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“Man braucht keine Story, nur ‘n Stift und Publikum”: Kollegahs Disstrack über die Welt der Bild-Reporter

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Der Rapper Kollegah hat – mindestens seit dem Echo-Skandal – ein ganz besonderes Verhältnis zur Bild-Zeitung – freilich kein Gutes, wie der "Bosshafte" seit dem Wochenende noch einmal unterstreicht. Da hat er ein weiteres Video seiner Reihe "Kollegahs Lyrik Lounge" veröffentlicht, in dem er aus der Perspektive eines Bild-Reporters rappt.

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“Geht Alf ins Dschungel-Camp?” So lautet die Zeile, die Rapper Kollegah beim Aufschlagen der Seite 3 der Bild-Zeitung sofort empört. “Ne, also jetzt reicht’s!” Bild kennt wirklich keine Grenzen mehr!

Zeit also für den Rapper, der sein ganz eigenes Verhältnis zu Bild hat, etwas zu unternehmen – einen Rap aufzunehmen zum Beispiel!

Für eine neue Ausgabe von “Kollegahs Lyrik Lounge” hat der Rapper einen neuen Song aufgenommen, in dem er die Perspektive eines “Silbenjongleurs”, also eines Bild-Redakteurs, einnimmt und die Welt durch die Boulevard-Brille betrachtet.

Für den Disstrack bediente sich Kollegah selbstverständlich an einigen Klischees, die dem Boulevard anhaften. So trägt sein Alter-Ego “Schmierlappen-Gelfriseur”, hat “kreidebleiche Hautfarbe”. Recherche könne er auslassen, denn “Hauptsache Auflage”. Bild-Redakteure schrieben ihre Geschichten mit mehr Phantasie als ein Film-Regisseur. Seien Promis für kein Interview bereit, würden welche erfunden.

Wie Kollegah die Welt eines Bild-Journalisten noch sieht:

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Dein Kind stirbt? Dann erfährt die Mama das in der Presse.
Die Tür ist ein Spalt auf, zack, Kamera in der Fresse.
Mein Beileid, gute Frau, hier n’ Fuffi für ein Exklusivfoto.
Und jetzt bitte schluchzen Sie ins Mikrofon

Und weiter:

Dann Schluss mit Weinerei, Sie sind ja schon ein heißes Teil,
Ich hätt’ ein Job für Sie und Ihre Titten auf Seite 3.
Wenn ich nicht weiter weiß, was ich als Titelblatt-Geschichte nehm,
dann irgendwas mit Flüchtlingen und Kriminalstatistiken.”

Auch aufs das Verhältnis von Boulevard und Kollegah, geht der rappende Bild-Redakteur ein:

Eins hab ich gelernt, im Journalismus-Studium.
Man braucht gar keine Story, nur ‘n Stift und Publikum.
Und für die Klicks ‘nen Superschurken als Sündenbock.
Jeder, der bekannter ist als ich, erfüllt den Job.
Nehmen wir Kollegah, diesen aufgemotzten Rüpelrapper.
Da kann man echt nur mit den Augen rollen wie Würfelbecher.
Was sich dieser Rapper da leistet. Nein nein, ich sprech nicht von sein Bentley und Daimler, ich sprech von seinen Texten und Reimen.

Apropos Auflage: Seit dem Launch am Samstag sammelte das Video bereits fast 200.000 Klicks bei YouTube – vielleicht also sollte Bild-Babo Julian Reichelt über eine musikalische Antwort nachdenken.

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Alle Kommentare

  1. Als Imagerapper hatte Kollegah ja noch nie viel zu erzählen aber wie bei praktisch allen Rappers, nach dem zweiten Album kommt meist nix mehr.

    BTW: 14 Jahre PI-News !!!

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