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Bertelsmann mit 12,4 Mrd. Euro Umsatz nach 3. Quartal – CEO Rabe baut Bildungsgeschäft weiter aus

Bertelsmann-CEO Thomas Rabe
Bertelsmann-CEO Thomas Rabe

Bertelsmann fährt nach dem dritten Quartal einen Umsatz von 12,4 Milliarden Euro ein und erzielt damit den höchsten Wert seit dem Geschäftsjahr 2007. Das teilte der Konzern am Donnerstag mit. Als operativen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) verbucht das Gütersloher Unternehmen 1,62 Milliarden Euro. Wachstumsbringer seien die Digitalgeschäfte der Medientöchter, Arvato sowie das Bildungsgeschäft.

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Letzteres hat CEO Thomas Rabe in den vergangenen Jahren weltweit ausgebaut – und es soll weiter wachsen. Bereits im September kündigte Bertelsmann an, den US-amerikanischen Online-Bildungsanbieter OnCourse Learning vollständig zu akquirieren. Das Unternehmen hat sich auf digitale Fort- und Weiterbildungskurse für Kunden aus dem Gesundheits- und Finanzdienstleistungswesen spezialisiert.

Zum organischen Wachstum, das insgesamt 2,6 Prozent über dem des Vorjahres liegt, trugen nach Unternehmensangaben auch die Medientöchter RTL Group und Gruner + Jahr bei – allen voran die Digitalgeschäfte. Innerhalb der RTL Group aus Luxemburg sticht das Video-on-Demand-Geschäft in den Niederlanden hervor. Während man in den vergangenen Jahren mit dem Launch von Netflix zu kämpfen hatte, scheint das von RTL lancierte Videoland immer besser angenommen zu werden. Nach RTL-Angaben wuchs die Anzahl der Abonnenten im dreistelligen Prozentbereich. Bei Gruner + Jahr ist es nicht das publizistische Geschäft, das für Wachstum sorgt, sondern die Content-Marketing-Tochter Territory sowie das Digital-Startup Applike.

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Dynamiken weist auch Bertelsmanns Dienstleistungssparte Arvato vor. Der Konzern will wesentliche Teile des Customer Relationship Managements mit den Aktivitäten des Wettbewerbers Saham zusammenlegen. An dem Joint-Venture werden beide zu 50 Prozent beteiligt sein. Bertelsmann will nach Vollkonsolidierung mit rund 48.000 Mitarbeitern in 25 Ländern einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro erzielen. Ohne ins Detail zu gehen, erklärte Bertelsmann eine weniger optimistische Entwicklung der Printing Group. Insbesondere das Tiefdruckgeschäft verzeichne sinkende Volumina durch steigende Papierpreise.

Mit dem guten Ergebnis nach dem dritten Quartal gibt sich die Konzernleitung optimistisch, die Jahresziele einzuhalten. „Wir freuen uns über den positiven Geschäftsverlauf in den vergangenen neun Monaten. Für das Gesamtjahr erwarten wir unverändert einen höheren Umsatz, eine weiterhin hohe operative Profitabilität sowie ein Konzernergebnis von mehr als einer Milliarde Euro”, so CFO Bernd Hirsch.

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