft meiner Ansicht nach ebenso auf den Fischer zu. Und Gott sei Dank lebt der noch.

    2. Danke! Das musste mal so gesagt werden! Die Sendung von Nuhr war unerträglich. Einziger Inhalt war, Leute die Gerechtigkeit fordern, lächerlich zu machen, weil Gerechtigkeit dasselbe ist wie Gleichheit und somit Gleichmacherei bedeutet. Und das wurde dann mit völlig absurden Beispielen belegt, bei denen man nicht nur diejenigen, über die hergezogen wurde, sondern gleich noch die, die angeblich die Gleichmacherei fordern, zu Deppen erklären kann. Im übrigen haben wir das echte Argumentieren offenbar längst verlernt. Das sieht man z. B. an dem Kommentar von “Spielt der eine Rolle?”, der Herrn Fischer auffordert, selbst Kabarett zu machen, wenn er es doch besser kann. Wo bitte hat der das behauptet?

  33. Bezüglich Nuhr: Ich denke dieses Mal hat sich ein Herr Fischer, wie die berühmt berüchtigte Kuh aus Eis begeben und sein eigenes Mantra darf wiederholt werden: Nicht verstanden worum es geht!

    Mal auf die Idee gekommen das es eventuell um den Begriff Gerechtigkeit geht und wie schwierig es ist und wie widersprüchlich die tatsächliche, wirkliche Umsetzung ist (auch in Bezug auf Justiz)?
    Eventuell sollte der Autor nicht auf Reizwörter, die er gerne seinen eigenen Kritikern „um die Ohren“ haut, nicht auf den Leim gehen (erinnert sei an Gina Lisa).
    Ein Herr Nuhr wählt eine Darstellungsform, die sich anders als die schriftliche, nicht episch ausbreiten kann, weder in die Tiefe, noch Breite gehen kann. Das er als Unterhalter einer Fernsehshow andere Sprachbilder benennt, als in einer schriftlichen Form und dazu noch im Hintergrund einer zeitlich begrenzten Show … es sollte eigentlich selbsterklärend sein, welchen Hintergrund die vermeidliche Polarisierung hat.
    Sie Herr Fischer, missverstehen (ignorieren direkt) völlig in Hintergrund, wenn Sie sich rein auf den Text fokussieren. Es gibt auch einen Kontext …

    1. Was erinnert Sie bei der Sache justament an das Brüsteherzeigen der Gina Lisa und so weiter? Sozusagen Reizwörter? Gings da auch um Gerechtigkeit?

      Beim Thema Gerechtigkeit hört sich der Spaß nämlich auf. Zumindest bei den verarscht Gewordenen, wie ich zu sagen pflege.

      1. Geierwally:
        “Was erinnert Sie bei der Sache justament an das Brüsteherzeigen der Gina Lisa und so weiter? …”

        Diese Frage stellt sich nicht, weil halt der Herr Professor Rorschach IMMER und ausschließlich Bilder von kopulierenden Schweinen dabei hat (alter Witz, aber nicht schlecht).

        Anders gesagt: Die Bezeichnung der Silikonbrüste von Frau Lohfink als Silikonbrüste und die Umschreibung ihrer hauptsächlichen beruflichen Einnahmequelle als das öffentliche Vorzeigen derselben waren ein so ungeheuererlich frauenverachtender Vorgang der Mediengeschichte, dass die Vertreter des guten Sprachgeschmacks bis heute aus purer Solidarität jede Folge von “Adam sucht Eva” mehrmals anschauen!
        Man kann es einem anständigen deutschen RTL-Zuschauer nicht über nehmen, dass er sich über Menschen empört, die Wichsvorlagen “Wichsvorlagen” nennen. Und schließlich
        wissen wir:

        “Im Interview mit der ‚Bild‘ verriet (Gina Lisa) jetzt ganz offen: ‘Mich nackt auszuziehen, war eine große Überwindung“, denn wie jede Frau habe auch sie Problemzonen: ‘Da zu viel, dort zu wenig.’ ‘Ich habe lange überlegt, was die Leute dann wieder von mir denken’, gesteht sie außerdem im Gespräch. ‘Ich mache mir immer so viele Sorgen, ob sie sich dann wieder das Maul zerreißen.’
        Es folgt: “Die ersten Fotos der nackten Promis” – Sexy Nacktfotos | RTL stellt alle Folgen gleichzeitig online”
        (Quelle: TV Movie).

