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Neue Abstufungen wegen iPhone XR-Flop: Die Wall Street wendet sich von Apple ab, Aktie fällt weiter

Symbolbild: Apple steht mit den neuen iPhones im Regen
Symbolbild: Apple steht mit den neuen iPhones im Regen © Apple

Was hoch fliegt, kann auch tief fallen. Diese Erfahrung müssen Apple-Aktionäre nach einem über weite Strecken erfreulichen Börsenjahr machen, auf dessen Zielgerade der iKonzern seine Zugewinne nun immer mehr verspielt. Auch im heutigen Handelsverlauf fiel der weiterhin wertvollste Konzern der Welt weiter zurück, nachdem Banken die Einschätzungen zu Apple erneut nach unten angepasst haben. Der Grund bleibt wie in den vergangenen Wochen der gleiche: Die Sorgen um die iPhone-Absätze wollen kein Ende nehmen.

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Newtons Gravitationstheorie gilt auch an der Börse. Ebenfalls der begehrteste Apfel der Welt spürt die Gesetze der Schwerkraft. Bis auf 186 Dollar ist Apple nun schon zurückgefallen und hat sich damit binnen nicht einmal sechs Wochen um schon 47 Dollar je Aktie oder mehr als 20 Prozent vom erst Anfang Oktober aufgestellten Allzeithoch entfernt. Die Apple-Aktie ist nach dem 20-Prozent-Absturz offiziell im Bärenmarkt angekommen.

Auslöser für die neue Verkaufswelle, die auch heute weitere zwei Prozent an Wert ausradierte, waren neue Sorgen von Bankenseite, die sich in weiteren Herabstufungen ausdrückten.

UBS senkt den Daumen wegen iPhone XR-Schwäche

So rasierte die US-Abteilung der Schweizer Großbank UBS Apples Kursziel von 240 auf 225 Dollar. Der Grund: Analyst Timothy Arcuri rechnet wie seine Branchenkollegen in den Vortagen mit einer enttäuschenden Verkaufsentwicklung des neusten Smartphone-Modells iPhone XR, das erst seit zweieinhalb Wochen im Handel erhältlich ist.

Nachdem der Verkaufsstart des neuen LCD-iPhones mit Randlos-Display zum totalen Non-Event geraten war, mehrten sich die Berichte um schnelle Produktionskürzungen fast im Tagesrhythmus. UBS-Analyst Timothy Arcuri rechnet nunmehr mit 8 Millionen weniger abgesetzten Einheiten des iPhone XR als bislang prognostiziert.

Guggenheim rechnet auch mit Rückgang der iPhone-Umsätze

Vermögensverwalter Guggenheim rechnet unterdessen damit, dass sich die Schwäche des iPhone XR sowohl in einem Rückgang der Absatzzahlen als auch der gesamten Umsätze ausdrückt.

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“Anders als im vergangenen Jahr glauben wir nicht, dass der gestiegene Durchschnittsverkaufspreis der Modelle ausreicht, um den stückzahlmäßigen Rückgang zu kompensieren”, schreibt Analyst Robert Cihra in einer Kurzstudie, die  CNBC vorliegt. Entsprechend stuft Guggenheim die Einschätzung der Apple-Aktie von “kaufen” auf “neutral” zurück und streicht das einstige Kursziel von 245 Dollar ersatzlos zusammen.

Banken stufen Apple geschlossen herab

Gestern hatte bereits Goldman Sachs den Daumen für Apple gesenkt. Die Wall Street-Institution warnte ihre Kunden davor, dass Apple im nächsten Jahr sechs Prozent weniger iPhones als erwartet herstellen dürfte.

“Wir sind besorgt, dass die Kundennachfrage nach den neuen iPhone-Modellen einbricht”, schrieb Goldman Sachs weiter – und zog Konsequenzen. Analyst Rod Hall rasierte das Kursziel für die Apple-Aktie von 222 auf nur noch 209 Dollar.

Börsenwert fällt unter die Marke von 900 Milliarden Dollar

Tags zuvor hatten bereits die Großbank JP Morgan, die Investmentgesellschaft Longbow und Staranalyst Ming-Chi Kuo ihre Absatzerwartungen für das iPhone reduziert und Apple teilweise heruntergestuft. Kuo rechnet damit, dass Apple binnen einem Jahr 30 Millionen weniger Einheiten des iPhone XR ausliefert als bislang angenommen.

Durch den neuerlichen Kurssturz von weiteren 3 Prozent ist Apple nicht nur den fünften Tag in Folge, sondern auch auf den tiefsten Stand seit Anfang Juli zurückgefallen. Erstmals seit April notiert der Techpionier, der von Anfang August bis Anfang November noch ein Billionen-Dollar-Konzern gewesen war, nun sogar unter der Bewertungsmarke von 900 Milliarden Dollar.

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