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Die FAANG-Party ist vorbei: Aktien von Facebook, Amazon, Apple & Co befinden sich im Crash-Modus

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Amazon: Auch die Erfolgsaktie musste an der Technologiebörse Nasdaq zuletzt enorme Verluste verkraften © Nasdaq / Facebook

Der meistbeachteten Investmentstory des Jahrzehnts droht ein böses Ende. Seit nunmehr zwei Monaten befinden sich ausgerechnet die langjährigen Zugpferde der Digitalwirtschaft im scharfen Ausverkaufsmodus. Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google – die sogenannten FAANG-Werte – haben allesamt mindestens 20 Prozent ihres Wertes verloren und sind damit im Bärenmarkt angekommen. Vor allem Anteilsscheine von Facebook und Netflix sind besonders betroffen.

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“Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise
unglücklich” – Leo Tolstoi, Anna Karenina.

Das ‘Anna Karenina’-Prinzip der Kapitalmärkte trifft in diesem Jahrzehnt auf keine andere Anlageklasse zu gut zu wie auf die sogenannten FAANG-Aktien – ein Akronym, das vom früheren Hedgefondsmanager und heutigen CNBC-Moderator James Cramer vor einigen Jahren eingeführt wurde, um die enorme synchrone Stärke von den Stars der Digitalwirtschaft zu erfassen: Facebook, Amazon, Apple, Netflix und Google-Mutter Alphabet.

Wer rechtzeitig FAANG-Aktien besaß, konnte in den vergangenen Jahren nichts falsch machen: Ganz gleich, ob Apple, Amazon oder Netflix – es stieg einfach alles, Hauptsache Digitalchampion aus dem Silicon Valley oder Seattle. Kursgewinne im vierstelligen Prozentbereich wären für Anleger drin gewesen, die sich FAANG-Aktien in der Finanzkrise 2008/9 ins Portfolio gelegt und bis dieses Jahr durchgehend gehalten hätten – mehr braucht man in einem Anlegerleben nicht.

Alle FAANG-Aktien sind im Bärenmarkt angekommen

Doch nun wird die erfolgreichste Anlagestrategie des Jahrzehnts rückabgewickelt: Per Handelsschluss an der Wall Street sind alle FAANG-Werte in einen sogenannten Bärenmarkt abgetaucht, der sich durch Kursverluste von mindestens 20 Prozent seit den Höchstkursen auszeichnet, die im Falle von Apple und Amazon gerade einmal wenige Monate her sind.

Gemein ist allen FAANG-Aktien die Sorge vor dem großen konjunkturellen Abschwung, der – bedingt durch den Handelsstreit zwischen den USA und China und die restriktive Notenbankpolitik – schneller in einer Rezession münden könnte als noch vor wenigen Monaten angenommen. Klar ist: Nach einem Jahrzehnt exorbitanter Gewinne haben Anleger viel zu verlieren und machen im Zweifelsfall lieber Kasse, was den Ausverkauf nochmals verschärft.

Netflix leidet unter neuer Konkurrenz
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Die Gründe für den Absturz sind allerdings so individuell wie die der unglücklichen Familien aus ‘Anna Karenina’. Während Google-Mutter Alphabet und Amazon aktuell noch am seltensten die schlechten Nachrichten anführen, scheinen die Sorgen um Apple, Netflix und vor allem Facebook inzwischen täglich größer zu werden.

So konnte Streaming-Pionier Netflix zuletzt zwar weiter deutlich zweistelliges Wachstum und inzwischen 137 Millionen Abonnenten vorweisen, doch die hohen Finanzierungskosten und die künftig wachsende Konkurrenz von Disney, Apple & Co. beunruhigen Investoren zusehends.

Facebook, der FAANG-Verlierer

Im Falle von Apple ist das neuerliche Börsendrama, das binnen gerade einmal sieben Wochen 230 Milliarden Dollar an Börsenwert ausradiert hat, wieder einmal die Kehrseite des langjährigen Höhenflugs: Apple ist mit dem iPhone zum wertvollsten Konzern der Welt aufgestiegen und fährt nun in beschleunigter Fahrt an der Wall Street wieder nach unten, weil sich die neuen Modelle offenkundig enttäuschend verkaufen.

Zur größten Drama-Queen unter FAANG-Werten hat sich unterdessen fraglos Facebook entwickelt, dessen Führungskrise inzwischen an die letzten Tage von Rom erinnert. Sage und schreibe 40 Prozent liegt der Social Media-Pionier inzwischen unter den Rekordhochs – und damit auf dem letzten Platz der abgestürzten FAANG-Werte, die seit den Rekordhochs wie folgt verloren haben:

• Alphabet: – 20 Prozent
• Apple: – 21 Prozent
• Amazon: – 25 Prozent
• Netflix: – 36 Prozent
• Facebook: – 40 Prozent

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