        Gut, dass wenigstens BILD und FAZ und Emma auf der Seite von Gina Lisas Menschenwürde sind.

      2. @thomas fischer

        Dass die Silikonbrüste der Ginas und Lisas als Wixvorlagen gut dienlich sind, überzeugte mich sofort. Dazu sind “Gspaßlaberln” sozusagen ja generell auch da. obwohl man bei sehr seriöser Sicht mehr zur Nahrungsquelle tendieren sollten. Aber wurscht.

        Ja, natürlich ist der Witz gut.
        Ich durfte schon als kleines Kind mit 5 Jahren beim Jugendamt bei der Psychotante unter anderem einen Persönlichkeitstest machen, weil man wissen wollte was das Mäderl sich so denkt über die Erwachsenen, schwierige Situation und Allerlei. Dabei hat man meine Persönlichkeit durchleuchtet, und meine Intelligenz vermessen, man hat vor allem festgestellt, ich sei total verschreckt und eingeschüchtert. Vielleicht hat die arme Gina Lisa auch so eine schweres Kindheitstrauma hinter sich und zieht sich deshalb so ungern nackert aus, um dies aber zu bekämpfen tut sie es erst recht. Ich halt ja auch oft den Mund um meine bloße Dummheit zu verbergen. Rein aus Scham. Und manchmal sag ich trotzdem meine Meinung, erst recht. Komisch.

        Gelegentlich sind hochsensible, empfindsame Menschen ja so selbstkritisch, dass sie nicht mal davor zurückschrecken sich immer kleiner als andere zu machen. Das ist grenzwertig, weil masochistisch, aber keine kann aus ihrer Haut.

        Andere wiederum sind auf die Butterseite gefallen und schwimmen immer oben.

        So ist das Leben.

      3. Nein. Der Spaß, zu sagen, WAS IST, hört nämlich nicht bei Silikonbrüsten, sondern beim Kapuzineräffchen auf!
        Und erst recht, wenn Kapuzineräffchen-Kinder mit Roggenbroten verglichen werden.
        Versetzen Sie sich mal in das Roggenbrot!
        Geht gar nicht!

        Auf der Suche nach der Antwort, die Fischer bei Nuhr vermißt – was denn Gerechtigkeit sei -, traf ich quasi auf “the other side of the story”, die Gläubige eventuell und natürlich völlig unbeabsichtigt verletzten könnte, über die Gläubige ganz sicher trotzdem lachen konnten, wenn sie sich empörungsfrei (!) in die Unterschicht der Kreationisten (sowas ähnliches wie Halbaffen) versetzen können.
        Selbstverständlich – und das meine ich wirklich nicht ironisch! – ist dieser Beitrag intellektuell und überhaupt eigentlich gar nicht vergleichbar – bis auf einige kleine Witze, vielleicht, die… naja.
        Ich finde ihn witzig.

        Ich empfehle vollen Herzens den Artikel zum Thema, was Gerechtigkeit auch NICHT ist:
        https://www.zeit.de/2017/53/juengstes-gericht-gerechtigkeit-weihnachten-religion/komplettansicht

      4. Wissen Sie liebe Fotobiene,

        derartige Artikel sind Pflichtlektüre, da kommt man nicht drum rum. Vermutlich sind sie auch Gold wert, das wissen wir erst, wenn sich vor allem auch die jungen Menschleins von heut gedanklich intensiv damit auseinandersetzen und dann entsprechend handeln werden. Das wird und kann dauern.

        Jedenfalls wären die ganz lieben kleinen Zwergerln, vertretungsmäßig eben deren manchmal weniger lieben Eltern gut beraten, wenn man sie bereits anno dazumal TFs Kolumnen lesen hätt lassen – neben vielfältiger anderer wertvoller Literatur, mit ihnen drüber diskutiert hätt, weniger dem vielen Unsinn im Fernsehen, auf yt, fb u sonstwo folgte, sie auch unterstützt hätt selbst Gedanken zu formulieren und sie sogar schriftlich kundzutun.

