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“Babylon Berlin” endet mit Zuschauer-Tief, “Cobra 11” erholt sich leicht, verliert aber haushoch gegen “The Voice”

“Babylon Berlin” mit Volker Bruch
"Babylon Berlin" mit Volker Bruch

Auch die beiden vorerst letzten Folgen von "Babylon Berlin" verloren wieder Zuschauer. 3,62 Mio. und 3,66 Mio. saßen am Donnerstagabend noch vor den Fernsehern, die Marktanteile von 11,9% und 12,1% lagen immerhin leicht über der Vorwoche. Der Prime-Time-Sieg ging im Gesamtpublikum aber an das "Team Alpin" des ZDF, bei den 14- bis 49-Jährigen siegte "The Voice of Germany" mit einem gewohnt grandiosen Marktanteil von 21,0%.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. “Babylon Berlin” verliert zum Finale weitere Zuschauer

3,62 Mio. und 3,66 Mio. Menschen sind also übrig geblieben, die auch die beiden vorerst letzten Folgen der aufwändigen ARD-Serie “Babylon Berlin” einschalteten. Damit schrumpfte das Publikum noch einmal um 100.000 bzw. 70.000 Seher. Der Vergleich mit dem Serien-Auftakt Ende September fällt ernüchternd aus. Damals sahen die drei ersten Episoden im Durchschnitt der 2:11 Stunden stolze 7,88 Mio., also mehr als doppelt so viele wie die beiden letzten Folgen. Der Marktanteil schrumpfte im Verlauf der Serie von 24,4% auf rund 12%. Der Mega-Erfolg war “Babylon Berlin” damit definitiv nicht. Da kann sich die ARD – Zitat Volker Herres: “Ein außergewöhnlicher Erfolg für eine außergewöhnliche Serie” – auch nicht mit den Mediatheken-Zahlen heraus reden. Mehr als zehn Millionen Videoabrufe sind zwar eine stolze Zahl, doch sie kompensieren bei 16 Folgen natürlich nicht die Verluste im linearen Fernsehen. Zumal auch hier das Interesse im Verlauf der Serie nachließ.

2. “Team Alpin” beschert dem ZDF den Prime-Time-Sieg, drei Nachrichtensendungen auf den ersten vier Plätzen der Tages-Charts

Die Nummer 1 um 20.15 Uhr hieß am Donnerstag nicht “Babylon Berlin”, sondern “Team Alpin”: 4,03 Mio. sahen den zweiten Film der neuen ZDF-Reihe – 240.000 weniger als vor einer Woche. Der Marktanteil blieb mit 13,2% hingegen stabil. Vor den 90-Minüter schoben sich in den Tages-Charts noch die 20-Uhr-“Tagesschau” des Ersten mit 4,50 Mio. Neugierigen und 15,3%, sowie die 19-Uhr-“heute”-Ausgabe des ZDF mit 4,18 Mio. und 17,2%. Das “heute journal” folgt mit 3,90 Mio. und 14,4% auf Platz 4. Stärkstes Programm der Privatsender war “RTL aktuell” mit 3,54 Mio. Sehern und 15,5% vor “The Voice of Germany”, das bei ProSieben um 20.15 Uhr 3,28 Mio. (11,5%) einschalteten.

3. “Cobra 11” kommt aus dem Tief, ist aber chancenlos gegen “The Voice”

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Bei den 14- bis 49-Jährigen lief es für den RTL-Serien-Dino “Alarm für Cobra 11” nach den miserablen 10,5% der vergangenen Woche diesmal wieder besser: 1,22 Mio. junge Zuschauer entsprachen zumindest wieder relativ ordentlichen 12,8%. Gegen “The Voice of Germany” konnte die RTL-Serie damit aber weiterhin nicht anstinken: Die ProSieben-Show erreichte diesmal 1,94 Mio. 14- bis 49-Jährige und 21,0%. Bei Sat.1 erreichte “Criminal Minds” um 20.15 Uhr 780.000 und 8,1%, “Instinct” danach 730.000 und 7,7%.

4. Vox punktet mit “Ant-Man”

In der zweiten Privat-TV-Liga setzte sich der Vox-Film “Ant-Man” an die Spitze: 700.000 14- bis 49-Jährige entschieden sich für den Film aus dem Marvel-Universum, der Marktanteil lag damit bei 7,0%. Im Anschluss kam die Free-TV-Premiere von “Rage – Tage der Vergeltung” noch auf 320.000 und 6,7%. Bei RTL II kam der “Frauentausch” nicht über 500.000 und 5,2% hinaus, “Einfach hairlich” erzielte ab 22.15 Uhr leicht bessere 5,5%. Bei kabel eins schwächelte “Volcano” mit 4,7%, ab 22.25 Uhr ging es mit 280.000 jungen “The Core”-Sehern aber auf gute 6,0% hinauf.

5. Nitro stark mit der Europa League, der WDR mit einem Münster-“Tatort”

Bei den kleineren Sendern tat sich am Donnerstagabend dank der Europa League wieder der RTL-Ableger Nitro hervor. 1,31 Mio. und 1,60 Mio. Fans sahen die beiden Halbzeiten des Spiels zwischen Celtic Glasgow und RB Leipzig, die Marktanteile lagen damit bei 4,3% und 6,8%. Bei den 14- bis 49-Jährigen gab es mit 460.000 und 480.000 Zuschauern ähnliche 4,7% und 6,2%. Noch grandioser lief es im Gesamtpublikum ab 20.15 Uhr für das WDR Fernsehen: Den Münsteraner “Tatort: Herrenabend” schalteten dort 2,40 Mio. Leute ein – herausragende 7,9%.

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Alle Kommentare

  1. Bei allen Ihren Angaben gehen Sie immer von 14-49 jährige Zuschauer aus. Seltsam. Gibt es nach den 49 jährigen bei Ihnen bzw. bei Ihrem Auftraggeber, keine Zuschauer mehr, die am Leben teilhabe haben? Nur noch Menschen ohne Meinung, ohne Marktrelevanz? Ich halte daher Ihre Angaben zu den Einschaltquoten bzw. Nutzerzahlen für wissend manipuliert und möchte mich dagegen wehren. Es ist schön, dass ich das kann. Ganz einfach mit einem einzigen “Klick”. Ich bin überzeugt, dass der örR die Akzeptanz seiner Programme mit anderen Augen betrachtet und es auch als Aufgabe ansieht 50 jährige Zuschauer miteinzubeziehen.

    1. Wenn Sie lesen würden, bevor sie lospoltern, so hätten Sie erkannt, dass es in den Absätzen 1, 2 und 5 ausschließlich um die Zahlen des Gesamtpublikums geht. Nur in den Absätzen 3 und 4 geht es um die 14- bis 49-Jährigen, da das junge Publikum für die Werbebranche (und damit die Privatsender) weiterhin eine größere Relevanz besitzt als das Gesamtpublikum. Dem tragen wir in Teilen unserer Quoten-Betrachtungen Rechnung. In Teilen!

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