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Schon 200 Milliarden Dollar Börsenwert vernichtet: iPhone XR-Flop lässt Apple an der Wall Street immer weiter abstürzen

Symbolbild Apple 2018/19: Der Techpionier steht mit den neuen iPhones im Regen
Symbolbild Apple 2018/19: Der Techpionier steht mit den neuen iPhones im Regen © Apple

Es spitzt sich weiter zu: Auch im heutigen Handelsverlauf musste Apple an der Wall Street wieder schwere Verluste verkraften. Nun schon fast 200 Milliarden Dollar an Börsenwert hat der iKonzern binnen gerade einmal einem Monat an der US-Börse verloren. Der Grund für den hemmungslosen Ausverkauf: Die Anzeichen, dass Apple weniger iPhones als erwartet absetzt, verdichten sich weiter. JP Morgan, Longbow und Staranalyst Ming-Chi Kuo reduzierten ihre Absatzerwartungen für das iPhone und stuften Apple teilweise herunter.

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Die Hiobsbotschaften werden täglich lauter. Seit dem Launch vor rund zwei Wochen scheint sich das Interesse an Apples neuestem Smartphone, dem iPhone XR, in Grenzen zu halten.

Nachdem der Verkaufsstart des neuen LCD-iPhones mit Randlos-Display zum totalen Non-Event geraten war, mehrten sich zuletzt die Berichte um schnelle Produktionskürzungen. Techanalyst Jun Zhang vom Brokerhaus Rosenblatt Securities hatte seine Absatzschätzungen zuletzt gleich mehrfach nach unten angepasst.

Top-Analysten: Die iPhone-Absätze dürften sinken

Zu Wochenbeginn zogen gleich drei Top-Analysten nach. Apples überraschende Weigerung, weiter Absatzzahlen für seine Geräteverkäufe zu nennen, hatte zuletzt die Befürchtung genährt, dass das iPhone seinen Zenit überschritten haben könnte.

Morgan Stanley-Analyst Samik Chatterje teilt die Sorge und rechnet damit, dass Apple in den nächsten beiden Geschäftsjahren sinkende Absätze ausweisen muss. In einer Kurzstudie, die dem Finanzportal Marketwatch vorliegt, reduzierte Chatterje seine Verkaufsschätzungen für das iPhone auf 214 Millionen Einheiten im Kalenderjahr 2018 und nur noch 208 Millionen Einheiten (statt 218 Millionen Stück) im nächsten Kalenderjahr. Als Konsequenz trimmte der Morgan Stanley-Analyst sein vergleichsweise optimistisches Kursziel von 270 auf 266 Dollar.

Ming-Chi Kuo rechnet mit Produktionskürzung um 30 Prozent

Auch der notorisch gut informierte Techanalyst Ming-Chi Kuo von TF Securities hisst in einer neuen Kurzstudie, die dem Blog AppleInsider vorliegt, die weiße Flagge. So strich Kuo seine Absatzschätzungen für das iPhone XR im laufenden vierten Kalenderquartal um gleich 35 Prozent und im ersten Kalenderquartal um ebenfalls happige 30 Prozent zusammen.

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Zusätzliche Sorgen machen zudem die hochpreisigen Modelle iPhone XS und iPhone XS Max, für die treue Kunden bis zu 1550 bzw. 1650 Euro auf den Tisch legen müssen. Longbow-Analyst Shawn M. Harrison, will in der vergangenen Woche Bestellkürzungen von 20 bis 30 Prozent bei Apples Flaggschiffmodellen ausgemacht haben.

Hiobsbotschaften von Zulieferer

Geschürt wurden die Sorgen über den iPhone-Abschwung zusätzlich durch eine happige Umsatzwarnung des Zulieferers Lumentum, der Apple mit 3D-Sensoren für die Frontkamera beliefert, die für den Gesichtsscanner Face ID benötigt werden.

Der Generalverdacht ist offenkundig: Wenn Lumentum weniger Komponenten ausliefert, dann deshalb, weil Apple weniger bestellt. Die Großbank Wells Fargo geht von einer happigen Bestellkürzung um 30 Prozent aus.  Anteilsscheine von Lumentum verloren entsprechend um mehr als 30 Prozent an Wert, während Apple mehr als 5 Prozent an Wert verlor und bei 193 Dollar auf den tiefsten Stand seit Juli abstürzte.

Der freie Fall kostet Apple kräftig: Binnen nur fünf Wochen hat der iKonzern inzwischen rund 200 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtet – davon allein 50 Milliarden Dollar heute – und dabei wieder die Bewertungsmarke von einer Billion Dollar verloren. Mit einer Marktkapitalisierung von 920 Milliarden Dollar bleibt Apple aber weiter vor Microsoft der wertvollste Konzern der Welt.

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