        Aber was hilft es, wenn jemand partout nicht will, nein, es sogar verhindert, oder wenn jemand den Sinn von geistiger Arbeit, steter Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen zum Teil absurden Konventionen, den menschlichen Schwächen und der grotesken Sinnmacherei und der Entfremdung des Lebens an sich nicht begreifen will oder eben nicht kann.

        Wenn ein Kindlein geboren wird, freut man sich, die einen mehr, die anderen weniger, für einige ists ein Geschenk des sogenannten Himmels und das beste, das ihnen im Leben widerfahren ist. Und dann fängt schon oft das Theater an, weil andere dieses Glück neiden.
        Der Sinn der menschlichen Fortpflanzung, der Geburt ist nicht jedes Jahr kommerzielle Weihnachten zu feiern, der Sinn der Menschheit wäre es also für ein bissl mehr Gerechtigkeit auf Erden zu sorgen?

        Na was sag ich denn, aber die Menschen sind eben so anspruchsvoll, so elitär, bei den Kapuzinerafferln ist das wiederum ganz anders, die kommen auch recht schnell auf blöde Gedanken, und – bei den Fischen erst recht, die haben sowieso einen niedrigeren Horizont.

        Der Sinn für Gerechtigkeit sitzt im menschlichen Hirn genau wo und spürt man den auch, oder eher nicht oder wovon hängt das ab? Das sollten die Youngsters oder sonstwer nachrecherchieren.

      5. An Frau Geierwalli und andere mit Großhirn

        Eine laienhafte Überlegung zur GeRECHTigkeit,
        so zum vertiefen von dem Sinn dieses Wortes:

        Ist ein Berufsrichter ( Richter auf Lebenszeit )
        ein tauglicher Täter des “Hochverrat gegen den Bund”,
        wenn er als tatsächlich sachlich unzuständiger Richter
        die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland
        außer Kraft setzt indem er als Machtinhaber ( Berufsrichter
        auf Lebenszeit ) sich das Recht auf die Änderung vom
        Artikel 20 Absatz 3 Grundgesetz ( Bindung der Rechtsprechung
        an das Gesetz ) anmaßt?
        Läuft die Verjährungsfrist dann bis zum Ende seines Lebens?

        Ob diese zwei einfachen Fragen wohl veröffentlicht werden?

        Werner Garbers / Darmstadt

      6. Lieber Herr Garbers,

        GerRECHTigkeit? Recht? RECHT UND GERECHTIGKEIT sogar?

        Aber natürlich, Sie sagen es, und sofort fällt mir die liebe Frau Recht und Gerechtigkeit von ZON ein. Na das waren noch Zeiten. Was wurde da gestritten, was wurde da tonnenweise an Hirnabfall im positivsten Sinne produziert, kein geistiger Sondermüll von den ehrenwehrten Damen und Herren in Abendkleid und Smoking, es gab sogar das Jahr über Faschingsdekor mit vielen Konfettis und Sternderl soweit das Augerl reicht, nur einfachen Veltliner habens keinen ghabt, dafür Champagner, besser als am Opernball (!); was wurde da ernsthaft lamentiert und abgewogen, sogar gefetzt, was wurde da gelacht. Was wurde da gelöscht. Was wurden da die Proletinnen und dummen Kinderln wie unsereins und unseresgleichen rausgetreten. Schön war´s.

        Deshalb hab ich Ihnen, logisch denkend wie ich nun einmal bin, einmal vor längerem ganz besonders die Frau RechtundGerechtigkeit ans Herz gelegt (Sie erinnern sich?), weil man erfahren konnte bei ZON, sie hat das entsprechende Durchsetzungsvermögen alles wesentlich Juristischen hierzulande – und das ist das einzige was relevant ist, kennt sich also bestens aus. Mich wundert nur, sie ist hier noch nicht aufgetaucht. Wahrscheinlich nicht die richtige Nestwärme? 🙂
        (Sogenannte Yourists gab es auch mal. Wo sind die?)

