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Nach Rauswurf von Jim Acosta: Fox News und andere US-Medien unterstützen CNN bei Klage gegen Trump-Regierung

Eklat bei Pressekonferenz: US-Präsident Trump und CNN-Reporter Jim Acosta leisten sich offenen Disput
Eklat bei Pressekonferenz: US-Präsident Trump und CNN-Reporter Jim Acosta leisten sich offenen Disput Screenshot: © Fox News / YouTube

Der Trump-freundliche US-Sender Fox News will seinen Konkurrenten CNN bei dessen Klage gegen die Regierung unterstützen. Auch andere US-Portale schließen sich dem Rechtsstreit an. CNN will die Administration dazu zwingen, den Reporter Jim Acosta wieder für Pressekonferenzen im Weißen Haus zuzulassen. Vergangene Woche entzog die Regierung Acosta die Akkreditierung.

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Fox News-Chef Jay Wallace sagte in einem Statement: “Obwohl wir dem zunehmend feindseligen Ton des Präsidenten aber auch der Medien in letzter Zeit nicht zustimmen, unterstützen wir eine freie Presse und den offenen Austausch für das amerikanische Volk”. Der konservative TV-Konkurrent werde die von CNN eingereichte Klage gegen die Trump-Regierung mit einem schriftlichen Statement vor Gericht unterstützen. Der Entzug der Akkreditierung dürfe nicht als Waffe verwendet werden, so Wallace weiter.

Neben Fox News stehen auch zahlreiche weitere US-Medien dem Sender bei – darunter die Washington Post, die News York Times, Politico, USA Today und Bloomberg. Insgesamt haben sich 13 Medienorganisationen in den USA der Klage angeschlossen. In einem gemeinsamen Schreiben heißt es: “Egal ob die Nachrichten die Nationale Sicherheit, die Wirtschaft oder die Umwelt betreffen, müssen Reporter im Weißen Haus jederzeit die Freiheit haben, Fragen zu stellen”.

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Dem CNN-Reporter Acosta wurde vergangene Woche nach einer Pressekonferenz mit Trump die Akkreditierung entzogen. Er weigerte sich, sein Mikrofon aus der Hand zu geben, nachdem Trump versucht hatte, weitere Fragen von ihm zu unterbinden.

Als Begründung des Akkreditierungsentzuges nannte das Weiße Haus das “unangemessene” Verhalten des Reporters. Zudem soll er eine Praktikantin, die ihm das Mikrofon während der PK wegnehmen wollte, angefasst habe. Trump und Acosta standen sich schon seit langem sehr kritisch gegenüber.

CNN will mit einer einstweiligen Verfügung den Zugang zurückerhalten. Der Sender beruft sich auf die Verfassungsrechte des Reporters. Werde gegen das Vorgehen im Weißen Haus nichts unternommen, hätte dies Auswirkungen auf die Arbeit vieler Journalisten, so der Sender weiter.

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