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Cover-Check: stern floppt am Kiosk mit “Merkels Machtverlust”, Focus erneut unter der 50.000er-Marke

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In der Woche nach den Querelen um die künftige Ausweisung ihrer Heftauflagen melden die drei großen Wochenmagazine Spiegel, stern und Focus nicht gerade positive Zahlen aus dem Einzelhandel: Alle drei blieben mit den Heften 41/2018 unter ihrem Normalniveau. Am deutlichsten verfehlte der Focus sein Soll mit dem Titel "100 Berufe mit Zukunft", am nächsten an seine Durchschnttszahlen kam Der Spiegel.

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Der Spiegel erreichte mit seinem Heft 41/2018 laut IVW eine Einzelverkaufszahl von 181.335 Exemplaren. Damit landete er unter seinem 12-Monats-Durchschnitt von 184.200 und unter seinem 3-Monats-Durchschnitt von 191.600. Zudem sind die 181.335 Einzelverkäufe der schwächste Wert in dieser Kategorie seit 15 Wochen. Passiert ist das mit dem Titel “Mein Kind, sein Handy und ich – Vom richtigen Umgang mit der Generation Smartphone”. Ein Thema, das also offenbar nicht allzu verkaufsfördernd war. Prozentual gesehen kam Der Spiegel in der aktuellen Cover-Check-Woche dennoch näher an sein Normalniveau heran als der stern und der Focus. Im Gesamtverkauf, zu dem neben den Einzelverkäufen aus Supermärkten, Kiosken & Co. auch die Abos, Lesezirkel, Bordexemplare und sonstigen Verkäufe zählen, landete die Ausgabe bei einer Zahl von 712.876 Exemplaren, darunter 81.585 ePaper und Spiegel-Plus-Kunden – ein erneuter Rekord in dieser Kategorie.

Alles andere als zufrieden werden die stern-Macher mit der Zahl ihrer Ausgabe 41/2018 sein: Mit 135.529 Einzelverkäufen fiel der stern auf den drittschwächsten jemals gemessenen Wert. Der Allzeit-Minusrekord von Heft 51/2017 wurde nur um rund 2.500 Exemplare verfehlt. Die potenziellen stern-Käufer interessierten sich also offenbar nicht so sehr für die Titelstory “Von Freund und Feind umzingelt – Merkels Machtverlust und der Aufstand der Union” – auch wenn das Titelbild mit den vielen kleinen Leuten, die Merkel am Boden festbinden ein echter Hingucker war. Die Durchschnittszahlen der jüngsten 12 Monate (148.500) und der jüngsten drei Monate (148.300) wurden ebenfalls klar verfehlt. Insgesamt wechselte die Nummer 504.878 mal den Besitzer, 22.001 mal als ePaper.

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Der Focus landete unterdessen im Einzelhandel zum dritten Mal in Folge unter der Verkaufsmarke von 50.000 Stück – etwas, was zuvor erst einmal passiert ist. Die Nummer 41/2018 mit dem Titelthema “Neue Serie: 100 Berufe mit Zukunft – Qualifikation, Verdienst, Chancen” fand in Supermärkten, Kiosken, Tankstellen und anderen Pressehandlungen nur 46.091 Abnehmer. Die schwächste Zahl seit zehn Wochen. Zudem landete der Focus am deutlichsten unter seinem Normalniveau, das für die jüngsten 12 Monate bei 64.400 Einzelverkäufen liegt, für die jüngsten drei Monate bei 56.000. Der Gesamtverkauf des Focus 41/2018 liegt bei 401.301 Exemplaren, inklusive 39.069 ePaper.

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Alle Kommentare

  1. Den Stern habe ich jahrzehntelang jede Woche gelesen, heute sehr selten. Fotos und Texte sind nicht mehr überragend, außerdem dünnes Heftchen geworden.

  2. Es wäre schon interessant zu wissen worauf Leute Wert legen, um ein Heftl überhaupt zu kaufen.

    In unserem Umfeld ist es so, dass es immer stark von der Person eines Journalisten, eines Chefredakteurs und somit von der Vertrauenswürdigekit abhängt. Weniger zählt bei uns die Aufmache, sondern ob quasi gehalten wird, was von der Qualität, vom Anspruch, von der Eigendefinition her versprochen wurde.

  3. Es kauft also grob geschätzt einer von 300 erwachsenen Deutschen den gedruckten Spiegel und einer von 1.500 den Focus, der Stern liegt irgendwo dazwischen. 2030, wenn Smartphones zum gesetzlich vorgeschriebenrn Existenzminimum gehören, wird es diese Hefte nicht mehr geben.

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