        Ob nun ein sachlich unzuständiger Richter sich was anmaßen sollte, kann ich rein gefühlsmäßig so nicht sagen, da müssen die Paragrafen und die Rechtsfürsprecherinnen Auskunft geben. Wenn ich so irgendwelche Gesetzestexte hernehm, frag ich mich ja auch wie kann sich da ein Mensch zu Recht finden mit den ganzen komplizierten Ausführungen, -die sich ja fast gegenseitig widersprechen bei gegenseitigen Bedürfnissen, wenn man es ganz genau nimmt, vor allem wie legt man das richtig oder geschickt aufs echte Leben, auf einen sich ereigneten Sachverhalt um, und wie hat das Regelwerk überhaupt zu funktionieren, Ureinwohner u Naturvölker tun sich da glaub ich leichter, die haben nicht so umständliche Rechtskonstrukte und so komplexe Verfahren, da läuft alles natürlicher. In den Hochkulturen wie bei uns ist so wie beim modernen Hochleistungs-Backen und -Kochen. Oder wie beim zertifizierten Schnapsbrennen, auch die Vinifikation ist sauschwer, dafür muss man auch studiert haben. Oder wie beim Maurern und Dachdecken, aber auch wie in der Problemlöserei, die kann allerdings wiederum jeder, die schafft jede und jeder – da liegt es allerdings rein nur am guten Willen, und das ist aber auch wieder so blöd. Warum? Sehr, sehr kompliziert jedenfalls – alles.
        Liebe Grüße
        Geierwalli

      7. Im Zusammenhang mit Menschlichkeit und Völkerverständigung ist mir diese Sache neulich durch den Kopf gegangen:

        https://orf.at/stories/3101557/
        Bei einer Pfeilattacke von Ureinwohnern der indischen Andamanen-Inseln ist ein US-Tourist getötet worden. Der 27-Jährige war trotz Verbots zu einer abgelegenen Insel gefahren, als die Bewohner ihn umstellten und mit Pfeil und Bogen beschossen, wie Behördenvertreter heute berichteten. Der Kontakt zu bestimmten Gruppen von Ureinwohnern in dem Inselparadies im Indischen Ozean ist verboten.
        Dennoch machte sich der Tourist, der bereits mehrmals auf den Andamanen im Urlaub war, auf den Weg: Den Angaben zufolge bestach er Fischer, damit sie ihn zur Insel North Sentinel bringen. Die nur noch 150 dort lebenden Ureinwohner unterliegen einem strengen Schutz (vor Zivilisationskrankheiten??), um ihre Insel muss ein Abstand von fünf Kilometern eingehalten werden.

        Sehr, sehr seltsame Geschichte. Haben die dort keinen Rechtsstaat oder was ist das dort…?

      8. An Frau Geierwalli und andere mit Großhirn:
        http://www.spiegel.de/forum/member-406528.html

        Wenn der §28h SGB IV bei der Aufgabe aus dem §85 SGG durch den Vorstand der BUNDESAGETUR FÜR ARBEIT nicht beachtet wird, dann ist der Beschluss vom Vorstand so mangelhaft, dass er nichtig ist. Auf nichtige Beschlüsse hin kann kein Richter sachlich bevollmächtigt werden und schon beginnt der Ärger..

        Ist doch ganz leicht

      9. An Frau Geierwalli u.A.

        Eben habe ich gelacht.
        Herr Trump hatte aktuell eine gute Idee,
        denn er möchte, dass Frau Dr. Merkel, als Kanzlerin,
        einen Nichtangriffspakt zwischen Russland und der Ukraine
        formuliert, so dass er Frieden schafft.
        Will Herr Trump testen ob die aktuelle Kanzlerin
        das besser macht als Vorgängerregierungen?
        ?? Keine Osterweiterung der NATO ! ???

      10. Herr Garbers, Frau Merkel wird nicht nur die Ukraine, sie wird die ganze Welt retten.

      11. Gangsterwally diffamiert Geierwalli durch diese Namensähnlichkeit
        und
        ob Frau Dr Merkel die ganze Welt rettet?
        Zunächst muss sie den Rechtsstaat retten,
        der ist aus der aktuellen Sicht der 4 Siegermächte wackelig.

        Werner Garbers lieferte dazu hier am 28.11.2018 um 15:40 Uhr
        seine ganz persönliche Wahrnehmung.

