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Google-Anzeigenbuchungen für über eine Milliarde Dollar im Quartal: Wie sich Reiseriese Booking seinen Erfolg erkauft

Lukratives Geschäft mit der schönsten Zeit des Jahres
Lukratives Geschäft mit der schönsten Zeit des Jahres © Booking.com

"Flug nach München", "Hotel am Chiemsee": So funktioniert die Reisebuchung im Jahr 2018 – mit ein paar Schlagworten ist man schnell am Ziel. Beim Kampf um den Kunden müssen die Reiseportalanbieter indes immer massivere Summen aufwenden, um bei Google gefunden zu werden. Branchenprimus Booking etwa gab im vergangenen Quartal mehr als 1,3 Milliarden Dollar für Performance Marketing-Maßnahmen aus – der Löwenanteil davon landete wenig überraschend bei Google. Das Investment zahlt sich trotzdem aus, wie die jüngste Quartalsbilanz beweist.

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Wer einmal eine Unterkunft gesucht und bei Booking.com gefunden ist, kennt das Problem: Der Buchungsprozess ist denkbar einfach und viele Hotels bis kurz vor der Reise stornierbar, doch kaum ist die eine Reise abgeschlossenen, kommen auch schon die Erinnerungen an die nächste.

“Zeit für Ihre nächste Reise?”, lockt Booking in einer Mail. “Öffnen Sie die Tür zu Ihrem perfekten Urlaub”, lautet wenige Tage später das Email-Versprechen. Ein paar Wochen zuvor versuchte es Booking bereits mit einem Discount: “Sparen Sie im Oktober mindestens 20%”. Schnell wird klar: Es nervt.

Wieviele Kunden Booking mit seinem penetranten Email-Marketing tatsächlich zur Buchung verleitet, bleibt prozentual wohl eines des bestgehüteten Geheimnisse des mittlerweile nach Amazon, Alphabet, Facebook, Netflix und Paypal sechstwertvollsten Internetkonzerns der USA. Fest steht dagegen: Die Booking Holding, zu der neben Booking.com auch die weiteren Reiseportale Priceline oder Kayak gehören, wendet immense Summen auf, um Nutzer auf ihre Seite(n) zu ziehen.

Booking für 3,6 Prozent von Googles Werbeerlösen verantwortlich
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Enorme 1,3 Milliarden Dollar hat Booking.com im vergangenen Quartal für sogenanntes Performance Marketing ausgegeben – also Online-Marketingmaßnahmen mit dem Ziel, eine Buchung des Nutzers zu erzielen.

An oberster Stelle stehen dabei schlagwortbasierte Anzeigen in der Google-Suche: Wie der Vermögensverwalter RBC Capital Markets vorrechnet, dürften 80 Prozent von Bookings Performance Marketing-Budget an Google fließen – das wäre mehr als eine Milliarde Dollar pro Quartal. Booking wäre damit alleine für 3,6 Prozent von Googles Werbeerlösen im jüngsten Quartal verantwortlich und dürfte zu Googles fünf größten Kunden zählen, berichtet CNBC.

Doch das massive Investment zahlt sich aus: In der gestern veröffentlichten Geschäftsbilanz für das abgelaufene September-Quartal verbuchte der weltgrößte Reisekonzern bei Umsätzen von 4,8 Milliarden Dollar (+ 11 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal) einen stolzen Nettogewinn von 1,8 Milliarden Dollar (+ 3 Prozent). Die Booking-Aktie legte daraufhin gestern um 4 Prozent auf 1949 Dollar zu.

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