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Nach Spiegel-Titel “Geheimsache Luxus-Liga”: Hoeneß kündigt rechtliche Schritte gegen Nachrichtenmagazin an

Will juristisch gegen den Spiegel vorgehen: FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß
Will juristisch gegen den Spiegel vorgehen: FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß

FC Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß will rechtlich gegen Veröffentlichungen des Magazins Der Spiegel über den Fußball-Bundesligisten vorgehen. Das Nachrichtenmagazin hatte vergangene Woche (Titel: "Der Verrat") über neue Pläne für eine europäische Superliga berichtet, in denen auch der FC Bayern eine Rolle spielt. Hoeneß erklärte zudem, dass das Thema "Super League" für den Klub erledigt sei.

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Im Interview mit der Sächsischen Zeitung sagte Hoeneß auf eine entsprechende Frage zu rechtlichen Schritten: “Ja, sicher”. Der Spiegel verteidigt sich. “Wir stehen zu unserer Geschichte”, teilte er am Freitag mit. Von Seiten des FC Bayern sei noch kein Schriftstück zu der Angelegenheit bei ihm eingegangen.

Hoeneß sagte: “Das war der Wahnsinn. Der Spiegel macht mit einer Geschichte unter der Schlagzeile ‘Der Verrat’ auf, die überhaupt nicht stimmt.” Der Bayern-Präsident bekräftigte, dass es keinen Plan gegeben habe, aus der Bundesliga auszutreten und an einer Super League teilzunehmen. “Es wurde vor zwei, drei Jahren innerhalb der internationalen Gremien mal darüber diskutiert und auch bei uns im Aufsichtsrat. Dort wurde es einstimmig abgelehnt, damit war die Sache vom Tisch.” Hoeneß schließt aus, dass der FC Bayern in den nächsten Jahren Mitglied einer Super League wird: “Da gibt es einen klaren Beschluss, und da wird auch nicht dran gerüttelt.”

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Eine Beraterfirma soll Real Madrid im Oktober Pläne für die Einführung einer Superliga als Konkurrenz zur Champions League vorgelegt haben, hatte der Spiegel am Freitag vergangener Woche berichtet. Demnach sei vorgesehen, dass 16 Topclubs, darunter der FC Bayern München, im Laufe dieses Monats eine bindende Absichtserklärung unterzeichnen. Zudem soll der Club 2016 die Möglichkeiten eines Bundesliga-Ausstiegs rechtlich geprüft haben.

(dpa)

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Alle Kommentare

  1. Kampagnenjournalismus, oder fakenews? Es bleibt spannend. Kommen jetzt auch die üblichen journalistischen “Qualitätsjournalisten“ von NDR,WDR und SZ aus dem Quark und hetzten im Rudel gegen Hoeneß?

      1. Immer diese MaasJüngerInnen. Burschen und Mädels! Flotte Nazisausprüche und feministische Antiweißealtemännerkampagnen sind bereits längst wieder uncool! So bleibt man auch nicht ewig jung.

        Megageil und angesagt ist es hingegen, nur mehr die eigene Sau in sich zu lieben, hegen und pflegen und ab und zu rauszulassen.

      2. Wally, Sie laufen ja zu großer Form auf! Ausgerechnet jetzt, da die Gastgeber ihren Kommentarteil nahezu stillgelegt zu haben scheinen — leider ohne sich zu erklären, aber so sind sie nunmal. Was dennoch freigeschaltet wird und warum, bleibt ein Rätsel. Aber die Welt dreht sich weiter.

      3. Man muss sich immer mal wieder vergegenwärtigen (und ich beziehe mich jetzt nicht unmittelbar auf das Nischenprodukt Meedia), dass Artikel 5, Abs. 1 des deutschen Grundgesetzes lautet:

        “Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. (…) Eine Zensur findet nicht statt.”

        Und das mit der täglichen Praxis aller Redaktionen abgleichen.

      4. Was ist eigentlich eine Meinung?

        Allgemein zugängliche Quellen sind nicht verbotene Quellen?

      5. Letzteres ist wohl so. Die Veröffentlichung geheimer Quellen kann bekanntlich bis zum Vorwurf des Hochverrats führen (Stichwort Snowdon).
        Meinungen wiederum sind ein arg weites Feld …

      6. Hochverrat gegen Deutschland? Oder gegen wen? Wer ist aller in Gefahr?
        Um Gottes Willen.

        Meinungen sind wirklich ein schwieriges Thema. Ich bin schon ganz wirr. Vor allem frage ich mich, ob es überhaupt noch legitim sein sollte und kann, sich auf Grundlage verschiedener Informationen, die man sich auch aus sogenannten ordinären Kleingruppen, wie Familie, irgendwelche Bekannte und Stammtischrunden, und nicht nur von den qualitativ hochwertigeren Massenmedien holt, seine eigene Meinung und sein eigenes Urteil zu bilden. Vor allem wegen der Beeinflußbarkeit.

      7. Meine (Kurz-)Meinung zu Meinungen: Egal wie sie zustande kommen, entscheidend sind ihre Begründung, ihre Logik, d.h. ihr Fundament. Also ob die Argumentation in sich schlüssig ist und auf möglichst gut gesicherten Fakten beruht.
        (Ein kluger Mensch am Stammtisch macht ggf. klüger als zehn Zeitungs- oder TV-Kommentare.)

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