        Ich ahne, die TAZ von heute hat mit ihrem Bildwitz
        getroffen. Dort sprachen Trump und Putin miteinander
        und Frau Dr. Merkel stand mit Zorn dazwischen.
        Es ist in Deutschland ihre vornehmste Aufgabe,
        dass sich die holde Fee “Gerechtigkeit” in Deutschland
        wohl fühlt.
        Dem Pepito ist klar, er wird wohl als ungezogener
        kleiner Junge bald erzieherische Maßnahmen geschenkt erhalten.
        Dem Armin wird das IIR der USA bald ganz lustige Frage stellen? Ob das dem IIR Deutschland wohl gefallen wird ?

      12. Auch wenn Gangsterwally Ihre beste Freundin ist,
        wie Sie hier sagten,

        dann sage ich Ihnen, mein Vortrag zum §28h SGB IV
        hat beim Bundeskanzleramt Begeisterung ausgelöst
        und auch bei den mächtigsten Politikern der 4 Siegermächte und einigen G20 Staaten.

        Offen bleibt die kleine Frage warum der Flieger von Frau Dr Merkel ausgerechnet nach Köln wollte und nicht direkt zum G20 Gipfel. Aber dazu gibt es bestimmt noch eine Erklärung.

        Offen ist auch das wirtschaftliche Schicksal der Fremdarbeiter, die in der BRD in die RV einzahlen mussten und die dann vor dem Erreichen des Rentenalters wieder in die USA oder in ein anderes Land zurück gingen. Die haben alle genau die Probleme, die ich mit dem Arbeitsamt und der Krankenkasse ( § 28h SGB IV ) habe und mit der RV als Prüfer beim Direktzahler ( hier Arbeitsamt ), wobei die RV zwar Nachforderungen an das AA stellt und die dann zahlen, aber der Sozialberechtigte erfährt davon nichts.

        Ob sich das Herr Trump gefallen lässt, dass US Bürger in solchen Fällen ungesetzlich ( Verstoß gegen Art 6 EMRK )
        behandelt werden
        oder ob er zeigt,
        dass so was zwar seine Vorgänger duldeten,
        aber er nicht; AMERIKA FIRST !

        Da ich in Deutschland behördlich vergewaltigt werde und meine Sozialrichter und einige andere Richter in meinen Sachen einfach meine Schreiben verwerfen, weil diese stören, suche ich mir mächtige Helfer, die dann durch diese neuen Erkenntnisse sehr stark werden.

        Wenn es sein muss werde ich mit türkischer Seife und türkischen Bürsten braunen Reststaub entfernen.

    2. Herr Fischer,

      das Reizwort Gina Lisa stand doch seinerzeit auch in einem Kontext.
      Ihnen ging es weder um Größe der Brüste, noch darum, dass die Dame Geld damit verdient, diese zu zeigen (nur darum, aber in der Nachschau, dass man wenn etwas so ist, wie es ist, es auch so nennen darf …), um Doppelmoral und die Fragestellung aus der Ferne beurteilen zu können, wer Täter ist und wer Opfer und warum Differenzierung so wichtig ist, gerade bei Strafrechtsthemen …

      Ihnen, soweit ich mich richtig erinnere ging es in dem Artikel darum aufzuzeigen, dass Strafzumessungen sozialverträglich, sprich nach Einkommen bemessen werden.
      Natürlich hätten Sie seinerzeit die Möglichkeit gehabt, rein sachlich zu formulieren.
      Sie wählten bewusste die etwas provokante Sprache, Sprachbilder. In diversen Rückmeldungen hier innerhalb der Kommentare haben Sie ja schon erwähnt was ihre Motive sind (Mitteilungsbedürfnis, Eitelkeit, weil Sie es können und darüber hinaus noch Geld verdienen damit, etc.).
      Ich finde dass ihre Kritik spiegelbildlich an Dieter Nuhr Ihnen auf die Füße fällt.
      Meinen Sie im Ernst Dieter Nuhrs Menschenbild entspricht dem, was Sie aufgrund der reinen Textanalyse interpretieren?
      Meinem Verständnis nach ist ein Nuhr tief im Humanismus verwurzelt.
      Was er mit seinen knappen Aussagen an die Leute bringen will, in Analogie Ihres Mitteilungsbedürfnisses, ist eigene Werte, Meinungen, etc. zu hinterfragen.
      Vielleicht nehmen Sie mal an einem seiner Live-Programme teil. Er gibt ja grundsätzlich keine Zugaben, sondern will sich mit den Leuten danach unterhalten. Vielleicht sollten Sie dann mal mit ihm reden…

