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Für 150 Millionen Dollar: Thailändischer Geschäftsmann übernimmt Wirtschaftsmagazin Fortune von US-Medienkonzern Meredith

Apple-Chef Tim Cook auf dem Cover des Fortune-Magazins
Apple-Chef Tim Cook auf dem Cover des Fortune-Magazins

Die Shoppingtour in der Printbranche geht weiter. Nicht einmal zwei Monate nachdem sich Salesforce-CEO Marc Benioff mit seiner Frau das Time Magazine für 190 Millionen Dollar gesichert hatte, hat ein weiterer Vorzeigetitel aus dem Medienkonzern Meredith einen Geschäftsmann als Käufer gefunden. Chatchaval Jiaravanon, Vorsitzender des thailändischen Mischkonzerns Charoen Pokphand Group, übernimmt nun das 88 Jahre alte US-Wirtschaftsmagazin Fortune.

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Es ist der Jeff-Bezos-Moment für das Fortune Magazine: Nicht ein Renommeeverlag sichert sich das 88 Jahre alte traditionsreiche US-Wirtschaftsmagazin, das wenige Monate nach dem Börsencrash 1929 gegründet wurde, sondern ein Multimilliardär als Privatperson.

Wie Amazon-CEO Jeff Bezos, der 2013 die Washington Post als Privatmann erworben hatte, übernimmt nun der thailändische Geschäftsmann Chatchaval Jiaravanon, dessen Familie als die wohlhabendste Thailands gilt, als Privatperson ein Filetstück des US-Journalismus für 150 Millionen Dollar in bar von der Meredith Corporation, die Fortune als Teil von Time, Inc. erst Anfang des Jahres erworben hatte.

Jiaravanon verspricht weitere Investments in Fortune

“Unsere Vision ist es, die weltweit führende Wirtschaftsmarke zu etablieren”, erklärte Jiaravanon in einem begleitenden Statement die am Freitag verkündete Übernahme. Gleichzeitig betonte der 56-Jährige, in Fortune, das zuletzt mit rückläufiger Auflage und Anzeigenerlöse zu kämpfen hatte, weiter investieren zu wollen.

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“Durch die weiteren Investments in Technologie und brillantem Journalismus, zu denen wir uns verpflichten, glauben wir, dass die Aussichten für weiteres profitables Wachstum für die Publikation als auch das Event-Geschäft exzellent sind”, so Jiaravanon weiter. Eine Rolle im Tagesgeschäft wolle Jiaravanon dennoch nicht spielen. “Er kauft es als persönliches Investment, weil er die Marke mag”, erklärte Fortune-Präsident Alan Murray die Übernahme weiter.

Chatchaval Jiaravanons Familie gehört der thailändische Mischkonzern Charoen Pokphand Group, der als wertvollstes Unternehmens des Landes gilt. Das Vermögen von Jiaravanons Vater Sumet wird von Forbes auf über 4 Milliarden Dollar US-Dollar taxiert. Sumet Jiaravanons älterer Bruder gilt mit einem Vermögen von knapp 15 Milliarden Dollar als reichster Mann Thailands.

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