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iPhone XR-Schwäche: Mehr Zulieferer senken ihre Prognose, aber Wall Street-Veteran verteidigt Apple

Tim Cook in Macherpose – jetzt jubelt auch die Wall Street wieder
Tim Cook in Macherpose – jetzt jubelt auch die Wall Street wieder © Apple

Apple befindet sich an der Wall Street im Abwärtsstrudel. Mehr als 200 Milliarden Dollar Börsenwert hat der iKonzern seit seinen Allzeithochs Anfang Oktober verspielt, weil Analysten den Techpionier aus Sorge um schwächere Absätze der neuen iPhones, die von Bestellkürzungen bei Zulieferern befeuert wird, immer weiter heruntergestuft haben. Nach Einschätzung von Wall Street-Veteran James Cramer ein Fehler: Wenn die Banken den iPhone-Abschwung eingepreist hätten, komme die Aktie "wie jedes Mal" zurück.

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Alle Jahre wieder belasten Apple kurz nach dem Launch der neuen iPhones Gerüchte von dritter Seite. Wie sich die neuen iPhones verkaufen, wird Apple künftig gar nicht mehr ausweisen, der Absatzerfolg dürfte jedoch an den Umsätzen weiter messbar sein. Allein:  Die nächste Quartalsbilanz dürfte erst Ende Januar bzw. Anfang Februar veröffentlicht werden.

Bis dahin verunsichern immer neue Indikationen aus der Zuliefererkette Investoren. Anfang der Woche schockte der Zulieferer Lumentum, der Apple mit 3D-Sensoren für die Frontkamera beliefert, die für den Gesichtsscanner Face ID benötigt werden, mit einer happigen Umsatzwarnung.

Vier Zulieferer senkten diese Woche ihre Prognose, vier Banken stuften ab

Auch weitere Apple-Zulieferer wie die österreichische AMS AG, Qorvo und Japan Display warnten im Wochenverlauf vor einer schwächeren Absatzentwicklung, weil ein Großkunde – Apple – seine Komponentenbestellungen der Nachfrage angepasst habe.

Die schlechten Nachrichten fanden ihren Nachhall schnell bei Analysten, die ihrerseits mit Anpassungen ihrer iPhone-Verkaufsschätzungen und reduzierten Kurszielen reagierten. Zu Wochenbeginn senkten gleich drei Top-Analysten den Daumen: Der notorisch gut informierte Techanalyst Ming-Chi Kuo von TF Securities, Morgan Stanley-Analyst Samik Chatterje und Longbow-Analyst Shawn M. Harrison. In den folgenden Tagen legten noch Goldman Sachs, die UBS und Vermögensverwalter Guggenheim mit Abstufungen nach.

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Cramer: Apple kommt tosend zurück, “wie es das bisher immer getan hat”

“Apple ist eine weitere Analysteneinschätzung davon entfernt, dass sich die Meinung durchsetzt: ‘Es ist vorbei, Apple ist kaputt'”, bringt der CNBC-Marktkommentator James Cramer die aktuelle Stimmung an der Wall Street auf den Punkt.  Nach Einschätzung vom früheren Hedgefondsmanager sind Banken mit ihrer Apple-Abrechnung allerdings über das Ziel hinausgeschossen.

“Ich weiß, dass ich mich damit weit aus dem Fenster lehne, aber ich denke, dass Apple wertvoller wird, je weiter die Aktie fällt”, erklärt der 63-Jährige. Wenn der Downgrade-Zyklus vorbei sei und die Wall Street realisieren würde, dass die iPhone-Verkäufe und vor allem die zweistellig wachsende Servicesparte sehr intakt seien, würde die Aktie tosend zurückkommen “wie sie es bisher immer getan hat”, ist der Gründer der Finanzwebsite TheStreet.com optimistisch für Apples weitere Zukunft.

Am heutigen Handelstag zeigte Apple nach einem fünftägigen Kurssturz, der mehr als zehn Prozent bzw. über 100 Milliarden Dollar an Börsenwert kostete, zumindest eine leichte Gegenreaktion: Die Aktie legte um 2 Prozent auf 191 Dollar zu, notiert damit aber weiter 18 Prozent unter den Allzeithochs von Anfang Oktober.

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