      Aus der Ferne zu kritisieren, ohne Verstehen zu wollen, was eigentlich die Sprachbilder sollen, ohne in Kommunikation mit dem Betroffenen zu treten … na, ja wirklich darauf eingehen muss ich ja nicht.
      Sind mit Ihre unermüdlichen Hingabe, sich den Widerspruch zu widmen eine absolute Ausnahme! Natürlich wäre es wünschenswert ein Herr Nuhr und Fischer würden direkt miteinander sprechen und mal direkt fragen: „… wie haben Sie das gemeint …?“
      Bestimmt klärte sich einiges oder im Zweifel bestätigte sich das ein oder andere.

      Viele Grüße

      1. Nur so nebenbei: Das wird Ihre Marie aber nicht freuen, wenn Sie sie als doof bezeichnen. Oder ist das ein Faktum, also echt wahr und dürfenS deshalb?

        Da Nuhr ist ein Humanist? woran erkennt man das? Und welches Menschenbild hat er konkret? wie nennt sich das?

        Ein echter Hofnarr ist der Nuhr jedenfalls nicht, aber sicher ein super bezahlter Gaukler und Schwindler.

      2. “… Sie wird’s nie kapieren, Marie-ist-doof, die neue Show auf SWR3 …”

        bezieht sich auf eine Fernsehserie der Öffentlichschlechtlichen und ist auch nicht meine Erfindung sondern des Radio Senders SWR 3 bei uns im Süden.

        Die Nordlichter haben ja Stenkelfeld …

  34. Gnoreikat & Co.

    gnoreikat sagt:
    23.11.2018 um 11:01 Uhr

    “…Die im Land aufgenommen Flüchltinge zum Stichtag 30.09.2015 aus verschiednen Ländern. In dem betreffenden Jahr kamen auf jeden Syrer zwei “Flüchtlinge” aus Albanien und Ex-Jugoslawien, auf jedn Iraker kamen fast zwei Marokko und Tuniesen. Von welchem Bürgerkrieg reden Sie dort ? …”

    ==> Endlich snd wir wieder bei der Mutter aller Themen und den Quell aller Verzweiflung!

    Sagen wir so: Sie können noch jahrzehntelang vor dem Weltamtsgericht dagegen klagen, dass Jim Knopf unaufgefordert nach Lummerland kam und Frau Waas sagte, dass sie das schaffe. Am Ende wurde Jim König von Jamballa und heiratete Li-Si.

    1. Egon Krenz u.a. sind ja auch vor Gericht gelandet .

      Allerdings vor unseren Richtern.
      Da könnte an Königreich Jamballs schon was dran sein.

    2. Freilich wohl, die ewig gleiche story:

      der Retter bekommt die Königstochter als Geschenk, oder manchmal auch ein Aschenputtl.

    3. Darum geht es nicht.
      Wenn man (tränenreich ?) die Barmherzigkeit gegenüber Flüchtlingen lobt – welche sich sehr häufig ein oder zwei Jahre in Ägypten, der Türkei oder im Iran aufhielten, bevor sie auf die Idee kamen, in Deutschland “Schutz zu suchen” – dann sollte man erwähnen, daß es so viele (Bürgerkriegs-)Flüchtlinge nicht gab.

      Es dürfte einem ehem. BGH-Richter nicht entgangen sein, daß “die üblichen Verdächtigen” 2015 auch gleich die Propagandamaschine anwarfen und “Perspektivlosigkeit” als “Fluchtgrund” angaben.

      P.S. Ich gehe davon aus, daß etliche Flüchtlinge sich sehr bald zu “unserer deutschen Vergangenheit” bekennen werden.

      1. Nicht?

        Och schade.

