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Närrischer Piratensender? Karnevals-Sender Jeckenradio droht hohe Geldbuße durch Bundesnetzagentur

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Köln, Düsseldorf, Mainz sind die Karnevals-Hochburgen schlechthin. Der Sender Jeckenradio nutzt die fünfte Jahreszeit, um mit seinem Programm Werbegelder einzuheimsen. Jetzt droht dem Betreiber eine satte Geldstrafe, weil er ohne Genehmigung sein Programm über UKW ausgestrahlt hat.

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Köln im Karneval-Fieber: Am 11.11. um 11.11 Uhr startete in der nordrhein-westfälischen Metropole wieder die fünfte Jahreszeit. Ab jetzt heißt es wieder „Alaaf“ und „Helau“. Die Feierstimmung nutzt der Radiosender Jeckenradio, um sich mit Werbeeinnahmen zu finanzieren. „Das Jeckenradio ist DER Sender zu Karneval und Fasching. Wir senden rund um die Uhr vom 11.11. bis Aschermittwoch und erreichen ein breites Publikum, nicht nur aus den Hochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz“, preist sich der Kanal dazu im Web an.

Jetzt droht dem Sender massiver Ärger. Das Unternehmen, das sein Programm über das Web präsentiert, hatte sein Programm zum Auftakt der Karnevals-Saison am 11. November wohl auch über UKW ausgestrahlt – und dies ohne notwendige Genehmigung. Daher schritt jetzt die Bundesnetzagentur ein. „Der Rundfunkpirat ‚Jeckenradio‘ auf der Frequenz 93,7 MHz wurde am 11.11.2018 aufgrund der Ermittlungen durch die Rufbereitschaft des Prüf- und Messdienstes der Bundesnetzagentur außer Betrieb gesetzt. Recherchen des Prüf- und Messdienstes Krefeld ergaben, dass eine Kurzzeitgenehmigung für die Frequenz 93,7 MHz nicht vorlag“, erklärt eine Sprecherin der Bundesnetzagentur gegenüber MEEDIA. Als Ursprungsort der Aussendungen hatte die Netzagentur eine Antennenanlage für diesen Frequenzbereich auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses in Meerbusch-Osterath ausgemacht. „Spätere Recherchen ergaben als mutmaßlichen Betroffenen und Betreiber der Sendeanlage „Jeckenradio“ einen 41-jährigen Bewohner des Hauses“, erklärt die Bundesnetzagentur. Dem Betreiber droht nach Angaben der Netzagentur nun ein Bußgeldverfahren mit der Maximalhöhe von 500.000 Euro.

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Der Sender weist die Vorwürfe zurück: „Unser Programm wird ausschließlich über das Internet angeboten. Eine Ausstrahlung über die von Ihnen genannte UKW-Frequenz 93,7 MHz entzieht sich meiner Kenntnis. Bitte wenden Sie sich für etwaige Rückfragen an die Bundesnetzagentur“, erklärt das Unternehmen auf MEEDIA-Anfrage.

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