        Dabei ist dieses Hauptthema doch das romantischste, relevanteste, sogar das lebensnotwendigste. Bauer sucht Haushälterin, Gina L sucht Haushälter, Benzinerin sucht Diesel, alleinerziehende Migrantin sucht gut situierten Herrn mit Perspektiven, Fischstächen sucht Rumtopf uswusf

        Um was geht es denn?

    1. Soll ich Ihnen schreiben, was mir auch ganz besonders gefallen hat?

      Folgendes:
      TF schreibt im Artikel:

      “Im Feuilleton ist die Grenzwertforschung schon weiter. Dort schreibt Edo Reents in der FAZ vom 17.11.: „Die Halsstarrigkeit, mir der (in Deutschland) am Auto festgehalten und die Industrie gepampert wird, ..,.nimmt, weil die Gesundheit der Bevölkerung als etwas Nachrangiges betrachtet wird, mittlerweile kriminelle Züge an.“ Da wollen wir mal für Herrn Reents hoffen, dass er nicht aus der SZ erfahren muss, dass er für diese Zeitung nicht mehr schreibt.”

      Im bin am Boden gelegen vor lauter Lachen.

  35. thomas fischer (23.11.2018 um 16:36 Uhr) sagt:
    „Zwei wahrhaft rätselhafte Sätze mit einem noch rätselhafteren Kausalitäts-Zusammenhang. Ist aber wahrscheinlich sehr geistreich“

    Darf ich das auflösen? Meiner – von ihnen problematisierten -. Feststellung

    “… Der Unterschied zwischen uns besteht darin, daß ich Sie nicht für geeignet halte, eine Bewertung über schäbiges Verhalten abgeben zu können. Deswegen kann ich nicht sagen, ob Nuhr schäbig ist, oder handelt.”

    ging ihre Entgegnung (Thomas Fischer, 22.11.2018 um 14:40 Uhr) an mich voraus

    “das einzig Interessante und Bemerkenswerte an Ihren bisherigen Forumsbeiträgen ist, dass Sie Herrn Nuhr – sei es intuitiv, sei es aufgrund textlicher Analyse – offenbar ganz ähnlich verstehen wie ich.

    Ich hatte Ihnen u.a. geantwortet, daß ich die Nuhr-Sendungen nicht gesehen habe und es mir schon deswegen nicht um ein eigenes Verständnis von Nuhr-Aussagen gehen kann.

    Es geht mir vielmehr um Ihre Themensetzungen, die man vor dem Hintergrund der tatsächlichen gesellschaftlichen Geschehnisse als irgendwie unterdimensioniert empfinden muß, auch in Anbetracht der Bemühungen, die Ihre etwas mutigeren, jedoch ebenfalls pensionierten Karlsruher Richter-Kollegen an den Tag legen. Der Klamauk, den Sie lostreten trägt mittlerweile eher Züge einer beabsichtigten Ablenkung, eine Art Dämpfung und vielleicht sogar Verwischung durch absichtsvolle Reduzierung der Darstellung gesellschaftlicher Ereignisse, auch weil diese nie ohne regelmäßig dabei untergejubelte politische Richtungs-Statements auskommen. Fischer, ein Art Ein-Mann- Bertelsmann. Warum auch nicht. Aus meiner Sicht kann man sich für Recht und Gesellschaft (und von mir aus Gerechtigkeit) nur glaubhaft stark machen wollen, indem man anderen genau diese Intention nicht von vornherein abspricht. Das Engagement von Nuhr mag Ihrem entgegengesetzt sein. (Mich da unter dem Tisch hinzuwursten zu wollen sollre wohl zu Verstimmungen bei mir führen. die Ad Personam- Klamotte). Also zum Thema Schäbig. Wenn diese Etikettierung zur Kennzeichnung einer unzulässigen, verdeckten Intention dienen soll, dann wäre es mehr als zulässig, diese hier auch auf andere anzuwenden.

    Ich hoffe, diesmal die Kausalität meines Anliegens noch besser gewahrt zu haben und halte daher an meinen Formulierung fest in der Hoffnung, daß sich vermutete Rätselhaftigkeiten reduzieren ließen.

    Was Geistreichigkeit anbelangt: jede Etikettierung beinhaltet irgend eine Art von Auszeichnung, die ich natürlich artig entgegennehme.

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